Saftige Schokoladen-Bananen-Brownies

Bei Bananen bin ich ganz schrecklich pingelig – ich mag sie sehr gerne, aber nur, wenn sie den perfekten Reifegrad zwischen grün und gerade eben reif haben! Dann finde ich sie köstlich. Aber sobald dieser Reifegrad überschritten ist, mag ich Bananen nicht mehr…die meisten Menschen würden sie erst dann essen, aber ich mag diesen reifen Bananengeschmack einfach nicht. Daher kann man mich auch jagen mit Bananenjoghurt, -shake, -smoothie etc.

In der letzten Zeit hatte ich irgendwie Pech mit den Bananen – wahrscheinlich wurden sie falsch/schlecht transportiert – , denn obwohl ich sie grün gekauft habe, waren sie bereits am nächsten Tag überreif, bäh! Ok, das ist bei uns insofern nicht so schlimm, weil nur ich eine Bananen-Pienznase bin, der Liebste aber Bananen mit normalem Reifegrad bevorzugt, daher ist er sie dann. Aber die letzte Fuhre wurde so dermaßen schnell überreif, dass selbst er sie nicht mehr im Müsli essen wollte! Also habe ich das einzig sinnvolle gemacht: ich habe sie noch ein paar Tage länger liegen lassen bis sie richtig schön eklig braun waren und die ganze Küche nach überreifen Bananen gerochen hat (yummy…) und dann habe ich daraus richtig schön saftig-schokoladige Brownies gebacken. Gute Idee :-)

Merke: gibt dir das Leben überreife doofe Bananen, mach Brownies draus! Die Dinger sind wirklich lecker und eine perfekte Resteverwertung, denn neben den Bananen hat auch noch ein bereits abgelaufener Schoko-Sojapudding seinen Weg in den Teig gefunden (der kann aber durch Sojajoghurt ersetzt werden). Man kann auch prima noch Schokoladenreste und allerlei Nüsse mit verarbeiten, ganz nach Lust und Laune und Geschmack. Ich wollte die Brownies aber einfach pur und habe daher nur Schokoraspel in den Teig gegeben. Herausgekommen sind wunderbar saftige Brownies mit einer perfekten Konsistenz (schön „chewy“) und intensivem Schokoladengeschmack gepaart mit Bananen. Erinnert ein bisschen an Schokobananen. So mag dann selbst ich die braunen überreifen Dinger…

Saftige Schokoladen-Bananen-Brownies

Saftige Schokoladen-Bananen-Brownies

Zutaten für eine Form 24×20 cm (ca. 16 Brownies):

  • 250 g Weizenmehl Typ 550
  • 100 g Rohrohrzucker
  • 50 g Zucker, weiß
  • 40 g Kakaopulver, ungesüßt
  • 1 geh. El Maisstärke
  • 1/2 Tl Vanille, gemahlen
  • Prise Salz
  • 1/2 Tl Natron
  • 1 Tl Backpulver
  • 75 g Schokoraspel, zartbitter
  • 2 sehr reife Bananen (bei mir ca. 300 g)
  • 125 g Schokoladenpudding (alternativ Sojajoghurt vanille oder natur plus etwas Karamellsirup o.ä.)
  • 120 ml neutrales Öl
  • 100-150 ml Pflanzenmilch (je nach Feuchtigkeit der Bananen)

Zubereitung:

Die trockenen Zutaten in einer großen Schüssel gut vermischen. Die Bananen mit einer Gabel zerdrücken – es dürfen ruhig noch Stückchen bleiben.

Die zerdrückten Bananen zusammen mit dem Öl und der Pflanzenmilch zu den trockenen Zutaten geben und alles mit einem Löffel richtig gut durchrühren bis sich alles zu einem mehr oder minder glatten Teig verbunden hat. Falls der Teig zu fest ist, einfach noch etwas Pflanzenmilch zugeben.

