Artikel getaggt mit Sauce

Pfannkuchen mit heißen Kirschen

Es gibt Tage, an denen weiß man schon beim Aufstehen, dass sie nur ein Berg Pfannkuchen zum Frühstück retten kann! Zumindest geht es mir so…und letztens war so ein Tag. Ich wusste, es würde alles doof und doof und nochmal doof, wenn ich nicht als Seelenbalsam Pfannkuchen zum Frühstück essen würde! Das geht natürlich nur, wenn man genügend Zeit dazu morgens hat, aber die hatte ich zum Glück. Leider muss ich mir solche Leckereien immer selber machen, denn was noch besser ist als Pfannkuchen zum Frühstück, sind Pfannkuchen zum Frühstück, die einem mit Liebe gebrutzelt wurden. Aber gut, ich will ja nicht meckern…denn immerhin KANN ich mir einfach mal so Pfannkuchen zum Frühstück machen, ha!

Ich liebe es, gemahlene Mandeln oder Cashews in den Teig zu geben, dadurch werden sie etwas fluffiger, gewinnen aber vor allem geschmacklich immens! Dazu kommt noch selbstgemachter Vanillezucker und eine Mischung aus Pflanzenmilch und Wasser (durch die Verwendung von Wasser werden die weichen Pfannkuchen außen schön knusprig, mmmhhhh….). Für mich ergibt dieses Rezept die perfekten Pfannkuchen! Dieses Mal habe ich den Teig relativ dünn gemacht, wenn man Obst in den Teig gibt, sollte er etwas dickflüssiger sein.

Aber das Obst kam nicht IN den Pfannkuchen, sondern oben drauf. Und zwar ganz wunderbar dekadent in Form von heißen Kirschen. Ja, richtig gelesen: heiße Kirschen! So, wie man es sonst eher von Waffeln kennt. Macht sich aber auch ganz wunderbar auf Zucker-Zimt-Pfannkuchen. Außerdem  gibt es in diesem Hauhalt kein Waffeleisen, da ich tatsächlich mit einem Menschen zusammenlebe, der sich nichts aus Waffeln macht :-o ! Ich hätte nicht gedacht, das es sowas gibt…wie kann man denn keine Waffeln mögen???! Hätte ich das doch mal vor der Hochzeit gewusst (ok, ich wusste es, aber ich habe es VERDRÄNGT! Aus gutem Grund!). Aber dieser Jemand mag auch keine süßen Pfannkuchen, oh Mann, welch Frevel! Aber gut, ich schweife ab…jedenfalls ist so eine Ladung heißer Kirschen auf Pfannkuchen eine ganz wunderbare Möglichkeit für mich armes Kind, was unter eklatantem Waffelentzug leidet, ein In-etwa-Waffel-Gefühl zu bekommen. Außerdem machen sie sich quasi von selbst.

Da ich immer erst alle Pfannkuchen backe, um sie dann gesamt zu verspeisen, hat es sich hervorragend bewährt, den Teller mit den fertigen Pfannkuchen im 100°C warmen Ofen zwischen zu parken. Probiert das mal aus, das klappt toll! Und man kann dann gemeinsam essen (bei uns früher war es immer so, dass ein Pfannkuchen nach dem anderen gebacken wurde und somit immer nur einer zur Zeit essen konnte und meine Mama, die am Herd stand, quasi nie bzw. erst gaaaanz zum Schluss und manchmal war dann fast nix mehr da…). Mein Tag war nach diesem Start auf jeden Fall gerettet!

Pfannkuchen mit heißen Kirschen

Pfannkuchen mit heißen Kirschen

Zutaten für 5 eher dünne Pfannkuchen:

  • 150 g Weizenmehl Typ 550
  • 1 El Maisstärke
  • 1 1/2 El gemahlene Mandeln
  • 1 El Vanillezucker, selbstgemacht (aus alten Vanilleschoten und Rohrohrzucker)
  • ein Prise Salz
  • 1/3 Tl Backpulver
  • ein Spritzer Zitronensaft
  • 150 ml Sojamilch (oder andere Pflanzenmilch)
  • 100 ml Wasser
  • etwas Öl oder Margarine zum Braten
  • 1/2 Glas Sauerkirschen oder Schattenmorellen
  • 150-200 ml vom Kirschsaft
  • 1 knapper El Vanillepuddingpulver oder Maisstärke
  • Zimt und Zucker nach Geschmack

Zubereitung:

Für die Pfannkuchen die trockenen Zutaten in einer ausreichend großen Schüssel vermengen, dann Sojamilch, Wasser und Zitronensaft zufügen. Alles mit einem Schneebesen richtig gut durchquirlen bis ein ganz glatter recht flüssiger Teig entsteht. Den Teig ca. 10 Minuten ruhen und quellen lassen.

Eine beschichtete Pfanne erhitzen (nicht zu heiß!), etwa einen Teelöffel Margarine oder Öl in die Pfanne geben und dann eine Schöpfkelle voll Teig dazu. Die Pfanne etwas schwenken, bis der Boden gleichmäßig dünn bedeckt ist. Auf mittlerer Hitze goldbraun backen, dann wenden. Den fertigen Pfannkuchen auf einen flachen Teller geben und diesen in den auf 100 °C vorgeheizten Backofen stellen. Mit den restlichen Pfannkuchen ebenso verfahren bis der komplette Teig aufgebraucht ist.

Währenddessen nebenbei die Kirschen zubereiten. Hierfür die Kirschen samt Saft bis auf 2 El in einen kleinen Topf geben und zum Kochen bringen. Das Vanillepuddingpulver mit dem übrigen Saft glattrühren und sobald die Kirschen im Topf kochen, einrühren. Das Gemisch unter Rühren kurz aufkochen, nach Belieben mehr Saft zufügen, je nachdem, wie dick- oder dünnflüssig man die heißen Kirsch mag. In ein Schälchen geben .

Die fertigen Pfannkuchen mit der Zimt-Zucker-Mischung bestreuen und dazu die heißen Kirschen servieren. Alles auf einmal aufessen, genießen und sich schon viiiiiieeeeeel besser fühlen :-) .

Et voilà!

