Schnelle Hafer-Bratlinge

Ab und zu habe ich einfach Lust, auf Bratlinge, Kartoffeln und Gemüse (gerade wenn´s so kalt ist wie gerade…). Und nicht immer habe ich Lust und Zeit, aufwendig Bratlinge zu machen mit Getreide kochen und viel Gemüse raspeln usw und Fertig-Mix habe ich auch selten da. Dann bieten sich diese Haferflocken-Bratlinge an, die gehen super schnell und brauchen wenige Zutaten, die ich immer zu hause habe und schmecken mir sehr gut. Sie haben leider keinen großen Nährwert im Hinblick auf gesunde Sachen, da einfach nix außer Haferflocken drin ist, aber erstens ist Hafer an sich doch recht gesund und zweitens ist das manchmal auch nebensächlich:-) Und wer mag, raspelt noch ´ne Möhre rein oder so…

schnelle Haferflocken-Bratlinge

schnelle Haferflocken-Bratlinge

Zutaten für 10-12 Bratlinge:

  • 150 g Haferflocken, Kleinblatt
  • knapp 250 ml Gemüsebrühe
  • 1 kl. Zwiebel
  • 1 El Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 1 El Hefeflocken
  • 2 Tl Paprikapulver
  • 2 Tl Senf, mittelscharf
  • 2 El Petersilie, gehackt
  • Rapsöl oder Sonnenblumenöl zum Braten

Zubereitung:

Die Zwiebel fein hacken. Olivenöl in einem Topf erhitzen, die Zwiebel ein paar Minuten darin glasig dünsten. Die Haferflocken zufügen und alles mit der Gemüsebrühe ablöschen. Einmal aufkochen, dann den Herd ausschalten. Man muss dabei permanent rühren, damit der „Haferbrei“ nicht anbrennt und anbackt. Den Topf vom Herd nehmen und kurz ausquellen lassen. Mit den übrigen Gewürzen schön pikant abschmecken. Die Masse soweit abkühlen lassen, dass man sie anfassen kann.

Mit feuchten Händen aus der Masse 10-12 Bratlinge formen und diese in einer beschichteten Pfanne im heißen Öl schön knusprig braun braten. Kurz auf Küchenkrepp „abtropfen“ lassen, so dass überschüssiges Fett entfernt wird, und genießen! Mir schmecken die Bratlinge auch sehr gut kalt, pur oder auf´s Brot:-)

Et voilá!

34 Kommentare

  1. Ich habe diese zum dritten Mal diese Woche gemacht (jedesmal mit anderen Gewürzen) und jedes mal schmecken sie total lecker! Danke :)

  2. Statt Senf hab ich Ketchup benutzt und dann Pfeffer, Knoblauch und Kumin dazu gemacht. Ich habe sie auch einmal mit Lauchzwiebeln, Sojasauce, und „Hacksoja-Stuecke“ (sozusagen) gemacht. Und dann haben wir das auf Brot, mit Tomaten, Avocado, und Salat gegessen. Wunderbar :)

  3. Hallo, eine Frage, bei Bratlingen wird ja im allgemeinen mit Brühe aufgegossen, schmecken die dann im nachhinein sehr nach Brühe? D ich die mit Instantbrühe machen möchte ich diese aber garnicht mag

    • Du musst keine Gemüsebrühe nehmen, wenn Du die nicht magst. Ich finde, dass Gemüsebrühpulver (bio und ohne Glutamat o.ä.) den Bratlingen eine tolle Würze gibt, ohne aufdringlich durch zu schmecken. Aber Du kannst anstelle von dem Instantpulver einfach Salz oder Kräutersalz nehmen, evtl. einen Schuss Sojasauce oder wenn Du magst Hefeextrakt. Dazu frische Kräuter und vielleicht Paprikapulver, ganz nach Geschmack. Nimm einfach das, was Du magst und da hast.
      Guten Appetit!

  4. Danke für die schnelle Antwort, ansonsten werde ich die Bio-Brühe mal testen, diese instant Brühe aus einem 0815 Supermarkt schmeckt immer sehr künstlich und penetrant, oder zur Not werde ich mir Suppenwürze selber machen, bin schon sehr gespannt wie sie schmecken, esse nun seit fast einer Woche vegan, tut mir sehr gut, und hoffe dass das gute Alternativen sind zu Fleischbratlingen.

