Artikel getaggt mit Weihnachten

Mangold-Zucchini-Quiches mit Tomaten

Ich habe mir vor einiger Zeit endlich mal Mini-Quiche- bzw. Tartelette-Formen gekauft. Eigentlich hielt ich sowas bisher immer für überflüssigen Tinnef – schließlich kann man auch einfach eine große Quiche machen und die in Stücke schneiden! Schmeckt gleich, man muss nur einmal Teig ausrollen, macht weniger Arbeit usw. Tja, Pustekuchen. Mini-Quiche-Formen sind toll!!!

Erstens sind sie total niedlich (ok, gut, das ist jetzt kein wirklich gutes Argument für eine pragmatische Person wie mich, aber ab und zu kommt eben doch das Mädchen-Gen zum Vorschein und will eben niedliches Zeugs, nützt ja nix…), zweitens haben sie einen herausnehmbaren Boden, wodurch sie ganz prima aus der Form zu lösen sind, drittens mag ich es total, wenn jeder sein eigenes Portiönchen hat (bei uns hat eher jeder zwei Portiönchen, aber gut…), viertens isses gar nicht soooo viel mehr Arbeit, den Teig auszurollen und fünftens und das ist der beste Punkt: in Mini.Quiche-Förmchen herrscht ein für mich absolut perfektes Verhältnis von Teig/Boden zu Füllung! Ich mag nämlich nur mittelgerne Füllung. Aber mit Teig finde ich Füllung ganz prima, natürlich kein Mürbeteig – der ist mir einfach zu mächtig und ich mag so gerne viel essen und das geht dann nicht – , sondern ein ganz fein leckerer Hefeteig.

Tja, daher habe ich nun Mini-Quiche-Formen und liebe sie. Zur Einweihung gab es diese großartigen Mangold-Zucchini-Tomaten-Quiches, die wirklich oberlecker sind und richtig schön frühlingsmäßig. Als Füllung gibt es nämlich Mangold und Zucchini (wer hätte das gedacht…), eingebettet in einer feinen frischen Creme aus Sojajogurt und Tomaten-Pesto, verschönt mit Pinienkernen und als Haube noch eine Ladung Hefeschmelz. Na, wenn das man nicht lecker ist!

Ich fand die Quiches so lecker, dass ich sie innerhalb von drei Tagen gleich zwei Mal gemacht habe – natürlich immer vier Portionen, wir sind verfressen. Und ja, das alles ist ein bisschen aufwendig, ABER: man kann den Teig super vorbereiten und auch im Kühlschrank gehen lassen; die Füllung lässt sich auch gut vorher schnibbeln und anbrutzeln, die Creme ist eh schnell zusammengerührt und dann halt noch der Hefeschmelz, geht also doch – eigentlich. Ach, und wenn man zB Gäste zum Essen eingeladen hat und lieber mit denen rumsitzen und reden möchte, könnte man die Quiches sicher auch schon vorbacken, nur etwa zehn Minuten kürzer und dann abends nochmal ca. 15 Minuten fertig backen, sobald alle da sind. Dazu einen schicken Salat und schon hat man sehr beeindruckt. Und man kann natürlich auch eine große Quiche-Form nehmen oder so…

Mangold-Zucchini-Quiche mit Tomaten

Mangold-Zucchini-Quiche mit Tomaten

Und für alle Pacman-Liebhaber:

Pacman

Pacman

Zutaten für 4 prall gefüllte Mini-Quiche (12 cm?!):

  • 200 g Dinkelmehl Typ 630 (alternativ Weizenmehl Typ 550)
  • 50 g Hartweizengrieß
  • 125 ml lauwarmes Wasser
  • 1 Tl Meersalz
  • 1 Tl Rohrohrzucker
  • 2 El Olivenöl
  • 10 g Frischhefe (0der entsprechend Trockenhefe)
  • 1 mittelgroße Zucchini
  • 250 g Mangold
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 2 El Pinienkerne (oder Zedernüsse, sind auch sehr lecker)
  • 1-2 El Olivenöl zum Anbraten
  • Salz, Pfeffer
  • 1/2 Tl Gemüsebrühpulver
  • evtl eine kleine Knoblauchzehe
  • 1/2 Tl Majoran
  • einige Abriebe Muskatnuss
  • 3 Strauchtomaten
  • 100 g Sojajoghurt, natur (ohne Vanille, also keinen Alpro, sondern Provamel)
  • 3 El Hafersahne (alternativ Sojasahne)
  • 1 El Zitronensaft
  • Kräutersalz
  • Pfeffer
  • 2 gute Tl Pesto rosso (gekauftes geht natürlich auch, dabei aber darauf achten, dass kein Parmesan enthalten ist)
  • 2 El Hefeflocken
  • 1/2 Tl Trockenhefe
  • 1/2 Tl Salz
  • 1 gestr. Tl Senf, mittelscharf
  • 1 El Dinkel- oder Weizenmehl (Typ 630 oder 550)
  • 1 El Alsan oder Olivenöl
  • 100 ml Wasser

Zubereitung:

Für den Hefeteig die Hefe zusammen mit dem Rohrohrzucker in dem lauwarmen Wasser auflösen und für einige Minuten stehen lassen. Währenddessen das Mehl mit Hartweizengrieß und Salz mischen, dann die Hefe-Wasser-Mischung dazu geben, ebenso wie das Olivenöl. In der Küchenmaschine oder mit dem Handmixer oder auch den Händen einige minuten kräftig durchkneten bis ein glatter, elastischer Teig entstanden ist (der Teig sollte nicht zu trocken sein, aber auch nicht klebrig).

Abgedeckt für ca. 30 Minuten ruhen lassen, gerne mehr (wenn der Teig länger als 2-3 Stunden gehen soll, einfach in den Kühlschrank stellen).

In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten: hierfür die Zucchini würfeln, ebenso die Zwiebeln und den Knoblauch. Mangold gut waschen, dann die Stiele von den Blättern mit einem Messer abschneiden. Die Stiele würfeln und die Blätter in Streifen schneiden, beides aber separat, da sie zu unterschiedlichen Zeiten in die Pfanne kommen.

