Hirse-Gemüse-Bratlinge
Hirsebratlinge sind soooo lecker! Und gestern abend hatte ich mal wieder große Lust darauf, aber es sollte schnell gehen. Also habe ich Hirse-Gemüsebratlinge gemacht und da ich sie mal ohne Haferflocken und Paniermehl binden wollte, habe ich eine Mischung aus Sojamehl, Kartoffelmehl und Maisgrieß genommen. Und ich finde, sie sind hervorragend geschmeckt und sind schön saftig und außen knusprig. Außerdem brauchte ich viel weniger Fett als sonst, ich glaube, das hängt damit zusammen, dass ich nix mit Gluten genommen habe, aber vielleicht bilde ich mir das auch ein…

Hirse-Gemüse-Bratlinge
Zutaten für ca. 15 kleine Bratlinge:
- 100 g Goldhirse
- 200 ml Gemüsebrühe
- 1 Möhre
- 1/2 Zucchini
- 1/2 Zwiebel
- 2 El Hefeflocken
- 1 El Sojamehl
- 2 El Kartoffelmehl (oder Speisestärke)
- 4 El Maisgrieß (Polenta)
- Salz, Pfeffer
- 2 El Kräuter, gemischt (zB 8-Kräuter tiefgekühlt)
- Öl zum Braten
Zubereitung:
Die Hirse in der Gemüsebrühe aufkochen und ca. 15 Minuten ausquellen lassen. Die Zwiebel ganz fein hacken, Möhre und Zucchini fein raspeln. Das Gemüse zu der Hirse geben, Gewürze zufügen, ebenso wie die Hefeflocken, Sojamehl, Kartoffelmehl und Maisgrieß.
Alles richtig gut verkneten (am Besten mit den Händen, wenn es kalt genug ist) zu einer homogenen Masse.
Die Masse nochmals ca. zehn Minuten quellen lassen, dann mit feuchten Händen Bratlinge formen und im heißen Öl einige Minuten von jeder Seite knusprig braten. AUf etwas Küchenkrepp vom fett abtropfen lassen und warm oder kalt genießen!
Et voilá!

Bandnudeln mit Pfifferlingen und Champignons in Weißwein-Rahm
Es ist wieder Pilz-Zeit, juchuh!!! Ich finde Pfifferlinge soooo lecker. Am besten mit wenig Schnickschnack, da der Geschmack pur einfach schon gut ist. Da ich nicht genügend Pfifferlinge bekommen habe, habe ich noch braune Champignons zugefügt, auch sehr aromatisch. Die Sauce habe ich dieses Mal mit Reissahne gemacht, die ich neu entdeckt habe, aber sie hat mich nicht überzeugt, da ich sie sehr wässrig finde. Für die Zukunft würde ich entweder zur altbewährten Sojasahne greifen oder (wenn man gerade wie ich auf dem wenig-Soja-Trip ist) Hafersahne, dann wird´s rahmiger.

Bandnudeln mit Pfifferlingen und Champignons
Zutaten für zwei Personen:
- 250 – 300 g Vollkorn-Bandnudeln
- 200 g Pfifferlinge
- 200 g braune Champignons
- 1 Bund Frühlingszwiebeln
- 1 El Alsan
- 1 El Rapsöl oder Sonnenblumenöl
- 100 ml Weißwein
- 100 ml Gemüsebrühe
- 200 ml Reissahne
- Salz, Pfeffer
- 2 El Hefeflocken
- 1/2 Tl Senf
- 1 Tl Majoran, getrocknet
- 2 El frische Kräuter (Schnittlauch, Petersilie)
- 1 Tl Speisestärke + 1 El Wasser
Zubereitung:
Die Nudeln in Salzwasser bissfest garen.
Zwischenzeitlich die Pfifferlinge und Champignons putzen und in Scheiben bzw. Stücke schneiden. Lauchzwiebeln putzen und in Ringe schneiden, Kräuter hacken.
