Flammkuchen

Ja, ich lebe noch 😀 Und es ist auch alles in Ordnung! Aber die ersten Wochen mit Baby waren und sind doch deutlich herausfordernder als ich es mir habe vorstellen können…zumal wir auch nicht mit einem unkomplizierten Anfängerbaby gesegnet wurden. Dafür haben wir den süßesten Knopf der Welt (selbstredend 😉 ). Wir sind nach wie vor in der Eingewöhnungsphase, aber es klappt immer besser und wird auch langsam schöner. Trotzdem bin ich noch weit von Alltag entfernt und so ist auch immer noch wenig Platz für Kochen und Backen (was über reine Nahrungsaufnahme hinausgeht) und noch weniger für Kreativität und Experimente. Aber es kommt langsam! Daher werdet ihr nun ab jetzt auch endlich wieder häufiger neue Rezepte und posts bekommen – ich freue mich sehr darauf und hoffe, dass ich das immer besser mit meinem Mami-Dasein verbinden kann. Und Kommentare werden ab jetzt auch wieder beantwortet! Falls bei denen der letzten zwei Monate noch aktuell brennende Fragen dabei sein sollten, meldet euch bitte nochmal, dann kann ich darauf eingehen.

Erstmal möchte ich mich bei euch allen lieben treuen Leserinnen und Lesern bedanken für die schrecklich vielen und lieben und tollen Glückwünsche und Wünsche zur Geburt des kleinen M. Ich war und bin richtig gerührt <3 und habe dadurch einiges an Kraft schöpfen können. Danke.

So, jetzt aber mal Schluss mit Mami-Baby-Kram und ordentlich „Tofu bei die Algen“ (ich liebe den Tatortreiniger!!): ich habe natürlich auch ein neues Rezept mitgebracht. Es musste zwar einige Zeit in der Schublade rumliegen, hat aber nichts ans Leckerheit verloren und passt vor allem ganz wunderbar zur kühlen Jahreszeit.

Es gibt oberleckeren Flammkuchen! Ich liebe alles, was in die Richtung Quiche, Tarte oder Flammkuchen geht wie zB Quiche mit Champignons, Zwiebeln und Lauch, kräuterwürziger Zwiebelfladen mit Zucchini, Polenta-Tartes mit Mangold und Tomaten oder Mangold-Zucchini-Quiches mit Tomaten. Die Unterschiede liegen neben der Form, Dicke und Art des Teiges und der Füllung bzw. des Belages vor allem in der Masse, die auf den Teig gestrichen wird. Manchmal nehme ich dafür pürierten Tofu, manchmal Sojajoghurt und manchmal pflanzliche Sahne. Alles sehr lecker, aber alles auch unterschiedlich in Konsistenz und Geschmack.

Dieses Mal wollte ich einen „richtigen“ Flammkuchen, der im Original meines Wissens nach eine Basis von Creme fraiche hat und neben Zwiebeln/Lauch noch mit krossen Speckstreifen belegt ist. Anstelle der Creme fraiche habe ich Hafersahne mit Mandelmus und Zitronensaft verrührt, kräftig gewürzt und auf den Teig gestrichen, darauf kamen dann Zwiebeln, Zucchini und Lauch – alles vorher angedünstet. Und zuoberst dann richtig kross angebratene Räuchertofuscheiben und alles mit dem Rest Hafersahne-Mandelmus-Mischung beträufelt und ab in den Ofen.

Köstlich!!! Wirklich oberköstlich! Ich glaube, ich habe noch nie so einen guten veganen Flammkuchen gegessen…(jaja, Eigenlob und so, aber es stimmt), was vor allem an der Hafesahne-Mandelmus-Mischung lag, die gar köstlich überbacken und alles schön saftig und trotzdem knusprig gehalten hat. Und das Highlight waren die krossen Räuchertofuscheiben. Alles in allem also eine rundum gelungene und feine Sache. Ich fand das Ganze so lecker, dass ich dasselbe Rezept zwei Tage später gleich wieder gemacht habe.

Der Fantasie sind wie immer keine Grenzen gesetzt, was Gemüse und Würzung angeht. Und wahrscheinlich kann man auch Sojasahne dafür nehmen, aber mit Hafersahne wird´s einfach perfekt, da sie andere Schmelzeigenschaften hat als die Sojasahne und sich viel besser zum Überbacken eignet und gerade in Verbindung mit dem Mandelmus einfach wunderbar harmoniert. Probiert´s aus!