    • Die Bio-Brühe ohne Glutamat (ich kaufe meine immer im dm von Alnatura) schmeckt ganz anders als konventionelle, ich merk das immer, wenn ich in anderen Haushalten koche und die eben nur Maggi oder so haben, das schmeckt wirklich künstlich…es gibt sogar Gemüsebrühpulver ohne Hefeextrakt, was auch geschmacksverstärkend ist, also falls Du wirklich nur Gemüse und Salz magst, kaufe hefefreie Brühe. Selber gemacht habe ich noch keine, ist aber auch nicht schwer, zur Not mach das mit Gemüse, das Du magst und Deiner eigenen Würzung.
      Wenn Du früher gerne Frikadellen o.ä. gegessen hast, empfehle ich tatsächlich diese Haferflockenbratlinge oder Hirsebratlinge. Aber auch Gemüsebrätlinge oder Grünkernbratlinge sind soooo lecker. Erwarte nicht zu viel – die schmecken nicht exakt wie Fleisch, sondern sind für sich einfach wahnsinnig lecker und zeigen Dir ganz neue Geschmacksrichtungen (zumindest war das bei mir so…). Ich habe früher Frikadellen geliebt und heute liebe ich Gemüse- und Getreidebratlinge (Bratlinge aus Hülsenfrüchten mag ich zB gar nicht) und esse die wie früher eben Frikadellen.
      Falls Du Seitan magst, kannst Du auch damit rumexperimentieren und zB fertigen Seitan durch den Fleischwolf drehen, kräftig würzen, Zwiebel dazu und zum Binden zB Paniermehl oder Haferflocken oder Speisestärke mit ein wenig Wasser angerührt.
      Vieles ist wirklich ausprobieren, aber mit der Zeit wirst Du Sachen finden, die Dich geschmacklich ebenso befriedigen wie früher unvegane Sachen und das Tolle ist, dass man dann noch mit gutem Gewissen in den Spiegel gucken kann :-)

  5. Ach habe noch eine Frage, geben Hefeflocken/extrakt einen bestimmten Geschmack, wozu benutz man es wenn man vegan isst?

    • Hefeflocken enthalten zig B-Vitamine (B1, B2, B6) und noch Mineralstoffe, sind also sehr gesund, am Besten sollte man sie unerhitzt essen, also zB über Nudelsauce streuen. Ich nutze sie aber auch zum Kochen, da geben sie einen würzigen Geschmack und im Hefeschmelz zB sorgen sie für den käsigen Geschmack beim Überbacken. Ich liiieeebe Hefeflocken und Hefeschmelz :-) , aber man muss sich dran gewöhnen, gerade wenn DU erst kurz vegan lebst. Daher anfangs eher ein bisschen immer mal wieder und einfach rumtesten, welche Sorte Du magst (auf keinen Fall Bierhefe, die ist nicht zum Kochen geeignet und schmeckt fürchterlich!!)
      Hefeextrakt ist eine Paste (in England und den USA unter „Marmite“ bekannt), schmeckt pur grauslig (finde ich, es gibt Leute, die das Zeug pur löffeln, da spaltet sich die Nation…), aber man kann es hervorragend als Ersatz oder als Ergänzung zu Gemüsebrühpulver zum Würzen nehmen. Das Hefeextrakt gibt veganen Gerichten einen leicht „fleischigen“ Geschmack, ist also super für deftige Gerichte, Eintöpfe und alles mit Sojaschnetzeln oder Seitan.
      Du brauchst es aber nicht zwingend, es ist recht teuer und ich würde erstmal andere Sachen ausprobieren und wenn Du Dich dann ins vegan-Kochen ein bisschen reingefunden hast, probierst Du mal Hefeextrakt aus. Nicht zu viel neues auf einmal :-) .

