Ich habe eine neue Liebe – Polenta! Himmel, 31 Jahre lang war ich der festen Überzeugung, dass ich Polenta ganz sicher nicht mag (ohne sie je ernsthaft probiert zu haben, oh Mann…). Ich dachte, sie wäre grisselig, schlotzig, schleimig, pampig und geschmacksneutral. Ganz sicher kein leckeres Lebensmittel und wenn überhaupt, dann vielleicht bei Bauchweh o.ä. essbar.
Ein großer Irrtum! Nachdem ich letztes Wochenende im Restaurant eigentlich aus der Not heraus die gebratenen Polentaschnitten mit Gemüse bestellt habe, hat´s mich erwischt. Denn das war soooo lecker. Und nicht das Gemüse, sondern die Poelnta! Ja, Polenta. Aus Maisgrieß. Am Liebsten hätte ich nochmal nur die Schnitten bestellt .
Daher bin ich vor ein paar Tagen los und habe mir Polenta geholt und selber gebratene Schnitten (komisches Wort…) gemacht. Das war sehr einfach, braucht nur etwas Zeit zum Abkühlen, ist sonst aber wahnsinnig unkompliziert. Dazu noch lecker gewürzt und kross angebraten. Yummy! Ich konnte kaum aufhören – und sie schmecken auch kalt. Aus Zeitgründen gab´s bei uns zu den gebratenen Polenta-Schnitten fertige *hust* vegane “Fleisch”-Bällchen mit Sauce . War lecker, aber wer zehn Minuten Zeit hat, sollte unbedingt ein einfaches Paprika- oder Tomatengemüse dazu machen. Beim nächsten Mal gibt es dazu Ofengemüse, aber es passt quasi alles (also deftig herzhaft, mediterran, tomatig oder “sahnig” oder…). Probiert´s aus und macht nicht denselben Fehler wie ich – ich habe jetzt viiiiel Polenta-Nachhol-Bedarf und eine tolle neue Beilage.
Gebratene Polenta-Schnitten
Zutaten für vier Personen:
250 g Polenta (Maisgrieß)
1 l Gemüsebrühe (nicht ZU stark gewürzt…)
1 – 1 1/2 Tl Kräutersalz
3 El Hefeflocken
einige Abriebe frische Muskatnuss
Pfeffer
ca. 20 g Alsan oder andere Pflanzenmargarine
Olivenöl zum Braten (oder anderes Öl, je nach Geschmack und Beilage)
Zubereitung:
Die Gemüsebrühe in einen Topf geben, Kräutersalz, Pfeffer, Muskatnuss, Hefeflocken und Alsan dazu und alles aufkochen lassen. Dann mit einem Schneebesen die Polenta einrühren, einmal aufkochen lassen, Herd ausschalten und die Polenta ca. 10 Minuten ausquellen lassen. Hierbei häufig rühren, damit nichts anbrennt (auch, wenn der Herd aus ist…)! Nochmal kräftig abschmecken und bei Bedarf nachwürzen.
Eine rechteckige Form (ca. 25×25 cm) leicht einölen, dann die gequollene Polenta hinein geben und glatt streichen. In der Form komplett auskühlen lassen, das dauert ca. 1 Stunde.
Die feste ausgekühlte Polenta auf ein Brett stürzen und in Dreiecke (oder andere Formen) schneiden. In einer großen beschichteten Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Scheiben bei mittlerer Hitze von jeder Seite ca. 5 Minuten knusprig goldbraun braten.
Mit einer Sauce und Gemüse nach Wahl und Zeit servieren und genießen.
Angeregt durch einen Kommentar von Ullrik bei diesem Rezept habe ich mich letzte Woche in die Mousse-au-chocolat-Produktion begeben. Gaaaaanz früher zu unveganen Zeiten habe ich unglaublich gerne Mousse au chocolat gegessen und auch selber gemacht (das war eines der ersten Rezepte, die ich schon als Kind tatsächlich richtig gut konnte).
Da so eine Mousse aber im Original fast ausschließlich aus Eiern, Sahne, Gelatine u.ä. besteht und damit gänzlich unvegan ist, musste ich Alternativen finden. Und die haben mir so gar nicht gefallen, da vegane Mousse au chocolat fast immer entweder aus Seidentofu, püriert und mit geschmolzener Schokolade vermischt besteht oder aber aus aufschlagbarer Sojasahne (die es jetzt ja nicht mehr gibt) mit geschmolzener Schokolade. Ich habe beides mehrfach ausprobiert und fand die Varianten sowohl von der Konsistenz als auch dem Geschmack her nicht überzeugend. Daher lag die Vorstellung von veganer Schoko-Mousse lange auf Eis.
Bis jetzt. Denn obwohl ich mit der Konsistenz immer noch nicht zufrieden bin, so ist sie schon um Längen besser als alles, was ich bisher gegessen habe in dieser Richtung. Außerdem war ich am Wochenende in Berlin im “Kopps” und dort wurde mir von der Karte eine flaumige (oder war´s fluffige??) Mousse au chocolat versprochen, die ich natürlich bestellt habe. Serviert wurde mir dann ein recht kompaktes und leider gar nicht flaumiges Mousse, was geschmacklich ok und von der Konsistenz her auch halbwegs vertretbar war, aber eben rein gar nichts besonderes oder überzeugendes. Jedenfalls weiß ich seitdem, dass ich mich mit meinem Versuch rein gar nicht verstecken muss – ganz im Gegenteil! Denn wenn ein Restaurant so einen kleinen Ballen Schoko-Mousse, den ich als “ok” (also Schulnote “3”) beurteilen würde und dafür noch knapp fünf Euro nimmt, kann ich meine Creme mit Fug und Recht ebenso Mousse au chocolat nennen. Zumal ich mit Hochdruck (bzw. wie es unsere Mägen hergeben…) an mehr Fluffigkeit arbeite und schon Ideen habe, was ich anders machen kann.
