Artikel getaggt mit Sauce

Asia-Gemüse mit Tofu und Cashews

Unspektakulär, aber super lecker: ganz viel Gemüse mit lecker mariniertem Tofu und Cashewnüssen, dazu ordentlich Knoblauch und Ingwer und eine leichte Asia-Sauce mit feiner Curry-Note. Dazu Reis und fertig ist ein fantastisches Essen.

Enjoy :-) .

Asia-Gemüse mit Tofu und Cashews

Asia-Gemüse mit Tofu und Cashews

Zutaten für 4 Portionen:

  • Reis, Menge und Sorte nach Hunger und Geschmack (ich mag sehr gerne eine Mischung aus Jasmin-Duftreis und Langkornreis)
  • 200 g Tofu, natur
  • 5 El Shoyu (Sojasauce, hell)
  • 1 El Zitronensaft
  • 2 große Möhren (oder 3 mittelgroße)
  • 1 mittelgroße Zucchini
  • 250 g Austernpilze (alternativ Champignons)
  • 1 Stange Lauch
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen (wenn möglich den ganz frischen jungen, der ist sooo aromatisch…)
  • 1 großes Stück Ingwer
  • 1 El Mirin (Reiswein), alternativ 1 El Limettensaft
  • 1 El Tomatenketchup
  • 1/2 El süß-scharfe Chilisauce
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 1 El Sesamöl
  • 2 El Rapsöl
  • 1/2 Tl Koriander, gemahlen (frischer ist natürlich noch toller…)
  • 1 Tl Currypulver
  • 75 g Cashews, egal, ob geröstet und gesalzen oder roh

Zubereitung:

Den Tofu würfeln, die Sojasauce mit dem Zitronensaft mischen und den Tofu darin ca. eine Stunde marinieren, länger geht natürlich auch.

Die Möhren schälen, die Zucchini putzen und beides in feine Streifen schneiden. Austernpilze putzen (nicht waschen, da sie sich sonst mit Wasser vollsaugen) und mundgerecht würfeln. Lauch waschen und putzen, in halbe Ringe schneiden, Zwiebel putzen und würfeln.

Knoblauch und Ingwer schälen und ganz fein würfeln.

Den Reis am Besten mit der Quell-Methode kochen, also die doppelte Menge Wasser mit dem Reis aufsetzen, etwas Salz dazu, zum Kochen bringen und auf der abgeschalteten Herdplatte ausquellen lassen, bis der Reis das ganze Wasser aufgesogen hat. Hierdurch bleiben alle Vitamine erhalten und werden nicht ausgeschüttet.

Einen Wok oder eine große beschichtete Pfanne erhitzen, die beiden Ölsorten zufügen und den Tofu ohne Marinade (Marinade aber aufheben!) scharf anbraten, dann die Pilze zufügen, ebenfalls unter großer Hitze rührbraten. Ebenso mit den Möhren und Zucchini verfahren, aufpassen, dass das Gemüse nicht verbrennt.

Wenn ungeröstete Cashews verwendet werden, diese auch kurz mitbraten, um sie zu rösten. Zum Ende die Lauchringe und Zwiebelwürfel zufügen und mit rührbraten.

Die Tofumarinade mit dem Reiswein, Ketchup, Chilisauce, Gemüsebrühe, Koriander und Curry verrühren. Ingwer und Knoblauch zu dem Gemüse in den Wok geben und 1-2 Minuten unter Rühren braten.

Alles mit der Marinade ablöschen und kurz köcheln lassen, Herd ausschalten.

Zusammen mit dem reis servieren und genießen.

Et voilá!

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Pesto Presto

Zugegeben – der Titel ist etwas irreführend, wenn nicht gar falsch, aber eigentlich auch wieder nicht…hm, korrekt wäre vielleicht eher “trockenes Pesto”. Aber wie klingt das denn?!

Es ist aber völlig egal, wie man es korrekt nennt,denn,  abgesehen davon, dass ich finde, dass “Pestp Presto” supi klingt, dieses Rezept ist so oberlecker, dass der Name (tofu)wurscht ist.

Im Grunde ist es eine Art Instant-Pesto, was soooo aromatisch ist, ich könnte mich reinlegen. Die Zubereitung ist sogar eher etwas langwieriger als klassisches Pesto, aber auch nicht wirklich: Nüsse mahlen, mit Kräutern und Gewürzen mischen und getrocknete Tomaten fein hacken (das ist das Aufwändigste), fertig. Man kann in den Zutaten hervorragend variieren, ich habe eine Mischung aus Mandeln, Cashewnüssen und Paranüssen genommen, dazu gefriergetrocknetes Basilikum (das erinnert mehr an frisches Basilikum als das normale getrocknete…), Gewürze und Soft-Tomaten, die sind herrlich aromatisch und weicher als ganz getrocknete Tomaten. Der “Nachteil” der Soft-Tomaten ist, dass man sie nicht im Mixer hacken kann, sondern das Messer nehmen muss und dass sie eben noch einen Rest Feuchtigkeit haben, so dass sich die fertige Pesto-Mischung nicht so lange hält.

Ich finde aber, das macht nichts, denn die Mischung ist so gut, dass wir das komplette Rezept in einer Woche zu zweit aufgegessen haben, von daher…wer das Pesto Presto auf Vorrat machen möchte (dafür isses eigentlich gedacht), sollte die ganz trockenen getrockneten Tomaten nehmen, dann hält sich die Mischung einige Wochen in einem Glas mit Deckel oder Tupper im Kühlschrank (aber das Aroma ist mit den Soft-Tomaten echt unschlagbar!).

