Kamut-Focaccia mit getrockneten Tomaten und Thymian

Kamut-Focaccia hört sich abgefahren an, oder?! Finde ich zumindest…bisher hatte ich auch noch nie das Vergnügen, mit Kamut zu backen, dabei liebe ich alte und ungewöhnliche Getreidesorten und Dank eigener Mühle ist auch das Mahlen kein Problem. Bei Kamut handelt es sich um „Khorasan-Weizen“, eine Urform des Hartweizens, wenn ich das richtig verstanden habe…er hat eine sattgelbe Farbe, sehr große Körner und schmeckt leicht nussig, zudem soll er verträglicher sein als Weizen. Gesehen habe ich die Körner schon häufiger, aber bisher waren sie mir schlicht zu teuer. Aber als ich im Bioladen letztens ein Angebot entdeckte, da das Mindesthaltbarkeitsdatum in Kürze auslaufen sollte, habe ich zugeschlagen und bin nun endlich in den Genuss gekommen, Kamut zu probieren.

Unter anderem wurde das Getreide in ebendiesen Focaccias (jahaaa, ich weiß, dass das nicht der korrekte Plural von Focaccia ist, aber das ist mir egal) verbacken, die es zu der leckeren Kürbis-Gemüse-Creme-Suppe gab. Focaccia ist eine Art italienisches Fladenbrot, was vor dem Backen mit Olivenöl beträufelt wird. Es schmeckt ganz pur ebenso lecker wie mit frischen italienischen Kräutern wie Thymian oder Rosmarin oder auch mit Oliven, Knoblauch, getrockneten Tomaten oä. Da ich keine große Oliven-Freundin bin, habe ich mich für getrocknete Tomaten, Thymian und Walnüsse entschieden: eine hervorragende Kombination! Durch die getrockneten Tomaten wird das Ganze fein würzig und leicht fruchtig, überdeckt aber nicht den feinen Kamut-Geschmack. Und auf Walnüsse in Backwaren steh ich einfach – egal, ob süß oder salzig…

Die Focaccia macht nicht viel Arbeit oder Aufwand (man muss lediglich etwas Zeit zum Gehen und für den Vorteig einplanen) und man kann eigentlich nichts falsch machen bzw. sie verzeiht nahezu alles und wird immer lecker! Wer keinen Kamut bekommt oder keine Mühle hat oder das Getreide zu teuer findet, nimmt ganz einfach Dinkel- oder Weizenvollkornmehl, das funktioniert genauso und schmeckt auch ganz wunderbar.

Kamut-Focaccia mit getrockneten Tomaten und Thymian

Kamut-Focaccia mit getrockneten Tomaten und Thymian

Zutaten für 8 kleine oder zwei große Fladen:

  • 100 g Kamutvollkornmehl (alternativ Dinkel- oder Weizenvollkornmehl)
  • 100 ml Wasser
  • 2 g Frischhefe
  • 400 g Kamutvollkornmehl (alternativ Dinkel- oder Weizenvollkornmehl)
  • 50 g Hartweizengrieß
  • 50 g Weizenmehl Typ 405 oder 550
  • 10 g Frischhefe
  • 2 Tl Salz
  • 1 El Rohrohrzucker
  • 2 Tl Thymian, frisch oder getrocknet
  • 250 ml Wasser
  • 50 g getrocknete Tomaten
  • 75 g Walnüsse
  • 2 El Olivenöl
  • zum Bestreuen/Beträufeln: 2 El Olivenöl + 1 1/2 Tl Thymian

Zubereitung:

100 g Kamutvollkornmehl mit 2 g Hefe und 100 ml Wasser verrühren und abgedeckt in einer Schüssel zwei Stunden gehen lassen (bei eher warmer Raumtemperatur).

Die getrockneten Tomaten grob hacken, ebenso wie die Walnüsse und den Thymian. Zusammen mit den restlichen Zutaten (außer dem Olivenöl und Thymian zum Bestreuen) und dem Vorteig in eine große Rührschüssel geben. Alles mit der Küchenmaschine oder den Knethaken des Handmixers 5-10 Minuten auf niedriger Stufe zu einem geschmeidigen und elastischen Teig verkneten, der weder klebrig noch trocken ist (lieber einen Tick zu feucht, da das Vollkornmehl noch etwas quillt).

Den Teig abgedeckt ca. 30-60 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen bis er sich deutlich vergrößert hat.

In 2-8 Portionen teilen (je nachdem, wie viele Fladen man möchte), die einzelnen Teigstücke etwas rund formen und mit der Hand flachdrücken (etwa 1 1/2 cm Dicke). Mit den Fingerkuppen kräftig und gleichmäßig Mulden in den Teig drücken und den Fladen dann auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech platzieren. So den gesamten Teig aufbrauchen.

Die Fladen großzügig mit Olivenöl einpinseln oder beträufeln und den übrigen Thymian darüber streuen. Nochmals ca. 20 Minuten gehen lassen.

Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C Ober- und Unterhitze ca. 15-25 Minuten backen lassen (je nach Größe der Fladen) bis sie goldbraun, aber noch leicht weich sind.

Entweder lauwarm oder ausgekühlt servieren und am Besten ganz frisch genießen.

Et voilà!

5 Kommentare

  1. Hallo Heldin,

    das würde ich jetzt gerne essen – wie lecker das aussieht!

    Ich finde Dich und deine Rezepte klasse!!

    LG

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