Hier daher also mein erster Versuch einer veganen Mousse au chocolat, angelehnt an die Creme der veganen Käse-Sahne-Törtchen. Sie schmeckt rein gar nicht nach Soja, dafür schön schokoladig und ein bisschen fluffig (mein Liebster sagte, es würde wie cremiges Schoko-Eis schmecken, nur dass es nicht gefroren sei, also “warmes” Eis sozusagen…ich fand, dass es geschmacklich an konventionelle Mousse erinnert und von der Konsistenz her dem vielleicht zu 50 % entspricht). Ich habe wieder sowohl Agar-Agar als auch Johannisbrotkernmehl genommen und hatte 50%ige Bitterschokolade. Wer die Mousse lieber weniger herb möchte, sollte einen Teil durch Reismilch-Schokolade tauschen.
Mousse au chocolat
Zutaten für 4 Portionen:
200 ml Sojasahne (ich hatte CreSoy), gekühlt!
125 ml Sojamilch (oder andere Pflanzenmilch)
1 Tl Agar-Agar-Pulver
2 El Kakaopulver, schwach entölt (ich habe sehr mildes von Gepa, wer kräftiges Kakaopulver nimmt, sollte höchstens 1 1/2 El nehmen!)
3 El Puderzucker (leicht gehäuft)
75 g Zartbitterschokolade, 50% Kakao-Anteil
1 Tl Johannisbrotkernmehl
Zubereitung:
Die Schokolade mit einem großen Messer hacken, dann in eine Schüssel/einen Topf geben, in welchem sie gut geschmolzen werden kann (entweder im Wasserbad, in der Mikrowelle oder auf der ausgeschalteten warmen Herdplatte) und vorsichtig schmelzen.
Die Sojasahne mit dem Puderzucker in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und auf hoher Stufe 2-3 Minuten kräftig aufschlagen. Dann das Kakaopulver zufügen und weiter schlagen.
In der Zwischenzeit die Sojamilch mit dem Agar-Agar in einem kleinen Topf verrühren und unter Rühren zum Kochen bringen. Etwa eine Minute sprudelig kochen, dann von der Herdplatte nehmen.
Die Sojamilch-Agar-Agar-Mischung ganz langsam in die Sojasahne-Schoko-Mischung gießen, hierbei die Küchenmaschine die ganze Zeit laufen lassen. Auf hoher Stufe ca. 2 Minuten aufschlagen.
Dann die Geschwindigkeit reduzieren und die Schokolade bei laufender Küchenmaschine in die Masse gießen. Das Johannisbrotkernmehl während des Mixens vorsichtig und in winzigen Portionen über die Schokocreme sieben (wenn man zu viel auf einmal rein tut, klumpt es sofort und man bekommt die Klümpchen nie mehr raus, daher sehr dosiert und langsam).
Alles nochmals kräftig schlagen, dann die Mousse in vier Portionsschälchen füllen und in den Kühlschrank stellen. Mindestens eine Stunde durchziehen lassen und nach Belieben mit Früchten oder Raspelschokolade oder Sprühsahne oder einfach pur genießen.
Pizza ist toll – man kann sie mit nahezu allem belegen, was der Kühlschrank und die Fantasie hergeben, die Tomatensauce kann schlicht oder total aufwendig sein, genauso wie der Teig. Mit Vollkorn oder ohne, mit veganem Käse oder Hefeschmelz oder auch nur mit Olivenöl beträufelt: immer lecker. Ich liebe Pizza. Und durch den Einfluss meines Liebsten (der Pizza am Liebsten kalt zum Frühstück ist…) mag ich sie mittlerweile auch gerne kalt, daher mache ich für uns zwei immer zwei ganze Bleche, die NIE als werden…
Dieses Mal habe ich dem Teig etwas Hartweizengrieß zugefügt, hierdurch wird er etwas elastischer und hat mehr “Biss”. Als Belag wollte ich eine ganz schlichte Margarita, die ich zu unveganen Zeiten gerne mochte und die im Original nur aus Tomaten(sauce), Basilikum und Mozzarella besteht und sehr mild im Geschmack ist. Da ich letztens italienische Kirschtomaten in der Dose ergattert habe und die unbedingt ausprobieren wollte, habe ich aus ihnen die Sauce gemacht, die sehr aufwendig ist, da ich sie mit den Kräutern und Gewürzen aromatisiert, eingeköchelt und durch ein Sieb gestrichen habe. Sie war sehr fein und aromatisch mild im Geschmack, man kann aber problemlos eine schnelle und einfach klassische Tomatensauce aus Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Zucker und italienischen Kräutern machen.
Bei dem veganen “Mozzarella” ging das Experimentieren weiter: ich nehme immer normalen Hefeschmelz, der ja recht würzig und dominant im Geschmack ist, aber wunderbar schmelzig. Den Schmelz und einen Teil des Geschmacks wollte ich beibehalten, aber alles etwas cremiger, milder und säuerlicher, daher wurde am Original geschraubt, verringert, verändert und zugefügt. Herausgekommen ist eine sehr feine milde Variation, die meine vegane Pizza Margarita für mich perfekt abrundet. Lecker!
Mini-Pizza à la Margarita
Zutaten für ca. 14 Mini-Pizzen à 15 cm Durchmesser:
425 g Weizenmehl, Typ 1050 (alternativ 405er, 550er oder helles Dinkelmehl)
75 g Hartweizengrieß
50 ml Olivenöl
275 g Wasser, lauwarm
1/2 Würfel Frischhefe
1 Tl Rohrohrzucker
2 Tl Salz
1 Dose Kirschtomaten in Tomatensaft (400g) oder Schältomaten
120 ml Wasser
knapp 1 Tl Salz
1 geh. Tl Rohrohrzucker
3 El Basilikum, frisch und gehackt
ca. 5 Zweige Thymian, frisch
2 El Tomatenmark, dreifach konzentriert
Olivenöl zum Beträufeln
25 g Hefeflocken
25 g Weizenmehl Typ 1050 (oder 405er, 550er etc.)