Ach so, die Zubereitung: einfach pro Portion zwei Esslöffel Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, zwei Esslöffel der Pesto-Presto-Mischung dazu, zwei Minuten leicht anrösten, dann tropfnasse Nudeln dazu, schwenken, fertig.

Pesto Presto

Pesto Presto

Zutaten für ca. 1000 g Nudeln:

  • 75 g Mandeln
  • 75 g Cashewnüsse, ungeröstet und ungesalzen
  • 25 g Paranüsse
  • 100 g Soft-Tomaten
  • 2 El gefriergetrocknetes Basilikum (alternativ ca, 1 El normales getrocknetes Basilikum)
  • 2 El Hefeflocken
  • 1 Tl Knoblauch, gemahlen (optional)
  • evtl. Salz, aber Vorsicht, meist sind die getrockneten Tomaten schon gesalzen, daher braucht man oft nicht noch mehr

Zubereitung:

Die Nüsse mittelfein mahlen (ich habe so einen Becher mit Häckselmesser als Untersatz für den Pürierstab, damit geht´s perfekt), also so, dass noch kleine Stückchen vorhanden sind.

Die Tomaten entweder mit einem großen scharfen Messer fein hacken oder (wenn man ganz trockene Tomaten nimmt) auch in dem Mixaufsatz zerhäckseln. Mit den Nüssen und den Gewürzen in einer Schüssel gut vermengen. Fertig.

In einem trockenen Behälter mit Deckel hält sich die Variante mit den Soft-Tomaten etwa eine Woche im Kühlschrank, evtl. auch länger. Die ganz trockene Variante sollte sich mehrere Wochen halten.

Die Zubereitung zu Nudeln ist simpel: pro Portion (ca. 125 g Nudeln) einfach zwei El Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, zwei El Pesto-Presto-Mischung dazu, leicht anrösten, dann tropfnasse Nudeln (oder etwas Nudelwasser plus Nudeln) dazu, vermengen, lecker!

Et voilá!

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Macadamia-Streich-”Käse”

Ich steh auf veganen Streichkäse. Meistens mache ich eine Art “Frischkäse” aus abgetropftem Sojajoghurt und Kräutern, manchmal aber auch aus Tofu oder Cashewmus. Beim blog-Hopping bin ich mal wieder auf Nuss-Käse gestoßen. Ich finde diese Idee sehr spannend, weil ich eben gerne Nüsse und gerne veganen Streichkäse esse, die Kombination aber doch eher ungewöhnlich ist.

Bisher mochte ich auch keine Macadamia-Nüsse, ich fand irgendwie, die schmecken nach “Füßen” (nein, ich weiß nicht, wie Füße schmecken, aber ich weiß, wie Käsefüße riechen…). Da aber “Füße” und “Käse” wiederum irgendwie passen, wollte ich das Experiment wagen und einen Macadamia-Nuss-”Käse” kreieren. Und ich finde, er ist sehr gut gelungen :-) .

In der Zubereitung wirklich nicht schwer oder langwierig, im Geschmack leicht nussig, ein bisschen schmelzig und lecker würzig. Die Konsistenz ist die von Streichkäse und wird durch Agar-Agar erreicht, der Geschmack profitiert von Hefeflocken, Zitrone, Senf und vor allem Schabziger Klee. Und natürlich von den Nüssen.

Schabziger Klee ist ein Gewürz, was ich aus dem Reformhaus habe und was sehr gut zu veganen “Käse”-Gerichten passt und geschmacklich sehr würzig intensiv ist und ein wenig an Liebstöckel (Maggikraut) erinnert. Ich finde, das Gewürz macht diesen Nuss-Streichkäse erst so richtig yummy und rund.

Wer einen festen Schnittkäse bevorzugt, sollte ca. 1 El Agar-Agar nehmen, ich mag diese wabbelige Konsistenz nicht und nehme daher weniger und mache lieber “Streichkäse”. Man kann auch hervorragend mit den Gewürzen experimentieren oder diverse frische Kräuter untermengen oder auch zB kleine Paprikastückchen o.ä.

Macadamia-Streich-"Käse"

Macadamia-Streich-"Käse"

Zutaten für eine 550 ml Form:

  • 125 g Macadamianüsse, roh oder geröstet und gesalzen
  • Wasser zum Einweichen
  • 250 ml Sojamilch
  • 75 ml Wasser
  • 4 El Hefeflocken
  • Salz, Pfeffer
  • 1/2 Tl Schabzigerklee, gemahlen
  • einige Abriebe frische Muskatnuss
  • 1 geh. Tl Dijon-Senf
  • 3 El Zitronensaft
  • 1 El weißes Tahin (aus geschälten Sesamsamen, ungeschälte sind zu bitter!)
  • 1 geh. Tl Agar-Agar

Zubereitung:

Die Macadamianüsse in einer Schüssel komplett mit Wasser bedecken und ca. 2 Stunden einweichen. Dann das Wasser abgießen und die Nüsse gut abspülen.

Mit den übrigen Zutaten bis auf Wasser und Agar-Agar in eine Schüssel geben und mit dem Pürierstab zu einer ganz feinen homogenen Masse pürieren, je nach Mixer dauert das ein paar Minuten. Nochmals kräftig abschmecken und ggf. nachwürzen.

Das Wasser mit Agar-Agar verrühren und in einem kleinen Topf unter Rühren ca. 2 Minuten sprudelnd kochen lassen, dabei die ganze Zeit rühren. Vom Herd nehmen und den heißen Agar-Agar-Wasser-Mix bei laufendem Pürierstab bzw. Mixer in die Nussmasse einfließen lassen. Unbedingt dabei bereits weiter pürieren, da das Agar-Agar extrem schnell geliert und man dann Gelee-Klümpchen hat, das lässt sich aber durch schnelles Verarbeiten und pürieren vermeiden.

