Rahmgemüse von dreierlei Rüben

Trotz Oster-Sonntag gibt es bei mir nichts österliches (bin halt ein Heidenkind). Dafür gibt es etwas frühlingshaftes, passt also auch :-) .

Ich selber bin ja recht konservativ im Hinblick auf Sachen/Gemüse, dass ich nicht kenne und greife daher meist auf bekanntes und bewährtes zurück. Mein Freund aber ist da zum Glück überhaupt gar nicht so, und dass, obwohl er null Ahnung vom Kochen hat (oder vielleicht auch gerade deswegen…). Jedenfalls war er vor kurzem einkaufen und hat als Ausbeute einen Bund Rüben mitgebracht, von denen er nicht wusste, wie sie heißen und was man damit machen kann, aber er fand sie toll und der Rest ist dann quasi mein Job…

Also habe ich mich auf die Suche gemacht und es waren Navet-Rüben, auch bekannt unter Mairüben. Hier mal ein Foto davon, denn ich finde, sie sehen wirklich schön aus. Auf dem Foto seht ihr auch noch einen Kohlrabi mit lila Schale, den hatte er auch mitgebracht und ich fand den Kohlrabi einfach zu fotogen, um ihn zu unterschlagen.

Navet-Rüben und Kohlrabi
Navet-Rüben und Kohlrabi

Der Geschmack der Navet-Rüben erinnert roh an eine Mischung aus Radieschen und Kohlrabi, ist also leicht scharf und bitter. Wenn man sie etwas andünstet und in Gemüsebrühe kocht, werden sie zartweich und leicht süßlich. Sie schmecken wirklich lecker, ich war erstaunt. Da so ein Bund aber recht viel Abfall hat (man sollte sie schälen vor dem Kochen), gab es dazu noch den Kohlrabi und ein paar Möhren. Alles in etwas Alsan mit Frühlingszwiebeln andünsten, mit wenig Rohrohrzucker karamellisieren und dann eine leichte Mehlschwitze, fein gewürzt und abgeschmeckt, zur Abrundung frische Kräuter und perfekt!

Ich habe auch die Blätter mit verwendet, was hervorragend gepasst hat. Dazu gab es einfach Salzkartoffeln und ein Seitanwürstchen. Ein ideales Gemüse für Leute, die gerne mal die klassischen 3-Komponenten-Gerichte essen, also Gemüse, Kartoffeln, Bratling/Tofuwürstchen, für alle anderen aber auch.

Rahmgemüse von dreierlei Rüben
Rahmgemüse von dreierlei Rüben

Zutaten für 2 Personen:

  • 1 Bund Navet-Rüben (Mai-Rüben), inklusive Blätter und Stiele
  • 2 mittelgroße Möhren
  • 1 mittelgroßer Kohlrabi
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 El Alsan (oder andere rein pflanzliche Margarine)
  • 1 Tl Rapsöl
  • 2 Tl Dinkelmehl Typ 630
  • 250-300 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml Sojasahne (oder Hafersahne)
  • 1 Tl Rohrohrzucker
  • Salz, Pfeffer
  • 2 El Hefeflocken
  • 1 Messerspitze Senf
  • 1 Tl Zitronensaft
  • einige Abriebe Muskatnuss, frisch
  • 3 El Petersilie, frisch und gehackt

Zubereitung:

Die Navetrüben dünn schälen und würfeln, die Blätter und Stiele waschen und separat fein schneiden. Den Kohlrabi ebenso wie die Möhren schälen, die holzigen Stellen entfernen und beides in ähnlich große Würfel schneiden wie die Navet-Rüben.

Die Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in feine Ringe schneiden.

Alsan zusammen mit dem Rapsöl in einer beschichteten Pfanne oder Topf mit Deckel erhitzen (das Rapsöl sorgt dafür, dass die Alsan nicht verbrennt), aber nicht zu stark.

Bei mittlerer Hitze erst die Frühlingszwiebeln für ein bis zwei Minuten anschwitzen, dann die Rüben-Würfel (alle, also Navet, Kohlrabi und Möhren) zugeben und unter Rühren ca. 10 Minuten leicht dünsten. Sie sollten etwas weich werden, aber keine Farbe nehmen, sonst werden die Rüben bitter, also schön rühren und Hitze nicht zu stark.