In einer beschichteten Pfanne das Öl zusammen mit der Alsan erhitzen, die Pilze zugeben und unter gelegentlichem Rühren bei starker Hitze einige Minuten anbraten. Hitze reduzieren und die Frühlingszwiebeln zufügen und einige Minuten mitbraten. Alles mit Weißwein ablöschen. Gemüsebrühe zufügen, ebenso die Kräuter und Gewürze. Einmal aufkochen, dann die Reissahne einrühren. Falls die Sauce zu dünnflüssig ist, etwas in Wasser angerührte Stärke einrühren und die Sauce nochmals kurz aufkochen lassen.
Abschmecken, über die Nudeln geben und servieren.
Et voilá!

Tomaten-Gemüse-Sugo mit Eiweiß-Kick
Dieses vegane Rezept ist wieder mal eher aus der Not und Resteverwertung heraus entstanden, dazu kam eine große Eiweiß-Lust. Herausgekommen ist ein einfaches Tomatensugo mit frischen Kräutern, Zucchini und Möhren. Für den Eiweiß-Kick sorgen sowohl Tofu als auch Wachtelbohnen, wobei ich mich von dem Bild auf der Bohnendose habe blenden lassen, denn danach sollten die Wachteblohnen richtig schön marmoriert sein und total dekorativ anzuschauen sein. Pustekuchen! Die Dinger sehen aus wie farblose Kidneybohnen und sind dazu null marmoriert, irgendwie sehen die kränklich aus…auch geschmacklich fand ich sie nicht außergewöhnlich, Kichererbsen oder Kidneybohnen empfinde ich als deutlich aromatischer. Tja, die Verbrauchertäuschung hat bei mir perfekt funktioniert (manchmal glaube ich, das Werbung extra für mich konzipiert wird, so gut wie ich darauf anspringe…;-)).
Lecker war´s trotzdem und gleichzeitig schnell, leicht und sättigend, super!

Tomaten-Gemüse-Sugo mit Eiweiß-Kick
Zutaten für 2 Personen:
- 250 g Vollkornspirelli
- 150 g Tofu, natur
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 2 kleine Zucchini (oder eine große…)
- 3-4 Möhren (je nach Größe)
- 1 kleine Dose Wachtelbohnen (oder Kichererbsen/Kidneybohnen/weiße Bohnen/Cannellini-Bohnen etc.)
- 1 kleine Dose geschälte Tomaten
- ca. 100 ml Gemüsebrühe oder Wasser
- 1 El Tomatenmark
- 2-3 El Olivenöl
- 2 El frischer Basilikum
- 2 Zweige frischer Thymian
- Salz, Pfeffer
- 1-2 Tl Rohrzucker
Zubereitung:
Die Nudeln in reichlich Salzwasser bissfest garen.
Zwischenzeitlich den Tofu in ca. 1 cm große Würfel schneiden, Zwiebel schälen und fein hacken, Zucchini putzen, Möhren schälen und beides in mundgerechte Stücke schneiden. Den Knoblauch fein hacken, ebenso wie die frischen Kräuter (die Thymiannadeln vorher von der Rispe streifen und den Stiel nicht hacken, nur die feinen Nadeln).
Das Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und den Tofu einige Minuten scharf anbraten, hierbei mehrfach wenden. Die Hitze etwas reduzieren und Zucchini und Möhren zufügen, einige Minuten unter Rühren mitbraten. Die Zwiebel zufügen und noch einige Minuten dünsten.
Die Dosentomaten vom Strunk befreien und etwas zerkleinern. Zuerst den gehackten Knoblauch zum Gemüse geben, dann die zerkleinerten Tomaten. Gemüsebrühe bzw. Wasser zufügen, ebenso wie die Kräuter und die abgetropften und abgespülten Bohnen.
Alles gut vermengen, salzen, pfeffern und mit Rohrzucker abschmecken und ca. fünf Minuten köcheln lassen.
Die Sauce mit dem Tomatenmark etwas andicken, nochmals abschmecken und evtl. nachwürzen. Auf den gekochten Nudeln servieren und genießen.