In einer großen beschichteten Pfanne das Olivenöl erhitzen und als erstes die Zucchini, Zwiebeln und die Mangoldstiele darin einige Minuten unter rühren kräftig anbraten. Nach wenigen Minuten die Pinienkerne dazu und ebenfalls mit anbraten bis sie leicht Farbe bekommen. Dann die Hitze stark reduzieren und den Knoblauch sowie die Mangoldblätter zugeben. Unter häufigem Rühren Wassre ziehen lassen, so dass das Gemüse im eigenen Saft schmort. Mit den Gewürzen sehr pikant abschmecken und auf der ausgeschalteten Herdplatte einige Minuten nachziehen lassen.

Für die Creme den Sojajoghurt mit der Hafersahne, Pesto rosso, Zitronensaft und den Gewürzen verrühren. Ebenfalls schön würzig abschmecken.

Den fertig gegangenen Hefeteig nochmals gut durchkneten, dann in vier gleich große Teile teilen und jedes Stück auf der bemehlten Arbeitsfläche rund ausrollen mit ca. 16 cm Durchmesser. Die Quiche-Formen ganz leicht einfetten (mit einigen Tropfen Öl) und mit dem Teig auskleiden, hierbei mit den Händen einen Rand hochdrücken.

Den Teigboden mit etwas Creme bestreichen, darauf dann einige Esslöffel der Zucchini-Mangold-Füllung geben und darüber wieder etwas Creme. So den ganzen Teig, die Füllung und die Creme aufbrauchen.

Die Strauchtomaten je nach Wunsch häuten (ich mache das immer, da ich Tomatenhäutchen nicht leiden kann), den Strunk entfernen und in Scheiben schneiden. Die Scheiben auf der Quiche-Füllung verteilen.

Für den Hefeschmelz alle Zutaten in einen kleinen Topf geben und unter Rühren (mit einem Schneebesen) aufkochen lassen, dann gleichmäßig über die Quiches träufeln, so dass alles leicht bedeckt ist.

Im vorgeheizten Backofen bei ca. 200 °C Ober- und Unterhitze ca. 35-40 Minuten backen bis die Quiches oben schön goldbraun sind. Herausnehmen, kurz abkühlen lassen, dann aus den Formen lösen, servieren und einfach nur genießen…

Et voilà!

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Geschmorter Tofu in Gemüse-Rotwein-Sauce an Kräuter-Polenta

Ich bin ein großer Fan von deftigen Gerichten und allem, was eine Art “Bratensauce” oder auch “Gulasch” erinnert. Zum Glück ist hierfür kein Tier notwendig, da die Aromen fast ausschließlich von bestimmten Gemüsesorten, Gewürzen und der Zubereitungsart kommen. Da meiner Meinung nach aber ruhig auch ein bisschen “Biss” dazugehört, mache ich zB mein Gulasch und die Bolognese-Sauce gerne mit Sojaschnetzeln oder eben Tofu. Letzteren mag ich sehr, da er so unglaublich vielseitig ist: man kann ihn bröseln, würfeln, pürieren, marinieren, braten, dünsten usw…Dazu nimmt er gerne jegliche Form der Würzung an (er saugt sie auf, jaaaa….!), ganz wunderbar.

Ich kann überhaupt nicht verstehen, warum viele Menschen ihm so skeptisch gegenüber stehen, denn gut zubereiteter Tofu ist ein Gedicht! Von den gesundheitlichen Vorteilen mal ganz abgesehen. Wer sich nicht an Naturtofu heran traut, der nimmt einfach Räuchertofu oder welchen mit Kräutern, Tomaten, Mandeln, Oliven etc. Aber keine Angst, es ist ganz leicht, festen Naturtofu so zuzubereiten, dass er eine wahre Wonne für die Geschmacksknospen ist.

In diesem Gericht wird all das vereint: fester Naturtofu, der mariniert wird, wird danach erst angebraten, dann ordentlich Gemüse für die Röstaromen dazu und alles zusammen wird eine ganze Weile in herrlich kräftiger Rotwein-Sauce geschmort. Hierdurch nimmt der Tofu noch viel mehr lecker Geschmack auf und wird schön zart und schnittfest. Die Sauce ist genau richtig kräftig deftig mit feinen Nuancen und gar nicht mächtig. Einfach yummy! Dazu gab es bei uns Kräuter-Polenta, die sich ausnahmslos gut dazu gemacht hat (wer mag, kann die Polenta auch schon vorher zubereiten und dann in Dreiecke schneiden und anbraten, so wie hier – ganz hervorragend und macht schön was her), aber auch Nudeln oder Kartoffeln taugen sicher gut als Beilage.

Das Gericht macht ein bisschen Arbeit, ist aber nicht schwer in der Zubereitung, man muss bloß ein bisschen Schnibbeln und einfach etwas Zeit einplanen, den Rest erledigt die Pfanne/der Topf alleine. Und es lohnt jede Sekunde! Der geschmorte Tofu ist so lecker, echt genial. Meiner Meinung nach eine echte Alternative zum althergebrachten Sonntagsbraten o.ä. und auf jeden Fall besuchertauglich. Lässt sich sehr gut vorbereiten: der Tofu wird gerne länger mariniert, kann also abgedeckt ´ne Weile im Kühlschrank stehen, das Gemüse kann man auch schön vorher schnibbeln, aber man kann auch das ganze Gericht schon komplett zubereiten und abends (oder wann auch immer…) einfach nochmal 10-15 Minuten zu Ende schmoren lassen, während die Polenta zubereitet wird. Aber auch am nächsten Tag aufgewärmt schmeckt es ganz wunderbar und bildet die Aromen noch ein bisschen schöner heraus. Es lohnt sich also auf jeden Fall, die ganze Menge oder sogar noch mehr zu machen, selbst wenn man bloß zu zweit ist.

