Apfel-Möhren-Walnuss-Muffins

Lange keine Muffins mehr gemacht. Beziehungsweise keine, die ich hier noch nicht verbreitet habe, denn tatsächlich mache ich sehr häufig welche…Jedenfalls habe ich mich doch wirklich noch NIE getraut, in einem süßen Kuchen/Muffin ein Gemüse wie zB Möhren zu verbacken. Und das, obwohl es ja den recht bekannten Rübli-Kuchen, also Möhren-Kuchen, gibt. Ich habe den aber noch nie gegessen (was der Bauer nicht kennt und so…). Keine Ahnung, warum, aber das hat mich nie gereizt. Möhren und Mandeln und Zimt in einem Kuchen??? Und das soll schmecken?!

Naja, der Rübli-Kuchen ist mir immer noch etwas suspekt, da ich keine Zimt-Freundin bin (außer bei Zimtschnecken!) und Angst habe, dass der durch die vielen Mandeln nach Marzipan schmeckt und ich kann Marzipan überhaupt gar nicht und in keiner Form ausstehen.

Außerdem wollte ich noch etwas Frisches mit im Teig haben und bin dann auf die Idee mit den Äpfeln gekommen. Um der Marzipan-Angst vorzubeugen, habe ich gemahlene Walnüsse genommen und für den “Biss” Cashews. Und keinen Zimt! Weihnachten ist (für mich zum Glück) vorbei.

Herausgekommen sind diese exorbitant leckeren veganen Apfel-Möhren-Walnuss-Muffins. Oh Mann, es haut mich echt um, wie gut die sind! Und wie verdammt lecker die Kombination von Möhren, Äpfeln und Nüssen ist! Manchmal bin ich echt dämlich verbohrt…15 Jahre veganes Leben und erst jetzt kommt auch bei mir an, dass das super lecker ist *seufz*. Aber besser spät als nie. Jedenfalls habe ich meine neuesten Lieblingsmuffins entdeckt – sie schmecken sehr saftig (durch die Möhren), schön fein nussig (durch die gemahlenen Walnüsse) und dabei fruchtig und leicht erfrischend (durch die Äpfel). Eine Wahnsinns-Kombi. Ich habe alle binnen zwei Tagen aufgegessen und hätte noch mehr verputzt, wenn noch mehr da gewesen wären. Und selbst mein Liebster mochte die Dinger, obwohl er anfangs ganz skeptisch geschaut hat und kein Apfel-Fan ist. Probiert diese Muffins unbedingt aus, es lohnt sich (und macht nicht denselben Fehler wie ich und wartet damit 15 Jahre…).

Apfel-Möhren-Walnuss-Muffins
Apfel-Möhren-Walnuss-Muffins

Zutaten für 6 große Muffins (oder 8 kleine):

  • 50 g Walnüsse
  • 1 große Möhre (ca. 100 g)
  • 100 g Weizen- oder Dinkelmehl Typ 1050 (alternativ: helles glutenfreies Mehl und 1/2 Tl mehr Backpulver)
  • 1 El Kartoffelmehl (oder Speisestärke)
  • 1 El Tapiokastärke (oder Speisestärke)
  • 50 g Rohrohrzucker
  • 2 El Cashewnüsse, geröstet und gesalzen
  • 1 Tl Weinsteinbackpulver
  • 1/2 Tl Natron
  • 1 Msp. Vanille, gemahlen
  • 1 El Zitronensaft
  • 50 ml Raps- oder Sonnenblumenöl (neutrales Öl!)
  • 100 ml Sojamilch
  • 1 eher großer Apfel (Boskopp oder Braeburn eignen sich gut)
  • optional: etwas Zimt (ich habe keinen verwendet)

Zubereitung:

Die Walnüsse in einer beschichteten Pfanne ohne Fett etwas anrösten bis sie anfangen zu duften (Vorsicht, das dauert nicht lange und sie werden schnell zu schwarz, daher unbedingt dabei bleiben und die Nüsse sofort aus der Pfanne nehmen, wenn sie fertig sind). Dann fein mahlen und in eine Rührschüssel geben. Die Möhre schälen und so fein wie möglich raspeln oder zerheckseln.

Die Cashewnüsse grob hacken und zusammen mit den übrigen trockenen Zutaten zu den gemahlenen Walnüssen in die Schüssel geben. Alles gut durchmischen, dann die geraspelten Möhren zugeben.

Die Sojamilch mit dem Öl und dem Zitronensaft verquirlen und auch in die Schüssel geben. Den Apfel schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Zu den anderen Zutaten geben und alles mit einem Löffel vermengen, so dass einschwer reißender Teig entsteht. Nicht zu lange oder zu kräftig rühren, es soll einfach nur alles vermengt sein, kleine Klümpchen machen gar nichts.

Papierförmchen in ein Muffinblech stellen (oder Silkonformen verwenden) und den Teig einfüllen – für große Muffins die Förmchen fast bis zum Rand füllen, für kleinere Muffins die Formen zu 2/3 füllen.

Im vorgeheizten Backofen bei 180-200 °C Ober- und Unterhitze ca. 20 Minuten backen bis die Muffins schön aufgegangen und goldbraun sind. Zur Sicherheit die Stäbchenprobe machen und ggf. die Backzeit anpassen.