3/4 Tl Salz
1/2 Tl Knoblauchpulver (optional)
1 Tl Senf, mittelscharf
65 g Sojajoghurt, natur
65 ml Sojasahne (oder Hafersahne)
150 ml Wasser
50 g Alsan
Zubereitung:
Für den Teig die Hefe mit dem Rohrohrzucker in dem lauwarmen Wasser auflösen und ca. 10 Minuten stehen lassen bis sie zu schäumen beginnt.
In einer großen Schüssel das Mehl mit dem Hartweizengrieß und dem Salz mischen, das Hefewasser und das Olivenöl zufügen und alles am Besten mit der Küchenmaschine oder dem Handmixer zu einem geschmeidigen Teig verkneten (er ist relativ feucht). 5-10 Minuten kneten, dann abdecken und an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen.
Zwischenzeitlich die Tomatensauce zubereiten: Hierfür die Tomaten mit Wasser, Salz, Rohrohrzucker, Pfeffer, Thymian und Basilikum in einen Topf geben, aufkochen lassen und ca. 20 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen, zwischendurch rühren.
Die Tomatensauce durch ein Sieb streichen, so dass die Tomatenhäutchen und die Kräuter im Sieb bleiben. Die Tomatensauce abschmecken und mit dem Tomatenmark verrühren.
Den gegangenen Teig in ca. 14 gleichgroße Bällchen teilen, rund schleifen und zu Kreisen ausrollen mit etwa 15 cm Durchmesser. Die Teigkreise auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen und gleichmäßig dünn mit der Tomatensauce bestreichen.
Etwas Olivenöl über jede Pizza träufeln.
In einem kleinen Topf die Zutaten für den Mozzarella-Schmelz geben, mit dem Schneebesen verrühren und unter Rühren aufkochen lassen. Den Mozzarella-Schmelz mit einem Löffel möglichst gleichmäßig und dünn auf den Pizzen verteilen (wer lieber viel Schmelz mag, sollte die 1 1/2fache Menge des Rezeptes machen).
Im vorgeheizten Backofen bei 230 °C Ober- und Unterhitze die Bleche nacheinander im oben Drittel des Backofens für ca. 13 Minuten backen (je nach Ofen und persönlichem Geschmack…).
Die liebe Kirschbiene hat mir einen Award verliehen und zwar hier . Ich freu mich sehr darüber, aber noch viel mehr freue ich mich über die wundervollen Komplimente, die sie mir im selben Atemzug gemacht hat, ich bin ganz gerührt…
Ich bin zwar kein großer Fan von Kettenbrief-Awards und mache daher auch nicht jeden mit, aber erstens habe ich mich einfach so gefreut und zweitens lese ich selber total gerne die persönlichen Dinge, die andere Blogger im Zusammenhang mit Awards schreiben und habe selbst aber noch die sowas gemacht.
Und da ich im Moment versuche, ein wenig von eingefahrenen Gewohnheiten wegzukommen und neuen Dingen eine Chance zu geben, hier nun die Regeln:
1. Bedanke Dich in Deinem Post mit Blogverlinkungen.
2. Schreibe 7 Dinge über Dich selbst.
3. Verleihe den Award an 15 weitere Blogs.
4. Informiere sie darüber.
Erster Punkt ist erledigt, kommen wir also zu 7 Dingen über mich:
Ich lese manchmal InTouch
Ich hasse Shoppen (also Klamotten, Schuhe etc.)
Ich liebe Supermärkte/Bioläden/Reformhäuser und bin da oft stundenlang und drehe jede Packung um, in der Hoffnung, ein neues veganes Produkt zu entdecken (und habe mich schon oft gefragt, wann es wohl so weit sein wird, dass mich ein Ladendetektiv mit nimmt, weil ich mich so seltsam verhalte…)
Ich liebe den Herbst und mir macht Regenwetter kaum was aus
Ich werde mich noch dieses Jahr tätowieren lassen
Ich frühstücke fast immer herzhaft, am Liebsten Tartex-Aufstriche und vegane Wurst/Räuchertofu
Ich liebe Bücher und kann stundenlang in Büchereien stöbern, außerdem gehe ich oft und gerne in große Buchhandlungen und bleibe da einige Stunden – einfach weil es großartig ist, von so vielen Büchern umgeben zu sein und ich liebend gerne neue bzw. mir unbekannte Bücher angucke, am Liebsten Kochbücher, Krimis und Yoga-Bücher
So. 15 neue Blogs habe ich leider nicht, aber hier ein paar, die vielleicht noch nicht ganz so bekannt sind, aber es definitiv verdient haben, gelesen zu werden:
Alle anderen blogs (sowohl neue als auch “alte”), die ich toll finde und gerne und regelmäßig lese, findet ihr in meiner Blog-Roll, schaut die mal durch, es lohnt sich!
Schon als Kind habe ich Spinat geliebt und sehr gerne gegessen (ehrlich gesagt ist es auch heute noch ganz ab und zu mein Seelenstreichler-Essen: “Rahm”-Spinat mit Kartoffeln/Kartoffelbrei und Fake-Leberkäse…mmmmhhhh…). Und obwohl ich schon häufig versucht habe, mich ganz erwachsen an Blattspinat zu gewöhnen, mag ich immer noch am allerliebsten gehackten Spinat – egal ob zu Kartoffeln, Nudeln, im Auflauf o.ä.
Und dieses Essen hier habe ich bereits zu Beginn meiner veganen Lebensweise fast immer gemacht, wenn ich mit oder für Freunde gekocht habe und manchmal sogar nachts um drei angetrunken aus der Disco kommend, da es total einfach ist, schnell geht, man wenige Zutaten benötigt und es immer lecker ist. Wobei es nur schnell ist, solange man Tiefkühl-Spinat nimmt und nicht wie ich dieses Mal den Fehler macht und frischen Spinat kauft…Oh Mann, eigentlich weiß ich ganz genau, dass Spinat tiefgekühlt total frisch ist und kein bisschen schlechter schmeckt als frischer und auch genau so viele Vitamine und Nährstoffe hat usw. Aber aus unerfindlichen Gründen habe ich mich hinreißen lassen und frischen gekauft. Scheiß Idee. Denn da ich fein gehackten Spinat wollte, hat es ewig gedauert bis er fertig geputzt und gehackt war. Nie wieder!