Die Masse in ein verschließbares Schälchen geben und im Kühlschrank durchkühlen lassen. Der Aufstrich eignet sich super als Dip oder verdünnst als Sauce, aber auch klecksweise auf Pizza anstelle von Hefeschmelz.

Et voilá!

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Kunterbunter Gemüse-Topf mit mariniertem Tofu und Hülsenfrüchten

Im Moment ist meine Woche so voll gepackt, dass ich kaum zum bloggen komme, aber da ich auch kaum koche, hebt sich das wieder auf…

Eigentlich sehr bescheuert, denn kochen entspannt mich und hilft mir oft, ein bisschen den Kopf frei zu bekommen. Außerdem sollte man (respektive ich) bei viel Stress, Anspannung, geistiger und körperlicher Aktivität  gerade möglichst viele gute, gesunde und vitaminreiche Sachen essen. Also schön frisch kochen mit Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen usw. Viel Vollkorn und frisch gemahlenes Getreide und zwischendurch lecker Obst und Sojajoghurt.

Tja, und was mache ich?! Esse den Tag über ganz viel Brot (natürlich nicht selbst gebacken, da ich gerade keine Zeit und keinen Nerv habe…) mit gekauften Aufstrichen und abends gibt´s dann wahlweise Nudeln mit Pesto oder Nudeln mit Tomatensauce – an schlechten Tag fertige Sauce aus dem Glas, an guten Tagen frische Sauce mit einem Hauch Gemüse. Zwischendrin dann Kekse und Gummitiere, machmal Schokolade. Super, das gibt doch alles gleich mehr Energie…

Naja, die meisten werden das kennen und Selbsterkenntnis und so weiter. Jedenfalls heißt es ja so schön: Wenn Du in Eile bist, mach´ eine Pause. Auf das Kochen übertragen also: Wenn Du keine Zeit und Lust zum Kochen hast, stell´Dich in die Küche und koch´was mit richtig viel Gemüse und Schnibbelei, alles möglichst bedächtig und lächel dabei :-) .

Also bin ich diesem Grundsatz gefolgt. Wobei ich eigentlich nur ganz viel Zeugs im Kühlschrank hatte, was endlich mal verkocht werden musste, außerdem wollte ich ein Essen, was ich kalt mitnehmen und dazu noch die nächsten Abende mit verschiedenen Beilagen essen kann.

Hier daher eine Clean-your-fridge-Variante von meinem geliebten Tofu-Gemüse-Chili. Dieses Mal unter anderem mit Fenchel, zwei Sorten Tofu, Kidney Bohnen und Kichererbsen. Da die Schnibbelei so lange gedauert hat, habe ich schlauerweise den Tofu endlich mal wieder mariniert. Lecker! Dazu gab es einmal Reis und einmal Kartoffeln und den Rest so. An Gemüse kann man alles nehmen, was der Kühlschrank hergibt, also bloß nicht sklavisch ans Rezept halten.

Kunterbunter Gemüse-Topf mit mariniertem Tofu und Hülsenfrüchten

Kunterbunter Gemüse-Topf mit mariniertem Tofu und Hülsenfrüchten

Zutaten für 6 Personen:

Tofu + Marinade:

  • 200 g Räuchertofu
  • 200 g Naturtofu
  • 1 El Tomatenmark, dreifach konzentriert
  • 50 ml Rotwein (alternativ einfach mehr Gemüsebrühe)
  • 100 ml kräftige heiße Gemüsebrühe (einfach 1 Tl Gemüsebrühpulver + kochendes Wasser)
  • 1 Tl Hefeextrakt
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Tl Olivenöl
  • 1 Tl Paprikapulver, edelsüß
  • 1/2 Tl Thymian, getrocknet
  • 1/2 Tl Basilikum, getrocknet
  • 1/2 Tl Oregano, getrocknet
  • knapp 1 Tl Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1/2 getrocknete Chilischote, fein gewürfelt (mit oder ohne Kerne, je nachdem, wie scharf man es mag)

Gemüse-Topf:

  • 1 kleine Fenchelknolle
  • 2 Mairübchen oder 1 kl. Kohlrabi
  • 3 große Möhren
  • je 1 rote, grüne und gelbe Paprikaschote
  • 1 kleine Zucchini
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 1 Bund Lauchzwiebeln
  • 2 große Knoblauchzehen
  • 3 El Olivenöl
  • 500 ml passierte Tomaten
  • 1 kleine Dose Schältomaten (400 g)
  • 2-3 El Tomatenmark, dreifach konzentriert
  • 75 ml Rotwein (alternativ einfach die entsprechende Menge Gemüsebrühe mehr)
  • 1 El Paprikapulver, edelsüß
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • 2 El Thymian, frisch (alternativ 2 Tl getrocknet)
  • 3 El Basilikum, frisch (alternativ 2 Tl getrocknet)
  • 1 Tl Oregano, getrocknet
  • 1 kl. Dose Kichererbsen
  • 1 kl. Dose Kidneybohnen
  • 1 Dose Gemüsemais
  • 1 El Rohrohrzucker
  • 1 Tl Kreuzkümmel, gemahlen
  • 2 El Hefeflocken
  • 2 Tl Hefeextrakt
  • 1 El Sojasauce
  • 1 getrocknete Chilischote (oder mehr, je nach Schärfe-Geschmack…ich bin da ein Mimöschen)

Zubereitung:

Die beiden Tofusorten würfeln (ca. 1 cm groß). Die Zutaten für die Marinade in einer ausreichend großen Schüssel verrühren und die Tofuwürfel darin für etwas eine Stunde marinieren (gerne auch länger…).