Et voilá!

Dinkel-Wurzelbrot

Ich liebe selbstgebackenes Brot. Und seit Jahren kaufe ich nur höchst selten welches, meist mache ich Sauerteigbrot mit Körnern, aber manchmal muss es für mich auch Hefebrot sein. Allerdings mag ich kein Weißbrot. Immer nur Roggenvollkornbrot ist aber auch doof, denn manchmal habe ich einfach Appetit auf Baguette oder Ciabatta, in einer leicht vollkorn-angehauchten Variante.

Wie dieses Wurzelbrot. Durch Zufall habe ich beim Durchstöbern anderer blogs hierzu einen Beitrag gefunden und da das Brot genauso aussieht, wie das Slow-Baking-Bred vom Finnenbäcker in Osnabrück, was sooo lecker ist, wollte ich das Rezept unbedingt ausprobieren. Allerdings mag ich lieber Dinkel als Weizen und mehr Roggenvollkornmehl und vor allem welches im Teig und nicht nur zum Wälzen. Außerdem habe ich die Zubereitung abgewandelt und letztendlich ist nur die Form geblieben, aber das ist auch mit das Tollste.

Nee, das Brot selber ist toll: eine lecker knusprige Kruste und eine großporige weiche Krume, himmlisch! Allerdings braucht es etwas Geduld, da nur sehr wenig Hefe verwendet wird und der Teig kühl geht, aber erstens lohnt es sich wirklich für das Ergebnis und zweitens habe ich den Teig abends gemacht, dann über Nacht gehen lassen und morgens gleich gebacken (ohne nochmaliges Gehen), von daher…

Ach so, Wurzelbrot heißt es nicht, weil Wurzeln verarbeitet werden, sondern einfach nur der gedrehten Form wegen, die an Baumwurzeln und verknöcherte Äste erinnert, richtig schön rustikal.

Dinkel-Wurzelbrot
Dinkel-Wurzelbrot

Zutaten für ein schmales Brot:

  • 200 g Dinkelmehl Typ 630 oder 812
  • 50 g Roggenvollkornmehl
  • 170 ml kaltes Wasser
  • 1/2 Tl Trockenhefe
  • 3/4 Tl Salz
  • 2 El Roggenvollkornmehl für die Arbeitsplatte

Zubereitung:

Alle Zutaten zusammen in die Küchenmaschine geben und mindestens 10 Minuten kräftig durchkneten, bis sich alles zu einem weichen, leicht klebrigen Teig verbunden hat und das Gluten so richtig gut heraus geknetet ist. Mit den Händen lässt sich der Teig nicht kneten, da er zu feucht ist. Man sollte auch auf keinen Fall mehr Mehl zugeben, denn durch den geringen Hefeanteil würde das Brot dann nicht aufgehen.

Den Teig in der Schüssel abdecken (am Besten mit einem Deckel oder Folie) und an einem nicht-warmen Ort (also zB in der ungeheizten Küche oder so, halt nicht an der Heizung oder im warmen Wohnzimmer oder Ofen, aber auch nicht im Kühlschrank!!) 12-15 Stunden (am Besten über Nacht) stehen lassen, der Teig sollte nach der Zeit dutlich an Volumen zugelegt haben.

Den Backofen auf 240 °C Ober- und Unterhitze stellen und vorheizen. In der Zwischenzeit die Arbeitsplatte mit dem Roggenvollkornmehl gut bestreuen, dann den Teig aus der Schüssel nehmen, NICHT kneten!! Den Teig ganz leicht in dem Mehl rundum wälzen (der Teig ist sehr weich), dann mehrmal aus der Mitte heraus um sich selbst zwirbeln, so dass die typische Wurzelform entsteht.

Den geformten Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und sofort in den heißen Ofen schieben, auf keinen Fall nochmal gehen lassen, da der Teig binnen weniger Minuten völlig in die Breite laufen würde, so dass man nur noch einen Fladen hätte. er muss sofort gebacken werden.

Nach zehn Minuten die Temperatur auf ca. 190 °C reduzieren und das Brot weitere 20 Minuten backen. Herausnehmen, etwas abkühlen lassen und möglichst frisch mit allerlei lecker Aufstrichen o.ä. genießen.

Et voilá

Feine Dinkel-Brötchen mit Tangzhong

Mit was??? Mit Tangzhong. Ein tolles Wort :-) . Das ist asiatisch für wasweißdennich…ich kann weder chinesisch noch japanisch oder vietnamesisch. Aber ich weiß, was sich dahinter verbirgt: nämlich ein Vorteig. Im Gegensatz zu sonstigen Vorteigen (wie zB die italienische “Biga”, wo Mehl, ganz wenig Hefe und Wasser für 12 Stunden gären und reifen), wirkt sich Tangzhong rein gar nicht auf den Geschmack aus, sondern ausschließlich auf die Konsistenz des Teiges.