Mit dem Rohrohrzucker bestreuen und zwei Minuten unter Rühren karamellisieren lassen. Dann das Gemüse mit dem Dinkelmehl bestäuben, rühren und dann unter rühren die Gemüsebrühe zugeben. Die Sauce leicht aufkochen lassen, bei Bedarf noch Wasser/Gemüsebrühe zugeben, die Sauce sollte nicht zu dick sein, sondern nur leicht sämig. Die übrigen Gewürze einrühren und das Gemüse nochmals ca. 5-10 Minuten köcheln lassen bis es schön zart ist. Zwei Minuten vor Ende der Garzeit die kleingeschnittenen Stiele und Blätter zufügen und unterrühren.

Am Schluss die Soja- oder Hafersahne einrühren, nochmals kräftig abschmecken und einmal aufkochen lassen, dann die feingehackte Petersilie dazu geben und alles so heiß und frisch wie möglich servieren. Passt ideal zu Salzkartoffeln, aber auch zu Reis oder Baguette.

Et voilá!

Taboulé

Ich esse ja wirklich nicht gerne Salat (ich weiß, gesund und als Veganerin und überhaupt und sowieso muss man doch…nein, muss ich nicht, denn jeder Salat liegt mir wie Blei im Magen und ich bekomme meist Bauchweh, so.), aber wenn ich welchen esse, dann meist diesen. Taboulé ist ein unglaublich aromatischer, frischer Salat, der aber durch den Bulgur gut sättigt und für mich ideal bekömmlich ist.

Man brauch nur wenige, aber dafür gute Zutaten und dann ist dieser Salat der Hammer! Bulgur ist geschredderter und vorgegarter Weizen, der nur kurz aufgekocht oder mit kochendem Wasser übergossen werden muss. Ich nehme am liebsten den groben Bulgur, es gibt ihn aber auch feiner. Dazu kommen frische Strauchtomaten und Gurken, allesamt ohne Kerne/Fruchtfleisch, das ist super wichtig, da sonst der Salat durchmatscht. Weiterhin ordentlich frischer Zitronensaft, aromatisches Olivenöl und viiiiel Petersilie. Ursprünglich ist Taboulé libanesisch, soweit ich weiß, und besteht fast nur aus Petersilie, Tomate und Gurke, dazu wenig Bulgur oder Couscous und etwas Minze. Ich bevorzuge die europäische Variante mit mehr Bulgur, weniger Petersilie (ich finde es immer noch genug…) und ohne Minze, die mag ich nicht im Essen, aber das ist Geschmackssache.

Ich hatte den Salat eigentlich gemacht, um ihn über Nacht schön durchziehen zu lassen und am nächsten Tag mit zur Arbeit zu nehmen, damit ich mittags mal was anderes essen kann als immer Brot, aber wir fanden beide den Salat sooo lecker, dass wir ihn zum Abendbrot gegessen haben. Es hat sich gelohnt und so schlimm ist Brot in der Mittagspause zum Glück ja auch nicht 😉

Taboulé
Taboulé

Zutaten für 2-4 Personen (2 als Hauptgericht, 4 als Vorspeise/Beilage):

  • 150 g Bulgur, grob
  • 325 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • 3 reife Strauchtomaten
  • 1 kleine Gurke oder 1/2 normal große Gurke
  • 1 winziges Stück Knoblauch (mehr, falls sich das Umfeld nicht daran stört…)
  • 3 El Zitronensaft
  • 3 El aromatisches Olivenöl
  • 1/2 Bund glatte Petersilie

Zubereitung:

Bulgur mit der Gemüsebrühe einmal aufkochen lassen, dann mit Deckel auf dem Topf auf der ausgeschalteten Herdplatte 10-15 Minuten ausquellen lassen.