Geschmorter Tofu in Gemüse-Rotwein-Sauce an Kräuter-Polenta

Geschmorter Tofu in Gemüse-Rotwein-Sauce an Kräuter-Polenta

Zutaten für 4 Personen:

  • 450 g fester Tofu, natur
  • 3 El Sojasauce
  • 1 El Tomatenketchup
  • 3-4 El Olivenöl
  • 3 Möhren
  • 1 Zucchini
  • 1 mittlere Petersilienwurzel
  • 150 g braune Champignons
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 125 ml Rotwein
  • 375 ml Gemüsebrühe
  • 1 geh. Tl Paprikapulver, edelsüß
  • 1 geh. Tl Tomatenmark
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Tl Rohrohrzucker
  • 1/2 Thymian, getrocknet
  • 1 l Wasser
  • 1 1/2 Tl Gemüsebrühpulver
  • 1 Tl Kräutersalz
  • Salz, Pfeffer
  • einige Abriebe frische Muskatnuss
  • 20 g Alsan
  • 2 El Hefeflocken
  • 2 El Basilikum, frisch
  • 2 El Petersilie, frisch
  • 2 El Schnittlauch, frisch
  • 250 g Polenta

Zubereitung:

Den Tofu in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und jede Scheibe von beiden Seiten mit Küchenkrepp oder einem sauberen Küchenhandtuch trocken tupfen.

In einem tiefen Teller die Sojasauce mit dem Tomatenketchup verrühren und die Tofuscheiben von jeder Seite durch die Marinade ziehen und dann darin für 30-60 Minuten marinieren lassen. Hierbei gelegentlich die Scheiben wenden bzw. mit der Marinade beträufeln, so dass sie gleichmäßig einzieht.

In der Zwischenzeit die Möhren und die Petersilienwurzel schälen und in schmale Streifen schneiden, ebenso die Zucchini. Die Zwiebel schälen und in Viertelringe schneiden, die Champignons putzen und in dünne halbe Scheiben schneiden. Den Knoblauch schälen und hacken.

Olivenöl in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen und den marinierten Tofu (die Marinade aufbewahren) darin von beiden Seiten bei großer Hitze kurz scharf anbraten bis die Scheiben gut gebräunt sind. Die Scheiben herausnehmen und auf einen Teller legen. Je nach Größe der Pfanne in zwei Schichten braten (später in der Sauce macht es nichts, wenn die Scheiben überlappen, aber beim Anbraten sollten sie es nicht).

Die Hitze etwas reduzieren und in derselben Pfanne nun das Gemüse bis auf den Knoblauch einige Minuten unter Rühren anrösten, es darf ruhig etwas Farbe nehmen.

Zum Schluss den Knoblauch zufügen und alles mit Paprikapulver bestäuben. Tomatenmark zugeben und alles unter Rühren einige Sekunden anrösten (aufpassen, da sowohl Paprikapulver als auch Tomatenmark ganz leicht verbrennen), dann mit dem Rotwein ablöschen. Gemüsebrühe und die Marinade vom Tofu dazu geben und alles vermengen.

Kräuter und Gewürze zugeben und alles nicht zu kräftig abschmecken (die Gemüse geben noch viel Geschmack während des Schmorens ab, ebenso wie der Rotwein, daher lieber ggf. nachwürzen). Hitze stark reduzieren, so dass alles nur ganz leicht köchelt, dann die Tofuscheiben zu dem Gemüse in die Rotweinsauce geben und alles möglichst mit Deckel für ca. 1 Stunde schmoren lassen. Dabei gelegentlich umrühren und auch die Hitze kontrollieren. Falls die Flüssigkeit zu stark verdampft, einfach immer wieder etwas Wasser angießen bis die richtige Konsistenz erreicht ist.

Für die Polenta das Wasser mit den Gewürzen, der Alsan und den Hefeflocken zum Kochen bringen. Die Kräuter fein hacken und dazu geben. Die Polenta mit Hilfe eines Schneebesens einrühren und bei ganz kleiner Hitze unter ständigem Rühren aufkochen lassen. Einige Minuten leicht köcheln lassen, dann den Topf von der Platte nehmen, Deckel drauf und ca. 10 Minuten stehen und quellen lassen (falls sie später noch gebraten werden soll, den Brei in eine gefettete rechteckige Form geben, glatt streichen und komplett auskühlen lassen, dann in Stücke schneiden und in Olivenöl anbraten).

Die Gemüse-Rotwein-Sauce kräftig abschmecken und ggf. nachwürzen und zusammen mit der Kräuter-Polenta servieren.

Et voilà!

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Mandel-Zimt-Taler

So, hier nun endlich das versprochene Rezept für lecker weihnachtliche Mandel-Zimt-Taler. Dieses Rezept ist mein Beitrag zu dem veganen Weihnachts-Back-Wettbewerb von twoodledrum. Ich mag ihren blog und die Rezepte sehr, außerdem fand ich die Idee vom Backwettbewerb wirklich schön. Perfekte Voraussetzungen, um mitzumachen :-) .

Der Gewinn – das Buch “Vegane Weihnachtsbäckerei – ist auch sehr reizvoll, aber nicht mein tatsächlicher Antrieb. Ich habe das Buch “Vegan Backen” von Angelika Eckstein, derselben Autorin also, und liebe es sehr. In den letzten Jahren habe ich daraus wirklich schon viele Rezepte nachgebacken, auch, wenn ich sie fast immer nach meinem Geschmack abändere, aber die Grund-Gerüste sind einfach klasse! Kann ich also nur empfehlen, wobei man sich wirklich nicht sklavisch an die Zutaten halten muss.

Nun also zum Rezept der Mandel-Zimt-Taler. Sie sind eigentlich ein Unfall, da ich versucht habe, vegane Zimtsterne nachzubauen. Das hat nicht so richtig geklappt und nach einigem Hin und Her und Rumprobieren und Ergänzen sind daraus Mandel-Zimt-Taler entstanden. Sie sind knusprig, aber innen auch ein bisschen weich, duften ganz wunderbar intensiv und schmecken wie eine Mischung aus Zimt-Sternen und gebrannten Mandeln (so riecht dann auch die Wohnung…).