  6. Hallo und Danke für die ausführliche Antwort.
    Es war weniger der Fleischgeschmack, den ich so gern mochte sondern ehr dieses krosse Gebratene und die Würze, die ich sehr an zB Fleischbratlingen mochte. Ich bin ein richtiger Reishasser, hatte aber nix im Haus und keine Lust noch in die Stadt zu fahren, also habe ich Reis gekocht, mit Gewürzen, Senf, Paprika, Gewürzgürken und Zwiebel gemischt und schön kross gebraten…ich bin echt begeistert, ich mag wirklich garkeinen Reis aber die provisorischen „Reisbratlinge“ haben mir wirklich sehr gut geschmeckt, werde auf jedenfall nächste Woche Grünkern und Haferflockenbratlinge ausprobieren :)

  7. Hallo Mara,
    die Hefeflocken gibt es im Reformhaus und sie kosten zwar 3 Euro nochwas, aber die halten auch echt lange, da man für eine doppelte Portion Hefeschmelz (ca. für 4 Pizzen), nuur 2 EL braucht. Gute einfache vegane Rezepte umsonst hier:
    http://tierrechtskochbuch.de/rezepte_alpha.html,
    AN Heldin:
    Danke für das genau Rezept, ich liebe diese Bratlinge, als ich neu Veganer war (vor ca. 4 Jahren) habe ich die mal an einem Tierrechtsstand gegessen und den Leuten vor die Füße gespuckt, weil ich dachte es wäre Fleisch, es hat zwar super geschmeckt, aber sehr authentisch wie Hamburger …..Sie lachten und klärten mich auf. Ich habe die dann oft gemacht, aber jetzt wollte ich ein genaues Rezept und konnte nirgends eins finden (es gibt im Internet zwar on mass Bratlinge, aber auch mit zig anderen Zutaten noch drin) Also vielen!!! :) Lieben Dank an Dich.
    ONE LOVE

    • :-) Das ist ja ´ne super Geschichte, cool, dass die Dir so schmecken – ich finde diese Bratlinge auch soooo lecker (und man braucht so wenige Zutaten und so, voll gut…).

  8. Tolles Rezept.. schmeckt echt suuuper lecker. kann man gut eine Joghurtsoße zu machen.. mit etwas senf und kräutern..

    Danke dir!

  9. Hallo!
    Das ist wirklich ein ganz tolles Rezept, das ich schon seit Jahren immer wieder koche. Die Bratlinge schmecken auch Kindern gut, ebenso wie Nicht-Veggies.
    Um die Bratlinge etwas aufzupeppen raspel ich immer alles mögliche an Gemüse mit in den Teig (Karotten, Zucchini, Kohlrabi etc). Und zusätzlich kommt noch etwas Tomatenmark mit in den Teig.
    Sollte jeder mal ausprobiert haben!

    • Danke sehr :-)
      Die Idee mit dem kleingeraspelten Gemüse ist super, muss ich das nächste Mal unbedingt mal ausprobieren!

  10. Lecker…aber bei.mir sind die bratlinge ziemlich auseinanderefallen, hab ich vllt zu weng waser benutzt? An der würze habe ich nichts vetandert,nur etwas tomatenmark dezugegeben.

    • Das weiß ich leider nicht 😉 Vielleicht zu viel oder auch zu wenig Wasser oder zu kurz geköchelt oder zu kurz quellen lassen?! Gibt viele Möglichkeiten…Einfach nochmal versuchen und beim nächsten Mal irgendwas anders machen (zB Tomatenmark weglassen o.ä.).

  11. Pingback: waskannstdudenndannnochessen

  12. Zu Gemüsebrühe: Es gab diesen Aufschrei wegen hefehaltiger Gemüsebrühe und Glutamat…aber: der natürliche Gehalt an Glutaminsäure in Hefe bindet nur ebenso an die Umami-Geschmacksrezeptoren, sodass der Geschmack intensiviert wird und ist deshalb also keineswegs schädlich.

    Die hefefreie Gemüsebrühe enthält stattdessen nicht gerade wenig Zucker, um den Geschmack zu verstärken, dass ist ja wohl kein sinnvoller, geschweige denn gesünderer, Ersatz -.-

  13. Hallo, gerade teste ich erfolgreich die Bratlinge. Ich kam heute auf die Seite, als ich nach einer schnellen, einfachen Art von Bratlingen suchte. Mit den Gewürzen habe ich auch etwas rum experimentiert und zu den Zwiebel auch noch eine Koblauchzehe und einen dicken, klein geschnittenen Champignon hinzugefügt. Zur Masse kam auch Tomatenmark, Chillipulver und eine Prise Kreuzkümmel.

    Zum Thema Nährwerte: Ein ganz besonderes Extra habe ich in Form von 2 Esslöffle Traubenkernmehl hinzugefügt. Dieses Mehl hat einen enorm hohen Wert an Antioxidantien und ist zu dem Hitzestabil.