Also: entweder frisch und dafür als ganzes Blatt oder eben tiefgekühlt (gehackt oder Blatt, je nach Belieben…). So. Und weil´s total lecker ist, kommen in die Sauce noch geröstete Sonnenblumenkerne. Pinienkerne eignen sich auch ganz hervorragend und schmecken noch feiner (mir sind sie aber vom Geschmack her zu fettig…)
Muschelnudeln mit Spinat-"Sahne"-Sauce und Sonnenblumenkernen
Zutaten für 2-3 Personen:
300 g Muschelnudeln (oder kurze Maccaroni, Spirelli, Spaghetti…)
1 kleines Bund Frühlingszwiebeln (oder eine kleine normale Zwiebel)
1 kleine Knoblauchzehe
450 g Spinat (frisch oder tiefgekühlt 😉 ), gehackt oder Blattspinat
1 1/2 El Alsan (oder Rapsöl, Sonnenblumenöl)
2 El Sonnenblumenkerne
150 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
Muskatnuss, frisch gerieben
2 El Hefeflocken
100-150 ml Sojasahne (oder Hafersahne)
Zubereitung:
Wer frischen Spinat verwendet sollte diesen am Besten als erstes vorbereiten: hierfür den Spinat gut waschen, vom Strunk befreien und dicke Stängel entfernen, dann nach Geschmack fein oder grob hacken.
Die Nudeln in reichlich Salzwasser bissfest garen.
Zwischenzeitlich die Frühlingszwiebeln putze, waschen und in feine Ringe schneiden. Den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Alsan (oder Öl) in einer beschichteten Pfanne oder einem Topf schmelzen und bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Frühlingszwiebeln darin einige Minuten unter Rühren glasig dünsten, dann die Sonnenblumenkerne zufügen und kurz anrösten bis sie leicht Farbe nehmen. Zum Schluss den gehackten Knoblauch zufügen und alles mit Gemüsebrühe ablöschen. Den frischen oder tiefgekühlten Spinat zufügen, mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Hefeflocken kräftig würzen. Mit einem Deckel abdecken und einige Minuten köcheln lassen bis der Spinat gar bzw. aufgetaut ist.
Die Sojasahne einrühren und die Sauce nochmals abschmecken (nicht mehr stark kochen lassen) und zusammen mit den abgetropften Nudeln servieren.
Vor ein paar Tagen hatte ich einen kleinen (??? Ich stand drei Stunden in der Küche…) Koch-Flash, bei dem neben gefüllten und überbackenen Kartoffeln (sehr lecker! Wenn die Bilder was geworden sind, poste ich das Rezept demnächst) dieses Gericht entstanden ist. Und zwar hatte ich schöne frische und große Austernpilze beim Gemüse-Laden erstanden. Normalerweise verbrutzel ich die klein geschnitten mit anderen Pilzen oder Gemüse zu einer Nudelsauce – hierbei geht aber der unglaublich feine und zarte Geschmack der Austernpilze etwas verloren. Daher habe ich dieses Mal eine andere Zubereitungsart versucht und bin ganz begeistert!
Die Pilze werden in einer würzigen Sauce mariniert und dann entweder im Backofen gegrillt (lohnt sich nur, wenn man den Ofen eh schon an hat, finde ich) oder in einer Pfanne scharf angebraten. Ich denke, sie eignen sich auch ganz hervorragend zum Grillen auf dem Holzkohle- oder Elektrogrill. Die Konsistenz ist sehr fein, aber trotzdem fest und sie schmecken leicht nach der Marinade und dem beigefügten Sesam. Wir hatten die Pilze als Vorspeise – perfekt hierzu wäre frisches Brot – , aber auch als Salat-Topping oder Gemüse-Beilagen schmecken sie top. Ach ja, die Marinade schmeckt sicher auch mit anderen Pilze toll!
Da die Pilze alleine zwar sehr lecker, aber doch etwas eintönig sind und ich schon längst mal wieder ein neues Pesto machen wollte (ich habe nämlich einen neuen Mixer, juchuh!), gab´s dazu ein Petersilien-Pesto. Der Hammer! Nur wenige Zutaten und doch soooo geschmackvoll. Vordergründig dominiert der Petersilien-Geschmack (den ich sehr mag) und im “Abgang” kommt dann leicht Knoblauch und Zitrone, yummy. Petersilie enthält relativ viel Eisen, daher sollte unbedingt Zitronensaft in das Pesto, denn Vitamin C begünstigt die Eisenaufnahme im Körper (also daher auch ein Glas Orangensaft zum Brokkoli oder Zitrone zur Hirse…). Die Nüsse im Pesto habe ich dieses Mal nicht angeröstet, da ich sie nicht dominant wollte. Wir hatten das Pesto also zu den Pilzen und später dann auch noch zu den Kartoffeln, ich denke aber, dass es auch sehr lecker zu Nudeln ist und einfach eine tolle und richtig schnelle Alternative zu dem üblichen Basilikum-Pesto (was mir oft zu süßlich ist…). Unbedingt probieren!
Würzige Austernpilze mit Petersilien-Pesto
Zutaten für 4 Personen (als Vorspeise oder Beilage):
400 g Austernpilze, möglichst groß und flach
4 El Sojasauce
4 El Olivenöl
1 El Zitronensaft
1 El Sesam
1/2 Knoblauchzehe (oder mehr, je nach Geschmack)
je 2 Tl Thymian, getrocknet, und Paprikapulver, edelsüß
1 Bund Petersilie, ca. 75 g (ich hatte krause Petersilie, man kann aber auch glatte nehmen)
30 g Walnüsse
1/2 Knoblauchzehe
1/2 Tl Salz
1 El Zitronensaft
2 El Hefeflocken
50 ml Olivenöl
Zubereitung:
Die Austernpilze putzen und teilen, falls die Stiele mehrerer Pilze zusammengewachsen sind. Für die Marinade Sojasauce, Olivenöl, Zitronensaft, Thymian und Paprikapulver kräftig mixen (ich habe einfach den Pürierstab reingehalten, aber ein Schneebesen tut´s auch), dann den Sesam zufügen. Die Pilze in eine Schüssel mit Deckel geben, die Marinade darüber verteilen, dann den Deckel auf die Schüssel setzen und die Schüssel hin und her drehen, so dass sich Austernpilze und Marinade gut vermengen bzw. die Pilze überall mit Marinade bedeckt sind. Für etwa 1/2 Stunden stehen und marinieren lassen.