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Kartoffel-Kräuter-Strudel mit Joghurt-Creme

Bisher kannte ich Strudel nur als süße Variante wie zB Apfelstrudel oder Kirschstrudel. Zwar habe ich shcon oft von Gemüsestrudel oder ähnlichem gelesen – ihn gegessen habe ich aber noch nie. Keine Ahnung, warum, aber manchmal gibt es ja so Dinge, die ich mir irgendwie nicht vorstellen kann und ohne, dass ich sie je probiert habe, denke ich, dass ich das nicht mag. So auch hier! Strudel = süß, herzhafter Strudel = schmeckt nicht. Logisch, oder?!

Grooooooßer Irrtum! Beim Stöbern durch diverse Seiten und Rezepte ist mein Gehirn auf die Idee gekommen, dass es nun endlich mal an der Zeit wäre, einen herzhaften Strudel zu testen. Gute Idee! Memo ans Gehirn: es funktioniert noch.

Da ich Kartoffeln sehr mag und es dazu noch gerne deftig habe, gab es zum Strudel-als-Hauptgericht-Einstand einen Kartoffelstrudel mit frischen Kräutern, Räuchertofu-Würfeln und Lauchzwiebeln. Und meiner Faulheit geschuldet als Sauce einen schnellen (kalten) Dipp aus Sojajoghurt, Kräutern und Knoblauch. Was soll ich sagen??! Der Strudel war köstlich!! Schon die Füllung für sich war so richtig schmackofatzig und alles dann in lecker Strudelteig verpackt…..mmmmhhhhhh! Die Joghurt-Sauce harmonierte perfekt mit Füllung und knusprigem Teig, falls jemand lieber eine warme Sauce dazu mag, kann ich mir sehr gut eine Weißwein-Sahne-Sauce vorstellen oder auch Champignon-Rahm; Tomatensauce dürfte auch prima passen.

Der Strudelteig ist super gelungen (jaja, Eigenlob und so, aber es STIMMT!!), ich hatte keinerlei Probleme beim Ausrollen des Teiges und Einrollen des Strudels – auch beim Backen ist nix gerissen. Entgegen der teilweise üblichen Praxis ziehe ich Strudelteig nicht über den Handrücken aus, sondern rolle ihn mit Hilfe eines Nudelholzes auf einem bemehlten Geschirrtuch aus. Das klappt hervorragend: nix klebt an, man sieht genau, wann der Teig die richtige Dicke hat (wenn man das Muster des Geschirrtuches gut erkennen/durchsehen kann, isser richtig) und das Einrollen geht auch ganz easypeasy mit Hilfe des Handtuchs.

Reste des Strudels schmecken übrigens oberlecker, wenn man ihn kalt in Scheiben schneidet und in einer Pfanne von beiden Seiten in etwas Öl knusprig anbrät, sooooo gut! Mission “Herzhafter Strudel” ist also mehr als geglückt und wird in der nächsten Zeit sicher ein Remake erfahren zB als Champignon-Zucchini-Strudel oder mit Möhren, Lauch und Rührtofu oder getrockneten Tomaten oder…..

Kartoffel-Kräuter-Strudel mit Joghurt-Creme

Kartoffel-Kräuter-Strudel mit Joghurt-Creme

Zutaten für zwei mittlere Strudel (4-6 Portionen, je nachdem, was dazu gegessen wird…):

Strudelteig:

  • 250 g Weizenmehl Typ 550 (oder 405)
  • 1 El Kartoffelmehl (alternativ Speisestärke)
  • 3/4 Tl Salz
  • 2 El Olivenöl
  • 125 ml Wasser
  • 1 Tl Apfelessig

Füllung:

  • 750 g Kartoffeln (ich hatte vorwiegend festkochende, da ich die immer kaufe…), ungeschält gewogen
  • 100 g Räuchertofu
  • 1 Bund Lauchzwiebeln
  • 2 El Olivenöl
  • 2-3 El Gartenkräuter gehackt, frisch oder tiefgekühlt
  • 125 ml Sojasahne (oder Hafersahne)
  • 1 El Hefeflocken
  • Salz, Pfeffer
  • Kräutersalz
  • einige Abriebe Muskatnuss
  • 1 El Sojamehl (alternativ Speisestärke)
  • Zum Bestreichen: 1-2 El Olivenöl + 1 El Sojasahne

Joghurt-Creme:

  • 500 g Sojajoghurt, natur (nicht den von Alpro nehmen, der enthält Vanille…Provamel eignet sich prima)
  • 1-1 1/2 Tl Salz
  • 1 große Knoblauchzehe (möglichst frischer Knoblauch, schmeckt einfach viel besser)
  • 4 El Gartenkräuter, gehackt (frisch oder tiefgekühlt)

Zubereitung:

Das Mehl mit Salz und Kartoffelmehl in einer Schüssel vermischen. Wasser, Olivenöl und Apfelessig zufügen und alles mit der Küchenmaschine, den Knethaken des Handmixers oder den Händen zu einem homogenen und geschmeidigen Teig verkneten. Das dauert eine Weile, funktioniert aber! Der Teig sollte weder zu trocken noch klebrig sein – also erstmal eine Weile kneten (lassen) und erst dann ggf. noch einen Teelöffel Wasser oder etwas Mehl zufügen.

Den Teig abgedeckt etwas ruhen lassen und in der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. Hierfür die Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Räuchertofu ebenso klein würfeln, Lauchzwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden.

In einer großen beschichteten Pfanne das Olivenöl erhitzen und bei mittlerer Hitze unter häufigem Wenden die Kartoffelwürfel zusammen mit dem Räuchertofu ca. 10-15 Minuten anbraten. Beides darf ruhig etwas Farbe bekommen, aber nicht zu viel. Einige Minuten vor Ende die Lauchzwiebeln zufügen und kurz mitbraten. Alles mit Kräutersalz würzen.

In einer kleinen Schüssel die Sojasahne mit dem Sojamehl verrühren, Hefeflocken, Salz, Pfeffer und Muskatnuss dazu. Zu den Kartoffeln in die ausgeschaltete Pfanne geben, ebenso wie die gehackten Gartenkräuter. Alles gut verrühren und ggf. nochmals pikant abschmecken. Kurz abkühlen lassen.

Den Strudelteig halbieren und je eine Hälfte auf einem bemehlten Geschirrhandtuch dünn zu einem Rechteck ausrollen. Jeweils die Hälfte der Kartoffel-Füllung möglichst gleichmäßig darauf verteilen – hierbei an den Seiten einen kleinen Rand frei lassen. Die schmalen Seiten einige Zentimeter über die Füllung klappen, dann den Strudel mit Hilfe des Handtuchs von der langen Seite her locker aufrollen. Mit der Naht nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Den zweiten Strudel genauso herstellen. Beide Strudel mit einem scharfen Messer oder mit einer Küchenschere (so mache ich´s…) an der Oberfläche einige Male einschneiden (nur so, dass die erste Schicht eingeschnitten wird, nicht tiefer).