Et voilá!
Hierzu passt hervorragend dieser einfache vegane “falsche Parmesan”:

veganer "falscher Parmesan"
Zutaten:
- 1 El Sesam, ungeschält
- 3 El Walnüsse (alternativ gehen auch Mandeln oder Cashewnüsse)
- 4 El Hefeflocken
- 1/2 Tl Meersalz (alternativ Miso verwenden)
Zubereitung:
Einfach alle Zutaten in den Mixer oder Zerkleiner-Aufsatz für den Pürierstab o.ä. geben und fein vermahlen. Hält sich in einem luftdichten Glas oder Döschen ewig im Kühlschrank und lässt sich wie Parmesan verwenden, einach über Nudeln, Aufläufe u.ä. streuen oder Gerichte damit würzen. Beim Überbacken darauf achten, den veganen Parmesan nicht länger als zehn Minuten mit zu überbacken, da er sonst verbrennt. Durch die Zugabe von Miso anstelle von Salz schmeckt er etwas “gereifter”.
Et voilá!
Brombeer-Schicht-Dessert
Ich war gestern Brombeeren sammeln (was voll anstrengend war – ich wusste gar nicht, was für unglaublich fiese kleine Stacheln die Dinger haben, sogar an den Blättern! Bin völlig “zerstochen”…) und es sind so viele geworden, dass ich sie pur nicht alleine aufessen konnte. Daher habe ich mir dieses Poser-Angeber-Dessert ausgedacht (ok, es ist jetzt keine Weltneuheit…).
Es ist ein Schicht-Dessert, was ich bisher noch nie gemacht habe, obwohl man es in fast jeder Kochshow sieht und ich finde, es ist optisch der Hammer! An sich bin ich ja weiß Gott keine Anrichte-Deko-Königin, aber so ein Schicht-Dessert kriegt jeder Koch-Legastheniker schön hin
.
Da schöne Fotos aber leider nicht jeder Depp hinkriegt, finde ich mein Dessert in natura noch deutlich hübscher als auf dem Foto, aber man bekommt einen Eindruck. Außerdem finde ich, dass es nach total viel Arbeit aussieht, in Wirklichkeit schäme ich mich schon fast dafür, das hier überhaupt als Rezept zu posten. Ich habe nämlich nahezu ausschließlich auf fertige Produkte zurückgegriffen, aber wer möchte, kann sich natürlich auch mehr Arbeit machen.
An Keksen eignen sich fast alle, ich hatte Dinkel-Schoko-Kekse von Alnatura da und ich fand, dass die Schokolade perfekt zu dem Rest passte, daher würde ich die wieder nehmen, aber andere gehen natürlich auch. Den Vanillepudding kann man natürlich selber kochen, was sich meiner Meinung nach aber nur lohnt, wenn man mindestens die doppelte Menge macht, für zwei Portionen nehme ich den fertigen.
Das Dessert eignet sich hervorragend für Parties, da man es schon gut vormittags vorbereiten kann, außerdem sieht es hübsch aus und man kann es einfach in kleinere Gläser schichten, woraus es dann jeder löffeln kann, geschmacklich kann ich mir kaum vorstellen, dass es jemand nicht mag.

Brombeer-Schicht-Dessert
Zutaten für zwei groooße Gläser (ja, ich bin verfressen!):
- 400 g Sojajoghurt, natur
- 350 g Brombeeren, frisch (oder anderen Beeren, TK geht natürlich auch)
- 2-3 El Rohrzucker
- 1/4 Tl Vanille, gemahlen
- 1/2 El Speisestärke + 2 El Wasser
- 125 g Soja-Vanille-Pudding (fertig zB von Alpro oder selber gekocht)
- 1-2 El Puderzucker (je nachdem, wie süß die Creme sein soll)
- 75 g Schoko-Dinkel-Kekse (oder andere Lieblingskekse)
Zubereitung:
Den Sojajoghurt in einem Kaffeefilter (oder einem Tuch) ca. 2 Stunden abtropfen lassen.