Flammkuchen

Zutaten für drei sehr dünne Bleche oder zwei etwas dickere:

  • 500 g Weizenmehl Typ 550
  • 100 g Hartweizengrieß
  • 2 Tl Salz
  • 1 Tl Rohrohrzucker
  • 1 Pckg. Trockenhefe
  • 2 El Olivenöl
  • 320 ml Wasser
  • 250 ml Hafersahne
  • 2 El Zitronensaft
  • 2 El Hefeflocken
  • 2 Tl Maisstärke (Speisestärke)
  • 100 ml Wasser
  • Pfeffer, Muskatnuss
  • 1 geh. El Mandelmus, weiß
  • 1 Tl Salz
  • 1 Zucchini
  • 2 große Stangen Lauch
  • 2-3 große Zwiebeln
  • 200 g Räuchertofu
  • 2 El Rapsöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Hartweizengrieß mit Weizenmehl und Salz mischen. In die Mitte eine Mulde formen, dort hinein die Trockenhefe und den Rohrohrzucker geben. Etwas Wasser dazugeben und mit einem Löffel zu einem Vorteig verrühren. Einige Minuten gehen lassen bis die Hefe aktiviert ist. Dann das restliche Wasser und das Olivenöl zufügen und alles mit den Knethaken der Küchenmaschine oder des Handmixers ca. fünf Minuten kräftig durchkneten bis ein homogener weicher Teig entsteht.

Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort ca. eine Stunde gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Hafersahne mit Zitronensaft, Hefeflocken, Maisstärke, Wasser, Mandelmus, Pfeffer, Salz und Muskatnuss verrühren.

Die Zucchini in dünne kurze Streifen schneiden, ebenso den Lauch. Die Zwiebeln in dünne Viertelringe schneiden und den Räuchertofu ebenfalls in dünne Streifen.

Das Öl in einer großen beschichteten Pfanne richtig heiß erhitzen und den Räuchertofu darin einige Minuten scharf anbraten bis er schön kross ist. Dann die Temperatur reduzieren und das Gemüse zufügen. Bei mittlerer Hitze unter häufigem Rühren garen, aber nicht zu sehr Farbe nehmen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Den gegangenen Hefeteig nochmals kräftig durchkneten, halbieren oder drittel und ausrollen. Auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen und mit der Hafersahne-Mischung dünn betreichen. Das Gemüse gleichmäßig darauf verteilen und die restliche Sauce darüber träufeln.

Den Backofen vorheizen auf 200 °C Ober- und Unterhitze und den Flammkuchen darin ca. 20-25 Minuten backen bis die Oberfläche leicht knusprig und gebräunt ist.

Frisch und heiß genießen. Reste schmecken aber auch kalt :-) .

Et voilà!

30 Kommentare

  1. sooooooooooooooo gut, dass du wieder da bist. Hoffe, euch geht es blendend und du hast dich in die Mutterrolle gut eingelebt.

  2. Schöööön bist du wieder da :-)
    Ja – Flammkuchen ist was, was man wirklich sehr einfach veganisieren kann!
    Danke für den Tipp mit der Hafersahne-Mandelmus-Mischung :-)

  3. Juchuuu! Sie ist wieder da! … mit lustigen parallelen in unser beider leben …. hab auch ein 3monatsbaby daheim und den tatortreiniger vor ein paar tagen entdeckt… und vegan sowieso und leicht überfordert mit dem mamisein :-)

    • Vielen Dank euch allen! Ich freu mich so, dass ihr mir trotz der Pause treu geblieben seid 😀
      @Doris: hihi, das sind ja echt lustige Parallelen! Glückwunsch zum Nachwuchs!
      Viele Grüße*

  4. Schön, dass du wieder da bist und dass es euch gut geht :-) ich freue mich schon auf die neuen Rezepte, denn dein Blog ist seit meiner Umstellung auf vegan eine ständige Fundgrube für mich. Die Rezepte sind wirklich toll und lecker – erst am Wochenende habe ich deine Burger Buns gebacken und war mal wieder begeistert. Den Flammkuchen werde ich auf alle Fälle ausprobieren, wir lieben Flammkuchen, experimentieren gern mit verschiedenen Belägen – und deiner klingt sehr verlockend!

  5. Welcome back!
    Ich bin lange Zeit eine stille Mitleserin gewesen, bevor du dein süßes Butzele bekamst. Die letzten Monate habe ich immer mal wieder reingeguckt, und heute werde ich belohnt:
    Du bist wieder da und es geht euch gut!
    Das ist schön zu wissen.
    Lass es aber LANGSAM angehen, liebe Heldin!!!!
    Geniese deine besondere Zeit, die du nun durchlebst……
    Liebe Grüße
    Liv

  6. Ich habe letzte Woche auch Flammkuchen gemacht :)

    Als Soße hatten wir den Soyananda Sauerrahm mit Sojasahne vermischt. Das war auch ziemlich am original fanden wir. :) Sehr sehr lecker.
    Aber werde deine Version auch mal ausprobieren. Mandelmus hat man ja eher zu Hause.