Das Olivenöl mit der Sojasahne verrühren und die Strudel gleichmäßig damit einpinseln.

Im vorgeheizten Backofen bei ca. 200 °C Ober- und Unterhitze etwa 45-55 Minute backen bis die Oberfläche schön gebräunt ist.

Für die Joghurt-Creme den Knoblauch hacken, Salz darüber streuen und mit dem Messerrücken auf dem Brett zu einer Paste verarbeiten. Die Knoblauch-Salz-Paste zum Joghurt geben, ebenso wie die Gartenkräuter. Alles gut verrühren und einige Minuten ziehen lassen. Ggf. nochmals abschmecken und nachwürzen, dann zu dem heißen Strudel servieren.

Et voilà!

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Pancakes mit Zwetschgen-Kompott

Manchmal (ganz selten eigentlich…) habe ich Lust auf warmes Frühstück. An sich frühstücke ich sehr klassisch am Liebsten selbstgebackenes Vollkornbrot mit Aufstrichen, Tofu-Wurst, Gurke, Tomate o.ä. Also eigentlich immer herzhaft und relativ schnörkellos. Wenn ich mal Appetit auf süßes Frühstück habe, gibt es Müsli mit Natur-Sojajoghurt; ja DAS fällt bei mir schon in die Kategorie “süßes Frühstück” :-) Dazu dann Obst oder als “Nachtisch” zum herzhaften Brot gibt es gelegentlich ein halbes Schoko-Aufstrich-Brot. Aber alles eben kalt.

Und das, obwohl ich laut Ayurveda-Typen-Konstitutions-Gedöns UNBEDINGT und immer warm und süß frühstücken sollte (wie die meisten wohl…). Habe ich auch alles ausprobiert: warmes Hafer-Porridge mit Pflanzenmilch, gedünstetem Apfel, Nüssen, Ahornsirup oder Erdnussbutter oder Früchten/Beeren oder…keine Ahnung. Schmeckt mir auch tatsächlich gut, aber doch nicht zum Frühstück!! Als Mittags-/Nachmittags-Snack: prima, da ich kein Mittagessen esse und dann isses toll. Aber zum Frühstück befriedigt es mich nicht und ich werde zwar satt davon, aber eben nicht zufrieden satt und eine Stunde später habe ich das Bedürfnis, ein dickes Aufstrich-Brot hinterher zu schieben (”richtiges” Frühstück eben…). So höre ich lieber auf meinen Appetit und bleibe bei kalt und herzhaft morgens.

Bis auf manchmal. So wie gestern. Dann gibt es meist Pfannkuchen oder eben die deutlich fettärmere Variante: fluffige Pancakes! Sind recht schnell gemacht, brauchen nicht viel Aufmerksamkeit und machen schön was her. Pur sind sie mir definitiv zu trocken und zu langweilig (dann lieber fettige Pfannkuchen pur mit Zimtzucker) und Ahornsirup ist mir viel zu süß. Daher esse ich sie am allerliebsten mit leckerem Kompott. Dieses Mal (ihr wisst schon: Herbst, saisonal, regional, blablabla…oder einfach weil LECKER!) Zwetschgen-Kompott. Sehr fein. Dauert genauso lange wie zwei Pfannen voll Pancakes zum Backen/Braten benötigen, ist herrlich fruchtig, leicht säuerlich und mit angenehmer Süße und etwas Zimt. Genau das richtige Verhältnis von Sirup-Sauce und zerkochten Stückchen – eben richtiges Kompott. Hach…pur auch wirklich köstlich und empfehlenswert!

Ich halte die Pancakes auf dem Teller bei 100°C im Ofen warm, stapel sie und gebe dann ordentlich Zwetschgen-Kompott drauf, so dass sie sie schön vollsaugen können. Dann wird gefuttert und genossen. So mag selbst ich ab und zu warmes Frühstück (wenn auch diese Pancakes am Liebsten als Abschluss eines ausgiebigen Brunches…). Aber auch zum Tee oder Abendessen sind sie toll!

Pancakes mit Zwetschgen-Kompott

Pancakes mit Zwetschgen-Kompott

Zutaten für ca. 10 kleine Pancakes:

  • 140 g Weizenmehl, Typ 550
  • 2 geh. El Schmelzflocken oder zarte Haferflocken
  • 1/2 El Speisestärke
  • 1 geh. El Rohrohrzucker
  • 1 Tl Vanillezucker (selbstgemachten)
  • eine gute Prise Salz
  • 1 Tl Weinsteinbackpulver
  • 1/4 Tl Natron
  • 150 ml Sojamilch
  • 1 172 Tl Zitronensaft
  • 50 ml Wasser
  • 1 Tl Rapsöl
  • etwas Margarine oder Öl, um die Pfanne auszupinseln
  • 300 g Zwetschgen (mit Stein gewogen)
  • 50 ml Wasser
  • 1 El Vanillezucker (selbstgemachten)
  • 1/2 Tl Zimt, gemahlen
  • 1 Tl Speisestärke + 1 El Wasser

Zubereitung:

Sojamilch mit Zitronensaft vermengen und kurz zur Seite stellen, so dass die Sojamilch gerinnen kann. Das Mehl mit Schmelzflocken (oder Haferflocken), Rohrohrzucker, Vanillezucker, Salz, Backpulver, Natron und Kartoffelmehl in einer Schüssel vermengen.

Wasser und Rapsöl zu der Sojamilch-Zitronensaft-Mischung geben und alles mit dem Schneebesen verquirlen. Die flüssigen Zutaten zu der Mehlmischung geben und mit dem Schneebesen zu einem glatten dickflüssigen Teig verrühren. Kurz stehen lassen.

In der Zwischenzeit die Zwetschgen entkernen und in grobe Stücke schneiden. Mit dem Wasser, Vanillezucker und Zimt in einen kleinen Topf geben. Aufkochen lassen und bei niedriger Hitze ein paar Minuten köcheln lassen bis die Zwetschgen zu Kompott zerfallen sind. Zum Schluss die Speisestärke mit dem Wasser verrühren und in das Kompott einrühren. Alles nochmals kurz aufkochen und eindicken lassen.

