Linsen-Tofu-Bratlinge

Es war mal wieder Bratlings-Zeit :-) Ich hatte so kleine Mini-Fladenbrote zum Aufbacken gekauft und damit wollten wir so richtig fette dekadente Burger machen. Dazu musste dann natürlich auch eine neue Bratlingskreation her. Da ich schon länger mal wieder Linsenbratlinge machen wollte, mir die aber bisher immer auseinander gefallen sind, habe ich mir diese Rezept ausgedacht. Eine Kombination aus braunen Linsen (ich hatte welche aus der Dose, kann man aber auch selber kochen) und Tofu, dazu noch Möhre und Zwiebel, um der Gemüsepflicht genüge zu tun, fertig. Damit aber die kleinen Linsen nicht immer abfallen von dem Rest, habe ich einfach alles komplett zusammen püriert (auch das Gemüse). Das hat wunderbar geklappt und die Bratlinge hielten super zusammen und hatten auch eine ansehnliche Farbe.

Geschmacklich muss ich aber sagen, dass sie mich nicht umgehauen haben, sie schmeckten mir zu sehr nach Linsen (was ein Wunder, dass Linsenbratlinge nach Linse schmecken…) und zu matschig und mehlig. Das ist nicht so meins. Ich liebe Linsen als Eintopf und Suppe oder auch in einer Tomatensoße, aber als Bratling anscheinend nicht so. Die Bratlinge waren nicht schlecht, aber für mich eben nicht so yummi und nicht zum so-weg-essen-und-reinlegen, aber das ist seeeehr subjektiv. Sie waren innen auch sehr saftig und weich, ich hab´s aber lieber kernig. Das nächste Mal gibt es wieder richtig schöne Getreidebratlinge oder Tofu-Gemüsebratlinge. Wer allerdings Linsenbratlinge an sich gerne mag, dem empfehle ich dieses Rezept auf jeden Fall, da es meiner Meinung nach gelingsicher und würzig ist und nicht auseinander fällt.

Linsen-Tofu-Bratlinge

Linsen-Tofu-Bratlinge

Zutaten für ca. 15 Bratlinge:

  • 250 g braune Linsen, gekocht (eine kleine Dose oder eine halbe große)
  • 200 g Tofu, natur
  • 1 Zwiebel
  • 1 große Möhre
  • 2 El Speisestärke
  • 5 El Haferflocken (alternativ Hirseflocken)
  • 1 El Sojasauce
  • 1 El Tomatenmark
  • 1 Tl Senf, mittelscharf
  • je 1 Tl Salz und Gemüsebrühpulver
  • 2 El Hefeflocken
  • Majoran, Pfeffer, Paprikapulver
  • Öl zum Braten (zB Rapsöl)

Zubereitung:

Die Linsen abtropfen lassen, zusammen mit dem grob zerstückelten Tofu in eine Schüssel geben. Die Zwiebel schälen, grob hacken und auch dazugeben, die Möhre schälen und mit dem Sparschäler in dünne Scheiben hobeln (Größe und so ist egal, sie sollen nur leichter zu pürieren und daher nicht zu dick sein) und auch in die Schüssel geben.

Alles mit dem Pürierstab zu einer homogenen Masse fein pürieren. Die Gewürze zufügen, ebenso die Speisestärke und die Haferflocken. Alles gut vermengen (am Besten mit den Händen…) und ca. 10 Minuten zum Quellen stehen lassen.

Die Bratlingsmasse nochmals kräftig abschmecken und dann mit angefeuchteten Händen Bratlinge formen. Diese im heißen Öl in einer beschichteten Pfanne langsam von beiden Seiten knusprig braun braten (von jeder Seite ca. 3-4 Minuten, nicht zu heiß braten!), danach kurz auf Küchenkrepp legen, um das überschüssige Fett zu entfernen. Genießen!

Et voilá!

6 Kommentare

  1. Sollte Dich nochmal das Verlangen das Linsenbratlingen überkommen, versuch es mal mit roten Linsen, nicht gekocht, sondern nur 1-2 Stunden eingeweicht und im Anschluss püriert. Die schmecken nicht so stark durch. :)

  2. Probier die Linsen Bratlingen mal so wie man Faschierte Laibchen macht mit den selben Zutaten also Zwiebel, eingeweichte und ausgedrückte Brötchen, Majoran, Knoblauch u.s.w. aber eben statt des faschierten Fleisches die Masse von den ausgedrückten Linsen nehmen. Bei mir kommt auch kein Paprikapulver und kein Sojasauce, kein Tomatenmark, kein Senf, statt Speisestärke eben die ausgedrückten Brötchen.
    Noch besser schmecken sie falls man Zeit hat wenn die getrockneten also rohen Linsen in Gemüsesuppe vorgekocht werden. Ich mach sie schon jahrelang so und die schmecken immer wieder gut.
    Oder probier dein Rezept oben eben nochmals mit mit feingerieben Räuchertofu statt den normalen,
    LG Karin

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