Das Gemüse waschen, schälen, putzen und in mundgerechte Würfel/Stücke schneiden (je nach Geschmack, ich finde, hier darf das Gemüse ruhig etwas “grober” sein). Den Knoblauch fein würfeln.

Das Olivenöl in einem großen beschichteten Topf erhitzen und die marinierten Tofuwürfel darin scharf anbraten (die Marinade aufheben!). Wer keinen so großen beschichteten Topf hat, nimmt eine beschichtete Pfanne für den Tofu und brät ihn separat darin an und das Gemüse dann in einem großen nicht-beschichteten Topf und gibt den Tofu später einfach dazu.

Das Gemüse zufügen und mitbraten (evtl. erst die Hälfte des Gemüses nehmen und nach ein paar Minuten den Rest, denn wenn man zu viel Gemüse auf einmal nimmt, zieht es sehr viel Wassre und brät nicht mehr).

Alles einige Minuten richtig scharf anbraten, dann den Knoblauch zufügen und alles mit dem Rotwein ablöschen. Mit der Gemüsebrühe aufgießen, Tomaten (zerstückelt und ohne Strunk) und passierte Tomaten zufügen, ebenso wie die ganzen Gewürze und Kräuter (gehackt).

Die Bohnen und Kichererbsen in einem Sieb unter kaltem Wassre abspülen und zusammen mit dem Mais zu dem Gemüse geben. Alles aufkochen und unter gelegentlichem Rühren ca. 30 Minuten köcheln lassen.

Nochmals kräftig abschmecken, evtl. nachwürzen und mit Reis/Kartoffeln/Baguette servieren und genießen.

Et voilá!

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Bärlauch-Pesto

Hier nun das versprochene Rezept für Bärlauch-Pesto wie ich es immer mache. Man könnte auch einfach nur Bärlauch mit Olivenöl pürieren, aber das wäre für mich dann eher eine Art Bärlauch-Würz-Paste, um zB Saucen zu verfeinern. Pesto aber ist für mich eine eigenständige Sauce/Paste mit unterschiedlichen Grundzutaten (Basilikum/Bärlauch/Tomaten/Paprika etc. und dazu eine oder mehrere Sorten Nüsse oder Kerne), die pur einfach nur mit Nudeln ein hervorragendes Essen ergibt.

So ist es auch bei dem Bärlauch-Pesto. Ich mag es am liebsten mit (ungerösteten und ungesalzenen) Cashewkernen und einigen Sonnenblumenkernen. Beide sorgen dafür, dass der Bärlauch-Eigengeschmack vordergründig bleibt und lediglich dezent durch die Nüsse/Kerne unterstützt wird. Ich find´s soooo lecker….und die knallegrüne Farbe ist einfach beeindruckend. Zu deren Erhalt gebe immer etwas Zitronensaft dazu, damit übersteht das Grün auch die Konservierung durch zB Einwecken der Gläser.

Bärlauch-Pesto

Bärlauch-Pesto

Zutaten für 3 mal 2 gute Portionen:

  • 150 g frischer Bärlauch (am Besten bio)
  • 65 g Cashewkerne, ungeröstet und ungesalzen (ich finde bereits geröstete Cashews hier zu dominant und intensiv)
  • 2 El Sonnenblumenkerne
  • 2 El Hefeflocken (optional)
  • Meersalz (je nach Geschmack ca. 1-2 Tl)
  • 1 El Zitronensaft
  • ca. 150 ml Olivenöl (mehr oder weniger nach Geschmack)

Zubereitung:

Die Cashewkerne zusammen mit den Sonnenblumenkernen in einer beschichteten Pfanne gaaaanz langsam und vorsichtig unter häufigem Wenden leicht anrösten (wirklich nur leicht, denn sonst wird der Geschmack zu dominant).

Den Bärlauch waschen und die trockenen Enden der Stiele abschneiden (den Rest der Stiele verwende ich mit…), grob zerkleinern und mit den übrigen Zutaten in eine ausreichend große Schüssel geben.

Alles einige Minuten mit dem Pürierstab fein pürieren oder je nach Geschmack noch “Stücke” lassen. Einige Minuten durchziehen lassen, dann nochmals kräftig abschmecken und mit frischer Pasta servieren (und genießen…).

Übriges Pesto hält sich einige Tage im Kühlschrank. Wenn es länger aufbewahrt werden soll, kann man es hervorragend in Weckgläser einkochen.

Et voilá!

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Rahmgemüse von dreierlei Rüben

Trotz Oster-Sonntag gibt es bei mir nichts österliches (bin halt ein Heidenkind). Dafür gibt es etwas frühlingshaftes, passt also auch :-) .

Ich selber bin ja recht konservativ im Hinblick auf Sachen/Gemüse, dass ich nicht kenne und greife daher meist auf bekanntes und bewährtes zurück. Mein Freund aber ist da zum Glück überhaupt gar nicht so, und dass, obwohl er null Ahnung vom Kochen hat (oder vielleicht auch gerade deswegen…). Jedenfalls war er vor kurzem einkaufen und hat als Ausbeute einen Bund Rüben mitgebracht, von denen er nicht wusste, wie sie heißen und was man damit machen kann, aber er fand sie toll und der Rest ist dann quasi mein Job…

Also habe ich mich auf die Suche gemacht und es waren Navet-Rüben, auch bekannt unter Mairüben. Hier mal ein Foto davon, denn ich finde, sie sehen wirklich schön aus. Auf dem Foto seht ihr auch noch einen Kohlrabi mit lila Schale, den hatte er auch mitgebracht und ich fand den Kohlrabi einfach zu fotogen, um ihn zu unterschlagen.