Eine rechteckige Form entweder gut einfetten oder mit Backpapier auskleiden. Dann den Teig hineingeben und glatt streichen. Im vorgeheizten Backofen bei knapp 200 °C Ober- und Unterhitze etwa 35-45 Minuten backen bis die Brownies schön aufgegangen sind und die Oberfläche zwar fest ist, aber auf Druck leicht nachgibt. Am Besten die Stäbchenprobe machen, denn zu lange sollten die Brownies auch nicht backen, sonst werden sie trocken.

Herausnehmen, abkühlen lassen, dann in Stücke schneiden und genießen.

Et voilà!

28 Kommentare

  1. Das sieht mal wieder so perfekt aus! Bananen-Brownies… gibt wohl kaum eine bessere Kombi!
    Die muss ich unbedingt nächste Woche machen… da kann ich auch direkt den ekligen Vanille-„Pudding“ verwerten 😉
    Und du bist nicht allein mit der Bananen-Pingeligkeit 😀 ich mag sie auch nur, wenn sie gerade gelb sind, aber noch fest. Weich mag ich sie selten und dann werden sie zu Muffins, Cupcakes, Kuchen oder mein Freund kriegt sie *g*

    Und die sehen wirklich so richtig „chewy“ aus – so sollten Brownies aussehen… denen sieht man schon an, dass sie geil schmecken!

    • Danke sehr euch allen :-)
      @Simone: klar darfst Du fragen! Der weiße Zucker ist einfach klassisch süß und „spitzer“ und der Rohrohrzucker hat eine leicht karamellige Note, außerdem ist er feuchter und sorgt für diese „chewy“ Konsistenz. Ich verwende oft nur Rohrohrzucker, weil ich den Geschmack einfach so mag (es gibt auch Theorien, dass der noch ein paar Nährstoffe haben soll, aber das bezweifle ich irgendwie…ist halt Zucker), aber gerade bei Brownies mag ich irgendwie die Kombi aus beidem. Zur Not kannst Du natürlich auch bloß eine Sorte nehmen – ich finde durch beide wird der Geschmack aber etwas „runder“.
      Viele Grüße*

  2. Davon hätte ich jetzt gerne ein Stück zum Tee :-) Ich esse auch gerne Bananen, am liebsten spontan, aber man bekommt fast überall nur noch grüne zu kaufen.

  3. Herzlichen dank für deine Antwort. mal schauen, wie ich es dann mache. Danke auch für die stete Inspiration! Ich bin gar keine veganerin, aber die Rezepte kommen mir trotzdem sehr entgegen, will ich doch tierische Produkte reduzieren beim kochen und backen. Merci!

  4. Ich liebe einfach deine kleinen Geschichtchen, die du immer vor die Rezepte stellst. Das macht dich, deine Rezepte und allgemein deinen blog so lesenswert, sympathisch & einfach „echt“. Ich habe schon sooooo viel von hier nachgebacken /gekocht & habe mich in jedes einzelne Rezept verliebt. Du bist einfach ein Genie & ich sehr froh, dass du deine wunderbaren Kreationen hier mit mir (und allen anderen) teilst!
    Vielen Dank

