Pesto-Blume mit Rucola, getrockneten Tomaten und Walnüssen

Pesto und Brot: eine unschlagbare Kombi, wie ich finde! Selbstgemachtes Pesto in Schichten eingebacken in Brotteig – göttlich…bisher habe ich immer Varianten vom Falten-Brot gemacht oder vom Pesto-Kranz. Beide machen optisch schon ganz gut was her , dazu sind sie relativ schnell gemacht und schmecken fantastisch. Egal, ob mit Bärlauch-Pesto, Pesto rosso, Pesto trappanese, Pesto verde, Petersilien-Pesto oder oder oder. Simpel, aber unglaublich effektiv und lecker.

In unserer letzten Gemüsekiste war mal wieder Rucola drin und der Rucola von dem Biohof, der die Kiste liefert ist köstlich! Allerdings mag ich ihn immer nur in Verbindung mit irgendwas anderem. Am Liebsten auf Pizza oder zu Pasta. Nun, Pizza gab es zwar die Tage, aber ich Dussel hab vergessen, den Rucola vor dem Essen drauf zu tun und an Pasta habe ich mich gerade etwas überfressen. Also, was tun? Genau – Pesto :-) Aber da Rucola alleine etwas bitter ist, habe ich getrocknete Tomaten zugefügt sowie knackige Walnüsse. Und als i-Tüpfelchen kam noch confierter Knoblauch rein. Ein köstliches Zeug, sag ich euch…

Ich wollte aber keine püree-artige Masse haben, sondern etwas „Substanz“, daher wurden alle Zutaten nur mit einem scharfen Messer kleingehackt, so dass das Pesto schön Biss hatte. Verrührt mit dem zerdrückten Knoblauch, etwas Öl, Salz und Hefeflocken und ich musste aufpassen, dass ich das Pesto nicht schon vorher komplett pur weglöffel. Leeeeecker!!! (ich habe für diese Woche gleich neuen Rucola bestellt, denn dieses Pesto muss es unbedingt schnellstmöglich wieder geben! Dieses Mal zu Nudeln.)

Aber die eigentliche Kür sollte ja noch kommen – nämlich die Pesto-Blume. Versierte Blog-Hopper unter euch werden diese kleinen Kunstwerke bestimmt schon auf der einen oder anderen Seite gesehen haben, denn seit ca. einem Jahr schwirren unterschiedliche Variationen davon durch´s Netz. Süß oder herzhaft mit unterschiedlichen Füllungen. Aber stets kunstvoll angerichtet und wirklich hübsch anzusehen. Bisher dachte ich immer, dass das bestimmt schrecklich kompliziert ist und sehr mühselig, aber weit gefehlt! Klar, es kostet Zeit, aber ist vom Ding her wirklich einfach. Wer Pesto und einen Hefeteig zubereiten kann, kann auch so eine schicke Pestoblume formen. Ich schwör!

Hier findet ihr eine wunderbare einfache und ausführliche Videoanleitung dazu *klick*, einfach die ersten 1-2 Minuten überspringen, dann geht´s los. Ich versuche aber auch, die Zubereitung in Worten zu erklären (aber ich fand es zB mit dieser Anleitung sehr viel einfacher, da ich eher ein visueller Mensch bin).

Ach so, als Teig habe ich einen einfachen Hefeteig aus halb Dinkelvollkornmehl und halb Dinkelmehl Typ 1050 genommen. Einfach, weil ich das Aroma von Dinkelvollkornmehl so unglaublich gerne mag und der feine nussige Geschmack wunderbar mit der Füllung harmoniert. Ihr könnt aber auch problemlos Weizenvollkornmehl und Weizenmehl Typ 1050 nehmen oder auch nur helles (Typ 550) Weizenmehl – ganz nach Geschmack (dann nur ein kleines bisschen weniger Wasser nehmen).