Dadurch, dass man nichts ausstechen muss, gehen die Taler recht schnell und einfach, der Guss wird vor dem Backen aufgetragen, dadurch bekommen sie eine leichte dünne baiser-artige Kruste, lecker. Ach, und glutenfrei sind die kleinen Leckerbissen auch.

Mandel-Zimt-Taler

Mandel-Zimt-Taler

Zutaten für ca. 45 Stück:

  • 180 g Puderzucker
  • 1 1/2 El Zimt, gemahlen
  • 75 -100 ml Wasser
  • 1 El Zitronensaft
  • je 2 Tl Orangen- und Zitronenschale
  • 300 g gemahlene Mandeln
  • 3 El Maisstärke
  • 3 El Kartoffelmehl
  • 1 Tl Weinsteinbackpulver
  • 4 El Puderzucker
  • 1 El Maisstärke
  • 1/2 Tl Weinsteinbackpulver
  • 1 El Wasser

Zubereitung:

Für den Teig den Puderzucker mit Maisstärke, Kartoffelmehl, Backpulver und Zimt gut vermischen. Zitronen- und Orangenschalen-Abrieb dazu und alles mit dem Zitronensaft und Wasser (mit 75 ml anfangen) verrühren zu einer zähflüssigen Paste. Die gemahlenen Mandeln zufügen und mit einem Löffel oder einer Gabel gut vermengen.

Der Teig ist kein richtiger Keks-Teig, sondern eher wie festerer Kuchenteig, sollte aber möglichst zusammen halten. Sollte er zu bröselig und trocken sein, noch etwas Wasser zufügen. Insgesamt aber möglichst wenig Wasser verwenden.

Die Masse am Besten eine halbe Stunde kühl stehen und quellen lassen.

Mit angefeuchteten Händen und einem Teelöffel kleine Portionen vom Teig abstechen und zwischen den Handflächen zu Kugeln rollen. Platt drücken und die Taler mit etwas Abstand auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen.

Den Ofen vorheizen auf 220 °C Ober- und Unterhitze.

Für den Guss den Puderzucker mit Maisstärke und Backpulver mischen, Wasser dazu und zu einer dickflüssigen Paste verrühren. Die Taler vor dem Backen damit bepinseln und die Bleche nacheinander ca. 5-7 Minuten backen. Unbedingt aufpassen, da die Kekse ganz schnell fertig sind – sie sind dann noch ganz weich, sollten aber auf keinen Fall dunkel werden.

Die Taler auf dem Blech auskühlen lassen und erst dann herunter nehmen – löst man sie noch warm vom Blech gehen sie kaputt, sie werden richtig fest, sobald sie ausgekühlt sind.

Der Guss sollte erst direkt vor dem Backen aufgetragen werden, sonst läuft er runter und die Taler “baden” in einem Zucker-Karamell…

Et voilà!

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Mousse au chocolat (erster Versuch…)

Angeregt durch einen Kommentar von Ullrik bei diesem Rezept habe ich mich letzte Woche in die Mousse-au-chocolat-Produktion begeben. Gaaaaanz früher zu unveganen Zeiten habe ich unglaublich gerne Mousse au chocolat gegessen und auch selber gemacht (das war eines der ersten Rezepte, die ich schon als Kind tatsächlich richtig gut konnte).

Da so eine Mousse aber im Original fast ausschließlich aus Eiern, Sahne, Gelatine u.ä. besteht und damit gänzlich unvegan ist, musste ich Alternativen finden. Und die haben mir so gar nicht gefallen, da vegane Mousse au chocolat fast immer entweder aus Seidentofu, püriert und mit geschmolzener Schokolade vermischt besteht oder aber aus aufschlagbarer Sojasahne (die es jetzt ja nicht mehr gibt) mit geschmolzener Schokolade. Ich habe beides mehrfach ausprobiert und fand die Varianten sowohl von der Konsistenz als auch dem Geschmack her nicht überzeugend. Daher lag die Vorstellung von veganer Schoko-Mousse lange auf Eis.

Bis jetzt. Denn obwohl ich mit der Konsistenz immer noch nicht zufrieden bin, so ist sie schon um Längen besser als alles, was ich bisher gegessen habe in dieser Richtung. Außerdem war ich am Wochenende in Berlin im “Kopps” und dort wurde mir von der Karte eine flaumige (oder war´s fluffige??) Mousse au chocolat versprochen, die ich natürlich bestellt habe. Serviert wurde mir dann ein recht kompaktes und leider gar nicht flaumiges Mousse, was geschmacklich ok und von der Konsistenz her auch halbwegs vertretbar war, aber eben rein gar nichts besonderes oder überzeugendes. Jedenfalls weiß ich seitdem, dass ich mich mit meinem Versuch rein gar nicht verstecken muss – ganz im Gegenteil! Denn wenn ein Restaurant so einen kleinen Ballen Schoko-Mousse, den ich als “ok” (also Schulnote “3″) beurteilen würde und dafür noch knapp fünf Euro nimmt, kann ich meine Creme mit Fug und Recht ebenso Mousse au chocolat nennen. Zumal ich mit Hochdruck (bzw. wie es unsere Mägen hergeben…) an mehr Fluffigkeit arbeite und schon Ideen habe, was ich anders machen kann.

Hier daher also mein erster Versuch einer veganen Mousse au chocolat, angelehnt an die Creme der veganen Käse-Sahne-Törtchen. Sie schmeckt rein gar nicht nach Soja, dafür schön schokoladig und ein bisschen fluffig (mein Liebster sagte, es würde wie cremiges Schoko-Eis schmecken, nur dass es nicht gefroren sei, also “warmes” Eis sozusagen…ich fand, dass es geschmacklich an konventionelle Mousse erinnert und von der Konsistenz her dem vielleicht zu 50 % entspricht). Ich habe wieder sowohl Agar-Agar als auch Johannisbrotkernmehl genommen und hatte 50%ige Bitterschokolade. Wer die Mousse lieber weniger herb möchte, sollte einen Teil durch Reismilch-Schokolade tauschen.