Navet-Rüben und Kohlrabi

Navet-Rüben und Kohlrabi

Der Geschmack der Navet-Rüben erinnert roh an eine Mischung aus Radieschen und Kohlrabi, ist also leicht scharf und bitter. Wenn man sie etwas andünstet und in Gemüsebrühe kocht, werden sie zartweich und leicht süßlich. Sie schmecken wirklich lecker, ich war erstaunt. Da so ein Bund aber recht viel Abfall hat (man sollte sie schälen vor dem Kochen), gab es dazu noch den Kohlrabi und ein paar Möhren. Alles in etwas Alsan mit Frühlingszwiebeln andünsten, mit wenig Rohrohrzucker karamellisieren und dann eine leichte Mehlschwitze, fein gewürzt und abgeschmeckt, zur Abrundung frische Kräuter und perfekt!

Ich habe auch die Blätter mit verwendet, was hervorragend gepasst hat. Dazu gab es einfach Salzkartoffeln und ein Seitanwürstchen. Ein ideales Gemüse für Leute, die gerne mal die klassischen 3-Komponenten-Gerichte essen, also Gemüse, Kartoffeln, Bratling/Tofuwürstchen, für alle anderen aber auch.

Rahmgemüse von dreierlei Rüben

Rahmgemüse von dreierlei Rüben

Zutaten für 2 Personen:

  • 1 Bund Navet-Rüben (Mai-Rüben), inklusive Blätter und Stiele
  • 2 mittelgroße Möhren
  • 1 mittelgroßer Kohlrabi
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 El Alsan (oder andere rein pflanzliche Margarine)
  • 1 Tl Rapsöl
  • 2 Tl Dinkelmehl Typ 630
  • 250-300 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml Sojasahne (oder Hafersahne)
  • 1 Tl Rohrohrzucker
  • Salz, Pfeffer
  • 2 El Hefeflocken
  • 1 Messerspitze Senf
  • 1 Tl Zitronensaft
  • einige Abriebe Muskatnuss, frisch
  • 3 El Petersilie, frisch und gehackt

Zubereitung:

Die Navetrüben dünn schälen und würfeln, die Blätter und Stiele waschen und separat fein schneiden. Den Kohlrabi ebenso wie die Möhren schälen, die holzigen Stellen entfernen und beides in ähnlich große Würfel schneiden wie die Navet-Rüben.

Die Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in feine Ringe schneiden.

Alsan zusammen mit dem Rapsöl in einer beschichteten Pfanne oder Topf mit Deckel erhitzen (das Rapsöl sorgt dafür, dass die Alsan nicht verbrennt), aber nicht zu stark.

Bei mittlerer Hitze erst die Frühlingszwiebeln für ein bis zwei Minuten anschwitzen, dann die Rüben-Würfel (alle, also Navet, Kohlrabi und Möhren) zugeben und unter Rühren ca. 10 Minuten leicht dünsten. Sie sollten etwas weich werden, aber keine Farbe nehmen, sonst werden die Rüben bitter, also schön rühren und Hitze nicht zu stark.

Mit dem Rohrohrzucker bestreuen und zwei Minuten unter Rühren karamellisieren lassen. Dann das Gemüse mit dem Dinkelmehl bestäuben, rühren und dann unter rühren die Gemüsebrühe zugeben. Die Sauce leicht aufkochen lassen, bei Bedarf noch Wasser/Gemüsebrühe zugeben, die Sauce sollte nicht zu dick sein, sondern nur leicht sämig. Die übrigen Gewürze einrühren und das Gemüse nochmals ca. 5-10 Minuten köcheln lassen bis es schön zart ist. Zwei Minuten vor Ende der Garzeit die kleingeschnittenen Stiele und Blätter zufügen und unterrühren.

Am Schluss die Soja- oder Hafersahne einrühren, nochmals kräftig abschmecken und einmal aufkochen lassen, dann die feingehackte Petersilie dazu geben und alles so heiß und frisch wie möglich servieren. Passt ideal zu Salzkartoffeln, aber auch zu Reis oder Baguette.

Et voilá!

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Frühlings-Bolognese mit Bärlauch

Vor ein paar Tagen habe ich beim Einkaufen den ersten frischen Bärlauch entdeckt, aus Deutschland und bio, da konnte ich nicht widerstehen. Leider war ich ein bisschen drömelig und habe nicht daran gedacht, gleich mehrere Bünde (Mehrzahl von einem Bund?!) mitzunehmen, um daraus Pesto zu machen, aber das hole ich garantiert nach.

Da ich also nur ein Bund Bärlauch hatte, musste eine andere Idee her. Ist jetzt nicht wahnsinnig spektakulär, war aber sehr lecker: eine Tofu-Bolognese mit Gemüse und eben Bärlauch. Quasi eine Frühlingsbolognese. Dazu gab es Vollkorn-Hörnchennudeln und fertig war lecker. Die Optik war nicht so der Bringer, wie man auch auf dem Foto sieht, allerdings lag das daran, dass ich den Fehler gemacht habe, den Tofu einfach anzubraten, ohne ihn vorher zu würzen und mit etwas Tomatenmark zu vermengen. Dadurch hätte er nämlich eine schönere Kruste bekommen und sich farblich besser mit der Sauce verbunden. In der Zubereitung habe ich daher die bessere Vorgehensweise beschrieben. Geschmacklich isses allerdings relativ egal, wie rum man den Tofu würzt und brät.