    Mehr infos dazu in einem interessanten Beitrag auf der Seite: http://rohelust.blogspot.de/2013/07/wie-konnte-traubenkernmehl-nur-mir-und.html

    Übrigens: Die Bratlinge sind gerade fertig, schmecken klasse und lassen sich äußerlich von Frikadellen nicht unterscheiden 😉

  14. Pingback: Hafer Gemüsebratlinge | cibi innocentes

  15. gehackte walnüsse untermischen! Dazu ruccola und eine preiselbeersoße. Die besten burger meines lebens!

  16. Pingback: Anonymous

  17. Booooaaa waren die lecker!!! :p
    ab in ein burgerbrötchen, mit Salat, Tomaten, Zwiebel, Gurcke, Souce (Ketchup, Senf, Honig) und los gehts! mhhhhhh
    Danke für das tolle Rezept….

  18. Vielen Dank für das Rezept. Ich habe mir die Bratlinge gerade zum Abendessen gemacht. Und was soll ich sagen: Gatte und Sohn haben begeistert mitgegessen. Dem Sohn habe ich sie als nicht näher definierte „Plätzchen“ verkauft. Und verschwiegen, dass es sich um Haferflockenbratlinge handelt, in die ich auch noch eine Karotte geraspelt habe. Die Bratlinge wird es bei uns jetzt öfters geben.

    • Hihi, „Plätzchen“ ist eine tolle Idee 😀
      Freut mich riesig, dass sie euch so gut geschmeckt haben – hier sind sie auch heiß begehrt und selbst die doppelte Menge hält nicht lange vor…
      Viele Grüße*

  19. Die Bratlinge schmecken unglaublich lecker und sind wirklich super einfach! :) werden sicher bald mal wieder gemacht 😉

  20. Einfach nur lecker! Schnell zubereitet, da ja die Basics eigentlich immer im Haus sind! Danke für dieses Rezept

  21. So lange schon im Netz und noch immer so gut!
    Hab sie heute gemacht und auch meiner Mutti (96) :-) haben sie gut geschmeckt!
    … und so ganz nebenbei – ich veganisier fast alle alten Familiengerichte – was mir so ein bissl abgeht sind Fleischlaibchen (Frikadellen, Pflanzaln) – ich hab eigentlich nichts gefunden was geschmackmäßig, aber vor allem konsistenzmäßig irgendwie gepassst hätte! … und siehe da, Haferflocken! Also nächstes Mal werde ich dein Rezept einfach mit meinem alten Fleischlaibchengewürzen versuchen und mich darauf freuen! Vielen Dank für das gute Rezept! Ganz liebe Grüße aus Österreich

    • Liebe Brigitte,
      Ja, ne?! Ich bin auch ganz fasziniert von der Konsistenz dieser Haferflocken-Bratlinge und esse sie sooooo gerne 😀 Mein Sohn liebt sie auch.
      Was machst Du denn so noch an speziellen Fleischlaibchen-Gewürzen dran? Vielleicht kannst Du mir da noch einen Geheimtipp geben :-)
      viele Grüße*

  22. die Begeisterung scheint für dieses Rezept ja wirklich groß zu sein, das muss ausprobiert werden :)
    Das Frikadellengewürz von Brigitte würde mich auch interessieren, das von meiner Mutter mit Instant-Zwiebelsuppe mag ich wirklich nicht weiter fortführen…

    Das erwähnte veganisieren von alten Familiengerichten klappt auch bei mir überraschend gut. Gerade Eintöpfe aus der Kindheit gelingen mit etwas Liquid Smoke (oft wurde geräucherter Speck oder Kasseler mitgekocht) und Hefeextrakt für den Umami-Geschmack wunderbar. Meiner Mutter muss ich regelmäßig versichern, wenn ich ihr etwas mitbringe, dass wir doch noch vegan kochen und es auch ohne Fleisch (zum großen Teil) genau so schmecken kann, wenn man ein paar Tricks beherrscht :)

    Liebe Grüße!

  23. Wirklich tolles Rezept und sehr einfach nachzumachen. Ich habe noch geraspelte Möhren untergemengt. Gibt es nun öfter.

  24. Hallo heldin, die bist du wahrhaftig für mich, denn von dir stammt dieses Rezept meines neuen absoluten Lieblingsbratlings!
    Sehr gut auch mit feingehackter Zucchini und roter Bete.
    Ein neues Burgerzeitalter bricht an.

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