Pesto-Blume

Zutaten für einen Springformboden mit ca. 26cm Durchmesser:

  • 250 g Dinkelvollkornmehl
  • 250 g Dinkelmehl Typ 1050
  • 1 Tl Rohrohrzucker oder Agavensirup
  • 2 Tl Trockcnhefe (am Besten ohne Emulgator)
  • knapp 300 ml Wasser, lauwarm
  • 1 1/2 Tl Salz
  • ca. 60 g Rucola
  • 40 g getrocknete Tomaten
  • 75 g Walnüsse
  • 2 confierte Knoblauchzehen (oder eine frische), optional
  • 4 El Olivenöl
  • ca. 1/2 Tl Salz 
  • 2 El Hefeflocken, optional
  • 2 El Sojasahne
  • 3 El Wasser
  • je eine gute Prise Salz und Rohrohrzucker

Zubereitung:

Die Trockenhefe mit dem Rohrohrzucker im lauwarmen Wasser auflösen und ca. zehn Minuten stehen lassen bis die Hefe aktiviert ist und sich erste Bläschen gebildet haben.

Die beiden Mehle mit dem Salz mischen, dann das Hefe-Wasser zufügen und alles mit dem Knethaken der Küchenmaschine oder des Handmixers 2-3 Minuten kneten bis ein glatter, leicht klebriger Teig entstanden ist.

Abgedeckt an einem warmen Ort 45-60 Minuten gehen lassen.

In der Zwischenzeit das Pesto zubereiten. Hierfür den gewaschenen Rucola mit einem scharfen Messer fein hacken, ebenso die Walnüsse. Die getrockneten Tomaten auch sehr klein schneiden und alles zusammen in eine Schüssel geben. Den confierten Knoblauch zerdrücken und zugeben, frischen Knoblauch fein hacken. Mit salz und Hefeflocken würzen, Olivenöl dazu und alles mit einem Löffel vermengen. Das Ganze ist keine streichfähige Paste, wie man es sonst von Pesto kennt, sondern hat eher die Konsistenz von  stückiger Salsa.

Den Boden einer Springform mit einem Tropfen Öl einfetten, dann Backpapier darauf legen (das Öl hilft, dass das Backpapier nicht verrutscht).

Den gegangenen Hefeteig in drei gleichgroße Teile teilen (ich wiege sie ab). Einen Teil auf der sehr gut bemehlten Arbeitsfläche (der Teig ist sehr weich!) rund wirken und dann in  der Größe des Springformbodens ausrollen. Auf den Boden legen und evtl. in Form drücken/ziehen, so dass der Teig genau auf den Boden passt.

Die Hälfte des Pestos darauf verteilen. Den zweiten Teil des Teiges ebenso rund wirken und ausrollen. Auf den ersten Teigkreis mit dem Pesto legen und leicht andrücken. Das restliche Pesto darauf verteilen.

Mit dem dritten Teil des Teiges genauso verfahren und den ausgerollten Teig als Abschluss auf die anderen beiden Platten legen, so dass ihr einen Turm aus drei Teigplatten und zwei Pestoschichten habt.

Mit einem Glas o.ä. mit 4-5 cm Durchmesser leicht in die Mitte des Teigkreises drücken, so dass man die Umrandung sieht. Nun mit einem sehr scharfen Messer die Teigplatten in 16 möglichst genau gleichgroße Teile teilen. Zunächst nur markieren, dann erst die Schichten durchschneiden. Hierbei aber immer nur bis zum Rand des Mittelkreises schneiden, so dass ihr am Ende in der Mitte einen kleinen Teigkreis habt, von dem strahlenförmig die „Tortenstücke“ abgehen.

Nun immer zwei nebeneinander liegende Stücke nehmen und jeweils zweimal nach außen drehen. Mit allen Tortenstücken so verfahren. Nun dieselben „Pärchen“ nehmen und nochmals eine halbe Umdrehung nach außen machen und dann die unteren Kanten zusammendrücken und die Enden rundlich formen. Auch mit allen Stücken so verfahren.

Zum besseren Verständnis das Video anschauen :-) .