Frühlings-Bolognese mit Bärlauch

Frühlings-Bolognese mit Bärlauch

Zutaten für 4-6 Personen:

  • 600 g Vollkornnudeln
  • 200 g Tofu, natur
  • 200 g Räuchertofu
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 2 kleine Zucchini
  • 2 mittelgroße Möhren
  • 2 El Olivenöl
  • 1 große Dose Tomaten, geschält mit Saft
  • ca. 100 g Tomatenmark, dreifach konzentriert
  • 1 Bund frischen Bärlauch (ca. 70 g)
  • 1 El Sojasauce
  • 2 El Hefeflocken
  • 1 El Rohrohrzucker
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Tl Basilikum, getrocknet oder 1 1/2 El frisches Basilikum
  • 1 El frischen Thymian, gehackt oder 1 Tl Thymian, getrocknet
  • 100 ml Sojasahne (oder Hafersahne)

Zubereitung:

Die Nudeln in reichlich Salzwasser bissfest garen.

Währenddessen die beiden Tofu-Sorten in einer Schüssel zerbröseln (mit einer Gabel oder den Händen), Sojasauce, 1 El Tomatenmark, Salz und Pfeffer zugeben und untermengen.

Die Möhren und Zucchini klein würfeln, die Frühlingszwiebeln in kleine Ringe schneiden. Das Olivenöl in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen und zunächst den Tofu scharf anbraten bis er rundherum schön knusprig ist. Die Hitze etwas reduzieren, dann die Möhren- und Zucchiniwürfel zufügen. Unter Rühren mitbraten. Sobald das Gemüse auch etwas Farbe genommen hat, die Frühlingszwiebeln zufügen. Nach ein paar Minuten das Gemüse mit der Gemüsebrühe ablöschen. Die Dosentomaten vom Strunk befreien und etwas zerkleinern. Mit dem Saft zu dem Gemüse geben.

Alles kräftig abschmecken mit Salz, Pfeffer, Kräutern , Hefeflocken und Rohrohrzucker. Das restliche Tomatenmark einrühren. Den Bärlauch fein hacken und zur Sauce geben.

Alles unter gelegentlichem Rühren bei kleiner Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen bis die Sauce schön sämig eingedickt ist. Ganz zum Schluss die Soja- oder Hafersahne einrühren und die Sauce mit den abgetropften Nudeln servieren.

Et voilá!

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Mango-Chutney

Kennt ihr Mango-Chutney?? Ich sehe das eigentlich bei anderen Leuten und auch im Supermarkt weiß ich nicht, wo es das geben könnte. Lustigerweise ist das aber etwas, was ich schon als (Omni-)Kind von meinen Eltern her kenne und schon immer wahnsinnig gerne gegessen habe – es ist nur jahrelang bei mir in Vergessenheit geraten.

Da ich aber ja auf selbst gemachte Sachen stehe, habe ich nicht die Supermärkte nach Mango.Chutney abgeklappert, sondern einfach ein veganes Rezept hierfür nach meinem Geschmack kreiert. Herausgekommen ist diese sensationell leckere Würz-Sauce.

Chutney bezeichnet einfach kleingeschnibbeltes Zeugs mit anderen Zutaten verkocht, meist unter Zugabe von Essig und Zucker. Es ist also eine Art herzhafte “Marmelade” oder eine Art Ketchup, was auch nichts anderes als ein püriertes Chutney ist. In diesem Fall sind Mangos also ein zentraler Bestandteil, dazu kommen würzige Dinge wie Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und dieverse Gewürze. Den Zuckergehalt habe ich drastisch reduziert, da ich das Chutney nur leicht süß mag, außerdem soll die Haupt-Süße aus den unbedingt reifen Mangos kommen.

Man kann das Chutney hervorragend einkochen, so dass es einige Monate problemlos übersteht, es ist aber auch angebrochen im Kühlschrank lange haltbar – Zucker und Essig konservieren sehr gut.

Es eignet sich hervorragend als Zutat in einem leckeren Curry, aber auch als Dip oder Sauce zu Tofu-Gemüse-Spießen oder anderem veganen Grillgut oder Gemüse-Fondue. Probiert es aus, ihr werdet begeistert sein!

Mango-Chutney

Mango-Chutney

Zutaten für 4 Gläser á ca. 200 ml:

  • 2 große reife Mangos
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 großer Apfel (alternativ: ungesüßtes Apfelmus)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Stück Ingwer, ca. 2 cm
  • 100 g Rohrohrzucker
  • 100 ml Weißweinessig oder weißer Balsamico-Essig (Apfelessig geht auch)
  • 1-2 El Sherry, trocken (kann weggelassen werden)
  • Salz, Pfeffer
  • 1 kleine Chilischote, getrocknet (oder mehr, je nach Geschmack)
  • 1 El Curry-Pulver
  • 2-3 El Wasser

Zubereitung:

Die Mangos schälen, vom Kern befreien und das Fruchtfleisch grob würfeln. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken, die getrocknete Chilischote zermörsern.

Den Apfel schälen, vom Kerngehäuse befreien und fein würfeln.

Alle Zutaten zusammen in einen ausreichend großen Topf geben, gut verrühren und mit Deckel aufkochen lassen. Hitze reduzieren und auf kleiner Flamme ganz leicht köcheln lassen für 30-40 Minuten bis die Mangostücke zerfallen und sich alles zu einem schön dickflüssigen Chutney verbunden hat. Hierbei häufiger umrühren und die Konsistenz testen, denn es brennt leicht an, da nicht so viel Flüssigkeit drin ist.