Während das Kompott kocht eine große beschichtete Pfanne erhitzen und mit Hilfe eines Backpinsels mit etwas Margarine oder Öl einpinseln. Pro Pancake etwa zwei Esslöffel Teig in die Pfanne geben (nicht verstreichen, im Gegensatz zu Pfannkuchen sind und bleiben Pancakes dick) und auf beiden Seiten einige Minuten bei mittlerer Hitze goldbraun backen.

So den ganzen Teig nach und nach verbrauchen. Fertige Pancakes im Backofen auf einem Teller bei 100 °C Ober- und Unterhitze warmhalten bis alle gebacken sind.

Warm mit dem heißen Zwetschgen-KOmpott servieren und genießen.

Et voilà!

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Rucola-Tomaten-Pesto

Heute habe ich ein sehr schnelles und einfaches Rezept für euch – perfekt für heiße Tage mit wenig Lust zu Kochen (für Menschen, die wie ich auch auch bei 30°C warmes Essen möchten und schlechte Laune bekommen, wenn sie Salat als Mahlzeit essen sollen…). Und zwar gibt es Rucola-Pesto!

Im Bioladen hat mich der frische Rucola so angelacht, dass ich ihn mitnehmen MUSSTE (schonmal in die traurigen Augen von Rucola geschaut??!) und die Idee des Rucola-Pesto ward geboren. Ich mag Pesto sehr – in allen Variationen, egal ob als Petersilien-PestoPesto presto (unbedingt mal probieren, das Zeug ist gigantös lecker!), Bärlauch-Pesto, Pesto rosso oder klassisches Basilikum-Pesto. Pest ist so toll, weil es sooooo vielseitig ist – nicht nur, dass man aus fast allem eine leckere Paste herstellen kann, sondern man kann ganz viel davon machen und es einkochen, eingefrieren oder mit Olivenöl bedeckt im Kühlschrank lagern, so dass man mit ein paar frisch gekochten Nudeln ruckzuck ein ganzes Essen hat. Außerdem macht es sich toll auf oder sogar in Brot, aber vor allem auch in Saucen, auf Quiches, Tartes und Flammkuchen.

Pesto ist also nicht nur lecker, sondern totaaaaal praktisch (wo ich doch so ´ne patente Hausfrau bin…). Damit der Rucola nicht zu bitter vorschmeckt, habe ich mich gegen ein reines Rucola-Pesto entschieden und für die Zugabe von getrockneten (Soft-) Tomaten, dazu noch Walnüsse und Mandeln. Herausgekommen ist ein sehr feines aromatisches Pesto mit mildem Geschmack und leichtem “Schmelz” – ich bin begeistert!

Rucola-Tomaten-Pesto

Rucola-Tomaten-Pesto

Zutaten für ca. 800 g Nudeln (also zwischen 5 und 8 Portionen…):

  • 125 g Rucola
  • 60 g Mandeln
  • 60 g Walnüsse
  • 75 g getrocknete Tomaten (ich nehme immer Soft-Tomaten, aber normale getrocknete gehen auch)
  • Salz
  • 3 El Hefeflocken
  • 1 El Zitronensaft
  • 1 El Aceto balsamico
  • ca. 125 ml Olivenöl

Zubereitung:

Die Nüsse in einer beschichteten Pfanne ohne Fett einige Minuten anrösten bis sie leicht bräunen und duften (häufig rühren und unbedingt im Auge behalten, denn sie verbrennen sehr schnell und dann ist alles hinüber…).

Die Tomaten grob klein schneiden, Rucola waschen und verlesen. Alle Zutaten in eine Schüssel oder den Mixbehälter geben und mit dem Pürierstab zu einer feinen Masse verarbeiten (oder eben mixen). Kräftig abschmecken und mit frischer Pasta servieren (am Besten mit einigen Esslöffeln Kochwasser mischen, dann wird das Pesto schön sämig). Reste mit Olivenöl bedecken und im Kühlschrank aufbewahren.

Et voilà!

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Blumenkohl-Gemüse-Curry

In der letzten Zeit wird hier deutlich mehr gebacken als gekocht – irgendwie macht mir das Backen gerade viel mehr Spaß, außerdem habe ich da ständig neue Ideen und mag total gerne rumexperimentieren. Gekocht wird natürlich trotzdem und das auch fast täglich, allerdings beschränkt sich das Repertoire auf Dinge, die erstens schnell gehen, zweitens quasi blind von mir gekocht werden können – wie zB Nudeln mit Tofu-Bolognese oder Pesto, Chili sin carne – und drittens auch am nächsten Tag noch schmecken.

Heute hatte ich dann mal wieder Lust auf ein bisschen mehr Schnibbelei und Kochen, vor allem aber wollte ich viel Gemüse und nix mit Tomatensauce…daher viel meine Wahl auf Gemüse-Curry mit ordentlich Kokosmilch. Da ich meist versuche, einheimisches Obst und Gemüse zu kaufen und es heute unter anderem deutschen Blumenkohl im Supermarkt gab, wurde der gleich mit verarbeitet. Ich finde, Blumenkohl schmeckt ganz hervorragend im Curry!

Wie immer habe ich die Currypaste selber gemacht (ich mache sie immer so), da ich sie so genau nach meinem Geschmack herstellen kann, außerdem geht sie total schnell, wenn man Ingwer und Knoblauch nur grob zerkleinert und dann mit dem Pürierstab durchgeht.

Lecker isses geworden, das Curry. Schön nach Ingwer und Kokos mit einem Hauch von Limette. Dazu gab es den absolut oberleckeren Basmati-Reis von Rapunzel (den mein Mann mal fälschlicherweise anstelle von Langkornreis mitgebracht hat – der beste “Fehlkauf” ever!).

Blumenkohl-Gemüse-Curry

Blumenkohl-Gemüse-Curry

Zutaten für 4 Personen:

  • 1/2 Blumenkohl (oder ein kleiner ganzer)
  • 3 mittelgroße Möhren
  • 2 kleinere Zucchini
  • 3 mittelgroße Kartoffeln
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 2 El Kokosöl (alternativ Rapsöl o.ä.)
  • 3 El gelbe Currypaste (zB nach diesem Rezept)
  • 400 ml Kokosmilch
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • Saft einer Limette
  • 1 El Rohrohrzucker
  • 1 El Sojasauce
  • Salz

Zubereitung:

Das Gemüse putzen und ggf. schälen. Den Blumenkohl in kleine Röschen teilen, Möhren, Zucchini und Kartoffeln in dünne Streifen schneiden, die Frühlingszwiebeln in Ringe.