Hierfür ist kein Gären oder Reifen notwendig, sondern man nimmt zB 25g Mehl (egal ob Dinkel oder Weizen und egal ob Vollkorn oder ausgemahlen), verrührt es mit der 5fachen Menge Wasser (hier also 125 ml) und erhitzt das Ganze unter ständigem Rühren in einem kleinen Topf. Der Pamps darf aber auf keinen Fall kochen, sondern nur auf ca. 60 – 65 °C erhitzt werden, nicht mehr. Bei genau dieser Temperatur fängt nämlich die Stärke im Mehl an zu gelieren und das Ganze wird leicht eingedickt. Durch diesen Vorgang passiert irgendwas im Mehl, was ich nicht erklären kann (ich bin eine Nulpe in Chemie und es interessiert mich leider auch nicht die Bohne…ich bin nur am Ergebnis interessiert). Durch die Verwendung dieses Vorteiges (Tangzhong) werden Hefeteige, egal ob süß oder herzhaft, wahnsinnig fluffig und weich, unglaublich! Und ich bin ja eh schon so begeistert ganz grundsätzlich von Hefeteigen, aber die Konsistenz mit Tangzhong: wirklich beeindruckend.

Probiert es aus, es lohnt sich! Und es ist auch nicht so kompliziert, wie es sich vielleicht anhört, ich selber habe zB kein Küchen-/Koch-Thermometer, sondern warte einfach, bis der Tangzhong leicht eindickt und nehme den Topf dann sofort vom Herd, damit klappt das Ganze super, man muss nur für die Zeit direkt dabei sein.

Mein erster Versuch damit waren diese Dinkel-Brötchen, die durch diesen Vorteig trotz Verwendung von Vollkornmehl soooo saftig und fluffig geworden sind, zum Reinsetzen. Mittlerweile habe ich den Tangzhong auch in Hefeschnecken getestet und auch hier: grandios. Ich glaube, das wird für Hefeteige mein neuer Liebling.

Feine Dinkel-Brötchen mit Tangzhong
Feine Dinkel-Brötchen mit Tangzhong

Zutaten für 7 Brötchen:

  • 25 g Weizenmehl Typ 550 (oder Dinkelmehl Typ 630)
  • 125 ml Wasser
  • 200 g Dinkelvollkornmehl
  • 100 g Weizenmehl Typ 550 (oder Dinkelmehl Typ 630)
  • 1 gehäuften Tl Salz
  • 1 El Rohrohrzucker
  • 1/4 Würfel Frischhefe
  • 50 ml Wasser, lauwarm
  • 2 El Olivenöl
  • evtl Kerne zum Bestreuen

Zubereitung:

Zunächst das Mehl und das Wasser für den Tangzhong in einem kleinen Topf mit dem Schneebesen verquirlen. Unter ständigem Rühren auf 60 – 65 °C erhitzen bis das Wasser-Mehl-Gemisch leicht eindickt, dann sofort von der Herdplatte nehmen, es darf nicht kochen! Abdecken (damit sich keine Haut bildet) und etwas abkühlen lassen.

In einer Rührschüssel die Mehle für den Teig mit dem Salz vermengen, in die Mitte eine Mulde machen und hier die Hefe hinein bröseln. Den Rohrohrzucker darüber streuen und mit dem lauwarmen Wasser zu einem Vorteig verrühren und zehn Minuten gehen lassen.

Das Olivenöl sowie den Tangzhong zufügen und alles mit der Hand, dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine einige Minuten kräftig durchkneten, so dass ein geschmeidiger und weicher Teig entsteht. Der Hefeteig ist relativ klebrig, ich habe ihn daher mit der Maschine geknetet, ansonsten die Hände immer wieder mit etwas Mehl bestäuben, der Teig sollte aber auf gar keinen Fall trocken sein, daher nicht zu viel Mehl zufügen.

Abgedeckt an einem nicht-kalten Ort etwa eine Stunde gehen lassen bis er sein Volumen mindestens verdoppelt hat. Herausnehmen, nochmals kräftig durchkneten und in sieben gleich große Teile teilen (oder wie viele Brötchen man auch immer haben möchte – bei mir waren es sieben, da ich eine kleine Brötchen-Sonne gemacht habe), zu Brötchen formen und entweder in genügend Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen oder (so habe ich´s gemacht) eine große Springfrom etwas einfetten, die Brötchen mit Abstand zueinander als Sonne drapieren, so dass sie beim Aufgehen und späteren Backen aneinander kleben.

Die Brötchen mit Wassre einpinseln und nach Belieben mit Körnern oder Saaten bestreuen, mit einem Handtuch abdecken und an einem warmen Ort nochmals 30 Minuten gehen lassen bis sie ihr Volumen etwa verdoppelt haben.

Im Backofen bei ca. 200 °C Ober- und Unterhitze ohne Vorheizen ca. 15-20 Minuten backen lassen. Zwischendrin kontrollieren, da die Backzeit sehr vom Ofen abhängt, sie sind fertig, wenn sie schön goldbraun sind und beim Draufdrücken nicht mehr nachgeben.

Etwas auskühlen lassen und möglichst frisch genießen.

Et voilá!