    Aber wir hatten auch fertigen Teig aus Frankreich. :)

    Freue mich auf noch viele weitere Rezepte

    • Oh ja, den Soyananda Sauerrahm hatte ich auch schonmal dafür – war echt lecker! Aber auf Dauer bin ich dafür zu geizig…und Pflanzensahne plus Mandelmus ist tatsächlich hier immer vorrätig :-)
      Viele Grüße*

  7. Ich bin eigentlich stille Mitleserin. Nun melde ich mich aber doch mal zu Wort. Ich schaue hier fast täglich rein und freue mich auf neue Rezepte. Der Flammkuchen wurde gerade von mir verspeist, sooooo lecker. Richtig schön herzhaft. Mein Freund kommt gleich nach Hause, der wird sich ärgern, auswärts gegessen zu haben, so wie es hier duftet!
    Liebe Grüße!

    • Hach wie schön, das freut mich sehr 😀
      Vielen Dank für Deine Rückmeldung und viele Grüße*

  8. Hallo Heldin,
    welcome back :-)

    Sieht extrem lecker aus, dein Flammkuchen, v.a. stehe ich total auf Grieß im Teig (Pizza, Brot…) und Flammkuchen sowieso. Ich werde das Rezept in jedem Fall testen, meinen letzten Flammkuchen habe ich mit Sojajoghurt+Zitronensaft als „Schmand“ bestrichen, das war schon erstaunlich gut, aber da deine Rezepte immer noch einen Tick leckerer sind, wird das in jedem Fall getestet. Allerdings gab es bei mir gestern erst Pizza, daher muss der Flammkuchen noch etwas warten… Ich mag auf Flammkuchen übrigens am liebsten rote Zwiebeln, was aber auch daran liegt, dass ich die besser vertrage als die normalen.

    LG
    Lotte

  9. Hallo liebe Heldin,
    wie schön, wieder von dir zu lesen! Erst mal – Anfängerbabies sind für Anfänger! Und ihr seid bestimmt keine Anfänger, sondern tolle Eltern und durftet daher schon bei Level2 einsteigen :) I
    Und der Tatortreiniger ist einach großartig, bzw. Bjarne ist in „Mord mit Aussicht“ schon einfach klasse und in seiner eigenen Serie wirklich spitze. Ich mag die Folge mit der alten Dame und ihrem Sofa wirklich sehr gerne. Ist ja klar, dass man jemanden erschlagen muss, der auf das Sofa steigt!

    Ich wünsche euch weiterhin alles Liebe und bin ganz gerne bereit über all das angesammelte Wissen zum Thema „veganer Babyernährung“ (Vollwertig Vegan nach Brucker) zu teilen. Dann könnte man mal was zurückgeben für all deine guten Ideen und leckeren Rezepte :)

    Alles Liebe,
    Katharina

  10. Oh wie schön, du bist wieder da! Es freut mich sehr, das es Euch gut geht! Seit Juli / August bin ich Vegetarier und bin dann und wann auch vegan! Deine Seite hat mir sehr geholfen und die Umstellung war ausgesprochen lecker!
    Vielen lieben Dank,
    Doris

  11. Liebe Heldin! So schön, bist du wieder ab und zu am schreiben, mach dir keinen Stress gell! „Anfängerbaby“ gröhl… Ich gebe Katharina vom 23. Januar recht, ihr seid sicherlich tolle Eltern! Kochen tust du mindestens immer noch toll, der Flammkuchen habe ich gestern gemacht und er war der HAMMER!!!! Ich konnte heute ins Büro rollen, so vollgemampft habe ich mich! Danke!

  12. Hallo Heldin,

    musste heute auch mal schauen, ob Du wieder „aktiv“ bist . Und siehe da: juhuu!!!
    Alles Gute weiterhin, es wird sich alles fügen ;-).

    Liebe GRüße
    Karin

  13. Ich liebe Flammkuchen, und vegan natürlich noch mehr!! 😉
    Habe wieder richtig Lust drauf bekommen, echt super Artikel!
    Allerliebste Grüße, Ingo

  14. Hi liebe Heldin,

    der Flammkuchen ist absolut göttlich, der Belag und die Sauce sind der Hammer. Total „schmandig-cremig“. Das wäre doch sicher auch ausbaufähig für eine geniale Quiche, oder?
    Hab einen Teil des Flammkuchens übrigens nur knapp fertig gebacken, abends kalt eingefroren und zwei Wochen später nur kurz antauen lassen und dann bei 180 Grad Umluft einige Minuten gebacken- er war so lecker wie frisch gebacken! Das gibts jetzt definitiv öfter.

