Paprika-Walnuss-Paste

Mal wieder ein Brotaufstrich. Oder auch Dip, je nachdem, wie man ihn verwendet…ich mag keine Dips, aber viele mögen sowohl Hummus als auch diese Paprika-Walnuss-Paste sehr gerne, um Gemüsesticks oder anderes zu dippen, ich esse mein Gemüse lieber ohne Dip und die Paste auf Brot. Aber das ist ja – wie immer – Geschmacksache.

Diesen Aufstrich finde ich toll, weil er so eine satte und saftige Farbe hat und geschmacklich sehr fein und ausgewogen ist. Er ist ein bisschen süßlich durch die gerösteten roten Paprikaschoten, nussig durch die Walnüsse, leicht scharf durch Chiliflocken, mediterran angehaucht mit Olivenöl und alles pikant würzig abgeschmeckt, ich find den soooo gut!!

Man kann die Paprikaschoten entweder selber rösten, hierzu die Hälften mit der Haut nach oben auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech direkt unter den Grill im Backofen schieben und grillen bis die Haut richtig schwarz ist, dann die Schoten in einen Frischhaltebeutel geben, hierdurch löst sich die Haut besser, dann die Haut abziehen und die Paprika weiterverwenden. Eine andere Möglichkeit ist es, fertig geröstete  und gehäutete Paprikaschoten aus dem Glas zu nehmen. Ich bevorzuge die letzte Variante, da ich das Selberrösten sehr aufwendig finde, die Küche und die ganze Wohnung stinkt stundenlang verbrannt, der Ofen wird eingesaut und es ist eine Wahnsinns-Friemelei die Haut abzupulen und man schmiert alles voll, außerdem braucht mal sehr viel Energie für wenig Produkt.

Bei den Paprikaschoten aus dem Glas sollte man allerdings darauf achten, dass man welche findet, die erstens eine gute Qualität haben und vor allem, KEINEN Essig in dem Sud, in dem die Schoten eingelegt sind, haben! Sonst schmecken die Paprika und damit auch der Aufstrich sehr sauer, wie Essig-Gurken. Es gibt einige wenige Hersteller, die den Sud aus Gewürzen, Wasser und Öl machen, ohne Essig (Zitronensäure zum Konservieren ist ok, das wirkt sich geschmacklich nicht viel aus).

Außerdem wasche ich die Schoten immer gut unter Wasser ab, um den Sud abzuspülen, und trockne sie dann mit etwas Küchenkrepp ab, damit der Aufstrich nicht verwässert. Aber so spare ich mir viel Arbeit und Aufwand und das Ergebnis ist (bei guten eingelegten Paprikaschoten) hervorragend.

Man kann übrigens statt der Walnüsse auch sehr gut geröstete und gesalzene Cashewnüsse nehmen, das schmeckt auch richtig gut, halt anders. Dann aber daran denken, das Salz zu reduzieren, da die Nüsse schon salzig sind.

Paprika-Walnuss-Paste

Paprika-Walnuss-Paste

Zutaten:

  • 3 geröstete rote Paprikaschoten ohne Haut (frisch oder aus dem Glas)
  • 100 g Walnüsse
  • 1/2 Tl Salz (evtl. mehr, muss man abschmecken)
  • Chiliflocken nach Geschmack
  • 2 El Hefeflocken
  • 3 El Olivenöl
  • 3 El Haferflocken, Kleinblatt (optional)
  • 1 El Vollkornsemmelbrösel

Zubereitung:

Wenn Paprikaschoten aus dem Glas verwendet werden, diese unter Wasser abspülen und trockentupfen. Grob zerkleinern und in eine Schüssel, in der man pürieren kann, geben.

Die Walnüsse grob zerkleinern und mit den übrigen Zutaten zu den Paprika geben. Alles mit dem Pürierstab zu einer homogenen Masse richtig fein cremig pürieren. Abschmecken, ob genügend Salz dran ist, eventuell nachsalzen. Kühlstellen und am Besten ein bis zwei Stunden durchziehen, dann genießen!

Et voilá!

5 Kommentare

  1. Paprika und Nuss ist immer eine gute Kombination, finde ich. Ich mache einen sehr ähnlichen Aufstrich mit Mandeln. Werde nächstes Mal Dein Rezept probieren.

  2. Magst du mal posten, wo man eingelegte Paprika aus dem Glas herkriegt, die ohne Essig sind? Hab geschaut, sind alle mit Branntweinessig bei uns…

    • Sorry, für die verspätete Antwort, habe derzeit leider immer noch nur am Wochenende für einen oder zwei Tage die Möglichkeit, ins Internet zu kommen…

      Also, ich habe jetzt mal auf dem Glas geguckt, welches ich immer nehme und die Zutaten sind wie folgt: Paprika gegrillt, Wasser, Zucker, Sonnenblumenöl, Speisesalz, Säuerungsmittel Citronensäure, Selleriekraut, Säuerungsmittel Natriumacetat, natürliches Aroma. Die sind von der Marke „Orto Mio“ und die gibt´s bei Penny.
      Wenn Du jetzt aber keinen Penny in der Nähe hast, würde ich halt schauen, welche mit möglichst wenig Essig zu nehmen (also als Zutat weit hinten auf den Zutatenliste) und die dann gründlich mit klarem Wasser abspülen und so gut wie möglich trocken tupfen, dann geht das auch. Wenn Du eine große Portion machst (also das doppelte Rezept), lohnt sich auch das Selber-Rösten und Pulen.
      Probier´s einfach mal aus, vielleicht magst Du´s ja sogar lieber, wenn der Aufstrich leicht säuerlich ist, mein Geschmack isses halt nicht so, aber ich glaube, viele mögen das sogar gerne.

      Viele Grüße!

  3. Ich würde gerne dieses Jahr zu Weihnachten selbstgerechtes verschenken und dachte an diesen Dip/Aufstrich. Kannst du mir sagen wie lange sich der Aufstrich ca. im verschlossenen Weckglas hält?
    Danke LG Monja

    • Liebe Monja,
      dazu kann ich dir leider keine gesicherten Angaben machen.
      Im Kühlschrank hält er sich ca. eine Woche, daher würde ich ihn am Tag, bevor du ihn verschenkst (oder auch erst am Tag selber, wenn das zeitlich passt) zubereiten, abfüllen, kühl stellen und dann eben mitteilen, dass er in den nächsten Tagen verzehrt werden sollte.
      Alternativ könntest Du versuchen, ihn einzuwecken (30 Minuten müssten reichen, je nach Glasgröße), aber das habe ich noch nicht versucht, weiß also nicht, ob und wie sich der Geschmack dabei verändert.
      Viele Grüße*

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.