  5. Hallo liebe Heldin,

    dein Rezept kommt genau zur richtigen Zeit, ich besuche nächste Woche nämlich eine Freundin, zu der ich jedoch 3 Stunden mit dem Zug fahre und auch zweimal umsteigen muss, d.h. Kuchen -und Torte sowieso- ist als Mitbringsel etwas schwierig, da hab ich einfach Angt, dass er die Fahrt nicht heil überlebt – daher sind Brownies dafür perfekt!!!!!!! Backen, schneiden, in eine Frischhaltedose packen und die Reise kann losgehen :-) Und dann auch noch mit Bananen, wie geil ist das denn (Schoko sowieso)! Bei mir liegen hier nämlich auch noch drei Bananen, die gestern beim Kauf noch super grün waren (ja, auch ich mag keine reifen Bananen… Ich bin überrascht, dass ich da nicht die Einzige bin) und heut sind sie schon ziemlich gelb, sodass sie am Sonntag Abend ideal für dein Rezept sein werden. Und das Beste daran: da es ein Rezept von dir ist, wird das Ergebnis in jedem Fall lecker-schmecker, denn deine Rezepte sind IMMER lecker-schmecker und das auch für vegan-kritische Omnis (zu denen die Freundin gehört). Meinst du, ich kann einfach ein paar Kokosraspel in den Teig geben oder muss ich dann das Mehl reduzieren? Ich muss nämlich gestehen, dass ich noch nie Brownies gebacken habe (irgendwie habe ich immer nur Rezepte mit unendlich vielen Nüssen, Erdnussbutter o.ä. gesehen und da steh ich absolut nicht drauf) und daher nicht genau weiß, welche Konsistenz der Teig haben sollte.

    Liebe Grüße
    Flotte Lotte

    • Liebe Flotte Lotte,
      das passt dann ja wirklich perfekt :-) Freut mich!
      Ich denke, Du kannst problemlos ein paar Kokosraspel zufügen – ich denke, bis ca. 50 g sollte das gehen, ohne dass Du groß was abändern musst. Eventuell einen Schuss mehr Pflanzenmilch zugeben, aber der Rest dürfte passen. Die Teigkonsistenz ist eigentlich ähnlich wie bei normalem Kuchenteig, nicht zuuuu fest, da die Zutaten relativ schwer sind. Aber das Tolle an Brownies ist, dass sie ruhig ein bisschen kletschig sein dürfen, denn genau das macht sie ja aus – im Gegensatz zu fluffigem Kuchen (daher zB auch nicht so viel Backpulver…).
      Viele Grüße und guten Appetit euch beiden beim Vernaschen :-)

  6. Nee, du nicht falsch transportiert, sondern erst künstlich hochgezüchtet, extrem unreif geernet und dann extrem stark meist mit Ethen begast um eine künstliche Reife einzuleiten, aber wer drauf steht…

    Vegan bedeutet ja nicht automatisch natürlich, vollwertig oder ausgewogen….

    Jedem das seine und ein paar tolle Rezepte hast du ja hier.Ich liebe Schokoladenkuchen.

    • @Melissa: Ja, da magst Du Recht haben, aber ich glaube schon, dass der Transport eine immense Rolle spielt (unreif ernten müssen sie die Bananen ja, daran lässt sich nix ändern) und da oft was falsch gemacht wird. Vor allem, weil ich manchmal Bananen habe, die ganz prima sind und dann aus demselben Laden dieselbe Sorte und die sind unreif bereits überreif…außerdem kaufe ich meine Bananen ausschließlich bio und fair, da glaube ich, dass die Behandlung zumindest auf ein Minimum reduziert ist – Chiquita oder Dole Bananen zB kommen hier schon gar nicht erst ins Haus 😉

  7. Diese Brownies sind einfach ein Hit – habe sie mit Vanillepudding und Kokosraspeln im Teig gebacken. Danke, danke für das Rezept! Liebe Grüße

    • Hihi, gut zu wissen, dass das auch mit Vanillepudding klappt – noch besser wegen der Resteverwertung :-)
      Freut mich sehr, dass sie Dir geschmeckt haben!
      Viele Grüße*

  8. Hallo Heldin,

    die Brownies waren super-lecker!!!!!!! Hab das Ganze nun mit Cappucchino-Sojadrink (den ich pur echt eklig finde), Cappuccchino-Pudding und etwas Espressopulver gemacht, da meine beste Freundin Kaffee-süchtig ist. Sie und ihre WG-Mitbewohnerinnen waren begeistert.

    Schönes Wochenende!