Das Kokosöl in einem Wok mit Deckel oder einer großen Pfanne erhitzen, dann zuerst die Blumenkohlröschen 2-3 Minuten unter häufigem Wenden rührbraten. Kartoffeln zufügen und ebenfalls kurz scharf anbraten. Zucchini und Möhren dazu und nach einigem Wenden das Gemüse etwas an den Rand schieben und die Currypaste in die Mitte der Pfanne geben. Die Curryoaste kurz anbraten, dann alles vermengen, so dass die Currypaste das Gemüse umschließt.

Unter (nahezu) ständigem Rühren 5 Minuten bei großer Hitze mitbraten, damit sich die Aromen richtig schön entfalten (aufpassen, dass nichts anbrennt, sonst wird das Essen bitter).

Die Frühlingszwiebeln zugeben und alles mit der Kokosmilch und Gemüsebrühe ablöschen. Aufkochen, mit Rohrohrzucker, Sojasauce und Limettensaft würzen, dann die Hitze reduzieren und das Curry mit Deckel ca. 15 Minuten köcheln lassen bis das Gemüse bissfest ist. Hierbei gelegentlich rühren.

Zum Schluss alles nochmals abschmecken und ggf. nachwürzen (wenn der “Yummy-Faktor” fehlt, helfen manchmal 1-2 El Hefeflocken!).

Am Besten mit Basmatireis servieren.

Et voilà!

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Polenta-Kräuter-Nocken mit Ratatouille-Gemüse

Seit einiger Zeit bin ich ja ein bisschen “in love”. Nein, kein anderer Mann, sondern: Polenta! Nachdem ich jahrelang dachte, dass die bestimmt nicht schmecken kann, wurde ich letztes Jahr eines besseren belehrt und seitdem sind wir zwei gaaaanz dicke. Es gibt sie bei uns meist entweder gebraten oder pur als Brei-Klops. Ich mag beides sehr.

Die Zubereitung ist denkbar simpel, außerdem kann man vortrefflich variieren, was Kräuter und Gewürze angeht. Einfach in gut gewürzte und gekräuterte Brühe einrühren, aufkochen, etwas ziehen lassen. Fertig. Dazu ist Polenta glutenfrei, ein gar vorzüglicher Magenschmeichler (besonders gut für Menschen wie mich, denen Stress oder Nervosität sofort auf den Magen schlägt; Polenta beruhigt ungemein), lässt sich prima löffeln (und ist damit quasi der neue Kartoffelbrei) und harmoniert mit fast allem an Gemüse und Sauce.

Dieses Mal habe ich sie mit vielen frischen Kräutern gewürzt und etwas weniger Flüssigkeit genommen, so dass man aus dem “Brei” wunderbare Nocken formen konnte. Macht zwar ein bisschen Arbeit, sieht aber wirklich schick aus – man kann aber auch einfach Klöpschen mit einem Löffel abstechen und fertig. Schmeckt ja gleich.

Als Beilage gab es ein herrliches Ratatouille-Gemüse aus aromatischen Paprika, Zucchini und Auberginen, schön geschmort in Tomaten und feinen Kräutern. Schmeckt vorzüglich lecker und fein, macht wenig Arbeit (außer Schnibbeln, aber sonst kocht es sich fast von alleine) und passt außer zu Polenta auch gut zu Reis, Kartoffeln, Nudeln oder Baguette. Außerdem lässt es sich prima aufwärmen. Genauso wie die Polenta, deren Reste gab es bei uns am nächsten Tag in Bällchen geformt und angebraten – auch richtig fein!

Polenta-Kräuter-Nocken mit Ratatouille-Gemüse

Polenta-Kräuter-Nocken mit Ratatouille-Gemüse

Zutaten für 4 Personen:

  • 250 g Polenta
  • 900 ml Wasser
  • 1 Tl Kräutersalz
  • 1 Tl Meersalz
  • 1-2 Tl Gemüsebrühpulver
  • 2 El Hefeflocken
  • 20 g Alsan (oder Olivenöl)
  • Pfeffer
  • einige Abriebe frische Muskatnuss
  • 4 El gemischte frische Kräuter (Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, Bärlauch o.ä.)
  • 2 rote Paprika
  • 2 grüne Paprika
  • 2 Zucchini
  • 1 große Aubergine
  • 1-2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 El Olivenöl
  • 400 g Tomatenstücke (frisch oder aus der Dose)
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • 2 Tl Rohrohrzucker
  • je 1 1/2 Tl Basilikum, Thymian und Rosmarin (getrocknet bzw. je 1 1/2 El frisch)

Zubereitung:

Als erstes das Ratatouille-Gemüse zubereiten: hierfür die Paprika in Streifen, die Zucchini und die Aubergine in Würfel schneiden. Ebenso Zwiebel und Knoblauch.

In einer Pfanne mit Deckel (oder einem Topf) das Olivenöl erhitzen und zunächst Paprika, Zucchini und Aubergine einige Minuten unter gelegentlichem Rühren anbraten. Dann die Zwiebelwürfel zufügen und nach weiteren drei Minuten den gehackten Knoblauch.

Mit Gemüsebrühe und den Tomatenstücken ablöschen und die Hitze reduzieren. MIt Salz, Pfeffer, Rohrohrzucker und den Kräutern kräftig würzen und bei kleiner Hitze mit geschlossenem Deckel etwa 10-15 Minuten schmoren lassen. Gelegentlich umrühren.

Während das Gemüse schmort die Polenta-Nocken zubereiten: hierfür das Wasser zusammen mit Salz, Kräutersalz, Gemüsebrühpulver, Pfeffer, Muskatnuss, Hefeflocken und Alsan bzw. Olivenöl zum Kochen bringen. Die frischen Kräuter hacken und ebenfalls in den Topf geben.

Sobald die gewürzte Brühe kocht, mit einem Schneebesen die Polenta einrühren, die Herdplatte ausschalten und die Polenta 2 Minuten unter Rühren kochen lassen (die Resthitze reicht hierfür mehr als aus!), dann den Topf von der Hitze nehmen, abdecken und ca. 10 Minuten stehen und quellen lassen.