Zwischenzeitlich die Petersilie waschen und verlesen, die dicken Stängel entfernen und dann alles mit den Nüssen, dem Knoblauch, der Zitronen, Salz, Hefeflocken und Öl in den Mixer geben und einige Sekunden kräftig durchmixen bzw. alles mit dem Pürierstab pürieren bis eine schön homogene Creme entstanden ist.
Die Austernpilze entweder auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und ca. 40 Minuten im Ofen bei 200 °C Ober- und Unterhitze grillen/backen (hierbei zwischendurch wenden) oder in einer beschichteten Pfanne ohne weiteres Öl von beiden Seiten ein paar Minuten scharf anbraten.
Wieder mal ein Rezept, welches ich auf Wunsch eines einzelnen Herren entwickelt habe…mein Liebster erzählt mir schon seit Jahren, dass früher – zu unveganen Zeiten – sein Lieblingskuchen eine Käse-Sahne-Torte war. Ich muss zugeben, dass ich das noch nie gegessen habe (wie vielleicht schon das eine oder andere Mal erwähnt, hab ich´s nicht so mit Creme-Torten oder Sahne-Torten…). Auf der Suche nach neuen Rezept-Ideen fiel mir wieder ein, dass es doch mal an der Zeit ist, ein Rezept für eine vegane Käse-Sahne-Torte zu kreieren und tadaaaa: hier isses .
Herkömmliche Rezepte, sowohl vegan als auch unvegan, schreien neben Quark nach Sahne, welche in Veganer-Kreisen bisher durch Soyatoo-Schlagsahne ausgetauscht wurde. Nun gibt es die seit einigen Monaten nicht mehr und bisher auch kein Äquivalent zum Selber-Aufschlagen. Stört mich persönlich so rein gar nicht, da ich den Soyatoo-Geschmack nie mochte und ihn sehr penetrant durchscheinend finde (und stark nach Soja…). Für vegane Sahne-Torten war sie aber auf Grund der Aufschlagbarkeit natürlich gut geeignet.
Da ich keine Lust habe, von irgendwelchen Produkten abhängig zu sein und Monopol-Stellungen sowieso fragwürdig finde, war es für mich an der Zeit, ein Rezept für eine vegane Käse-Sahne-Torte zu entwickeln, worin auf jede Art von Pflanzensahne (zum Kochen, also flüssig und nicht aufschlagbar) zurückgegriffen werden kann, je nach Vorliebe. Die Standfestigkeit der Creme wird durch zwei Komponenten erreicht: einmal durch Agar-Agar und zum zweiten durch Johannisbrotkernmehl. Diese Kombination hat für mich das perfekte Ergebnis erzielt – schön weich und fluffig, aber fest genug, um geschichtete Törtchen herzustellen. Man kann die Festigkeit wunderbar variieren und zB noch etwas mehr Johannisbrotkernmehl nehmen, dann wird die Creme noch schnittfester.
Zu der “Sahne” gesellt sich noch leicht abgetropfter Sojajoghurt und eine ordentliche Portion Zitronensaft und -schale, dazu echte Vanille und etwas Zucker: ein Geschmackstraum! Selbst mir als Sahne-Creme-Soja-Geschmack-Hasserin haben diese Törtchen ganz hervorragend geschmeckt und nach dem Urteil meines Freundes sei der Geschmack genau so wie “Käse-Sahne” sein soll, was für ein Lob.
In vielen Rezepten habe ich die Verwendung von Dosenobst wie zB Mandarinen o.ä. gelesen. Ich persönlich finde das ganz grauslich und eine Beleidigung meines Geschmacks, aber es scheint sehr üblich zu sein, von daher: wer das mag, sollte unbedingt Obst in diese Törtchen integrieren. Für mich waren sie so genau richtig.
"Käse-Sahne"-Törtchen (ohne Soyatoo :-))
Zutaten für vier Mini-Törtchen à 8 cm Durchmesser (oder eine Springform mit 18 cm Durchmesser), für eine 26-28 cm Springform die Zutaten etwa verdreifachen:
50 g Weizenmehl Typ 405 oder 550
15 g Cashews, gemahlen (ungeröstet und ungesalzen), alternativ: gehäutete Mandeln, gemahlen
1 Tl Kartoffelmehl
25 g Rohrohrzucker
1 Tl Weinsteinbackpulver
je eine Prise Salz und Vanille, gemahlen
1 El neutrales Öl (zB Sonnenblume oder Raps, wichtig ist, dass es geschmacksneutral ist)
60 ml Mineralwasser mit Kohlensäure
250 g Sojajoghurt, natur
200 ml Soja-Sahne (ich hatte CreSoy)
1 El Zitronensaft
1 El abgeriebene Zitronenschale (unbedingt frisch und kein Aroma)
1/2 Tl Vanille, gemahlen
3 El Puderzucker
1 Tl Agar-Agar
75 ml Sojamilch (oder andere Pflanzenmilch)
1 – 1 1/2 Tl Johannisbrotkernmehl
Zubereitung:
Zunächst den Sojajoghurt für ca. 2 Stunden in einem mit Filterpapier ausgelegten Kaffeefilter abtropfen lassen (danach hatte er bei mir noch ca. 180-200 g Gewicht).