    Flotte Lotte

    PS:Morgen gibt’s bei mir mal wieder einen Gemüsestrudel, den ich mit deinem Strudelteig-Rezept zubereite, der Teig wird jedes Mal unglaublich toll, der ist so geschmeidig, kann sehr dünn ausgerollt werden und reißt trotzdem nicht – selbst meine unvegane Mutter macht ihren Strudelteig mittlerweile so. Für den Teig würde ich dir einen Koch-Oscar verlehen, wenn es diesen gäbe :-)

    • Huch, jetzt bin ich aber knallerot! :-) Danke sehr!
      Freut mich riesig, dass euch die Brownies geschmeckt haben – das mit dem Cappucchino/Espresso-Gedöns ist eine tolle Idee! Das muss ich mir unbedingt merken, denn ich habe auch so einen Kaffeeliebhaber hier neben mir sitzen…mmmhhh, da bekomme ich doch gleich Appetit!
      Viele Grüße*

  9. Huhu,

    wir haben auch rote Backen bekommen. Bei diesem Dauerregen, braucht’s mal Essen für die Seele.
    Unser Sohn ist Milch- und Eiallergiker und da kamen die Brownies wie gerufen. Zusammen mit einer leckeren Vanillesojasahne und heißem Kakao hat die ganze Familie aufs Wetter gepfiffen und vor Wonne rote Wangen bekommen. Auch unsere 2-Jährige hat gemümmelt, als ob’s kein Morgen gibt.
    Danke fürs leckere Rezept!
    Bettina

  10. Hallo !
    Die Brownies sind der Oberhammer !!! Ob beim Kita Fest , beim Kindergeburtstag oder einfach so am Wochenende ……sie sind heiß begehrt ♥
    Je nach Lust und Laune kommt ein Schokoguss obendrauf , den mach ich aus kuvertuere mit Kokosöl , bleibt dann weich und passt super dazu.
    Hab inzwischen schon mehrere Backaufträge bekommen :)
    Dankeschön für die vielen tollen Rezepte !!

    LG Steffi

  11. Habe diese leckeren Brownies inzwischen nochmals gebacken und zwar als Käse-Kuchen-Brownies mit einer cremigen Schicht oben drauf, die ich etwas mit dem Teig versprudelt habe – auch das war ein Wahnsinns-Genuss :-)

  12. Ich hab das halbe Netz durchforstet, um irgendwas zu finden, wo keine Nüsse und keine Eier drin sind. Ich bin nämlich keine Veganerin und habe keine Unverträglichkeiten, kenne mich also mit sowas kaum aus.
    Aber mein Mann hat Geburtstag und lädt Freunde ein, die Unverträglichkeiten haben, oder Vegan leben. Das hier war das einzige, was mich wirklich angesprochen hat. Ich werde es als süßen Snack zur Feier backen und freue mich schon auf die Reaktionen.

    Liebe Grüße aus Stade, Jasmin

    • Oh wie schön – freut mich sehr, dass Du darüber auf meinen blog und das Rezept gestoßen bist 😀 Und die Brownies sind echt lecker – schmecken eigentlich jedem, ob vegan oder nicht.
      Und doppelt freut mich, dass das Rezept in Stade getestet wird :-) Denn ich komme aus Stade!
      Von daher: ganz liebe Grüße aus Düsseldorf in meine Heimatstadt an der Elbe*

  13. Liebe Heldin,

    ich wollte mich kurz für das super Rezept bedanken. Bin momentan im Urlaub auf einer Berghütte mit einem sehr eingeschränkten Lebensmittelsortiment 😉 und habe das Rezept deshalb ein bisschen abgewandelt: ich hatte keine Milch und habe deshalb einfach nur Vanillejoghurt genommen, statt Schokoradpeln einfach Schokodrops und statt Weizenmehl ein Dinkelvollkornmehl.
    Die Maisstärke habe ich ganz weggelassen und aus den 2 Bananen wurden 3 – alles in einer Springform gebacken.
    Sie sind irrsinnig gut geworden und werden ganz sicher in mein Standardrepertoire aufgenommen!!! :-)

    Schönen Sommer noch & Liebe Grüße von der Alm 😉

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