Die Brombeeren mit dem Rohrzucker und Vanille in einem Topf einmal aufkochen. Die Speisestärke mit dem Wasser verrühren und unter Rühren zu den Beeren geben und einmal mit aufkochen lassen. Dabei möglichst wenig rühren, um die Beeren nicht zu sehr zu zermatschen. Das Ganze hat dann ungefähr die Konsistenz von roter Grütze.
Die Beeren etwas auskühlen lassen.
Die Kekse in einer Schüssel mit den Händen grob zerkrümeln (wenn man eine größere Menge macht, einfach die Kekse in einen Gefrierbeutel geben und dann mit dem Nudelholz drüberrollen).
Den abgetropften Sojajoghurt zusammen mit dem fertigen Vanillepudding mit dem Handrührer cremig rühren, hierbei den Puderzucker einrieseln lassen.
Eine Schicht Kekse in ein Glas geben, darüber etwas Brombeer-Grütze, darüber Vanille-Joghurt-Creme, dann wieder Kekse, Brombeeren, Creme usw.
Zum Schluss noch ein paar Kekskrümel und einen Klecks Brombeeren als Topping auf die oberste Schicht Creme geben. Eine Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen und dann genießen.
Et voilá!
Blaubeer-Muffins
Am liebsten esse ich Blaubeeren einfach pur, ich könnte die Dinger kiloweise wegnaschen…wobei die gekauften ja leider nur wenig mit denen aus dem Wald zu tun haben. Da ich hier aber keinen Wald zum Selbersammeln habe, nehme ich halt die gezüchteten, für Stadtkinder geht das schon
.
Ich habe aber noch NIE Blaubeermuffins gegessen geschweige denn selber gemacht, keine Ahnung, warum. Es kam mir irgendwie nie in den Sinn, die Beeren zu verarbeiten, dabei sind Blaubeermuffins wohl eine DER klassischen Muffin-Variationen und gerade in Läden wie zB Starbucks uä grundsätzlich zu finden. Daher habe ich mich gestern dann auch mal dem Koch-Mode-Diktat gebeugt und meine geliebten Blaubeern in Muffins gebacken.
Ich war erstaunt, wie lecker die Dinger sind und wie sehr man den typischen Blaubeergeschmack herausschmeckt, ich hatte Angst, dass der etwas untergeht, aber dem war nicht so. Ganz typisch gehören wohl noch Streusel auf die Muffins, aber ich esse derzeit eh wieder so mächtig und fettig, dass ich dieses Mal darauf verzichtet habe. Dafür habe ich einfach ein bisschen Rohrzucker über den Teig gestreut, das gibt eine leckere feine Kruste. Außerdem habe ich zur Zubereitung Sojajoghurt genommen, dadurch sind sie relativ leicht geworden und man kann gleich zwei davon essen.

Blaubeer-Muffins
Zutaten für 6-7 Muffins:
- 140 g Dinkelmehl Typ 630 (oder helles Weizenmehl)
- 3 El Rohrzucker + 2 Tl zum Bestreuen
- 1 Prise gemahlene Vanille
- 1/2 Tl Natron
- 1 1/2 Tl Weinsteinbackpulver
- 1 Prise Salz
- 1 El Speisestärke
- 150 g Blaubeeren
- 25 Alsan
- 3 El Sojasahne
- 150 g Sojajoghurt, natur
- 1 El Zitronensaft
- evtl. 2 El Wasser (falls der Teig zu fest ist, hängt vom Mehl ab)
Zubereitung:
Das Mehl mit dem Rohrzucker, Vanille, Salz, Natron und Backpulver vermengen. Die Alsan schmelzen (vorsichtig bei niedriger Hitze, da sie schnell anfängt zu spritzen) und in einer separaten Schüssel mit der Sojasahne, dem Sojajoghurt und dem Zitronensaft verquirlen.