Dann den Bulgur in eine ausreichend große Schüssel geben und mit der Gabel schön auflockern, damit er gut abkühlen kann. Die Tomaten und Gurke gut waschen, vierteln und das Fruchtfleisch bei den Tomaten am Besten mit einem Löffel entfernen (kann man gut aufbewahren für die nächste Tomatensauce), die Kerne von der geviertelten Gurke einfach mit einem Messer abschneiden.

Sowohl Gurke als auch Tomaten in sehr kleine Würfel schneiden und zu dem Bulgur in die Schüssel geben. Den Knoblauch winzig klein schneiden und ebenso zufügen. Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer über das Bulgur-Gemüse geben und alles verrühren.

Die Petersilie waschen und fein hacken, zu dem Salat geben und nochmals alles gut vermengen. Eine Stunde (oder über Nacht) durchziehen lassen, dann nochmals mit Salz und evtl. Pfeffer abschmecken und bei Zimmertemperatur (also nicht direkt aucs dem Kühlschrank!) servieren und genießen.

Et voilá!

Ofenkartoffel-Gemüse mit Tofu und Kräuter-Dip

Dieses Gericht ist sehr simpel, variabel bis zum Geht-Nicht-Mehr, unkompliziert und mit wenig Arbeit verbunden, also wirklich perfekt, wenn man nach einem langen Tag noch was Leckeres und Warmes essen möchte. Mit Gemüse und Eiweiß. Außerdem benötigt man keinen Topf, sehr toll, wenn man zu faul zum Abwaschen ist…

Ich mache dieses Kartoffel-Ofen-Gemüse schon ewig und bin trotzdem jedes Mal auf´s Neue überrascht und begeistert, wie unglaublich lecker das ist. Dabei ist die Zubereitung wirklich kein Hexenwerk, man nimmt einfach schön knackige neue Kartoffeln (ich hatte dieses Mal neue Kartoffeln mit lila Schale, die sahen sehr toll aus, von sowas lasse ich mich gerne beeindrucken), dazu Gemüse nacht Geschmack, Saison oder Kühlschrankinhalt, Naturtofu und eine würzige Marinade. Alles grob kleinschneiden, ab in den Ofen, währenddessen einen leckeren Kräuterdip zubereiten und fertig. Schmeckt sensationell yummy! Der Tofu bekommt durch die Mariande und das Backen eine tolle zartfeste Konsistenz und saugt sich mit den Aromen voll, einfach lecker.

Ofenkartoffel-Gemüse mit Tofu und Kräuter-Dip
Ofenkartoffel-Gemüse mit Tofu und Kräuter-Dip

Zutaten für 3-4 Personen (für 4 eher, wenn´s noch eine Suppe oder Salat dazu gibt):

  • 1 kg kleine festkochende Frühkartoffeln
  • 2 mittelgroße Zucchini
  • ca. 500 g Möhren
  • 200-300 g Tofu, natur
  • 2 El Olivenöl
  • 1 El Zitronensaft
  • 1 El Paprikapulver, edelsüß
  • 1-2 Tl Meersalz
  • je 1 Tl Thymian und Basilikum, getrocknet
  • je 1/2 Tl Rosmarin und Oregano, getrocknet


  • 400-500 g Sojajoghurt, natur (kein Alpro, da ist Vanille auch im Natur-Joghurt; Provamel hingegen hat keinen Vanille-Zusatz)
  • ca. 1 Tl Meersalz (je nach Geschmack, erstmal vorsichtiger salzen)
  • 1 kleine Knoblauchzehe (kann auch weggelassen werden, schmeckt aber mit Knoblauch um Längen besser…)
  • 1/2 El Dill, frisch und gehackt
  • je 1 El Schnittlauch und Petersilie, frisch und gehackt
  • 1 El Basilikum, frisch und gehackt

Zubereitung:

Die Kartoffeln gut waschen und am Besten mit Schale verwenden. In Spalten schneiden (je nach Größe vierteln oder sechsteln, eher grob spalten!) und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Die Möhren schälen, Zucchini waschen. Beides in sehr große Stücke schneiden, Möhren zB einmal quer halbieren und dann längs vierteln. Das Gemüse sollte mindestens so groß wie die Kartoffelspalten sein, eher sogar größer, da sie viel Wasser während des Backens verlieren und eine kürzere Garzeit als die Kartoffeln haben, daher nicht zu klein oder fein spalten, sonst hat man lecker knusprige Kartoffeln und verbrannte Gemüsespalten…