Dinkel-Croissants deluxe

Wie ich vielleicht an der einen oder anderen Stelle bereits angemerkt habe, liebe ich Croissants. So richtig schön blättrig und fettig. Einfach natur oder mit noch ´nem Extra-Stück Alsan drauf – Kalorien pur, aber was muss, das muss…

Vor einiger Zeit habe ich daher ein Dinkel-Vollkorn-Rezept gepostet, und zwar hier. Allerdings sind diese Croissants eher etwas für wirkliche Vollkorn-Liebhaber (zu denen ich glücklicherweise gehöre…) und ein wenig, hm, “derb” vielleicht.

Daher war es nun an der Zeit, das Rezept etwas zu überarbeiten, herausgekommen ist dieses Rezept für feine vegane Dinkel-Croissants deluxe. Der Teig besteht aus hellem und Vollkorn-Mehl und ist dadurch deutlich feiner als mit nur Vollkorn. Außerdem habe ich die Herstellung des Hefe-Blätterteiges modifiziert mit einer Alsan-“Butter”-Platte. Hat hervorragend funktioniert und wurde wunderschön blättrig. Einen Teil der Croissants habe ich noch mit Schokolade gefüllt: Yummy!

Dinkel-Croissants deluxe
Dinkel-Croissants deluxe

Zutaten für 6 eher große Croissants:

  • 1/4 Würfel Frischhefe
  • 25 Rohrohrzucker
  • 1 Tl Salz
  • 20 g Alsan
  • 130 ml Sojamilch, zimmerwarm
  • 150 g Dinkelvollkornmehl
  • 2 Tl Kartoffelmehl
  • 2 Tl Tapiokastärke (alternativ: Maisstärke)
  • 100 g Dinkelmehl Typ 630
  • 125 g Alsan
  • 2-3 El Dinkelmehl zum Bestäuben (Typ ist egal)
  • 2 El Sojasahne

Zubereitung:

Die beiden Mehle mit dem Salz, Kartoffelmehl und der Stärke in einer Schüssel mischen. In die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröseln und 1 Tl des Rohrohrzuckers darüber streuen. Zwei bis drei Esslöffel der zimmerwarmen Sojamilch zu der Hefe geben und zu einem Vorteig verrühren, ca. 10 Minuten stehen lassen bis sich Bläschen auf der Hefe-Sojamilch bilden.

Zwischenzeitlich die restliche Sojamilch mit dem restlichen Zucker und der Alsan (nur die 20 g für den Teig!) in einem kleinen Topf vorsichtig unter Rühren erwärmen. Die Alsan sollte schmelzen, aber weder die Sojamilch noch die Alsan sollten heiß werden. Etwas abkühlen lassen, so dass man den Finger reintunken kann, ohne sich zu verbrennen.

Die Sojamilch-Alsan-Zucker-Mischung zu dem Mehl und der Hefe geben. Alles mit der Hand odre der Küchenmaschine odre dem Handmixer einige Minuten kräftig durchkneten, so dass ein weicher geschmeidiger Teig entsteht. Der Teig sollte weich und elastisch, aber nicht wirklich klebrig sein.

Den Teig abgedeckt an einem kühlen Ort für 2-3 Stunden gehen lassen.

In der Zwischenzeit schonmal das “Ziehfett” für den Blätterteig vorbereiten. Hierfür die Alsan (am Stück!) von beiden Seiten gut bemehlen und mit dem Nudelholz zu einer rechteckigen Platte von ca. 5-7 mm ausrollen. Bis zur Verarbeitung in den Kühlschrank legen.

Den Hefeteig aus der Schüssel nehmen, nicht kneten, sondern lediglich auf der bemehlten Arbeitsfläche etwas platt drücken, dann mit dem Nudelholz möglichst quadratisch ausrollen. In die Mitte die Alsan-Platte legen und den Teig über der Platte wie einen Geschäftsbrief zusammenlegen. Den Teig der Länge nach ausrollen, zur Mitte hin einschlagen und den Teig für 30 Minuten zum Ruhen in den Kühlschrank legen.

Danach wieder der Länge ausrollen, zur Mitte hin einschlagen, ausrollen, einschlagen, ausrollen, einschlagen. Wieder im Kühlschrank ruhen lassen (20-30 Minuten). Ein letztes Mal zu einem  schmalen langen Rechteck ausrollen, den Teig in sechs (oder mehr) spitze Dreiecke schneiden und locker zu Hörnchen aufrollen.

Die Teiglinge auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, mit der Sojasahne einpinseln und nochmals für 1/2-1 Stunde gehen lassen (am besten im Backofen – ausgeschaltet, natürlich…).

Im (zunächst) kalten Backofen bei 200 °C Ober- und Unterhitze ca. 15-20 Minuten goldbraun backen lassen, je nach Wunsch, Herd und Größe. Das erste Croissant am Besten noch warm genießen, mmmmhhhh…..

Et voilá!

Pikant-würziger Kartoffel-Aufstrich

Endlich mal wieder ein Aufstrich!! Gab´s viel zu selten in der letzten Zeit. Aber da ich letztens zum Frühstücken verabredet war und gesagt habe, dass ich mich um die Aufstriche kümmere, hatte ich endlich mal wieder einen Anlass, eine neue Kreation zu machen und vor allem am lebenden Objekt zu testen.