Die Alsan-Sojasahne-Joghurt-Mischung zu dem Mehlgemisch geben und alles mit einem Löffel zu einem zähen Teig verrühren, es dürfen ruhig Klümpchen entstehen. Falls der Teig zu fest sein sollte, einfach noch 2 El Wasser zufügen.
Die gewaschenen Blaubeeren unterheben, nicht mehr zu viel rühren, damit sie nicht vermatscht werden.
Den Teig in Muffinförmchen füllen (die Förmchen sollten zu ca. 2/3 gefüllt sein) und mit dem restlichen Rohzucker bestreuen.
Im vorgeheizten Backofen bei knapp 200 °C Ober- und Unterhitze ca. 25 Minuten backen. Zwischendurch kontrollieren und am Ende die Stäbchenprobe machen. Abkühlen lassen und genießen.
Et voilá!
Ratatouille
Ich habe gerade das Buch “Das Limonenhaus” als Hörbuch gehört – super schön, ich bin traurig, dass es schon vorbei ist…es hat mich aber daran erinnert, wie sehr ich die mediterrane Küche mag und aus irgendeinem Grund bekam ich Lust auf ein richtig schönes Ratatouille.
Früher habe ich das gerne und oft gegessen, da es leckere Gemüsesorten vereint und sehr schnell zu machen ist. Seit einigen Jahren war ich aber davon überzeugt, keine Auberginen zu mögen und da das eines der Hauptgemüse des Ratatouille ist, hab ich dieses Essen ewig nicht gegessen.
Und ich muss sagen: ein Irrtum!!! Auberginen können verdammt lecker sein und einen hervorragenden Geschmack haben! Gerade diesem Gemüsegericht geben sie den richtigen Yummy-Faktor und obwohl es recht banal aussieht und klingt, hat es so unglaublich fein und aromatisch geschmeckt, der Hammer. Ich bin ganz begeistert und habe mal wieder zwei Tage nur dasselbe gegessen…
Der Clou waren die ganzen frischen Kräuter, die ich glücklicherweise gerade auf dem Balkon habe, zur Not gehen natürlich auch getrocknete. Bei mir gab es dazu Reis, was aber wohl eher untypisch ist, glaube ich. Es schmeckt auch hervorragend mit frischem Baguette oder kleinen Kartöffelchen.

Ratatouille
Zutaten für 2-3 Portionen:
- 1 mittelgroße Zucchini
- 1 mittelgroße Aubergine
- je 1 rote und 1 gelbe Paprika
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 3-4 El Olivenöl
- 1 kleine Dose geschälte Tomaten
- 1 El Tomatenmark
- Salz, Pfeffer
- 1 Tl Rohrzucker
- je ein Zweig frischer Thymian und Rosmarin
- eine Handvoll Basilikumblätter
Zubereitung:
Die Zucchini, Aubergine und Paprikaschoten waschen, putzen und in mittelgroße Würfel schneiden. Ebenso die Zwiebel hacken, den Knoblauch fein würfeln.
Von den Dosentomaten den Strunk entfernen und die Tomaten etwas zerkleinern. Die Rosmarinnadeln vom Zweig abzupfen, ebenso die Thymianblättchen, beides ganz fein hacken, die Basilkumblätter klein zupfen.
In einer großen beschichteten Pfanne das Olivenöl erhitzen und bei mittlerer Temperatur die Zucchini-, Auberginen- und Paprikawürfel zusammen anbraten, dabei häufig wenden. Nach ca. 10 Minuten die Zwiebelwürfel zufügen und mitdünsten. Sobald das Gemüse beginnt zu bräunen, den Knoblauch zugeben, dann alles mit den Tomaten ablöschen. Die Kräuter zufügen, alles kräftig salzen und pfeffern und mit dem Rohrzucker abschmecken.
Das Gemüse noch fünf Minuten köcheln lassen, mit dem Tomatenmark etwas abbinden und servieren.
Et voilá!
gelbe Currypaste (mild)
Da ich es echt schwer finde, eine leckere (!!!) Currypaste zu finden, die weder zu scharf noch mit Sardellen oder Garnelen oder Shrimps ist, was leider bei den meisten der Fall ist, mache ich meine Currypasten seit Jahren selber.