Dann den Biskuit zubereiten: hierfür Mehl, gemahlene Cashews, Kartoffelmehl, Rohrohrzucker, Backpulver, Salz und Vanille in einer kleinen Schüssel mischen, dann Öl und Mineralwasser zufügen und alles mit einem Schneebesen kräftig zu einem recht flüssigen homogenen Teig verrühren.
4 kleine runde Förmchen oder eine kleine Springform einfetten, dann den Teig gleichmäßig darauf verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei knapp 200 °C ca. 15-20 Minuten backen. Der Biskuit sollte auf keinen Fall zu lange drin bleiben, dann wird er zäh. die Oberfläche sollte fest sein, aber auf leichten Druck etwas nachgeben. Ansonsten: Stäbchenprobe machen, sobald nichts mehr hängen bleibt, ist der Teig gar (die genaue Backzeit variiert sehr von Ofen zu Ofen und hängt auch stark von den verwendeten Formen ab).
Aus dem Ofen nehmen und komplett auskühlen lassen.
Den Biskuit mit einem scharfen Messer oder einem Bindfaden halbieren oder dritteln, so dass Böden mit ca. 8 mm Dicke entstehen (oder mehr, je nach Geschmack).
Nun die Creme zubereiten. Hierfür den abgetropften Sojajoghurt mit der Sojasahne, dem Zitronensaft, Zitronenschale und gesiebtem Puderzucker in eine große Schüssel geben und alles mit dem Quirls des Handmixers oder der Küchenmaschine einige Minuten richtig kräftig luftig aufschlagen.
Agar-Agar mit der Sojamilch in einem kleinen Topf verrühren und unter ständigem Rühren aufkochen lassen und für 2 Minuten köcheln. Hierbei ständig rühren und sehr aufpassen, da das Agar-Agar schnell andickt und nur wenig Flüssigkeit im Topf ist, so dass beides leicht anbrennt. Danach den Topf sofort von der Herdplatte nehmen und die Mischung zu dem Joghurt-Sahne-Mix geben, am Besten während die Küchenmaschine fleißig quirlt (oder der Handmixer, dann mit der anderen Hand gießen, während die eine rührt). Das alles muss sehr schnell gehen und es dürfen keine Pausen entstehen, da das Agar-Agar verteufelt schnell geliert und dann nicht mehr unter zu rühren ist. Wenn man das beherzigt, kann nix schief gehen.
Die Mischung also immer weiter mit möglichst vielen Umdrehungen kräftig schlagen, damit schön viel Luft in die Masse kommt. Nun während des Rührens (hier auch ganz wichtig, denn wenn man das Johannisbrotkernmehl auf einmal zu gibt und dann erst wieder rührt, klumpt es) nach und nach das Johannisbrotkernmehl zugeben und ständig weiter rühren. Die Masse sollte jetzt schon recht voluminös und aufgeschlagen sein, sie wird aber erst später richtig fest. Wenn sie jetzt noch arg flüssig erscheint, noch etwas mehr Johannisbrotkernmehl zufügen (aber nicht zu viel, insgesamt sollte auf die Menge Creme nicht mehr als 2 Tl verwendet werden).
Die Creme abschmecken, bei Bedarf noch etwas nachsüßen. Dann den Biskuitboden in einen Tortenring/Anrichte-Ring (man kann auch den Rand der Springform nehmen) legen, etwas Creme darüber, dann der nächste Boden, dann wieder Creme usw., je nachdem, wie viele Schichten man mag und möchte. Nach Lust und Laune verzieren und/oder dekorieren (meins ist das nicht, wie man an dem Foto sieht…ich bin bei sowas sehr puristisch und mag weniger mehr). Die Törtchen für mindestens zwei Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen, den Ring erst direkt vor dem Servieren entfernen. Und genießen….
Ich habe mal wieder ein neues “Experiment” im glutenfreien Backen versucht, diesmal sollten es Brownies werden und ich wollte, dass sie ohne ein Verdickungsmittel o.ä. auskommen. Herausgekommen sind mit die besten Brownies, die ich je gebacken und gegessen habe, soooooo gut!
Gekauftes glutenfreies Mehl finde ich irgendwie blöd, da die meisten Mischungen fast nur aus Stärke bestehen und meist noch diverse Zugaben, Emulgatoren, Verdickungsmittel, Stabilisatoren wasweißich haben. Außerdem waren meine bisherigen Erfahrungen damit irgendwie eher mäßig…ich habe die Erfahrung gemacht, dass es für mich sehr viel leichter ist, glutenfrei zu backen, indem ich mir den “Mehl”-Mix selber zusammenstelle. Hier kann ich dann einfach überlegen, welche Funktion welches Mehl in welchem Rezept hat und mir dann überlegen, welche glutenfreie Variante erfüllt einen ähnlichen Zweck. Außerdem hängt die Zusammenstellung des Mehl-Mix auch stark von den übrigen Zutaten und den dominierenden Gewürzen ab, so kann man zB in Schokoladengebäck gut kräftiges glutenfreies Mehl nehmen, für Vanille-, Zitrone- oder Weiß”mehl”-Gebäck sollte man dann eher auf neutralere Sorten zurückgreifen.
Jedenfalls wollte ich unbedingt ein Rezept mit selbst gemahlenem Hirsemehl ausprobieren und tadaaaa!! Hier ist es. Und ich bin ganz begeistert, wie toll es funktioniert hat. Die Brownies sind herrlich schokoladig, fein süß, aber nicht überzuckert, und haben die perfekte Konstistenz: oben eine dünne festere “Kruste” und innen schön saftig und chewy. Sie sind dabei weder bröselig noch muffig oder trocken oder zäh, sondern einfach nur lecker! Dazu ist so frisch gemahlenes Hirsevollkornmehl noch richtig gesund und durch die Zitrone kann man auch schön das Eisen daraus aufnehmen – und das durch Brownies!