Entschieden habe ich mich für einen Kartoffel-Aufstrich, der sehr einfach und unglaublich günstig in der Herstellung ist, außerdem hat man die Zutaten fast immer im Haus. Der Aufstrich wird verfeinert mit Olivenöl, etwas Sojasahne und Sojajoghurt, alles schön würzig abschmecken und ´ne Menge Kräuter dazu. In der Würzung ist der Aufstrich sehr variabel, ich habe Paprikapulver und Zwiebel genommen, er schmeckt aber auch mit fein geschnittenen sauren Gurken oder Kapern oder Paprikawürfeln oder Kümmel oder…

Ich fand ihn sehr lecker, meine Frühstücks-Begleitung mochte ihn sogar von allen mitgebrachten Aufstrichen (ich hatte noch Walnuss-Paprika, Tofu-Kräuter und Tofu-Tomate-Basilikum gemacht) am allerliebsten, toll :-) .

Pikant-würziger Kartoffel-Aufstrich
Pikant-würziger Kartoffel-Aufstrich

Zutaten:

  • 3 mittelgroße Kartoffeln (ich hatte vorwiegend festkochende)
  • 1 El ganz fein gehackte Zwiebel
  • Salz, Pfeffer
  • 2 Tl Paprikapulver, edelsüß
  • einige Abriebe Muskatnuss
  • 2 El Sojajoghurt, natur
  • 2 El Sojasahne (Alternativ geht auch 4 El Sojasahne bzw. 4 El Sojajoghurt, wenn man nicht beides da hat)
  • 2 Tl Zitronensaft
  • 3 El Olivenöl
  • 2 El frische Petersilie
  • 2 El frischen Schnittlauch

Zubereitung:

Die Kartoffeln mit Schale (also wie Pellkartoffeln) in Salzwasser gar kochen. Noch heiß pellen und mit einem Kartoffelstampfer in einer Schüssel möglichst fein zerstampfen. Zwiebelwürfel dazugeben, ebenso wie Paprikapulver, Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Sojajoghurt, Sojasahne, Olivenöl und Zitronensaft. Alles mit einem Löffel gut vermengen, so dass eine homogene Masse entsteht.

Schnittlauch und Petersilie fein hacken, unterrühren und alles nochmal gut abschmecken. Der Aufstrich kann wirklich viel Würzung und vor allem Salz vertragen, einfach etwas abkühlen lassen und immer mal wieder probieren. Der Aufstrich schmeckt lauwarm zu frischem Brot, aber auch gut durchgezogen zu richtig dunklem Vollkornbrot.

Et voilá!

Saftiges Möhrenbrot mit Kürbiskernen

Der Name ist Programm. Ein ganz einfaches veganes Rezept für ein wahnsinnig leckeres und saftiges Roggen- und Dinkel-Mischbrot. Verdammt gut mit vielen Kürbiskernen und dem gewissen “Etwas” durch die geraspelten Möhren. Und eine tolle Farbe hat´s dadurch auch noch.

Lecker.

Saftiges Möhrenbrot mit Kürbiskernen
Saftiges Möhrenbrot mit Kürbiskernen

Zutaten:

  • 200 g Roggenvollkornmehl
  • 150 g Dinkelmehl, Typ 630
  • 150 g Dinkelvollkornmehl
  • 3 mittelgroße Möhren
  • 1 Pckg. Trockenhefe (oder 1/2 Würfel Frischhefe)
  • 1 Tl Rohrzucker
  • 2 Tl Salz
  • 1 El Weißweinessig (Alternativ: Kräuter- oder Apfelessig)
  • 1 El Olivenöl
  • 250 ml Wasser, lauwarm
  • 100 g Kürbiskerne

Zubereitung:

Roggenmehl mit den beiden Sorten Dinkelmehl und Salz gut vermengen. In die Mitte eine Kuhle machen und die Trockenhefe mit dem Rohrzucker geben. Etwas lauwarmes Wasser zufügen und zu einem Vorteig verrühren. (Ja, ich mache auch bei Trockenhefe einen Vorteig, und zwar ganz genau so, wie mit Frischhefe. Es ist mir egal, dass auf der Packung steht, dass man das bei Trockenhefe nicht muss: Meine Erfahrung ist, dass der Hefeteig seeeehr viel besser geht, wenn die Trockenhefe ganz normal angerührt wird, außerdem braucht man dann auch bei schweren bzw. vollkornigen Teigen nur wenig Hefe)

Den Vorteig 10 Minuten gehen lassen. In der Zwischenzeit die Möhren fein raspeln. Möhren zusammen mit den restlichen Zutaten und dem übrigen Wasser zu dem Mehl bzw. Vorteig geben und alles einige Minuten entweder mit dem Knethaken des Handrührgerätes oder mit der Hand kräftig durchkneten bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Der Teig sollte leicht feucht sein, aber nicht total klebrig, nur halt nicht trocken.

Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen. Brotform leicht einölen, den Teig mit den Händen nochmals gut durchkneten, zu einem Laib formen und in die Brotform geben bzw. auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Mit einem Handtuch abdecken und nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.