Das hört sich deutlich aufwendiger an als es ist, denn man könnte zwar die Gewürze immer im Ganzen nehmen und dann mühselig von Hand zermörsern, was halt authentischer wäre, aber seeeehr aufwendig, alternativ macht es aber im Curry später meiner Meinung nach nach keinen Unterschied, wenn man einfach fertig gemahlene Gewürze nimmt (gibt´s richtig günstig im Asia-Laden oder beim Türken), ich habe beide Varianten probiert und spare mir mittlerweile das Mörsern.
Außerdem kann man bei selbstgemachten Pasten den Schärfegrad selber bestimmen und auch die Dosierung der restlichen Ingredienzien. Um später im Curry den optimalen Geschmack zu erreichen, ist es ganz wichtig, die Currypaste einige Minuten mit dem Gemüse zusammen anzubraten, dann entfalten sich die verschiedenen Aromen so richtig gut.

gelbe Currypaste
Zutaten für ca. 3 Mal Gemüsecurry-Kochen:
- 3 El Koriander, gemahlen
- 2 El Kreuzkümmel, gemahlen
- 2 El Kurkuma, gemahlen
- 4 kleine getrocknete Chilischoten (wer´s schärfer mag, nimmt mehr)
- 1 Tl Salz
- 1 Tl schwarzer Pfeffer, gemahlen
- 1 Tl mittelscharfer Senf
- 4 Knoblauchzehen, gehackt (alternativ 1 El Knoblauchpulver)
- 2 El Ingwer, fein gehackt (alternativ 1 1/2 El Ingwerpulver)
- 2 El Apfelesseig (oder Kräuteressig, weißer Balsamico etc, nur kein dunkler)
- 5 El Rapsöl
Zubereitung:
Alle Zutaten mit einander verrühren und am Besten mit dem Pürierstab ein paar Minuten ganz fein pürieren bis eine homogene feine Paste entsteht.
In ein 250g-Glas mit Schraubverschluss füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Die Currypaste hält sich bestimmt zwei Monate (solange kein Schimmel oder Verfärbungen drauf sind, ist alles ok). Für ein Curry für 2-3 Personen braucht man ca. 2 El Currypaste.
Et voilá!
Schnelles Tofu-Pilz-Ragout
Heute mal was echt schnelles und trotzdem sehr lecker, eigentlich hatte ich gar nicht vor, das Rezept zu posten, aber das Essen sah sooo gut auf dem Teller aus, das kann ich der Welt ja nicht vorenthalten
Wichtig hierbei sind gute Pilze (am Besten braune Bio-Champignons, die sind am aromatischsten) und möglichst frische Kräuter aus dem Garten bzw. vom Balkon. Die runden das Ragout schön ab.
Im Moment bin ich völlig weg der der Alpro Soja-Cuisine, die schmeckt mir gar nicht mehr. Dafür verwende ich jetzt immer CreSoy von Natumi, die finde ich irgendwie neutraler, weniger nach Soja schmeckend. Außerdem dickt sie auch etwas an, die Soja-Cuisine finde ich sehr flüssig. Naja, ist ja aber wie immer Geschmacksache…nur stark kochen sollten weder die eine noch die andere Sojasahne, beide flocken sonst aus. Ach ja, Hafersahne (zB Oatly) geht natürlich auch sehr gut, davon würde ich nur etwas mehr nehmen, da die ein wenig wässrig und nicht ganz so sämig schmeckt.
Dieses Ragout ist eines der wenigen warmen Essen, die ich auch bei der Hitze mag, allerdings erst abends. Dazu gab es bei mir Dinkel-Muschelnudeln, die sind einfach nur yummi und dazu deutlich gesünder und bekömmlicher als Hartweizennudeln, wobei die Vollkornvariante ja auch lecker ist.