Mousse au chocolat

Mousse au chocolat

Zutaten für 4 Portionen:

  • 200 ml Sojasahne (ich hatte CreSoy), gekühlt!
  • 125 ml Sojamilch (oder andere Pflanzenmilch)
  • 1 Tl Agar-Agar-Pulver
  • 2 El Kakaopulver, schwach entölt (ich habe sehr mildes von Gepa, wer kräftiges Kakaopulver nimmt, sollte höchstens 1 1/2 El nehmen!)
  • 3 El Puderzucker (leicht gehäuft)
  • 75 g Zartbitterschokolade, 50% Kakao-Anteil
  • 1 Tl Johannisbrotkernmehl

Zubereitung:

Die Schokolade mit einem großen Messer hacken, dann in eine Schüssel/einen Topf geben, in welchem sie gut geschmolzen werden kann (entweder im Wasserbad, in der Mikrowelle oder auf der ausgeschalteten warmen Herdplatte) und vorsichtig schmelzen.

Die Sojasahne mit dem Puderzucker in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und auf hoher Stufe 2-3 Minuten kräftig aufschlagen. Dann das Kakaopulver zufügen und weiter schlagen.

In der Zwischenzeit die Sojamilch mit dem Agar-Agar in einem kleinen Topf verrühren und unter Rühren zum Kochen bringen. Etwa eine Minute sprudelig kochen, dann von der Herdplatte nehmen.

Die Sojamilch-Agar-Agar-Mischung ganz langsam in die Sojasahne-Schoko-Mischung gießen, hierbei die Küchenmaschine die ganze Zeit laufen lassen. Auf hoher Stufe ca. 2 Minuten aufschlagen.

Dann die Geschwindigkeit reduzieren und die Schokolade bei laufender Küchenmaschine in die Masse gießen. Das Johannisbrotkernmehl während des Mixens vorsichtig und in winzigen Portionen über die Schokocreme sieben (wenn man zu viel auf einmal rein tut, klumpt es sofort und man bekommt die Klümpchen nie mehr raus, daher sehr dosiert und langsam).

Alles nochmals kräftig schlagen, dann die Mousse in vier Portionsschälchen füllen und in den Kühlschrank stellen. Mindestens eine Stunde durchziehen lassen und nach Belieben mit Früchten oder Raspelschokolade oder Sprühsahne oder einfach pur genießen.

Et voilà!

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Schoko-Mandel-Biskuit-Torte mit Vanille-”Sahne” und Kirschpüree

Ich bin keine große Torten-Freundin, mich kann man eher mit einem richtig leckeren Nusskuchen ködern. Aber mein Liebster mag alles mit Creme und Soja-Sahne, daher habe ich ihm letztes Wochenende mal eine Freude gemacht und eine “Sahne”-Creme-Torte gebacken.

Sie erinnert optisch ein wenig an Schwarzwälder-Kirsch, ist aber lange nicht so mächtig, da die Creme mehr Pudding als Sojasahne beinhaltet. Dazu finde ich sie sehr lecker, da der Schoko-Biskuit mit gemahlenen Mandeln verfeinert ist. Kirschen im Ganzen fand ich zu grob für die Torte, daher habe ich sie zu einem Püree verarbeitet, das in etwa die Konsistenz von roter Grütze hat. Ich finde, der Geschmack der Kirschen ist dadurch sehr dezent und weniger mächtig, unterstützt aber das Zusammenspiel von Schoko, Mandeln, Vanille und Sahne perfekt.

So schmeckt sogar mir gelegentlich ein Stück Torte :-) .

Schoko-Mandel-Biskuit-Torte mit Vanille-"Sahne" und Kirschpüree

Schoko-Mandel-Biskuit-Torte mit Vanille-"Sahne" und Kirschpüree

Zutaten für eine 26cm-Springform:

  • 125 Dinkelmehl, Typ 630
  • 50 g Mandeln, fein gemahlen
  • 1 1/2 El Kartoffelmehl
  • 1/2 El Tapiokastärke (alternativ: Maisstärke)
  • 1 El Sojamehl
  • 4 El Kakaopulver, schwach entölt
  • 50 g Rohrohrzucker
  • 1/2 Tl Natron
  • 1 El Weinsteinbackpulver
  • 1/2 Tl Vanille, gemahlen
  • 3 El neutrales Öl (zB Raps- oder Sonnenblumenöl)
  • 200 ml Wasser
  • 1 El Zitronensaft


  • 1/2 Glas Schattenmorellen
  • 100 ml des Kirschsaftes
  • 2 Tl Tapiokastärke (alternativ: Maisstärke)
  • (bei Bedarf: Rohrohrzucker nach Geschmack)
  • 300 ml aufschlagbare Sojasahne (ich nehme Sojasaane aus dem Reformhaus)
  • 2 Pckg. Sahnesteif
  • 450 ml Sojamilch, natur
  • 2 gehäufte El Rohrohrzucker
  • 1 Pckg. Vanillepuddingpulver
  • Schokoraspel zum Bestreuen

Zubereitung:

Die trockenen Zutaten für den Schoko-Mandel-Biskuit in einer Rührschüssel gut vermengen. In einer zweiten (kleineren) Schüssel das Wasser mit dem Öl und dem Zitronensaft verquirlen und das Gemisch zu den trockenen Zutaten geben. Alles mit einem Löffel gut vermengen, so dass ein zäher Teig entsteht (er ist von der Konsistenz etwas flüssiger als Rührkuchenteig). Nicht zu lange rühren, es dürfen kleine Klümpchen im Teig bleiben.

Den Teig in eine gefettete Springform geben (oder in die Springform ein Stück Backpapier einspannen) glattstreichen und im vorgeheizten Backofen bei ca. 180 °C Ober- und Unterhitze etwa 30 Minuten backen. Die genaue Backzeit hängt sehr von der Backform und dem Herd ab, kann also auch länger sein, daher unbedingt die Stäbchenprobe machen, wenn Teig am Stäbchen hängenbleibt, einfach noch weiterbacken.