Im vorgeheizten Backofen bei ca. 200 °C Ober und Unterhitze 35-45 Minuten backen (ich habe letztens bei meiner Mutter festgestellt, dass die Backdauer unglaublich von der Qualität des Herdes abhängt…meiner ist alt schlecht, daher sind die Backzeiten immer nur ungefähre Richtwerte, einfach zwischendrin mal schauen.), evtl. zum Ende hin die Temperatur etwas reduzieren.

Auskühlen lassen und genießen, je frischer, desto besser :-) .

Et voilá!

    Rustikales Bier-Brot

    Seit einigen Monaten trinke keinen Alkohol mehr, weil ich das beduselt-sein-Gefühl nicht mehr mag. Kurz bevor ich mich dafür entschieden habe, habe ich aber einen Sechser-Träger-Bier gekauft. Und der steht jetzt seit Monaten rum und wird Ende des Monats ablaufen (das ist mir noch nie passiert: abgelaufenes Bier!!! Oh Mann, ich werde alt…).

    Jedenfalls muss das Bier weg und daher habe ich mir ein veganes Rezept für Bier-Brot ausgedacht. Es ist sehr würzig und kräftig durch den Hopfen- und Malzgeschmack vom Bier, durch den hohen Roggen- und Vollkornanteil schön kernig und dunkel. Ich mag´s.

    Da ich möglichst wenig Hefe nehmen wollte (da das Bier ja schon ein bisschen hefig schmeckt, hatte ich Angst, dass der Hefegeschmack zu dominant wird), habe ich das Brot über Nacht gehen lassen, für die schön krosse Kruste habe ich es in einem Topf mit Deckel bei großer Hitze gebacken. Mein Fazit: für mich ist es kein Brot für immer und jeden Tag, auch süßen Schokoaufstrich kann ich mir darauf nur schwer vorstellen, mit selbstgemachtem Kräuter-Frisch”käse” und deftiger Tofu-Wurst finde ich es sehr lecker und mag es auch zum Frühstück. Probiert´s aus.

    Rustikales Bier-Brot
    Rustikales Bier-Brot

    Zutaten:

    • 300 g Roggenvollkornmehl
    • 100 g Weizenmehl, Typ 550er
    • 150 g Dinkelvollkornmehl
    • 2 Tl Meersalz
    • 1 Tl Trockenhefe ohne Emulgator
    • 0,33 l Bier (ich habe Pils genommen, Weizen ist aber sicher auch hervorragend)
    • 75 ml Wasser

    Zubereitung:

    Die verschiedenen Mehlsorten mit Salz und Trockenhefe gut vermengen. Das Bier zusammen mit dem Wasser zufügen und alles zu einem weichen Teig verkneten, eventuell geht das nicht gut mit den Händen, wiel der Teig klebt, dann einfach die Knethaken des Handmixers nehmen, auf keinen Fall mehr Mehl zufügen, da der Teig sehr feucht sein muss, um mit so wenig Hefe trotz Vollkornmehl gut gehen zu können.

    Die Teigschüssel mit einem Deckel abdecken und über Nacht ca. 12 Stunden gehen lassen. Am nächsten Tag den Teig kräftig durchkneten und in einen gefetteten feuerfesten Topf mit Deckel geben, nochmals ca. 2-3 Stunden gehen lassen.

    Den Backofen vorheizen auf 250 °C Ober- und Unterhitze, den Topf mit Deckel in den Ofen schieben (Backblech auf mittlerer Höhe), nach zehn Minuten die Temperatur auf 200 °C reduzieren und nach weiteren fünf Minuten den Deckel von dem Topf entfernen. Nach weiteren fünfzehn Minuten die Temperatur weiter reduzieren auf 180 °C und das Brot noch ca. 20 Minuten weiterbacken, also insgesamt ca. 50 Minuten Backzeit. Auskühlen lassen und so frisch wie möglich genießen.

    Et voilá!

    Feine Müsli-Stangen

    Vor einiger Zeit habe ich mir eine Bircher-Müsli-Mischung gekauft, mit vielen Trockenfrüchten (Äpfel, Birnen, Rosinen, Pflaumen usw.), Nüssen, Hafer- und Dinkelflocken. Ich finde das Müsli ganz lecker, mag aber viiieel lieber Knuspermüsli (am liebsten eine Mischung aus wenig süßem Dinkel-Knusper, nur mit Reissirup gesüßt und Zartbitter-Schoko-Knusper, dazu Sojajoghurt natur und ich bin im Müsli-Himmel :-))

    Naja, das Bircher-Flocken-Müsli steht nach einmal essen rum und wird ja nicht besser (bzw. knuspriger). Da ich es aber auch nicht wegtun oder alt werden lassen möchte, habe ich letztens einfach daraus sehr leckere vegane Müsli-Stangen gebacken. Sie waren sehr würzig, nur ganz wenig süß, da die Früchte keine dominante Süße haben, und richtig schön kernig. Zur Abrundung habe ich noch Leinsamen zugefügt, sowie einen Rest Kokosmilch, die noch übrig war und verwertet werden wollte. Hierdurch haben die Stangen einen sehr feinen und runden Geschmack, ohne dass man das Kokos wirklich rausschmeckt, sehr lecker.