Schnelles Tofu-Pilz-Ragout
Zutaten für zwei Personen:
- 250 g Dinkelnudeln
- 150 g Tofu, natur
- 250 g braune Champignons, möglichst klein
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe, optional
- 2 El Rapsöl (oder anderes neutrales Öl wie zB Sonnenblumenöl)
- 150 ml Gemüsebrühe
- 100 ml Sojasahne (zB CreSoy)
- 1-2 El Zitronensaft
- 2 El Hefeflocken
- Salz, Pfeffer
- etwas Majoran, getrocknet
- 1/2 Tl Senf, mittelscharf
- je 2 El Petersilie und Schnittlauch, frisch
Zubereitung:
Die Nudeln in Salzwasser bissfest garen.
In der Zwischenzeit die Champignons putzen und vierteln, die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken. Den Tofu in ca. 1-cm-große Würfel schneiden.
Das Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und zunächst den Tofu unter gelegentlichem Rühren rundherum goldgelb und leicht knusprig braten. Nun die Champignons zufügen und scharf anbraten. Nach einigen Minuten die Hitze reduzieren und die Zwiebelwürfel zugeben. Unter Rühren etwas glasig werden lassen, ganz zum Schluss den Knoblauch zufügen.
Alles mit der Gemüsebrühe ablöschen, die Gewürze zugeben und alles ein paar Minuten köcheln lassen, ab und zu umrühren.
Die frischen Kräuter fein hacken.
Die Herdplatte ausschalten, jetzt die Sojasahne einrühren ebenso wie die frischen Kräuter.
Alles mit den abgetropften Nudeln vermengen, servieren und genießen.
Et voilá!
Linguine mit Zucchini, Kartoffeln, Tomaten und Basilikum
Was sich zunächst wie eine Art “Verunglückung” klingt, ist Absicht
Nudeln und Kartoffeln passen manchmal hervorragend zusammen, zumindest in diesem Fall. Sie fungieren einfach als Gemüse neben den Zucchini und werden möglichst kross angebraten (ich war dieses Mal etwas zu ungeduldig…).
Zudem ist die Mischung aus Nudeln und Kartoffeln eine hervorragende Restverwertung, da bei mir meist zu wenig Kartoffeln übrig bleiben, um sie ein zweites Mal als Hauptmahlzeit oder Hauptbeilage zu essen und angebrochene Nudelpackungen, die für einen uz viel und für zwei zu wenig sind, habe ich irgendwie auch zuhauf. Beides zusammen reicht dann aber für zwei und der Kühlschrank ist auch aufgeräumt.
Außerdem hat man ein frisches und fruchtiges leichtes Sommeressen, was hervorragend in den Abend passt und nicht belastet und “stopft”.

Linguine mit Zucchini, Kartoffeln, Tomaten und Basilikum
Zutaten für zwei Portionen:
- 150 g Linguine
- 3 gekochte Kartoffeln
- 1 Zucchini
- 4 reife Strauchtomaten
- 1 kleine Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 1 kleines Stück Chilischote, getrocknet
- 2 El frisches Basilikum, gehackt
- 2 El Olivenöl
- Salz und Pfeffer
Zubereitung:
Die Nudeln in reichlich Salzwasser bissfest garen.
Zwischenzeitlich die Zucchini in grobe Stücke schneiden, die Kartoffeln schälen und würfeln, ebenso die Zwiebel. Den Knoblauch fein hacken.
Tomaten mit kochendem Wasser überbrühen (für ca. 1 Minute, vorher kreuzweise einritzen), dann kalt abschrecken und die Haut abziehen. Die geschälten Tomaten dann mit Fruchtfleisch grob hacken.
In einer beschichteten Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Zucchini zusammen mit den Kartoffeln scharf anbraten bis beides eine leichte Kruste hat. Hitze reduzieren und die Zwiebeln zufügen. Einige Minuten unter Rühren mit dünsten. Direkt vor Schluss den Knoblauch einrühren, dann die Tomatenstücke zufügen ebenso wie die getrocknete Chilischote (wer mag, hackt sie vorher etwas, wer´s nicht so scharf mag, sollte sie im Ganzen lassen, dann nimmt man sie später einfach wieder raus, aber sie hat Aroma abgegeben).