Den Teig vollständig abkühlen lassen.

Zwischenzeitlich für das Kirschpüree die Schattenmorellen mit dem Kirschsaft aufkochen, dann mit dem Pürierstab möglichst fein pürieren (Vorsicht, es spritzt schnell…), nach Geschmack noch etwas süßen, dann die Stärke mit ein wenig Wasser anrühren und zu dem Püree geben. Unter Rühren einmal kräftig aufkochen lassen, dann den Topf vom Herd nehmen und das Püree in eine kleine Schüssel umfüllen. Unter gelegentlichem Rühren kalt werden lassen.

Für die Creme zunächst die Sojasahne für einige Stunden in den Kühlschrank stellen. Aus der Sojamilch und dem Rohrohrzucker mit dem Vanillepuddingpulver nach Packungsanweisung einen Pudding kochen (der Pudding wird etwas fester als normal, da etwas weniger Sojamilch genommen wird, aber das soll so). Den Pudding unter Rühren kalt werden lassen (möglichst häufig rühren, da sich sonst Haut bildet. Alternativ den Pudding mit Klarsichtfolie abdecken und die Folie erst entfernen, wenn er kalt ist, dann bildet sich auch keine Haut).

Die Sojasahne auf höchster Stufe mit dem Handmixer oder der Küchenmaschine steif schlagen, hierbei das Sahnesteif einrieseln lassen. Dann nach und nach unter Rühren den Pudding zufügen und alles zu einer glatten Creme verquirlen. Bis zur Verarbeitung kühl stellen.

Den ausgekühlten Biskuit halbieren, auf dem unteren Tortenboden das Kirschpüree gleichmäßig verstreichen, je nach Geschmack alles nehmen oder noch einen Teil übrig lassen für den zweiten Boden. Auf das Püree eine großzügige Schicht Creme geben und verstreichen (am Besten den Ring der Springform um den Boden und die Torte lassen, so behält alles seine Form), den zweiten Boden darauf setzen und entweder mit Püree und Creme oder nur Creme bedecken. Glattstreichen und mit den Schokoraspeln bestreuen.

Bis zum Servieren kalt stellen und den Ring erst kurz vorher entfernen. Da die Creme sehr weich ist, empfiehlt es sich, den zweiten Boden, also den “Deckel”, vor dem Auflegen bereits in Tortenstücke zu schneiden und dann erst auf die Creme zu legen, so wird später beim Anschneiden nicht die ganze Creme nach außen gedrückt.

Et voilá!

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Erdnussbutter-Schoko-Kekse

Die Kombination von Erdnuss und Schokolade finde ich sehr lecker (ich liebe zB auch Erdnussbutter-Schoko-Brot, das macht glücklich…), daher habe ich nun endlich diese Kombi auch als Keks gebacken.

Irgendwie hatte ich dieses Jahr einfach keine Lust, Weihnachtskekse zu backen, da ich aber mal wieder ein Geschenke-Päckchen zusammengestellt habe und da traditionell Kekse mit rein müssen, habe ich mich an diesem Rezept versucht. Himmlisch!

Die Kekse sind richtig schön zart und mürbe und schmecken wunderbar nach Erdnüssen (aber nicht zu dominant, da sowohl Erdnussbutter als auch Erdnüsse verwendet werden) und Schokolade. Probiert´s aus!

Die Erdnussbutter-Alsan-Rohrohrzucker-Masse, bevor das Mehl zugefügt wird, ist total fluffig und geschmacksintensiv, ich denke, Leute, die auf vegane Cupcakes stehen, könnten sie hervorragend als Frosting nehmen, vielleicht teste ich das beizeiten mal selber.

Erdnussbutter-Schoko-Kekse

Erdnussbutter-Schoko-Kekse

Zutaten für ca. 30-35 Kekse:

  • 100 g Alsan, zimmerwarm und weich
  • 150 g Erdnussbutter (nach Geschmack crunchy oder smooth)
  • 75 g Rohrohrzucker
  • 50 g Puderzucker
  • 1/2 Tl Vanille, gemahlen
  • 1 El Tapiokastärke
  • 2 Tl Kartoffelmehl
  • 50 ml Wasser
  • 1 Tl Weinsteinbackpulver
  • 1/2 Tl Natron
  • 100 g Zartbitter-Schokotropfen
  • 100 g Erdnüsse, gehackt und ungesalzen (man kann auch die gesalzenen nehmen, dann aber vorher unter klarem Wasser abspülen, damit nicht zu viel Salz in den Teig gelangt)
  • 250 g Dinkelmehl Typ 630 oder 812

Zubereitung:

Alsan mit Erdnussbutter, Vanille, Rohrohrzucker und Puderzucker einige Minuten mit dem Handmixer oder Küchenmaschine auf der höchsten Stufe schaumig schlagen bis die Masse heller und fluffig wird. Tapiokastärke, Kartoffelmehl und Wasser zufügen. Nochmals einige Minuten mixen, die Masse ist jetzt weißlich und voller Luft.

Nun das Mehl, Backpulver, Natron, Schokotropfen und Erdnüsse zufügen und alles mit einem Löffel – nicht mehr mit dem Handmixer oder der Küchenmaschine! – unterheben. Jetzt nicht mehr so viel rühren, eventuell auch die Hände zum Vermengen nehmen.

Der Teig ist von der Konsistenz her ein Zwischending aus Rührteig und Knetteig, dabei sehr weich, aber nicht klebrig.

Mit einem Teelöffel Teig portionsweise abstechen und mit feuchten Händen zu  Kugeln rollen und diese ein wenig platt drücken. Mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier augelegtes Blech legen (die Menge ergibt knapp zwei Bleche). Den Backofen etwas vorheizen und die Kekse bei knapp 200 °C Ober- und Unterhitze 10-15 Minuten backen. Zwischendurch kontrollieren, da der Übergang zwischen perfekt und zu dunkel hier sehr nahe beieinander liegt…ich würde die Kekse eher etwas zu früh als zu spät herausnehmen, da sie kaum Farbe nehmen sollten, sonder schön blass, dann sind sie perfekt.