Abschmecken, eventuell nachwürzen (Vorsicht beim Probieren: es wird sehr heiß und man verbrennt sich schnell die Zunge!) und die noch kochende Masse in sterile Einmachgläser füllen, Deckel drauf, umdrehen und auskühlen lassen, so ist das Chutney monatelang haltbar.

Eignet sich übrigens auch hervorragend zum Verschenken.

Et voilá!

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Pasta mit aromatischer Pilzsauce und getrockneten Tomaten

Im Bioladen gab es total leckere Pilze: Kräuterseitlinge, braune Champignons und Austernpilze. Schön frisch und aus heimischem Anbau, da konnte ich einfach nicht widerstehen und habe eine nette Mischung aus allen mitgenommen.

Gekocht wurde daraus eine schnelle Pilzpfanne, fein abgeschmeckt mit frischen Kräutern und Hafersahne, für den etwas besonderen Geschmack habe ich ein paar getrocknete Soft-Tomaten (das sind getrocknete Tomaten, die nicht eingelegt sind, aber trotzdem auch nicht mit Wasser überbrüht werden müssen, die können direkt aus der Tüte genascht und verarbeitet werden, super aromatisch) zugefügt. Wirklich sehr lecker und voller Aroma! Gerade die Kräuterseitlinge verleihen der Pilzpfanne einen fantastischen Geschmack – sie sind zwar etwas teurer, aber die Investition lohnt sich wirklich, zumal man nicht so ewig viele braucht und wirklich alles vom Pilz – also auch den komplette Stil – verarbeiten kann.

Pasta mit aromatischer Pilzsauce und getrockneten Tomaten

Pasta mit aromatischer Pilzsauce und getrockneten Tomaten

Zutaten für 2-3 Personen:

  • 400 g breite Bandnudeln/Papardelle o.ä.


  • 200 g braune Champignons
  • 100 g Kräuterseitlinge
  • 150 g Austernpilze
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 10 getrocknete Soft-Tomaten
  • 1 El Alsan
  • 1 El Rapsöl
  • 1 Tl helles Mehl
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 1 El trockener Sherry (alternativ 1 Tl Zitronensaft)
  • 200 ml Hafersahne (alternativ Sojasahne)
  • Salz, Pfeffer
  • 2 El Hefeflocken
  • 1 Tl Majoran, getrocknet
  • je 2 El Petersilie und Schnittlauch, frisch oder tiefgekühlt

Zubereitung:

Die Nudeln in reichlich Salzwasser bissfest garen.

In der Zwischenzeit die Pilze putzen (NICHT waschen! Eventuellen Dreck mit einem Küchentuch oder Küchenkrepp entfernen), die trockenen Enden abschneiden und alles grob würfeln. Die Zwiebel ebenso wie den Knoblauch schälen und fein würfeln.

In einer beschichteten Pfanne die Alsan mit dem Öl erhitzen und bei großer Hitze zunächst die Pilze einige Minuten unter Rühren scharf anbraten. Hitze reduzieren, Zwiebelwürfel zufügen und ein paar Minuten mitbraten, zwischendurch rühren. ganz zum Schluss den gehackten Knoblauch zufügen, das Gemüse ganz leicht mit dem Mehl bestäuben und einige Sekunden erhitzen.

Mit Sherry und der Gemüsebrühe ablöschen, Hitze reduzieren und die Sauce ein bis zwei Minuten köcheln lassen. Tomaten fein würfeln und in die Sauce geben. Kräftig abschmecken mit Salz, Pfeffer, Majoran und Hefeflocken. Hafersahne einrühren, kurz aufkochen lassen, vom Herd nehmen und die gehackten frischen Kräuter unterheben.

So frisch wie möglich mit den fertigen Nudeln servieren und genießen…

Et voilá!

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Blumenkohl-ist-mein-Fleisch-Lasagne

Sonntag abend, Tatort und Lasagne: perfekt! Genau richtig für mich zum Wohlfühlen. Meist mache ich die eher klassische vegane Variante von Lasagne mit Tofu-/Soja-Bolognese, Gemüse und Béchamel. Seit einigen Monaten schon habe ich auf meiner Ausprobieren-Liste dieses Lasagne-Rezept, was völlig unvegan ist und von einem ganz und gar nicht veganen blog stammt. Aber das ist hier völlig nebensächlich.

Die Idee, Blumenkohl zu schreddern, zu rösten und als “Fleisch” in eine Blognese zu geben und daraus auch noch eine Lasagne zu machen, finde ich genial! Außerdem ist das Rezept ganz einfach zu veganisieren. Dazu habe ich noch einige andere Änderungen vorgenommen, um das Rezept meinem persönlichen Geschmack besser anzugleichen.

Letzten Sonntag also hatte ich Blumenkohl zu hause, aber wollte irgendwie nicht das klassische Blumenkohl-Karoffel-Dingens kochen, da fiel mir eben diese Lasagne ein. Zutaten hatte ich soweit da, also ab in die Küche. Durch das Rösten des Blumenkohls hat das schon ein wenig mehr Arbeit gemacht als sonst, aber erstens hat es sich mehr als gelohnt und zweitens kann man wunderbar die Bolognese-Sauce und die Béchamel kochen, während der Blumenkohl röstet, da der erst später in die Sauce kommt.

