Kartoffel-Blumenkohl-Auflauf mit Süßkartoffel und Cashew-Kruste

Auch, wenn es hier so den Eindruck erweckt: Ich ernähre mich nicht ausschließlich von Kuchen, Gebäck und Brot. Ab und zu gibt es auch Eis, Schokolade und Torten 😉  Nee, ganz im Ernst – es gibt hier tatsächlich jeden Tag auch „echtes“ (herzhaftes) Essen. Wirklich. So zum Beispiel letztens diesen Auflauf.

Entstanden ist die Idee aus dem Appetit auf Kartoffelgratin. Kartoffelgratin ist furchtbar lecker und macht sehr satt und zufrieden, finde ich. Allerdings braucht man dazu noch eine Gemüsebeilage und am Besten auch noch Bratlinge oder ähnliches. Nun bin ich aber von Natur aus faul, äh, effizient!!!, veranlagt und das war mir einfach zu viel Arbeit. Also, was liegt da näher, als alles in eins zu packen?! Genau, nichts.

Daher habe ich mich dann einfach für einen Kartoffel-Gemüse-Auflauf entschieden. Hierdurch war die Gemüsebeilage also gleich mit abgedeckt und entbehrlich. Fehlte nur noch die Bratlingsbeilage. Die habe ich dann kurzerhand modifiziert und als Knusperkruste auf den Auflauf gepackt. Schlau, oder?! Denn die Kruste enthält Grünkernschrot und wir alle wissen, dass Grünkernschrot eine tolle Bratlingsgrundlage ist.

Ein weiterer Bestandteil der Kruste ist der übriggebliebene Trester der Cashewmilch-Herstellung. Seit einiger Zeit mache ich nämlich gerne unsere Pflanzenmilch selber und dieses Mal hatte ich eben Cashewmilch probiert und brauchte eine Verwendung für den Trester. (Zur Pflanzenmilch-Herstellung habe ich einen Veggiefino. Kurzer Exkurs: Der Veggiefino ist an sich sehr praktisch und durchdacht und man kann ohne viel Gedöns Pflanzenmilch herstellen. Allerdings ist das Sieb noch nicht fein genug, so dass immer ganz feine Nussreste in der Milch bleiben. Mich stört das nicht, da ich nie Pflanzenmilch trinke und sie nur zum Kochen und Backen verwende, aber M. verweigert sämtliche Arten Pflanzenmilch aus dem Veggiefino – wahrscheinlich wegen dem pelzigen/krümeligen Gefühl im Mund. Ich habe mir mittlerweile zusätzlich noch einen Nussmilchbeutel angeschafft und davon bin ich ja nun mal richtig begeistert!! Total feinmaschig und super easy in der Anwendung. UND: M. trinkt jetzt mit Begeisterung die selbstgemachte Mandelmilch, juchuh! Das Tetrapak-Geschleppe hat ein Ende, günstiger und gesünder isses auch noch und die Umwelt freut sich. Wir brauchen hier nämlich so einiges an Pflanzenmilch…). Ach so, Cashewmilch schmeckt mir so gar nicht – viel zu herb komisch und unlecker! Ich bleibe bei Mandelmilch.

Die Kruste klappt aber übrigens auch mit gemahlenen Nüssen, ihr müsst jetzt also nicht extra Cashewmilch herstellen…

Auflauf

 

Zutaten für eine große Auflaufform (3-4 Personen):

  • 1 mittelgroßer Blumenkohl
  • 1 kg Kartoffeln
  • 1 mittelgroße Süßkartoffel (ca. 250g)
  • 1 große Stange Lauch
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 400 ml Cashewmilch oder andere ungesüßte Pflanzenmilch
  • 2 El Zitronensaft
  • 2 geh. El Dinkelmehl Typ 630 (oder Weizenmehl 405/550)
  • 4-5 El Hefeflocken
  • 4 El Pflanzenmargarine
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • 100 g Grünkernschrot
  • 100 g möglichst trockener Nussmilchtrester (alternativ gemahlene Mandeln oder Cashews)
  • 75 ml Wasser

Zubereitung:

Kartoffeln und Süßkartoffel schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Den Blumenkohl putzen und in kleine Röschen teilen, Lauch waschen und in halbe Ringe schneiden.

Alles Gemüse (inklusive Kartoffeln) in der Gemüsebrühe ca. 10-15 Minuten kochen bis alles leicht angegart, aber noch sehr bissfest ist. Abgießen, aber dabei das Kochwasser auffangen!

Das Kochwasser zurück in den Topf geben, ebenso wie ein paar Kartoffel- und Blumenkohlstücke (insgesamt etwa eine Hand voll). Die Pflanzenmilch zufügen, ebenso wie den Zitronensaft, das Mehl, die Hefeflocken und 2 El der Pflanzenmargarine. Gut würzen mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss. Alles mit dem Pürierstab gut durchpürieren zu einer sämigen Sauce. Nochmals kräftig abschmecken. Die Petersilie hacken und in die Sauce geben.

Die Sauce mit dem Kartoffel-Gemüse vermengen und alles in eine gefettete Auflaufform geben.