Abkühlen lassen und genießen!

Et voilá.

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Double-Chocolate-Muffin-Mix

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die Backmischungen nutzen, da ich die Zutaten für Kuchen oder Muffins immer im Haus habe und genauso schnell zusammen mixen kann wie bei einer Backmischung. Gelegentlich kann so eine Mischung aber natürlich schon praktisch sein – nicht für mich, sondern für andere!

Da ich (unter anderem durch diesen blog) ständig versuche, nicht-veganen Leuten zu zeigen, dass auch vegan backen ganz einfach, unkompliziert und schnell ist und zudem nur Zutaten aus dem Supermarkt benötigt werden, habe ich dieses Jahr als Weihnachtspräsent anstelle der obligatorischen Kekse unter anderem eine eigene vegane Backmischung entwickelt. Das ging sehr einfach, funktioniert hervorragend und ergibt sehr leckere schokoladige Muffins.

Ich habe eine große Portion des Trockenmix hergestellt und ihn portionsweise in schöne große Marmeladengläser (für ca. 400 ml Inhalt) abgefüllt. So eine Portion ergibt 6 große Muffins, sie muss lediglich mit 50 ml Pflanzenöl und 175 ml Pflanzenmilch oder Wasser verrührt werden. Damit die Beschenkten auch wirklich sofort loslegen können, habe ich neben der Zubereitungsanleitung auch noch Papier-Muffin-Förmchen an das Glas gehangen.

Ich finde die Idee toll :-) . Und werde in Zukunft bestimmt noch einige andere und auch ausgefallenere Mischungen kreieren, dieser Mix sollte vor allem jedermanns-tauglich sein.

Double-Chocolate-Muffin-Mix

Double-Chocolate-Muffin-Mix

Zutaten für 18 Muffins:

  • 450 g Weizenmehl Typ 405 oder 550 (alternativ: Dinkelmehl Typ 630)
  • 3 El Kartoffelmehl
  • 3 El Tapiokastärke (alternativ: Maisstärke)
  • 3 El Sojamehl (alternativ: 3 El gemahlene Mandeln)
  • 175 g Rohrohrzucker
  • 1 1/2 Tl Natron
  • 1/2 Tl Meersalz
  • 1 Pckg. Weinsteinbackpulver
  • 1 Tl Vanille, gemahlen
  • 6 El Kakaopulver, schwach entölt
  • 1 Tl Zitronensäure (treibt das Natron und ist bei den Backzutaten erhältlich)
  • 100 g Schokoraspel, zartbitter
  • 100 g weiße Reismilchschokolade, gehackt

Zubereitung:

Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und trocken mit einem Schneebesen richtig gut durchrühren, so dass sich alle Zutaten gleichmäßig verbinden bzw. verteilen und keine Klümpchen in dem Mix sind (außer der Schokolade natürlich).

Der Mix wiegt insgesamt ca. 1050 g, daher Portionen von jeweils 350 g abwiegen, in saubere und trockene (!!) Gläser füllen, gut verschließen und hübsch verpacken.

Auf den kleinen Anhänger habe ich geschrieben, dass diese Menge Mix mit 50 ml Pflanzenöl und 175 ml Pflanzenmilch oder Wasser vermengt werden muss (mit einem Löffel), dann in die Förmchen füllen und bei ca. 180 °C Ober- und Unterhitze ca. 25 Minuten backen (Stäbchenprobe). Die Zubereitung mit Kuhmilch funktioniert nicht, da sich sonst die Muffins während des Backens selbst zerstören.

Et voilá!

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Bratapfel-Kuchen

Keine Ahnung, warum, aber ich habe noch nie Bratapfel-Kuchen gegessen, obwohl das ein recht populärer Kuchen gerade im Winter zu sein scheint. Dabei mag ich Bratäpfel wirklich gerne…

Naja, vor einigen Tagen habe ich mal wieder ein Rezept für Bratapfel-Kuchen in einer Zeitschrift gesehen und hatte auf einmal Lust, den jetzt endlich mal zu testen. Nach ein wenig Recherche habe ich festgestellt, dass die meisten (unveganen) Rezepte unglaublich viel Sahne verwenden, teilweise bis zu 800 ml für einen normal großen Kuchen! Das ist mir ganz klar viel zu mächtig, obwohl ich Kalorien an sich ja nicht abgeneigt bin..

Daher habe ich einfach mein eigenes veganes Rezept entwickelt: als Boden und Rand einen Mürbeteig, darauf halbe ausgehöhlte Äpfel mit Nüssen und Ahornsirup bratapfelig gefüllt und darauf ein Guss aus Sojajoghurt, Sojasahne, Zucker und Puddingpulver.

Der Kuchen ist lecker geworden, allerdings schmeckt mir der Guss etwas zu sehr nach Soja, daher würde ich beim nächsten Mal Hafersahne nehmen, die ist neutraler. Außerdem habe ich den Guss nicht gekocht, sondern eher wie eine “Käse”-Kuchen-Masse hergestellt (ich geb´s zu, das war einfach aus Faulheit…), ich würde es aber beim nächsten Mal mit einem gekochten Guss versuchen, denn es interessiert mich brennend, ob und inwiefern das einen Unterschied macht…

Was die Füllung angeht: ich habe sie aus verschiedenen Nüssen, Zimt, Vanille und Ahornsirup gemacht, da ich weder Rosinen noch Marzipan mag, wer das aber gerne mag, sollte die Füllung unbedingt dahingehend variieren, einfach so, wie ihr gerne Bratäpfel esst, denn dann schmeckt der Kuchen auf jeden Fall.

Der Duft des Kuchens ist wirklich umwerfend, alleine dafür lohnt sich das Backen schon :-) . Er schmeckt übrigens am nächsten Tag etwas durchgezogen noch viel besser als ganz frisch, ähnlich wie “Käse”-Kuchen.