    LG
    Lotte

    • Liebe Lotte,
      das ist ein guter Tipp, vielen Dank 😀
      Ja, als Quiche müsste das auch prima funktionieren – evtl. mit etwas mehr Stärke zum Binden?! Ist jedenfalls ein Versuch wert!!
      Viele Grüße*

      PS: Auch dich habe ich natürlich nicht vergessen – finde es so nett, mit dir zu schreiben!! Ich werde mir ganz bald Zeit nehmen, versprochen :-)

  15. Ich bin jetzt erst auf deinen Blog aufmerksam geworden, weil ich auf der Suche nach veganem Flammkuchen war.
    Und er ist so unfassbar lecker!!! Danke für dieses Rezept!
    Ich werde mal weiter in deinem Blog stöbern und schauen, was ich da noch so leckeres finde :)

    LG, Melanie

  16. Ich habe es gestern mit vegane (Apfel-)Flammkuchen probiert. Ich habe Sommenblumensahne daraufgemacht, die ich vorher mit Braunreiswasser gesäuert habe (ich glaube, das ist etwa gleich wie Rejuvelac). Mein Sohn hat es gerne gegessen, also kann es nicht zu schlecht gewesen sein (vegan ist, nett gesagt, gar kein Argument für ihm!)

  17. Ich bin schon jetzt total begeistert vom deiner Seite! Hab am Sonntag den Johannisbeer-Käsekuchen gebacken, der ist sehr lecker geworden! Und neulich dachte ich darüber nach mal wieder Flammkuchen zu machen, am liebsten vegan. Dieses Rezept teste ich demnächst! Ich hab nur noch eine Frage: geht auch das nicht weiße mandelmus? Viele Grüsse KATY

    • Liebe Katy,
      Danke schön :-)
      Also, an sich ginge auch das dunkle Mandelmus, also aus ungeschälten Mandeln. In diesem Rezept hat das Mandelmus zwei Funktionen: einmal die Bindung im Guss und zweitens den Geschmack.
      Für die Bindung eignet sich auch das dunkle. Für den Geschmack empfehle ich es ehrlich gesagt aber eher nicht…ich finde, man schmeckt das „ungeschälte“ schon sehr raus. Das weiße ist halt einfach nur cremig sahnig. Soweit ist weiß, ist das dunkle auch noch zusätzlich geröstet und das macht einen deutlichen Unterschied. In Süßspeisen passt das ganz hervorragend, aber für den Flammkuchen mag ich persönlich das nicht.
      Alternativ kannst Du auch helles Cashewmus nehmen oder aber Du nimmst etwa 40 g geschälte gemahlene Mandeln (das entspricht circa einem gehäuften Esslöffel Mandelmus) und pürierst/mixt sie mit der Hafersahne und dem Wasser und verrührst dann alles mit den übrigen Zutaten für die Sauce. Das ist dann zwar nicht ganz so cremig, aber sollte schon gut gehen und vor allem schmecken :-)
      Viele Grüße*

  18. Danke für die ausgiebige Antwort! Ich hab das weiße mandelmus eh im Schrank stehen, aber das glasbost im Gegensatz zu dem dunklen noch ungeöffnet :-)) dann werde ich es wohl mal aufmachen müssen

    • Oh ja, dann nutze unbedingt das weiße :-) Hält sich auch geöffnet ewig (nicht im Kühlschrank lagern, da es durch mögliches Kondenswasser wohl schlecht werden kann). Aber ich nehme mittlerweile auch sehr gerne einen Löffel davon in cremige Sahnesaucen anstelle von Soja- oder Hafersahne. Also, wahrscheinlich hält´s eh nicht lang… :-)
      Viele Grüße*

  19. Hi klingt super lecker werden wir heute sofort probieren, aber eine kleine gemeinheit:
    was ist rohr(ohr)zucker?!

    Aufjedenfall danke für das tolle rezept

    • Rohr(ohr)zucker ist Zucker aus Zuckerrohr, also quasi einfach der braune Zucker…
      Du kannst aber auch ganz normalen Zucker verwenden oder Agavensirup o.ä. oder auch einfach weglassen! Der Teig funktioniert auch ohne Süßungsmittel :-)
      Viele Grüße*

  20. Hallo :)
    Ich wollte mich einmal für all deine super rezepte bedanken! Ich lebe erst seit etwas über einem halben jahr vegan und sie haben mir den einstig extrem vereinfacht. Es schmeckt einfach alles super (besonders liebe ich deine käsestreuselkuchen, aber der flammkuchen war auch soooo lecker)!!
    Liebe Grüße

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