Das Ergebnis war fantastisch! Die Lasagne hat so ober-super-geilo-lecker geschmeckt, unglaublich! Auf der einen Seite schön klassisch bolognese-würzig und tomatig, aber gleichzeitig ganz fein nach Blumenkohl, auf sonderbare Art und Weise harmonieren hier sämtliche Geschmackskomponenten wirklich ausgesprochen gut. Eine perfekte neue Art, Blumenkohl zu essen, wen man ihn bereits gerne mag, aber auch eine grandiose Gelegenheit, Blumenkohl neu zu entdecken, wenn man sonst eher nicht so ein Fan davon ist. Habe ich schon erwähnt, dass ich völlig begeistert von der Lasagne bin??!

Das Rezept habe ich wie gesagt veganisiert, aber teilweise auch anderweitig abgewandelt, da ich zB keinen Rotwein hatte oder auch gerne viel Béchamel und weniger Tomate mag als in dem Ursprungsrezept. Also, macht´s einfach so, wie ihr das mögt, aber probiert es aus, es lohnt sich.

Ach so, ich war mal wieder zu faul, zusätzlich Hefeschmelz zu machen und habe daher einen Rest der Béchamel mit Hefeflocken und ganz wenig Senf verrührt, pikant gewürzt und fertig – hat prima geklappt, aber wer mag, macht einfach Hefeschmelz.

Blumenkohl-ist-mein-Fleisch-Lasagne

Blumenkohl-ist-mein-Fleisch-Lasagne

Zutaten für 3-4 Portionen:

  • 1 mittelgroßer Blumenkohl
  • 2 Möhren
  • 2 kleine oder 1 große Zwiebel(n)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleine Dose geschälte Tomaten (400 g)
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • Pfeffer, Salz
  • 1-2 Tl Rohrohrzucker
  • je 1 1/2 Tl Basilikum und Thymian, getrocknet
  • etwas Majoran, Oregano und/oder Rosmarin nach Geschmack
  • 2 El Olivenöl
  • 3 El Alsan
  • 4 El Dinkelmehl, Typ 630 (oder Weizenmehl Typ 405 oder 550)
  • 600 ml Sojamilch
  • 300 ml Wasser
  • viel Salz, Pfeffer und ordentlich Muskatnuss, frisch gerieben
  • 2 El Hefeflocken, 1/2 Tl Senf und etwas Gemüsebrühpulver + 50 ml Sojamilch oder eine Portion Hefeschmelz (kommt am Ende der Zutatenliste)
  • 250 g Lasagneplatten ohne Vorkochen
  • ein wenig Alsan zum Einfetten der Form

Zubereitung:

Den Ofen vorheizen auf 200 °C Ober- und Unterhitze. Währenddessen den Blumenkohl von den Blättern und dem harten Strunk befreien. Die Röschen und ruhig auch Stiele entweder mit einem großen Messer grob hacken oder  mit einem Küchengerät klein häckseln (ich habe das Messer genommen, da ich den Blumenkohl nicht so fein haben wollte, außerdem ging das hacken wirklich schnell, so dass es sich nicht lohnte, den Häcksler raus zu holen).

Die Blumenkohlstückchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, gleichmäßig verteilen und in den Ofen schieben. 20-25 Minuten rösten, hierbei alle paar Minuten die Stücke wenden und umschaufeln, so dass sie möglichst gleichmäßig rösten. Sobald sie leicht braun angeröstet sind, das Blech aus dem Ofen nehmen und beiseite stellen.

Während der Blumenkohl röstet, am Besten die Blognese zubereiten. Hierfür die Möhren schälen und fein würfeln, ebenso die Zwiebeln und den Knoblauch. In einer großen beschichteten Pfanne das Olivenöl erhitzen und Möhren- sowie Zwiebel-Würfel darin glasig dünsten, ganz zum Schluss den Knoblauch zufügen. Alles mit der Gemüsebrühe ablöschen, dann die Dosentomaten – ohne Strunk und grob zerhackt – zufügen. Mit den Gewürzen kräftig abschmecken und die Sauce ein paar Minuten mit Deckel köcheln.

Sobald der Blumenkohl fertig geröstet ist, einfach in die Bolognese-Sauce geben, alles gut vermengen und leicht köcheln lassen, bis die Béchamel fertig ist.

Für die Béchamel die Alsan in einem Topf bei kleiner Hitze schmelzen, dann das Mehl mit einem Schneebesen einrühren, unter ständigem Rühren einige Sekunden mit erhitzen und dann nach und nach die Sojamilch und das Wasser zufügen. Hierbei ständig rühren, damit sich keine Klümpchen bilden. Die Béchamel unter Rühren kräftig aufkochen und mit viel Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken. Sauce von der Herdplatte nehmen, sonst kocht sie weiter und brennt an.

Eine große rechteckige Auflaufform einfetten, etwas Bolognese auf den Boden geben, darauf Lasagneplatten, dann Bolognese, Béchamel, Lasagneplatten usw. letzte Schicht sollte Béchamel oder Hefeschmelz sein. Wenn kein extra Hefeschmelz gemacht wird, einige Löffel Béchamel zurückbehalten und diesen Rest mit den Hefeflocken, Senf, wenig Gemüsebrühpulver und der zusätzlichen Sojamilch verrühren und als letzte Schicht über den Auflauf geben.

Bei ca. 200 °C im Backofen etwa 45 Minuten backen, dann den Ofen ausschalten und die Lasagne noch weitere 10-15 Minuten darin stehen lassen, so dass sich sie ein wenig “setzten” kann. Servieren, genießen und im Lasagne-Himmel-Sein…

Et voilá!

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