Ach ja, in jeden perfekten Brownie gehören für mich noch Schokostückchen und Nussstückchen, ich hatte dieses Mal weiße Schoko-Drops und Walnüsse, aber es gehen natürlich auch alle anderen Schokoladen- und Nuss-Sorten. Anstelle von dem Hirsemehl kann man sicher auch anderes glutenfreies Mehl nehmen, ich kann aber nichts dazu sagen, ob das Rezept dann so wird, vielleicht muss dann auch die Flüssigkeitsmenge etwas variiert werden. Wer nicht auf glutenfrei achten muss/möchte, kann auch Dinkel- oder Weizenvollkornmehl nehmen, aber auch hier kann ich nichts zum Gelingen sagen. Maismehl könnte ich mir noch gut vorstellen anstelle von Hirse, das gibt es ja auch fertig zu kaufen…
Schokoladige Mini-Brownies, glutenfrei
Zutaten für ca. 24 Mini-Brownies à 2,5 cm:
50 g Hirsevollkornmehl (frisch gemahlen aus normaler Hirse), alternativ Teffmehl
30 g Kartoffelmehl (keine Kartoffelstärke)
40 g Cashews, gemahlen (ungeröstet und ungesalzen), alternativ Mandeln
2 Tl Maisstärke
50 g Rohrohrzucker
1 1/2 El Kakaopulver, schwach entölt
2 Tl Weinsteinbackpulver
je eine Prise Salz und Vanille, gemahlen
40 g Zartbitterschokolade (50-70 % Kakaoanteil finde ich optimal)
40 ml Sonnenblumenöl
2 Tl Zitronensaft
120 ml Soja- oder Hafermilch
30 g weiße Schoko-Drops
30 g Walnüsse
Zubereitung:
Hirsemehl mit Kartoffelmehl, den gemahlenen Cashews und der Stärke in einer Schüssel vermengen. Rohrohrzucker, Kakaopulver, Salz, Vanille und Backpulver zufügen und untermengen.
Die Zartbitterschokolade hacken und vorsichtig über dem heißen Wasserbad schmelzen, dabei häufig rühren. In einer separaten Schüssel die Pflanzenmilch mit dem Öl und dem Zitronensaft vermengen, dann zu den trockenen Zutaten geben. Die geschmolzene Schokolade ebenfalls zufügen und alles mit einem Löffel zu einem dickflüssigen Teig vermengen.
Walnüsse grob hacken und zusammen mit den weißen Schoko-Drops zum Teig geben und unterheben. Den Teig in eine kleine rechteckige Backform (ca. 15×10 cm) oder eine Auflaufform geben, beides sollte vorher entweder gut gefettet oder mit Backpapier ausgelegt worden sein.
Im vorgeheizten Backofen bei ca. 200 °C etwa 20 Minuten backen. Die Brownies sind fertig, wenn die Oberfläche fest ist, sich der Teig auf leichten Druck aber noch weich anfühlt.
Gestern im Bioladen hat mich der Spitzkohl so angelacht. Außerdem war er regional hier aus der Umgebung und dazu echt günstig. Also habe ich mir den leckersten rausgesucht, mitgenommen und abends dann gleich mal mit Kartoffeln, Zucchini, Möhren und Lauchzwiebeln zu einem super leckeren Essen verarbeitet, echt sehr yummy!
Im Gegensatz zu den meisten anderen Kohlsorten schmeckt Spitzkohl nur ganz leicht und fein nach Kohl und nicht so dumpf und stark wie zB Weißkohl, Rosenkohl oder Wirsing. Außerdem habe ich das Gefühl, dass er sich deutlich leichter verdauen lässt, was ich sehr angenehm finde. Und er ist relativ schnell gar (bei Wirsing oder Weißkohl dauert das bei mir oft eeewig…), wodurch er sich hervorragend zu einer Kartoffel-Gemüse-Pfanne eignet: alles braucht ziemlich genau gleicht lang, perfekt.
Ich habe das Gericht tatsächlich in einer einzigen Pfanne gemacht (wir haben eine sehr große beschichtete Pfanne mit hohem Rand, das ist ideal – am Besten mit Deckel), aber wer keine so große Pfanne hat, kann das Essen auch in einem Topf zubereiten, allerdings braucht man dann vielleicht etwas mehr Flüssigkeit (Gemüsebrühe) und muss auf jeden Fall viel häufiger Rühren, damit nichts anbrennt.
Da ich angebratenen zerbröselten Tomaten-Würz-Tofu liebe, kam der auch noch zum Einsatz – ich finde, das gibt dem ganzen Essen einfach einen sehr leckere Geschmack und den nötigen “Schliff”. Mich erinnert das immer ein bisschen an Hackfleisch und das habe ich früher sehr gemocht…der Tofu sollte auf jeden Fall in einer beschichteten Pfanne scharf angebraten werden, da er im Topf nicht knusprig wird und sofort anbackt – wer also das Essen in einem Topf kocht, sollte den Tofu separat anbraten und dann in den Topf geben, das sollte genau so lecker sein.
Für das perfekte “Mouthfeeling” habe ich die Spitzkohl-Kartoffel-Pfanne mit etwas Sojasahne abgerundet, lecker. Das perfekte Herbst-Essen: lecker, saisonal, regional, günstig, wärmend, sättigend, yummy.
Spitzkohl-Kartoffel-"Rahm"-Pfanne
Zutaten für 4 Personen:
1 mittelgroßer Spitzkohl (ca. 750 g)
2-3 mittelgroße Möhren
1 mittelgroße Zucchini
800 g Kartoffeln
1 Bund Frühlingszwiebeln
200 g Tofu, natur
2 El Tomatenmark, dreifach konzentriert
2 El Paprikapulver, edelsüß
2 El Sojasauce
3 El Hefeflocken
2-3 El Olivenöl
ca. 350 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
je 1 1/2 Tl Basilikum, Thymian und Majoran, getrocknet
100 ml Soja- oder Hafersahne
Zubereitung:
Das Gemüse waschen, putzen und ggf. schälen, vom Spitzkohl den Strunk entfernen. Die Möhren und halbe Scheiben schneiden, die Zucchini grob würfeln, ebenso die Kartoffeln. Den Spitzkohl in schmale kurze Streifen schneiden, die Lauchzwiebeln in dünne Ringe.