Das Gemüse zu den Kartoffeln auf´s Blech geben. Den Tofu etwas trockentupfen, dann in recht große Stücke schneiden (ca. 1 cm x 1 cm x 2 cm) und auch auf das Blech geben. In einer kleinen Schale das Olivenöl mit dem Zitronensaft, Salz, Paprikapulver und den getrockneten Kräutern zu einer Marinade verrühren. Über das Gemüse geben und am besten mit den Händen alles gut vermengen, so dass alles ein wenig von der Marinade bedeckt ist.

Das Ofenkartoffel-Gemüse möglichst flach auf dem Backblech ausbreiten und dann im Backofen (ohne Vorheizen) bei 200 °C Ober- und Unterhitze (keine Umluft! Das Gemüse würde sonst verbrennen und wäre aber noch nicht gar) ca. 45-50 Minuten knusprig backen. Zwischenzeitlich zwei oder dreimal das Gemüse auf dem Blech wenden. Fünf Minuten vor Ende der Garzeit den Obergrill des Ofens anschalten (ruhig volle Power), so dass das Gemüse abschließend noch schön crunchy wird (aber aufpassen, dass es nicht verbrennt, es soll durch den Grill nur noch etwas mehr Farbe bekommen).

Während das Gemüse im Ofen ist, den Dip anrühren. Hierfür den Sojajoghurt in einer Schüssel mit den feingehackten frischen Kräutern verrühren, den Knoblauch fein hacken und mit dem Salz zu dem Kräuter-Joghurt geben. Alles gut verrühren und einige Minuten durchziehen lassen, dann nochmals abschmecken. Mit dem Salz anfangs etwas vorsichtiger dosieren und lieber nachsalzen.

Das Ofenkartoffelgemüse frisch und heiß aus dem Ofen mit dem leckeren kalten Kräuter-Dip servieren und genießen.

Et voilá!

Frühlings-Bolognese mit Bärlauch

Vor ein paar Tagen habe ich beim Einkaufen den ersten frischen Bärlauch entdeckt, aus Deutschland und bio, da konnte ich nicht widerstehen. Leider war ich ein bisschen drömelig und habe nicht daran gedacht, gleich mehrere Bünde (Mehrzahl von einem Bund?!) mitzunehmen, um daraus Pesto zu machen, aber das hole ich garantiert nach.

Da ich also nur ein Bund Bärlauch hatte, musste eine andere Idee her. Ist jetzt nicht wahnsinnig spektakulär, war aber sehr lecker: eine Tofu-Bolognese mit Gemüse und eben Bärlauch. Quasi eine Frühlingsbolognese. Dazu gab es Vollkorn-Hörnchennudeln und fertig war lecker. Die Optik war nicht so der Bringer, wie man auch auf dem Foto sieht, allerdings lag das daran, dass ich den Fehler gemacht habe, den Tofu einfach anzubraten, ohne ihn vorher zu würzen und mit etwas Tomatenmark zu vermengen. Dadurch hätte er nämlich eine schönere Kruste bekommen und sich farblich besser mit der Sauce verbunden. In der Zubereitung habe ich daher die bessere Vorgehensweise beschrieben. Geschmacklich isses allerdings relativ egal, wie rum man den Tofu würzt und brät.

Frühlings-Bolognese mit Bärlauch
Frühlings-Bolognese mit Bärlauch

Zutaten für 4-6 Personen:

  • 600 g Vollkornnudeln
  • 200 g Tofu, natur
  • 200 g Räuchertofu
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 2 kleine Zucchini
  • 2 mittelgroße Möhren
  • 2 El Olivenöl
  • 1 große Dose Tomaten, geschält mit Saft
  • ca. 100 g Tomatenmark, dreifach konzentriert
  • 1 Bund frischen Bärlauch (ca. 70 g)
  • 1 El Sojasauce
  • 2 El Hefeflocken
  • 1 El Rohrohrzucker
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Tl Basilikum, getrocknet oder 1 1/2 El frisches Basilikum
  • 1 El frischen Thymian, gehackt oder 1 Tl Thymian, getrocknet
  • 100 ml Sojasahne (oder Hafersahne)

Zubereitung:

Die Nudeln in reichlich Salzwasser bissfest garen.