Nun Sojasahne, Wasser, Zucker und Salz verquirlen und die Teigblume großzügig damit einpinseln (gibt später einen schönen Glanz).

Alles nochmal ca. 10-15 Minuten gehen lassen (nicht zu lange! Sonst wird die Blume unförmig…).

Im vorgeheizten Backofen bei 190 °C Ober- und Unterhitze im unteren Drittel des Backofens ca. 25 Minuten backen lassen bis sie leicht gebräunt ist.

Lauwarm oder kalt genießen. Pur, zu Suppe, Salat, Grillgut oder oder oder…

Et voilà!

18 Kommentare

  1. Pingback: Pesto-Blumenbrot | rezeptepenny

  2. Yammi!!
    hab ich auch schon lange nicht mehr gemacht, dabei ist es so simpel! Und schmeckt auch glutenfrei super!
    Danke für die Inspiration!

    • :-) Gerne!
      Oh, glutenfreie Variante klingt auch spannend! Hab gerade auf deinem blog deinen Beitrag für den glutenfreien Mehlmix, mit dem du Hefeteige machst, gefunden – das probiere ich unbedingt demnächst mal aus. Hierfür fehlt mir nämlich noch eine gelingsichere Variante und ab und zu finde ich es sehr spannend, glutenfrei zu backen.
      Viele Grüße*

  3. Ich muss zugeben sieht nicht nur absolut toll aus, sondern auch kompliziert… Aber du versprichst ja, dass es einfach ist. (-; Meine Frage, geht das auch ohne Hefe. Hat das schonmal jemand probiert?

    • Liebe Sunrose,
      es ist wirklich nicht kompliziert :-)
      Was möchtest Du denn statt Hefe nehmen? Mit Sauerteig klappt es bestimmt auch, vermute ich (hat aber halt viel längere Gehzeiten). Mit Backpulver…hm, schwer zu sagen. Der Teig muss schön elastisch sein, wenn das mit Backpulver auch der Fall ist, könnte es gehen.
      Hast Du eine kleine Springform? Dann könntest Du´s mal mit der halben Menge ausprobieren.
      Viele Grüße*

  4. Also ich muss schon echt sagen, das ist sehr klasse. Ich als Veganer finde es immer klasse, Leute zu finden, die eben dir gleich Vorliebe wie ich habe. Und ich bin auch immer dankbar neue Rezepte zu finden.

  5. Pingback: Was ich Silvester aß | Über Kröger

  6. Hallo Heldin,

    gibt es dazu auch eine glutenfreie Variante?

    ich backe regelmässig glutenfreies Hefe-Brot – nur mein Brotteig ist relativ weich und den würde ich nicht ausrollen wollen.

    viele grüße
    Gerard

    • Lieber Gerard,
      das weiß ich leider nicht. Mit glutenfreien Hefeteigen habe ich kaum Erfahrung…
      Ein Pizzateig-Rezept könnte vielleicht funktionieren – das wird ja auch ausgerollt.
      Viele Grüße*

  7. Hallo Heldin,

    ich habe vor einigen Tagen auf diversen Seiten die süße Variante dieser Blume gesehen. „Normal“ natürlich mit Nutella aber wer will das schon essen 😉 wir sicher nicht! Ich habe mir überlegt das es wohl auch mit Chocoreale gehen müsste. Nur hab ich keine Ahnung wie man so einen süßen Hefeteig herstellt. Einfach Zucker hinzufügen und helles (Dinkel 630) nehmen?
    Bin gespannt auf dein oder euer Feedback. Es sollte sowas Brioch ähnliches sein, denke ich.

    Liebe Grüße, Cosamea

  8. Hallo Heldin,
    Ich würde die Blume gerne machen, bin mir aber nicht ganz sicher ob ich die Anleitung richtig verstanden habe. Wo finde ich denn das Video von dem du schreibst?
    Helen

  9. Pingback: ViT - Vegan in Training - Seite 691

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