Mit zwei angefeuchteten Esslöffeln aus der Polenta-Kräuter-Masse Nocken formen, diese auf Tellern verteilen und das fertige Ratatouille-Gemüse darüber geben.

Et voilà!

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Bärlauch-Gnocchi mit pikanter Tomaten-”Sahne”-Sauce

Letztes Jahr habe ich Bärlauch für mich entdeckt und einige leckere Sachen damit angestellt wie zB Bärlauch-Pesto (und daraus dann das Bärlauch-Falten-Brot oder die falsche Pasta Genovese), Bärlauch-Bratlinge und Bärlauch-Creme-Suppe. Und in jeglicher Form fand ich den Geschmack fantastisch!

Jetzt geht die Bärlauch-Saison endlich wieder los und da ich gerne neue Rezepte entwickle, musste natürlich ein neues her. Entschieden habe ich mich für Bärlauch-Gnocchi. Damit konnte ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, ach nee, speziesistisch…ich meine natürlich zwei Rosinen mit einer Klappe, ach, ihr wisst schon! War jedenfalls ´ne supi Idee, um einerseits die Bärlauch-Rezepte-Lust auszuleben und andererseits mein erst kürzlich erworbenes Gnocchi-Brett einzuweihen.

Ja, ihr habt richtig gelesen: es gibt ein Gnocchi-Brett und ich habe eines. Ist nicht wirklich spektakulär, nur eine kleine Spielerei, die ich im Küchenladen meines Vertrauens entdeckt habe. War total günstig, dazu noch klein (also braucht fast keinen Platz) und ich hatte eine Einkaufstrophäe. Dabei handelt es sich um ein kleines Brett mit Griff, welches auf der einen Seite Rillen hat, worüber man die Gnocchi rollt. Es ersetzt damit ganz einfach die Gabel, die man sonst nehmen kann, um Rillen in die Dinger zu bekommen, die wiederum gut sind, um mehr Sauce aufnehmen zu können. Es geht natürlich auch ohne.

Der beste Mann der Welt war so gut und hat das klebrige Formen und Rollen übernommen. Hier sehr ihr ihn in Aktion mit dem Gnocchi-Brett. In dem Teller liegen die bereits fertig gerollten Gnocchi.

Gnocchi-Formen

Gnocchi-Formen

Leider war das fast alles umsonst, da ich bei der Teigherstellung einen fatalen Fehler gemacht habe: da ich keine Kartoffelpresse besitze, habe ich die gekochten Kartoffeln durch den Raspelaufsatz meiner Küchenmaschine gejagt und das hatte in etwa denselben Effekt wie ein Pürierstab bei der Kartoffelbrei-Herstellung. Es entstand unglaublich zähklebriger Kartoffel-Kleister, der als Fugendichter sicher prima ist, aber für Gnocchi eher mäßig geeignet…selbst mit viel Mehl war da nicht mehr wirklich was zu retten. Dadurch sind die fertig geformten Gnocchi trotz Mehlschicht wieder zusammengeklebt und von den schönen Rillen und kleinen runden Teiglingen war nicht mehr viel übrig. Es wurden also eher Gnocchi-Klöpse.

Von daher: entweder eine Kartoffelpresse nehmen oder mit Hilfe eines Kartoffelstampfers möglichst fein stampfen, das geht recht gut, wie ich von früherer Gnocchi-Herstellung wie hier oder hier weiß.

Geschmacklich waren sie leider auch nicht so ganz meins: mir war der Bärlauch-Geschmack zu dominant, obwohl er an sich gut dosiert war. Ich glaube, ich mag Gnocchi einfach am liebsten natur, also ohne irgendeinen Geschmack drin, einfach nur Kartoffel-Gnocchi und lecker Sauce. Und Bärlauch wiederum mag ich am Liebsten, wenn er nicht mit anderen Geschmäckern konkurriert wie eben in Pesto o.ä. Wieder was gelernt.

Ach ja, als Sauce habe ich eine schnelle Tomaten-”Sahne”-Sauce gewählt, die durch das Gemüse leicht pikant und sehr lecker war, aber vielleicht wäre eine ganz schlichte langweilige Weißwein-”Sahne”-Sauce besser gewesen in Kombination mit dem Bärlauch…

Bärlauch-Gnocchi mit pikanter Tomaten-"Sahne"-Sauce

Bärlauch-Gnocchi mit pikanter Tomaten-"Sahne"-Sauce

Zutaten für ca. 4 Portionen:

  • 1 kg Kartoffeln (ich hatte mehlig und festkochende gemischt)
  • 25 g Hartweizengrieß
  • 25 g Maisstärke oder Kartoffelmehl
  • ca. 75 g Weizenmehl Typ 550 (evtl. mehr oder weniger, je nach Sorte und Feuchtigkeit der Kartoffeln)
  • ordentlich Salz
  • Pfeffer, Muskat (frisch gerieben)
  • ca. 40 g Bärlauch, fein gehackt
  • 1 Zucchini
  • 1 Zwiebel
  • 200 g braune Champignons
  • evtl. eine Knoblauchzehe
  • 2 El Olivenöl
  • 500 g passierte Tomaten
  • Salz, Pfeffer, Gemüsebrühe (Pulver)
  • 1-2 Tl Rohrohrzucker
  • 2 El Basilikum, frisch
  • 200 ml Soja- oder Hafersahne
  • 2 El Hefeflocken

Zubereitung:

Die Kartoffeln als Pellkartoffeln in Salzwasser gut durch garen. Noch heiß schälen/pellen und durch eine Kartoffelpresse drücken bzw. mit dem Kartoffelstampfer fein zerstampfen.

Hartweizengrieß, Stärke/Kartoffelmehl, Weizenmehl und die Gewürze zufügen, ebenso wie den gehackten Bärlauch. Alles zu einem weichen Teig verkneten (etwas klebrig ist normal und auch richtig, aber nicht zuuuuu viel…). Ruhig ordentlich salzen, der Gnocchi-Teig verträgt einiges.

Etwas ruhen lassen und in der Zwischenzeit das Gemüse für die Sauce vorbereiten: Zucchini und Zwiebel kleinschneiden, Knoblauch hacken und die Champignons in Scheiben schneiden.

