So, heute mal wieder ein eher “ungesundes” Rezept. Mit Weißmehl…aber voll lecker
Und damit es nicht allzu nährwertarm ist, habe ich den Zopf mit hellem Dinkelmehl gebacken. Dazu ist er ein ganz wenig süß und erinnert in Geschmack und Konsistenz an einen Stuten.
Dazu noch Mohn und der Yummy-Zopf ist perfekt! Es war unglaublich schwer, in normalen Supermärkten Mohn zu finden, in der Backabteilung gab es immer nur diese pappsüße fertige Mohnmasse, aber die mag ich nicht. Ich wollte ganz normalen ungemahlenen Mohn. So wie auf Mohnbrötchen!
Fündig geworden bin ich letztendlich im Bioladen, der war zwar nicht sooo günstig, aber für so einen Riesen-Zopf braucht man nur ca. 50 g und hat vollen Mohngeschmack.
Am liebsten mag ich den Zopf mit herzhaftem Aufstrich (ja, ein wenig pervers, ich weiß…), aber auch mit Schokocreme schmeckt er super oder einfach mit dick Alsan pur, gut.
Ich habe dieses Mal den Teig mit einem 18-Stunden-Vorteig, der sog. “Biga”, gemacht, das ist aber nicht zwingend notwendig. Bei früheren Rezepten habe ich den Zopf auch schon mit einem ganz normalen Vorteig gemacht, dann braucht man aber deutlich mehr Hefe.
Durch die langgärige Biga braucht man ganz erstaunlich wenig Hefe (auf den ganzen Zopf ca. 5 g) und der Teig wird richtig schön feinporig und geschmackvoll.

Mohnzopf
Vorteig (”Biga”):
- 125 Dinkelmehl Typ 630
- 150 ml Soja- oder Hafermilch
- 2 g Frischhefe
Hauptteig:
- 375 g Dinkelmehl Typ 630
- 1 1/2 Tl Meersalz
- 50 g Rohrzucker
- 100 ml Soja- oder Hafermilch
- 50 g Alsan, zimmerwarm und weich
- 3 g Frischhefe
Belag:
- 50 g Mohn, ungemahlen
- 1 El Sojasahne + 2 El Wasser
Zubereitung:
Für die “Biga” das Mehl mit der Hefe und dem Wasser zu einem glatten und sehr zähen Teig verrühren. Die Schüssel mit einem passenden Deckel oder Frischhaltefolie abdecken und den Vorteig 12-24 Stunden gehen lassen (am Besten über Nacht).
Das übrige Mehl zu dem Vorteig geben, ebenso Salz, Rohrzucker und Alsan. Die restliche Hefe in der Soja- bzw. Hafermilch auflösen und zu dem Teig geben.
Alles 5-10 Minuten mit der Hand (oder, wer hat: in der Küchenmaschine…) zu einem sehr weichen und geschmeidigen, aber nicht klebrigen Teig verkneten. Je länger der Teig geknetet wird, desto feinporiger wird der Zopf später.
Den Teig wieder abdecken und für weitere 1-2 Stunden gehen lassen.
Nochmals einige Minuten durchkneten, dann in drei gleichgroße Teile teilen und auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu gleichlangen Rollen formen. Hieraus einen lockeren Zopf flechten und diesen auf ein mit Backpapier ausgelegten Backblech legen.
Die Sojasahne mit dem Wasser verquirlen und damit den Zopf gleichmäßig und dick bepinseln. Großzügig den Mohn drüberstreuen (durch die Sojasahne-Wasser-Mischung wird der Zopf erstens schön goldbraun und leicht glänzend und zweitens haften die Mohnsamen dadurch richtig gut) und den Zopf nochmals 30 Minuten gehen lassen.
Den Backofen vorheizen auf 200 °C Ober- und Unterhitze und den Zopf ca. 35 Minuten auf der mittleren Schiene backen, die Temperatur nach 20 Minuten Backzeit auf 175 °C reduzieren.
Aus dem Ofen nehmen, auskühlen lassen und so frisch wie möglich genießen.
Et voilá!

#1 by Mihl on Dienstag, 3. August 2010
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Der sieht echt toll aus. Würde am liebsten gleich mal reinbeißen!
Bei uns gibt’s Mohn auch im Rewe – gemahlenen und ungemahlenen.
#2 by ophelia on Donnerstag, 13. Oktober 2011
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<ich habe vor den Mohnzopf zum Wochenende zu backen, habe aber nur Dinkelmehl 1050 hier. Ginge das damit genau so gut?
Liebe Grüße und Danke für die tollen Rezepte!
ophelia
#3 by Heldin on Freitag, 14. Oktober 2011
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Hallo Ophelia,
ja, klar, 1050er Mehl geht genauso gut. Von den Backeigenschaften habe ich da bisher kaum Unterschiede erlebt (vielleicht einen Tick länger gehen lassen?!) und ich benutze es auch sehr gerne, damit Weißmehl-Zeugs wenigstens ein bisschen gesünder ist
Viel Erfolg und vor allem guten Appetit!
#4 by ophelia on Sonntag, 16. Oktober 2011
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Wow, der Mohnzopf hat Suchtfaktor! Er war sehr schnell weg und nun will meine Familie ihn jedes Wochenende. Mjamjam.
#5 by Johanna on Mittwoch, 21. Dezember 2011
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Der Biga steht schonmal hier und wartet!

Ich bin sehr gespannt wie der Zopf dann morgen wird, habe noch nie etwas mit Vorteig gemacht.
Den Mohn werde ich allerdings weglassen und stattdessen den Zopf mit Nuss-Zimt-Mischung (Nüsse, Zucker & Zimt, Margarine) “füllen”.
*njamm*
#6 by Heldin on Mittwoch, 21. Dezember 2011
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Oh ja, das ist eine tolle Alternative, so einen Nuss-Zopf mit Zimt-Zucker mag ich auch seeehr!