    Die Müsli-Stangen sind einfach lecker pur frisch aus dem Ofen oder schön “buttrig” mit Alsan, aber auch sehr gut mit herzhaften Belägen und Aufstrichen (ich fand sie total lecker mit geräucherten Tofu-Würstchen, ein bisschen pervers, ich weiß…)

    Feine Müsli-Stangen
    Feine Müsli-Stangen

    Zutaten für vier Stangen oder acht Brötchen:

    • 300 g Bircher-Müsli-Mischung (oder eine andere Früchte-Flocken-Nüsse-Müsli-Mischung)
    • 200 g Weizenmehl, Typ 550er
    • 3 El Leinsamen, ganz
    • 1 1/2 Tl Meersalz
    • 1 Tl Rohrzucker
    • 1/2 Würfel Frischhefe
    • 100 Kokosmilch oder -creme
    • 200 ml Sojamilch
    • 1 El Sojasahne + 1 El Wasser zum Bestreichen

    Zubereitung:

    Die Müslimischung mit Mehl, Leinsamen und Salz gut vermengen, die Sojamilch leicht erwärmen und die Hefe mit dem Rohrzucker darin auflösen und zehn Minuten stehen lassen.

    Das Hefewasser zusammen mit der Kokosmilch zu dem Mehl-Müsli-Mix geben und alles zu einem weichen glatten Teig verkneten, er darf ruhig ein bisschen feucht sein, da die Flocken noch quellen.

    Den Teig abdecken und 1-2 Stunden bei Zimmerwärme gehen lassen. Nochmals kräftig durchkneten und in vier (bzw. acht) gleichgroße Stücke teilen und zu Stangen (bzw. Brötchen) formen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die Sojasahne mit dem Wasser verquirlen und die Stangen damit bestreichen.

    Abgedeckt nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen und dann bei 200 °C Ober- und Unterhitze ca. 25-30 Minuten backen bis die Stangen goldgelb und knusprig sind.

    Et voilá!

    Hirse-Mais-Walnuss-Brot (glutenfrei)

    Und nochmal ein Rezept für ein glutenfreies und veganes Brot. Ich bin wirklich erstaunt, wie leicht und gut man glutenfreie Brote herstellen kann, wobei ich sagen muss, dass sie eher nichts für Leute sind, die beim Bäcker die einfachen weißen Brötchen holen :-) . Aber für die ist selbstgebackenes Brot eh nix, egal, ob glutenfrei oder nicht…

    Ich jedenfalls mag es sehr und habe gerade Spaß daran, mir immer neue Kombinationen auszudenken und bisher haben alle einwandfrei geschmeckt. Dazu ist das Brot recht vollwertig und reichhaltig, macht also auch mich satt.

    Dieses Mal habe ich einfach mal Hirse mit reingebacken (ohne sie vorher zu kochen, dazu war ich zu faul…) und Walnüsse, wobei die Nüsse gemahlen in den Teig gekommen sind, also auch einen Teil “Mehl” darstellen. Durch die gemahlenen Leinsamen hält das Brot gut zusammen und bekommt auch einen kernigen Geschmack.

    Das einzige, was ich nächstes Mal anders machen werde, ist, dass ich nur die Hälfte backe, sofern ich weiß, dass ich es alleine aufessen muss. Glutenfreies Brot wird einfach sehr schnell trocken, dieses besonders schnell, da ich wenig Flüssigkeit verwendet habe, seit dem dritten Tag mag ich es nur noch getoastet essen, aber das geht ja auch. Also, lieber häufiger und dafür nur kleine Brote backen, frisch schmeckt es einfach deutlich besser.

    Hirse-Mais-Brot (glutenfrei)
    Hirse-Mais-Brot (glutenfrei)

    Zutaten:

    • 100 g Hirse
    • 50 g Leinsamen
    • 75 Walnüsse
    • 150 g Maisgrieß (Polenta)
    • 100 g glutenfreier Mehl-Mix, hell (alternativ Mais- und Reis-Mehl)
    • 50 g Kartoffelmehl (alternativ: Speisestärke)
    • 2 El Sojamehl
    • 1 El Kichererbsenmehl
    • 1 1/2 Tl Guarkernmehl
    • 2 Tl Salz
    • 1 Tl Rohrzucker
    • 1 Pckg Trockenhefe
    • 250 ml kochendes Wasser + 100 ml handwarmes Wasser
    • 1 El Rapsöl (oder Olivenöl)

    Zubereitung:

    Die Leinsamen frisch mahlen und zusammen mit der Hirse in eine Schüssel mit Deckel geben. Mit kochendem Wasser übergießen, umrühren, Deckel drauf und ca. 20 Minuten quellen lassen.

    Die übrigen Mehle mit dem Salz und den gemahlenen Walnüssen in einer großen Schüssel gut vermengen, die Hefe mit dem Rohrzucker in dem handwarmen Wasser auflösen und zehn Minuten stehen lassen bis sich ganz viele kleine feine Bläschen bilden.

    Den Hirse-Leinsamen-Mix nochmal gut durchrühren (die Leinsamen sind jetzt gut gequollen und richtig schleimig geworden, das sorgt für eine gute Bindung) und zusammen mit dem Öl und dem Hefe-Wasser zu den Mehlen in der großen Schüssel geben.