Den Gnocchi-Teig vierteln und einen Teil jeweils auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einer Rolle formen mit ca. 3-4 cm Durchmesser. Mit einem scharfen Messer 2 cm dicke Stücke abschneiden und diese etwas rollen und mit Hilfe einer Gabel oder eines Gnocchi-Bretts Rillen hineindrücken. Die fertig geformten Gnocchi am Besten nebeneinander und nicht aufeinander auf ein bemehltes Brett legen bis der ganze Teig aufgebraucht ist.

Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Währenddessen in einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und das Gemüse darin einige Minuten unter Rühren anbraten. Mit den passierten Tomaten ablöschen, die Hitze reduzieren und die Sauce leicht köcheln lassen. Kräftig pikant mit den Gewürzen und Kräutern abschmecken, zum Schluss die Soja- oder Hafersahne einrühren.

Die Gnocchi einzeln in das kochende Wasser geben und 2-3 Minuten sieden lassen. Sobald sie an die Oberfläche steigen, sind sie fertig. Mit Hilfe einer Kelle herausnehmen und so alle Gnocchi fertig garen. Auf Teller verteilen, Sauce drüber. Fertig.

Übrig gebliebene Gnocchi lassen sich am nächsten Tag übrigens hervorragend anbraten.

Et voilà!

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Geschmorter Tofu in Gemüse-Rotwein-Sauce an Kräuter-Polenta

Ich bin ein großer Fan von deftigen Gerichten und allem, was eine Art “Bratensauce” oder auch “Gulasch” erinnert. Zum Glück ist hierfür kein Tier notwendig, da die Aromen fast ausschließlich von bestimmten Gemüsesorten, Gewürzen und der Zubereitungsart kommen. Da meiner Meinung nach aber ruhig auch ein bisschen “Biss” dazugehört, mache ich zB mein Gulasch und die Bolognese-Sauce gerne mit Sojaschnetzeln oder eben Tofu. Letzteren mag ich sehr, da er so unglaublich vielseitig ist: man kann ihn bröseln, würfeln, pürieren, marinieren, braten, dünsten usw…Dazu nimmt er gerne jegliche Form der Würzung an (er saugt sie auf, jaaaa….!), ganz wunderbar.

Ich kann überhaupt nicht verstehen, warum viele Menschen ihm so skeptisch gegenüber stehen, denn gut zubereiteter Tofu ist ein Gedicht! Von den gesundheitlichen Vorteilen mal ganz abgesehen. Wer sich nicht an Naturtofu heran traut, der nimmt einfach Räuchertofu oder welchen mit Kräutern, Tomaten, Mandeln, Oliven etc. Aber keine Angst, es ist ganz leicht, festen Naturtofu so zuzubereiten, dass er eine wahre Wonne für die Geschmacksknospen ist.

In diesem Gericht wird all das vereint: fester Naturtofu, der mariniert wird, wird danach erst angebraten, dann ordentlich Gemüse für die Röstaromen dazu und alles zusammen wird eine ganze Weile in herrlich kräftiger Rotwein-Sauce geschmort. Hierdurch nimmt der Tofu noch viel mehr lecker Geschmack auf und wird schön zart und schnittfest. Die Sauce ist genau richtig kräftig deftig mit feinen Nuancen und gar nicht mächtig. Einfach yummy! Dazu gab es bei uns Kräuter-Polenta, die sich ausnahmslos gut dazu gemacht hat (wer mag, kann die Polenta auch schon vorher zubereiten und dann in Dreiecke schneiden und anbraten, so wie hier – ganz hervorragend und macht schön was her), aber auch Nudeln oder Kartoffeln taugen sicher gut als Beilage.

Das Gericht macht ein bisschen Arbeit, ist aber nicht schwer in der Zubereitung, man muss bloß ein bisschen Schnibbeln und einfach etwas Zeit einplanen, den Rest erledigt die Pfanne/der Topf alleine. Und es lohnt jede Sekunde! Der geschmorte Tofu ist so lecker, echt genial. Meiner Meinung nach eine echte Alternative zum althergebrachten Sonntagsbraten o.ä. und auf jeden Fall besuchertauglich. Lässt sich sehr gut vorbereiten: der Tofu wird gerne länger mariniert, kann also abgedeckt ´ne Weile im Kühlschrank stehen, das Gemüse kann man auch schön vorher schnibbeln, aber man kann auch das ganze Gericht schon komplett zubereiten und abends (oder wann auch immer…) einfach nochmal 10-15 Minuten zu Ende schmoren lassen, während die Polenta zubereitet wird. Aber auch am nächsten Tag aufgewärmt schmeckt es ganz wunderbar und bildet die Aromen noch ein bisschen schöner heraus. Es lohnt sich also auf jeden Fall, die ganze Menge oder sogar noch mehr zu machen, selbst wenn man bloß zu zweit ist.

Geschmorter Tofu in Gemüse-Rotwein-Sauce an Kräuter-Polenta

Geschmorter Tofu in Gemüse-Rotwein-Sauce an Kräuter-Polenta

Zutaten für 4 Personen:

  • 450 g fester Tofu, natur
  • 3 El Sojasauce
  • 1 El Tomatenketchup
  • 3-4 El Olivenöl
  • 3 Möhren
  • 1 Zucchini
  • 1 mittlere Petersilienwurzel
  • 150 g braune Champignons
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 125 ml Rotwein
  • 375 ml Gemüsebrühe
  • 1 geh. Tl Paprikapulver, edelsüß
  • 1 geh. Tl Tomatenmark
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Tl Rohrohrzucker
  • 1/2 Thymian, getrocknet
  • 1 l Wasser
  • 1 1/2 Tl Gemüsebrühpulver
  • 1 Tl Kräutersalz
  • Salz, Pfeffer
  • einige Abriebe frische Muskatnuss
  • 20 g Alsan
  • 2 El Hefeflocken
  • 2 El Basilikum, frisch
  • 2 El Petersilie, frisch
  • 2 El Schnittlauch, frisch
  • 250 g Polenta

Zubereitung:

Den Tofu in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und jede Scheibe von beiden Seiten mit Küchenkrepp oder einem sauberen Küchenhandtuch trocken tupfen.

In einem tiefen Teller die Sojasauce mit dem Tomatenketchup verrühren und die Tofuscheiben von jeder Seite durch die Marinade ziehen und dann darin für 30-60 Minuten marinieren lassen. Hierbei gelegentlich die Scheiben wenden bzw. mit der Marinade beträufeln, so dass sie gleichmäßig einzieht.