Nussmilchtrester und Grünkernschrot in einer beschichteten Pfanne unter Rühren kurz (!) anrösten, dann Margarine zufügen, ebenso das Wasser. Etwas salzen und alles kurz köcheln lassen bis die meiste Flüssigkeit verdampft ist.

Den „Brei“ mit Hilfe von zwei Teelöffeln auf dem Auflauf verteilen.

Den Auflauf im Backofen (ohne Vorheizen…) bei 200°C Ober- und Unterhitze im unteren Drittel etwa 45 Minuten backen lassen bis er eine schöne Kruste hat.

Et voilà!

13 Kommentare

  1. Mhh klingt das lecker, mit Aufläufen kann man mich ja immer locken=) Sehr leckere Zusammenstellung der Zutaten!
    Liebe Grüsse,
    Krisi

    • 😀 Danke dir!
      Ja, Aufläufe sind so furchtbar praktisch und dabei fast immer lecker und so eine großartige Resteverwertung. Ich mag sie auch sehr!
      Viele liebe Grüße*

  2. Haha ich hab mich sofort wieder erkannt 😉
    Ich bin außerdem auch ein riesen Auflauffan, gerade mit Kind. Einfach alles rein in den Ofen und fertig. Praktischer gehts kaum.
    Besonders gut schmeckt auch veganer Shepards Pie mit Linsen!
    Alles Liebe
    Lucy

    • Oh, das klingt aber auch lecker! Hast Du dafür ein Rezept?
      Shephards Pie steht nämlich ganz oben auf meiner Muss-ich-unbedingt-ausprobieren-Liste 😀
      Übrigens hat mich eine liebe facebook-Kommentatorin auf die Idee gebracht, dass man die Grünkern-Cashew-Kruste glutenfrei mit geschrotetem Buchweizen machen könnte. Fand ich total prima und werde ich bald testen – vielleicht ist das ja auch was für euch…
      Viele liebe Grüße*

  3. Der Auflauf ist im Ofen, und mir knurrt der Magen. Die Sauce war schon mal lecker!
    Sollte aus dem Shepherd’s Pie Wahrheit werden, poste bitte das Rezept. Böttebötte. Liebe Grüße und schöne Feiertage mit Deinen Liebsten!
    Melanie

    • Oh, wie schön :-) Dann guten Appetit!
      Bei uns gibt es heute Reste-Bratlinge…hoffentlich werden sie was.
      An den Shepherd´s Pie muss ich mich echt endlich mal machen – vielleicht schaffe ich das ja nach den Feiertagen, da ist etwas Zeit.
      Und wenn er was wird, bekommst Du natürlich das Rezept 😀 Ok, alle anderen auch.
      Dir auch wunderbare Feiertage. Ist schon echt süß so in der Vorweihnachtszeit mit Kleinkind, oder?!
      M. fährt total auf Weihnachtsmänner ab (und die Schokolade!) und Schneemänner und seinen Adventskalender und vor allem das Kinderkarussell auf einem kleinen Weihnachtsmarkt hier in der Nähe. Ich schmelze jedes Mal!
      Ganz liebe Grüße*

  4. Wie machst du die Bratlinge? Ich habe einmal vegane Bratlinge versucht, die waren aber total bröselig.
    Bedanke mich schon im Voraus für Tips

    • Liebe Dagmar,
      ich habe hier ein Schlagwort namens „Bratlinge“ 😉 Schau da doch mal – da ist das eine oder andere Rezept dabei!
      Viele Grüße*

  5. Ich habe fur heute abend diesen Auflauf auf meinem Tisch. Ich habe es schon einmal gemacht und es scheckte sehr gut. Ich mache aber alles ohne Fett. Kein Mensch weiss am Ende ob da etwas veganische Margarine drin ist oder nicht. Danke fur das Recept

  6. Pingback: Kartoffel-Blumenkohl-Auflauf mit Süßkartoffel und Cashew-Kruste | Veggietag Münster

  7. Wir haben gerade den super leckeren Auflauf gegessen. Großes Lob, wird es noch öfter geben. Die Streusel obendrauf sind so gut. Schön das ich dich gefunden habe.
    Liebe Grüße
    Gaby

  8. Habe eben erst deinen Auflauf entdeckt und möchte ihn unbedingt nachher noch zubereiten…! Da ich allerdings auch oft Süßkartoffeln esse weiß ich, dass diese mega schnell gar sind..kein Vergleich zu normalen Kartoffeln! Laut Rezept sollen aber alle Gemüse gleichzeitig vorgegart werden. Sollten die Süßkartoffeln nicht besser erst etwas später in den Topf oder ist das absichtlich so gedacht für eine bessere Konsistenz des Auflaufs?
    Danke und liebe Grüße

    • Liebe Sabina,
      ja, das stimmt, Süßkartoffeln sind schneller gar als normale Kartoffeln.
      Bei dem Auflauf ist das einfach Geschmacksache – ich mag sie hier sehr gerne weich, fast matschig. Wenn Du sie lieber bissfest haben magst, gib sie einfach später dazu :-)
      Viele Grüße*

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