Währenddessen die beiden Tofu-Sorten in einer Schüssel zerbröseln (mit einer Gabel oder den Händen), Sojasauce, 1 El Tomatenmark, Salz und Pfeffer zugeben und untermengen.

Die Möhren und Zucchini klein würfeln, die Frühlingszwiebeln in kleine Ringe schneiden. Das Olivenöl in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen und zunächst den Tofu scharf anbraten bis er rundherum schön knusprig ist. Die Hitze etwas reduzieren, dann die Möhren- und Zucchiniwürfel zufügen. Unter Rühren mitbraten. Sobald das Gemüse auch etwas Farbe genommen hat, die Frühlingszwiebeln zufügen. Nach ein paar Minuten das Gemüse mit der Gemüsebrühe ablöschen. Die Dosentomaten vom Strunk befreien und etwas zerkleinern. Mit dem Saft zu dem Gemüse geben.

Alles kräftig abschmecken mit Salz, Pfeffer, Kräutern , Hefeflocken und Rohrohrzucker. Das restliche Tomatenmark einrühren. Den Bärlauch fein hacken und zur Sauce geben.

Alles unter gelegentlichem Rühren bei kleiner Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen bis die Sauce schön sämig eingedickt ist. Ganz zum Schluss die Soja- oder Hafersahne einrühren und die Sauce mit den abgetropften Nudeln servieren.

Et voilá!

Zebra-Muffins

Es ist vollbracht :-) . Ich habe meinen Umzug endlich hinter mir, es war dieses Mal wirklich schlimm, einmal wahnsinnig anstrengend, da wir uns um drei Wohnungen an zwei Orten kümmern mussten und Berge an Kartons und Zeugs in den fünftem Stock schleppen mussten, aber auch psychisch einfach zu viel. Ich kann so viel Hin und Her nicht gut und brauche einfach ein “Zuhause” und nicht so viel Chaos und wochenlang aus Kartons leben…naja, wir haben jetzt alles soweit ausgepackt und aufgebaut, in stundenlanger Fleiß- und Schweißarbeit eine echt tolle schlicht-schöne Küche mit super schicker Vollholz-Arbeitsplatte und Keramikspüle aufgebaut und langsam sieht man die Wohnung hinter den Kartons :-) .

Auch wenn noch unendlich viel Kleinkram zu machen ist und es noch eine ganze Weile dauert, bis alle wohnlich ist und seinen Platz hat, so mag ich unsere Wohnung jetzt schon sehr, ebenso wie das Zusammenleben. Und der neue Stadtteil ist auch echt toll, ich habe gar nicht gemerkt, was ich die letzten zwei Jahre in meinem “Rentner-Stadtteil” vermisst habe.

Nun aber endlich wieder zum Kochen bzw. Backen, hierbei werde ich in den nächsten Wochen versuchen, meine Akkus wieder ein bisschen aufzuladen und kreativ zu sein, dabei kann ich fast am Besten entspannen und den Kopf frei kriegen.

Angefangen habe ich mit diesen super leckeren Schoko-Käsekuchen-Muffins. Die sind mal wieder aus meiner Gier gepaart mit Entscheidungsschwäche entstanden: ich wollte Muffins, ich wollte schön saftig Schokolade, und ich wollte Käsekuchen (eigentlich wollte ich auch noch Obst, aber das war dann zu viel des Guten, vielleicht beim nächsten Mal). Herausgekommen ist diese Kreation, an sich realtiv simpel, ich habe einfach einen Schokoladen-Muffin-Teig und eine cremige Käsekuchenmasse gemacht und beides abwechselnd in Muffinförmchen geschichtet. Hierdurch entsteht ein super Zebra-Look und beim Reinbeißen bekommt mann gleich zwei Schoko- und Käsekuchenschichten auf einmal in den Mund. Und diese Kombi ist einfach himmlisch…

Die Küchlein sind saftig schokoladig, cremig-vanillig mit einem Hauch Zitrone und trotz allem nicht mächtig oder schwer, sondern relativ “leicht”, einfach lecker.