    Alles entweder mit den Händen oder dem Knethaken der Küchenmaschine/Handmixer einige Minuten richtig gut kneten, evtl noch etwas Wasser zufügen, wenn der Teig zu trocken ist, da er noch quillt.

    Den Teig abdecken und ca. eine Stunde gehen lassen. Nochmals gut durchkneten, einen Laib formen und im Gärkörbchen (oder einer Brotform) weitere 30 Minuten gehen lassen.

    Den Ofen vorheizen auf 200 °C Ober-. und Unterhitze und das Brot darin ca. 60 Minuten backen bis es eine schöne Kruste hat. Falls es zu schnell zu dunkel wird, die Ofentemperatur aus 175 °C reduzieren.

    Das Brot herausnehmen, komplett auskühlen lassen, erst dann anschneiden und genießen!

    Et voliá!

    Seitan-“Wurst”

    Das ist jetzt das krasse Gegenprogramm zum glutenfreien Brot :-). Aber ich hatte noch Glutenpulver zu hause, was endlich mal verarbeitet werden musste, außerdem wollte ich einfach nochmal einen letzten Versuch der selbstgemachten veganen Seitan-“Wurst” starten.

    Ich habe schon zig Rezepte ausprobiert: mit ausschließlich Seitan, mit einem Mix aus Seitanpulver und Tofu, Mix aus Seitanpulver und Räuchertofu, Mix aus Seitanpulver und Kichererbsen, Mix aus Seitanpulver und weißen Bohnen usw. Dazu alle Varianten bei den restlichen Zutaten. Und ALLE Varianten haben meinen Ansprüchen nicht genügt, ich finde, dass selbstgemachte Seitan-“Wurst” grundsätzlich brotig schmeckt, egal welche Mischverhältnisse man nimmt. Lustigerweise bin ich die einzige, die das findet, mein Freund mag die vegane “Wurst” total gerne…seltsam.

    Jedenfalls habe ich jetzt nochmal eine ganz andere Variante genommen mit relativ viel Kokosfett, Verdickungsmittel usw. dazu eher wenig Glutenpulver. Die Konsistenz ist super, der Geschmack an sich auch, aber ich finde, sie schmeckt immer noch ein wenig brotig. Vielleicht bin ich da auch einfach verdreht…

    Meinem Freund schmeckt sie sehr gut, pur oder auf´s Brot, ich habe beschlossen, dass es der letzte Versuch war. Die Zubereitung macht schon ein bisschen Arbeit und vor allem viel Schmiererei, für mich lohnt sich das nicht, da mich der Geschmack nicht überzeugt. Ich kaufe die Seitan-“Wurst” lieber im Bioladen, da weiß ich, welche ich mag und welche nicht. Aber testet selber, ich denke, vielen wird sie sehr gut schmecken.

    Seitan-“Wurst”

    Zutaten für 4 vegane “Würste” á 100-150 g:

    • 2 EL Tomatenmark
    • 1/2 Tl Senf, mittelscharf
    • 1 El Sojasauce
    • 1 Tl Zitronensaft
    • 2 El Hefeflocken
    • 1 Tl Meersalz
    • 1 1/2 Tl Gemüsebrühe, gekörnt
    • 1/2 Tl Majoran, getrocknet
    • 1/2 Tl Muskatnuss, gemahlen
    • 1 Tl Rohrzucker
    • 1/2 Tl Pfeffer
    • 1/2 Tl Knoblauchpulver
    • 1/4 Zwiebel (optional)
    • 1 Tl Guakernmehl
    • 1 El Paprikapulver, edelsüß
    • 25 g Räuchertofu
    • 250 ml Wasser
    • 2 El Weizenmehl
    • 2 El Speisestärke (Kartoffelmehl)
    • 50 g Kokosfett (zB Palmin)
    • 175 g Glutenpulver

    Zubereitung:

    Das Kokosfett schmelzen bis es flüssig ist, dann alle Zutaten bis auf das Glutenpulver in eine Schüssel geben, das geschmolzene Kokosfett zufügen und alles mit dem Pürierstab ganz fein pürieren bis eine glatte homogene Masse entsteht.

    Das Glutenpulver zufügen und alles gut verkneten. Der Teig ist sehr weich, nicht wundern, er hat eher die Konsistenz von “Wurstbrät”, die Seitanwurst wird erst durch Kochen und auskühlen fest.

    Den Teig in vier Portionen teilen und jede Portion in Alufolie einwickeln, die Enden jeweils entgegengesetzt zwirbeln, so dass “Bonbons” entstehen. Die “Würste” müssen richtig stramm verpackt sein, damit sich nicht zu viele Hohlräume bilden.

    Die Alufolien-“Wurst”-Bonbons in zwei Gefrierbeutel geben und diese möglichst wasserdicht verschließen. In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen und die eingepackten Seitanwürstchen darin ca. eine Stunde köcheln lassen. Herausnehmen, vollständig abkühlen lassen, dann die Alufolie abwickeln und die veganen “Würste” genießen: kalt, auf Brot, auf Pizza, im Gulasch usw. Im Kühlschrank aufbewahren.

    Et voilá!


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