Den Tofu in einer Schüssel zerbröseln. Je 1 El Tomatenmark, Paprikapulver und Sojasauce dazu geben, dann noch je 1/2 Tl Majoran, Thymian und Basilikum. Etwas Pfeffer und Salz dazu, dann alles mit den Händen oder einer Gabel vermengen.
In einer großen beschichteten Pfanne das Olivenöl erhitzen, dann zunächst den Würz-Brösel-Tofu darin einige Minuten unter gelegentlichem Rühren scharf anbraten. Dann Möhren, Zucchini und Kartoffeln zufügen und ebenfalls einige Minuten mit anbraten, ab und zu rühren.
Nun den Spitzkohl zusammen mit den Lauchzwiebeln in die Pfanne geben, Hitze etwas reduzieren und für fünf Minuten unter Rühren etwas anschwitzen – weder Spitzkohl noch Lauchzwiebeln sollten tatsächlich Farbe bekommen (dann werden sie bitter). Das restliche Tomatenmark und Paprikapulver ebenso wie die übrige Sojasauce und die verbliebenen Kräuter in die Pfanne geben und alles mit der Gemüsebrühe ablöschen. Mit Pfeffer und Salz kräftig abschmecken, dann die Hefeflocken einrühren.
Die Gemüse-Pfanne aufkochen lassen, dann bei geringer Hitze abgedeckt für ca. 20-30 Minuten köcheln lassen. Hierbei gelegentlich rühren. Nach 20 Minuten probieren, ob die Kartoffeln und das restliche Gemüse schon gar sind, bei Bedarf noch Flüssigkeit zufügen und nachwürzen. Zum Schluss die Sojasahne einrühren, abschmecken, servieren und genießen.
Heute gibt es ein kurzes Rezept, was schnell gemacht ist und soooo lecker schmeckt: Blaubeerpfannkuchen. Dieses Rezept ist aus einem unerträglichen Zustand heraus entstanden – und zwar liebt mein liebster Blaubeeren. Mit Hafermilch. Daher bringe ich häufig vom Einkaufen ein Schälchen mit, was meist den Tag nicht überlebt. So auch letzten Samstag. Allerdings hat er die Beeren nicht gegessen (ok, gut, ich hatte auch noch Kuchen gebacken und vegane Haselnuss-Schnitten gemacht…) und so sind sie im Kühlschrank gelandet. Bis heute! Da die Beeren nämlich langsam matschig wurden, blieb mir armem Tropf nichts andere übrig, als Blaubeerpfannkuchen zum Frühstück (oder besser Mittagessen) zu essen. Ich Arme! Aber ich habe mich tapfer geopfert, jaja, so bin ich…
Falls es noch Menschen da draußen gibt, die denken, man bräuchte Eier und Milch für Pfannkuchen: dem ist mitnichten so! Dieses Rezept ist bombensicher und dazu noch sehr fein, da ich erstens dem Teig immer gemahlene Cashews beimische (dadurch, dass ich sie ungeröstet und ungesalzen mahle, haben sie wenig Eigengeschmack, geben aber dem Teig einer feine und lecker Note, sehr empfehlenswert!) und zweitens am Liebsten Hafermilch zum Anrühren nehme. Hafermilch eignet sich hervorragend für süße Pfannkuchen, da sie leicht süßlich und vanillig schmeckt und keinen bohnigen Eigengeschmack hat wie zB Sojamilch.
Zu den Pfannkuchen gab es lecker Zimt-Zucker und noch ein paar frische Blaubeeren. Ein super Frühstück, wenn man etwas braucht, was sehr sättigt und lange vorhält, aber auch perfekt beim Brunchen, als Mittag- oder Abendessen (auch eine hervorragende Grundlage, wenn die nacht mal etwas länger wird…) oder…yummy.
Blaubeerpfannkuchen
Zutaten für 4 normalgroße Pfannkuchen:
25 gemahlene Cashews, ungeröstet und ungesalzen (alternativ: gemahlene Mandeln oder Mandelmus oder Cashewmus)
100 g Dinkelmehl Typ 630
1 El Maisstärke
1 El Rohrohrzucker
je 1 Prise Vanille, gemahlen und Salz
3/4 Tl Weinsteinbackpulver
200 ml Hafermilch
125 g Blaubeeren
Margarine oder Sonnenblumenöl zum Braten
Zubereitung:
Die gemahlenen Cashews mit dem Dinkelmehl, Rohrohrzucker, Backpulver, Vanille und Salz in einer Schüssel gut vermengen. Die Hafermilch dazu gießen und alles mit einem Schneebesen zu einem dickflüssigen Teig ohne Klümpchen verrühren. Den Teig für ein paar Minuten stehen und quellen lassen.
In der Zwischenzeit die Blaubeeren waschen und verlesen, dann mit einem Löffel unter den Teig heben.
In einer beschichteten Pfanne die Margarine (hier nehme ich keine Alsan, da sie sich nicht gut zum Braten eignet, sondern zB Sojola) oder das Öl erhitzen, eine große Schöpfkelle Teig dazu geben und die Pfanne schwenken, so dass der Teig sich gleichmäßig verteilt. Wenden, sobald die Unterseite goldbraun ist, dann von der anderen Seite backen/braten. Dabei die Hitze nicht zu hoch stellen, da der Blaubeersaft nach dem Wenden austritt und leicht verbrennt. Ich habe nach dem Wenden nochmals etwas Margarine dazu gegeben, damit nichts anbackt, außerdem habe ich die Pfanne nach jedem Pfannkuchen mit einem Küchenkrepp ausgewischt, da so viel Saft rausgelaufen ist.
So den restlichen Teig zu Pfannkuchen backen und entweder sofort frisch essen oder (so habe ich´s gemacht) den Backofen auf 100 °C heizen, Pfannkuchen aus der Pfanne auf einen Teller. Teller in den Backofen zum Warmhalten, zweiten Pfannkuchen oben drauf usw. So hatte ich kein Stress und konnte in Ruhe alle Pfannkuchen heiß aufessen. Perfekt.