Zebra-Muffins
Zebra-Muffins

Zutaten für 9 eher große Muffins:

  • 400 g Sojajoghurt, natur (abgetropft hatte er bei mir ein Gewicht von ca. 225 g)
  • 1 Tl Tapiokastärke (alternativ Maisstärke)
  • 50 g Rohrohrzucker
  • 1/2 Pckg. Vanillezucker (echte Vanille, kein Vanillin)
  • 1/2 Pckg Vanillepuddingpulver
  • 50 g Kokosfett
  • 1 1/2 EL Zitronensaft
  • 125 ml Dinkelmilch (oder andere Pflanzenmilch), wenn der Sojajoghurt weniger abgetropft ist, die Pflanzenmilch einfach entsprechend reduzieren, beides zusammen sollte ca. 350 g ergeben
  • 125 Dinkelmehl Typ 630 (alternativ Weizenmehl Typ 550)
  • 1 El Tapiokastärke
  • 1 El Kartoffelmehl
  • eine Prise Salz
  • 1/2 Pckg Vanillezucker (kein Vanillin)
  • 1 Tl Weinsteinbackpulver
  • eine gute Prise Natron
  • 1 1/2 El Backkakao, ohne Zucker
  • 1 El Zitronensaft
  • 50 g Rohrohrzucker
  • 50 ml neutrales Öl (zB Rapsöl oder Sonnenblumenöl)
  • 125-150 ml Dinkelmilch oder andere Pflanzenmilch
  • 30 g Zartbitterschokolade (70% Kakaogehalt)

Zubereitung:

Den Sojajoghurt in einem mit Filterpapier ausgelegten Kaffeefilter abtropfen lassen (für einige Stunden oder über Nacht), falls man nur Sojajoghurt bekommt, der nicht so gut abtropft (oder die Geduld nicht reicht, wie bei mir oft…), einfach die Zugabe der Pflanzenmilch für den Käsekuchenteil reduzieren. Sojajoghurt und Pflanzenmilch sollten zusammen ca. 350 g ergeben.

Das Kokosfett vorsichtig schmelzen (nicht heiß werden lassen, nur schmelzen), zusammen mit dem Sojajoghurt, Pflanzenmilch, Rohrohrzucker, Vanillezucker, Vanillepuddingpulver, Tapiokastärke und Zitronensaft in eine Schüssel geben und mit dem Pürierstab oder dem Handmixer richtig gut verquirlen bis eine homogene Masse entsteht.

In einer zweiten Schüssel die trockenen Zutaten für den Schokoteil gut mischen, die Zartbitterschokolade hacken und zu den trockenen Zutaten geben. In einem hohen Gefäß die Pflanzenmilch mit dem Öl und Zitronensaft gut verquirlen, zu den trockenen Zutaten geben und alles mit einem Löffel vermengen. Der Teig sollte etwas flüssiger als Kuchenteig sonst sein, aber nur etwas.

Ein Muffinblech mit Papierförmchen auskleiden (oder Silikonförmchen nehmen), in jedes Förmchen knapp einen Esslöffel, eher einen 3/4 Esslöffel, Schokoteig geben, darauf einen Esslöffel Käsekuchenmasse, darauf wieder Schokoteig und darauf Käsekuchenmasse.

Die Förmchen sind etwas mehr gefüllt als man es bei Muffins normalerweise tut, da sie nicht so stark aufgehen bzw. durch die Käsekuchenmasse wieder etwas zusammenfallen, also nicht wundern.

Im vorgeheizten Backofen bei ca. 180 °C Ober- und Unterhitze 45 Minuten backen (ja, sie brauchen tatsächlich sehr lange…), je nachdem wie dunkel man sie mag. Weniger als 40 Minuten würde ich aber nicht empfehlen, da sie sonst noch nicht durchgebacken sind.

Auskühlen lassen, wenn man soviel Geduld hat, am Besten einige Stunden und gut durchgezogen genießen.

Et voilá!