Bratapfel-Kuchen

Bratapfel-Kuchen

Zutaten für eine kleine Springform (Durchmesser 22 cm):

  • 50 g Weizenmehl Typ 1050
  • 125 g Weizenmehl Typ 405 oder 550
  • 25 g Kartoffelmehl
  • 50 g Rohrohrzucker
  • je eine Prise Vanille, gemahlen, und Salz
  • 1 Tl Weinsteinbackpulver
  • 4 El kaltes Wasser
  • 100 g Alsan
  • 3 große Äpfel (ca. 750 g), ich habe Elstar genommen, die eignen sich sehr gut
  • 25 g Mandeln
  • 25 Walnüsse
  • 2 El Ahornsirup
  • 1 Tl Zimt, gemahlen
  • 400 g Sojajoghurt, natur
  • 250 ml Soja- oder Hafercuisine
  • 50 – 75 g Puderzucker (je nachdem, wie süß man es möchte)
  • 1/2 Tl Vanille, gemahlen
  • 1 Pckg. Vanillepuddingpulver

Zubereitung:

Die verschiedenen Mehle mit Rohrzucker, Vanille, Salz und Backpulver gut mischen. Wasser zugeben, ebenso wie die klein geschnittene Alsan. Alles mit einer Gabel, den Händen oder Knethaken des Handmixers zu einem glatten Teig vermengen. Es dauert eine ganze Weile, bis sich alles gut verbindet. Der Teig sollte knetbar, aber nicht klebrig sein. Falls er zu trocken ist, einfach noch einen oder zwei Esslöffel Wasser zufügen.

Den Teig zu einer Kugel formen und abgedeckt ca. 30 Minuten an einem kühlen Ort ruhen lassen.

Nach der Ruhezeit nochmals kräftig durchkneten und auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einem Kreis ausrollen, der den Durchmesser der Backform plus ca. 4 cm Rand hat. Die Backform leicht einfetten und mit dem Mürbeteig auskleiden, hierbei einen recht hohen Rand hochziehen.

Die Äpfel schälen, halbieren und das Kerngehäuse großzügig entfernen (falls sehr kleine Äpfel verwendet werden, kann man sie auch ganz lassen und nur das Kerngehäuse mit einem entsprechenden Ausstecher ausstechen und die Äpfel hochkant auf den Teig stellen), mit der runden Seite nach unten auf den Teig legen, am Besten einen Apfel in die Mitte, die anderen außen herum, übrige Äpfel klein schneiden und in die Zwischenräume legen.

Die Mandeln und Walnüsse fein hacken (nicht mahlen!) und mit Zimt, Vanille und Ahornsirup mischen. Die Masse in die ausgehöhlten Äpfel geben, übrige Reste einfach gleichmäßig darüber streuen.

Für den Guss den Sojajoghurt mit Soja- bzw. Hafercuisine mischen, Puderzucker und Vanille zugeben, ebenso wie das Vanillepuddingpulver. Alles gut verquirlen oder mit dem Pürierstab fein pürieren, so dass eine gleichmäßige klümpchenfreie Creme entsteht.

Creme über die Äpfel geben, gleichmäßig verteilen und glatt streichen. Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei ca. 180 °C Ober-und Unterhitze im unteren Drittel des Backofens ca. 75 Minuten backen (der Kuchen braucht tatsächlich sehr lange, da er viel Masse hat und auch ziemlich hoch ist, also nicht wundern). Der Kuchen ist fertig, wenn er schön goldig gebräunt ist, sollte er aber bereits nach weniger als 60 Minuten schon zu dunkel sein, einfach mit Alufolie abdecken und noch etwas backen lassen.

Komplett auskühlen lassen (dauert einige Stunden), erst dann aus der Form lösen und anschneiden.

Et voilá!

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Vanillekipferl

Vanillekipferl

Vanillekipferl

Zutaten:

  • 280 g Mehl
  • 80 g Rohrzucker
  • 200 g Alsan
  • 100 g gehäutete und gemahlene Mandeln
  • 100 g Puderzucker mit 1 Tl Vanille gemischt

Zubereitung:

Die Zutaten bis auf den Puderzucker mit der Vanille zu einem weichen Teig verkneten und ca. 30 Min. im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Teig dritteln und jedes Drittel zu einer Rolle mit ca. 3 cm Durchmesser formen. Von der Rolle ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und diese zu Kipferln formen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und im vorgeheizten Backofen bei ca, 180°C 10 – 15 Minuten backen, je nach Ofen.

Die noch heißen Kipferl direkt aus dem Backofen mit Hilfe von zwei Gabeln in der Puderzucker-Vanille-Mischung wälzen und auf einen Teller geben. Am leckersten sind die Kipferl etwas durchgezogen nach ein paar Tagen.

Et voilá!

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Ausstecherle und Doppeldecker

Ausstecherle und Doppeldecker

Ausstecherle und Doppeldecker

Zutaten:

  • 300 g Mehl
  • 100 g Rohrzucker
  • 200 g Alsan
  • 2 Tl Weinsteinbackpulver
  • 1/2 Tl Vanille
  • 1/2 Glas Marmelade ohne Zucker (Kirsch oder Johannisbeere mit Apfeldicksaft gesüßt)
  • Puderzucker

Zubereitung:

Die  Zutaten für den Teig gut verkneten und den Teig ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche gleichmäßig ausrollen und in den verschiedensten Formen ausstechen. Für die Doppeldecker jeweils eine Form in klein und eine in groß ausstechen, zur Not einfach verschieden große Gläser zum Ausstechen nehmen.

Die Kekse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im ca. 180°C vorgeheizten Backofen ca. 10 Minuten goldbraun backen.

Für die Doppeldecker die Kekse auskühlen lassen, dann die Marmelade in einem kleinen Topf erhitzen und davon einen Klecks auf den großen Keks geben, den kleinen darauf setzen. Die Doppeldecker mit etwas Puderzucker bestreuen und genießen:-)

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