Antipasti

Antipasti sind toll! Denn sie passen quasi zu allem und schmecken immer. Egal, ob lauwarm oder kalt, ob solo oder als Beilage. Sie passen wunderbar zu frischem Baguette oder Ciabatta, aber auch als Pizzabelag. Eine mit gegrillten Antipasti belegte Pizza braucht keinen veganen Käse-Ersatz-Krempel oder ähnliches, sondern überzeugt durch den tollen Geschmack des gegrillten Gemüses (und das aromatisierte Öl, was beim Marinieren „entsteht“). Außerdem kann man prima eine große Portion Antipasti zubereiten, da es sich einige Tage im Kühlschrank hält, so dass man zB ein schnelles Mittagessen erhält – Nudeln mit Pesto und dazu Antipasti, yummy! Reste des Gemüses werten jedes belegte Brot oder Brötchen auf und eignen sich auch gut zum Mitnehmen.

Ihr seht schon – die Möglichkeiten der Verwendung von Antipasti sind nahezu unendlich…wir essen sie (??) auch gerne zum Raclette – ich glaube wirklich, ALLES schmeckt gleich viel aromatischer und besser, wenn man Antipasti dazu gibt! An Gemüsesorten eignen sich fast alle, die man selber gerne mag und die sich braten oder grillen lassen. Paprika gehören für mich unbedingt dazu und die müssen auch unbedingt gegrillt werden – das Aroma wird hierdurch einfach unvergleichlich. Süßlich, pikant und fein – perfekt! Zucchini und/oder Auberginen passen auch super und können entweder mit den Paprika zusammen gegrillt oder in der Pfanne gebraten werden (Auberginen vorher entwässern und damit auch entbittern), Champignons mag ich am Liebsten scharf angebraten. Auch Zwiebelringe eignen sich hervorragend – schön langsam geschmort, mmmhhhhh….aber wie gesagt, es geht fast alles.

Hier gibt es meine persönliche Lieblings-Antipasti-Zusammenstellung mit einer fein würzigen Marinade aus Kräutern, Olivenöl, Zitronensaft und zur Abrundung etwas Ahornsirup. Die Zubereitung braucht zwar etwas (vor allem das Abpulen der Paprikahaut ist nervig), aber daher sollte man eben auch gleich eine ordentliche menge machen, so dass sich die Arbeit lohnt – und das wird sie :-) .

Antipasti

Antipasti

Zutaten für ca. 4 Personen (je nachdem, was man damit macht…):

  • 3 rote Paprikaschoten
  • 1 große Zucchini
  • 400 g braune Champignons
  • 3 El Olivenöl
  • je 1 Tl Basilikum und Thymian, getrocknet
  • Salz, Pfeffer
  • 30 ml Gemüsebrühe

Für die Marinade:

  • 80 ml Olivenöl
  • Saft 1/2 Zitrone
  • 1- 1 1/2 Tl Salz
  • Pfeffer
  • je 1 Tl Basilikum und Thymian, getrocknet
  • 2 Tl Ahornsirup (alternativ Agavensirup oder Rohrohrzucker)
  • 2 Tl Aceto Balsamico

Zubereitung:

Die Paprikaschoten halbieren und das Kerngehäuse entfernen. Mit der Hautseite nach oben nebeneinander auf ein mit Backpapier (Vorsicht! Kann sich leicht am Grill entzünden – eventuell lieber Alufolie nehmen) ausgelegtes Backblech legen.

Die Zucchini je nach Länge halbieren oder dritteln und in ca. 1cm dicke Scheiben schneiden (sie schrumpfen noch sehr, daher nicht zu dünn schneiden, sonst „lösen“ sich die Zucchini auf…). Die Scheiben nebeneinander zu den Paprikaschoten auf das Blech legen. Salzen, Pfeffern und mit den Kräutern bestreuen. Mit 1 1/2 El Olivenöl beträufeln.

Das Blech möglichst dicht unter den Grill im Backofen schieben und den Grill voll aufheizen. Das Gemüse so lange grillen bis die Paprikahaut Blasen wirft und schwarz (ja, schwarz!) wird. Vom verbrannten Geruch nicht abschrecken lassen, die Haut wird später abgemacht!

Die Paprikahälften direkt aus dem Ofen in eine Schüssel mit Deckel geben, abdecken und ca. 30 Minuten auskühlen lassen. Das Abdecken sorgt dafür, dass sich die Haut besser abpulen lässt.

Mit den Händen und einem (stumpfen) Messer die Paprikaschoten von der Haut befreien. Die fertigen Schoten in schmale Streifen schneiden und zusammen mit den gegrillten Zucchini in eine flache (Auflauf-)Schale geben.