Das Gemüse gut salzen und pfeffern (es braucht recht viel Salz) sowie das Basilikum einrühren. Alles kurz köcheln lassen, falls es zu wenig Flüssigkeit ist, einfach ein bis zwei Esslöffel Wasser zufügen. An sich ist es aber keine richtige Sauce, sondern eher ein Sugo, was die Nudeln lediglich leicht umhüllen soll…
Die abgegossenen Lingunie unter die Tomaten-Gemüsemischung heben, so dass sich alles schön verbindet. Servieren und genießen.
Et voilá!
Paprika-Gulasch mit Räuchertofu
Endlich mal wieder ein veganes Rezept für ein Hauptgericht
Nachdem ich mich seit Wochen von Pesto oder fertiger Bolognese-Sauce ernähre, hatte ich nun mal wieder Lust, “richtig” zu kochen. Wobei es kein aufwendiges oder schwieriges Gericht ist. Dafür aber sehr lecker!
Hauptbestandteil sind rote Paprikaschoten, dann noch Zwiebeln und Räuchertofu oder alternativ: geräucherte Seitanwurst. Ich hatte diesmal geräucherte Seitanwurst, die ich letztens im Veganladen in Köln am Stück gekauft habe. Pur fand ich die ziemlich widerlich und mochte sie nicht auf Brot essen, aber auf Grund der starken Räucherung hat sie sich hervorragend für dieses Gulasch geeignet.
Da ich momentan ja etwas kochfaul bin, finde ich an Gerichten wie diesem so toll, dass sich problemlos ein großer Topf machen lässt, von dem ich dann tagelang essen kann. Zu dem Gulasch passt Reis (mein Favourit), aber auch Spirelli-Nudeln oder Kartoffeln.

Paprika-Gulasch mit Räuchertofu
Zutaten für 4 Personen:
- 3 rote Paprikaschoten
- 2 Zwiebeln
- 2 Knoblauchzehen
- 300 g Räuchertofu oder geräucherte Seitanwurst
- 2 El Rapsöl
- 1 El Weizenmehl
- 2 El Paprikapulver, edelsüß
- 100 ml Weißwein (alternativ: Gemüsebrühe und ein Spritzer Zitrone)
- 400-500 ml Gemüsebrühe
- 3-4 El Tomatenmark, dreifach konzentriert
- 2 Tl Majoran, getrocknet
- 1 El Sojasauce
- 2 El Hefeflocken
- 2 Tl Rohrzucker
- Salz und Pfeffer
Zubereitung:
Paprika putzen und evtl. schälen (ich schäle die Haut immer mit einem Sparschäler ab, da ich das bekömmlicher finde und die Haut im Essen einfach nicht mag…), dann kleinschneiden, Zwiebeln schälen und in Viertel-Ringe schneiden, Knoblauch fein hacken und den Räuchertofu würfeln.
Das Öl in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen und zunächst die Paprikastücke zusammen mit dem Räuchertofu scharf anbraten, dann die Hitze etwas reduzieren und die Zwiebelringe zufügen. Einige Minuten glasig dünsten. Ganz zum Schluss den Knoblauch zugeben, alles mit dem Mehl und dem Paprikapulver bestäuben, umrühren und kurz anrösten (nicht zu heiß!!), dann alles erst mit dem Weißwein und dann mit der Gemüsebrühe ablöschen, dabei ständig rühren.
Die Wassermenge richtet sich danach, ob man lieber dickere oder dünnere Saucen mag, also evtl noch Wasser zufügen. Tomatenmark und die Gewürze einrühren, alles aufkochen, Hitze reduzieren und alles ganz leicht ca. 20 Minuten köcheln lassen. Ab und zu umrühren. Zum Schluss nochmals kräftig abschmecken und evtl. nachwürzen. Zu Reis, Nudeln oder Kartoffeln servieren.
Et voilá!