Die Champignons putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln (die Stücke können ruhig groß sein). Das restliche Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Champignons unter gelegentlichem Wenden scharf anbraten bis sie schön gebräunt sind. Salzen, pfeffern und mit der Gemüsebrühe ablöschen. Die Champignons zu dem übrigen Gemüse in die Schale geben.

In einer separaten Schüssel die Zutaten für die Marinade vermengen und gut verquirlen. Kräftig abschmecken und über das Gemüse geben. Alles vorsichtig durchmengen und für mindestens eine Stunde, gerne auch länger oder über Nacht durchziehen lassen. Im Kühlschrank abgedeckt aufbewahren. Vor dem Verzehr Raumtemperatur annehmen lassen, sonst leidet der Geschmack.

Et voilà!

8 Kommentare

  1. Wow sehen die Antipasti toll aus, beim Anblick dieses Fotos läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen und so wie ich deine Rezepte kenne, schmeckt auch dieses Rezept sicher wieder hammergeil (sorry für den Ausdruck, aber der trifft es auf den Punkt)! Da kann die Grillsaison 2013 ja kommen (Grillen und Antipasti gehören für mich einfach zusammen)! Ich hab noch nie Antipasti selbst gemacht und mich schon oft geärgert, dass die immer so teuer sind und dann nicht mal unbedingt mein Geschmack z.B. wenn sie im Öl schwimmen – brrr, da hab ich schon gegessen…
    Dann hab ich auch endlich einen Grund, mal den Grill meines mittlerweile schon zweijährigen Ofens auszuprobieren!

    Viele liebe Grüße und danke für dieses Rezept!

    • Sehr gern! :-)
      Stimmt, GRILLEN hab ich in meiner Aufzählung ja ganz vergessen, tstststs…..dazu passen sie wirklich hervorragend!
      Liebe Grüße*

  2. Hallo Heldin,

    wieder ein tolles Rezept. Antipasti, passt.

    Aber bitte, bitte KEIN! Backpapier verwenden. Es kann durch den Grill sich entzünden. (Ist mir schon fast passiert. Ich hatte es gerade noch rechtzeitig bemerkt.) Besser Alufolie dazu benutzen.

    Wenn man sie nach Gebrauch wieder sauber macht, ist sie mehrfach benutzbar.

    LG

    • Ja, das stimmt – da muss man echt aufpassen! An Alufolie kleben die Paprikaschoten meist nur so blöd fest…aber vielleicht ist das tatsächlich die bessere Alternative. Ich schreib´s gleich mal ins Rezept.

  3. Hi,

    ich liiiiiiebe Antipasti. Ich könnte die jeden Tag essen :o) Ich lasse die Paprikahaut immer dran. Aber mir wurde mal gesagt, dass man die Haut ganz normal mit einem Sparschäler entfernen kann, also ohne vorher im Backofen die Schoten zu grillen.

    Viele Grüße
    Juli

  4. Hi,

    ich hab dieses Rezept in doppelter Menge für unseren Brunch diesen Samstag gemacht, der unter dem Thema Italien stand. Es scheint geschmeckt zu haben, denn es war alles so schnell weg, so dass ich nicht mal probieren konnte. 😉

    LG
    Danielle

  5. Hallo Heldin,
    ich bin heute zufällig auf deine Seite und dieses vielversprechende Rezept gestoßen, das ich auf alle Fälle ausprobieren werde! Gestolpert bin ich über „Raclette“ – gibt’s das auch vegan?
    LG Erika

    • Liebe Erika,
      :-) Ja, klar gibt es Raclette auch vegan! Ich und meine Familie essen es seit vielen Jahren. Es ist sogar auch ganz toll für gemütliche Runden mit Veganern, Vegetariern und Allesessern, da jeder sich sein eigenes Pfännchen und Belag selber zusammenstellen kann, dazu Brot, Dipps uä. und man hat ein perfektes geselliges Essen. Wobei mit Raclette natürlich nicht die schweizer Variante gemeint ist, denn da hat man ja einen halben Laib Käse, der erhitzt und abgeschabt wird und dann über Kartoffeln gegeben wird. Ich meine die Pfännchen-Variante, wobei man Kartoffeln/Nudeln/Pizzateig/Gemüse/Mais/Zwiebeln/Tofu/Saucen usw. in das Pfännchen gibt und dann unterm Grill direkt am Tisch überbackt. Und zum Überbacken kann man entweder veganen Käse nehmen (der Simply V schmilzt zB super) oder aber Hefeschmelz oder eine Mandelmus-sauce o.ä. Ganz nach Geschmack. Das ist wirklich richtig lecker und zufriedenstellend und steht der unveganen Variante in nichts nach.
      Wenn du ein Raclette-Gerät hast, probier das unbedingt mal aus!
      Viele Grüße*

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