In der Zwischenzeit die Möhren und die Petersilienwurzel schälen und in schmale Streifen schneiden, ebenso die Zucchini. Die Zwiebel schälen und in Viertelringe schneiden, die Champignons putzen und in dünne halbe Scheiben schneiden. Den Knoblauch schälen und hacken.

Olivenöl in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen und den marinierten Tofu (die Marinade aufbewahren) darin von beiden Seiten bei großer Hitze kurz scharf anbraten bis die Scheiben gut gebräunt sind. Die Scheiben herausnehmen und auf einen Teller legen. Je nach Größe der Pfanne in zwei Schichten braten (später in der Sauce macht es nichts, wenn die Scheiben überlappen, aber beim Anbraten sollten sie es nicht).

Die Hitze etwas reduzieren und in derselben Pfanne nun das Gemüse bis auf den Knoblauch einige Minuten unter Rühren anrösten, es darf ruhig etwas Farbe nehmen.

Zum Schluss den Knoblauch zufügen und alles mit Paprikapulver bestäuben. Tomatenmark zugeben und alles unter Rühren einige Sekunden anrösten (aufpassen, da sowohl Paprikapulver als auch Tomatenmark ganz leicht verbrennen), dann mit dem Rotwein ablöschen. Gemüsebrühe und die Marinade vom Tofu dazu geben und alles vermengen.

Kräuter und Gewürze zugeben und alles nicht zu kräftig abschmecken (die Gemüse geben noch viel Geschmack während des Schmorens ab, ebenso wie der Rotwein, daher lieber ggf. nachwürzen). Hitze stark reduzieren, so dass alles nur ganz leicht köchelt, dann die Tofuscheiben zu dem Gemüse in die Rotweinsauce geben und alles möglichst mit Deckel für ca. 1 Stunde schmoren lassen. Dabei gelegentlich umrühren und auch die Hitze kontrollieren. Falls die Flüssigkeit zu stark verdampft, einfach immer wieder etwas Wasser angießen bis die richtige Konsistenz erreicht ist.

Für die Polenta das Wasser mit den Gewürzen, der Alsan und den Hefeflocken zum Kochen bringen. Die Kräuter fein hacken und dazu geben. Die Polenta mit Hilfe eines Schneebesens einrühren und bei ganz kleiner Hitze unter ständigem Rühren aufkochen lassen. Einige Minuten leicht köcheln lassen, dann den Topf von der Platte nehmen, Deckel drauf und ca. 10 Minuten stehen und quellen lassen (falls sie später noch gebraten werden soll, den Brei in eine gefettete rechteckige Form geben, glatt streichen und komplett auskühlen lassen, dann in Stücke schneiden und in Olivenöl anbraten).

Die Gemüse-Rotwein-Sauce kräftig abschmecken und ggf. nachwürzen und zusammen mit der Kräuter-Polenta servieren.

Et voilà!

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Kürbis-Kartoffel-Gnocchi mit Lauch-”Sahne”-Sauce und Räuchertofu

Vor ca. zwei Jahren habe ich in diesem Post die Behauptung aufgestellt, ich würde keinen Kürbis mögen. Dies muss ich nun zum Teil revidieren: ich mag Kürbis nur in gaaanz bestimmten Zusammenhängen, aber dann sehr.

Eigentlich hatte ich den ganzen Kürbis-Rezepten abgeschworen und nur ein Augenrollen für die unglaublich vielen Kürbis-Variationen auf anderen blogs übrig. Nun ist es aber so, dass ich ein sehr visueller Mensch bin und wahnsinnig gerne Lebensmittel kaufe, die ich schön finde. Und Kürbis ist ja wohl eines der schönsten Lebensmittel überhaupt – finde ich. Die Formen sind toll und die Farben noch viel toller – so satt und warm und (meist) orange oder rot oder gelb. Einfach wunderschön.

Und so ging ich immer sehnsüchtig an den schönen Kürbissen vorbei und fand es so schade, keinen zu mögen. Aber glücklicherweise ist manchmal mein Kinder-Ich stärker und als ich mal wieder beim Gemüse-Mann war und die schönen kleinen Hokkaido-Kürbisse sah, gab ich dem Haben-Will-Reflex nach und nahm einen winzig kleinen süßen Kürbis mit. Ich habe ihn dann zusammen mit anderen Gemüsen zu einer Gemüse-Suppe verkocht und mich die ganze Zeit gefreut wie eine Schneekönigin, weil ich den leuchtend schönen Kürbis verarbeiten konnte. Und die Suppe war lecker! Hat kaum nach Kürbis geschmeckt, sondern sich wunderbar verbunden mit den übrigen Gemüsen und der Suppe eine tolle Farbe gegeben.

Nun ist dies aber kein Suppen-Rezept, sondern eines für Gnocchi. Die sind entstanden, da ich vom letzten Suppekochen noch einen halben Kürbis und zwei große Kartoffeln übrig hatte und mich durch die neugewonnene Kürbisliebe die Experimentierlust gepackt hat. Und was soll ich sagen?! Kürbis und Kartoffel zusammen in Gnocchi vereint, leicht süßlich, leuchtend orange und einfach köstlich. Dazu gab es eine leichte feine Lauch-”Sahne”-Sauce mit Räuchertofu-Würfelchen. Ein Gedicht! Wir haben zu zweit die ganze große Portion verdrückt…

Die Mengenangaben sind sehr ungefähr, da jeder Kürbis und jede Kartoffelsorte ganz unterschiedlich viel Feuchtigkeit enthält. Mein Gnocchi-Teig war sehr klebrig, daher sehen sie auch nicht schön aus, was aber dem Geschmack keinen Abbruch tut. Wem der Teig zu klebrig ist, der gibt einfach noch etwas Weizen- oder Dinkelmehl dazu (oder auch Kartoffelmehl, dann wird´s nicht so pappsig…meine Mama empfiehlt Wiener Griessler!)

Kürbis-Kartoffel-Gnocchi mit Lauch-"Sahne"-Sauce und Räuchertofu

Kürbis-Kartoffel-Gnocchi mit Lauch-"Sahne"-Sauce und Räuchertofu

Zutaten für 3-4 Portionen:


  • 400 g Hokkaido-Kürbis (vor dem Entkernen gewogen)
  • 400 g Kartoffeln (empfohlen werden mehlig kochende, ich kaufe aber immer nur festkochende…)
  • 100-125 g Kartoffelmehl
  • 75-100 g Hartweizengrieß (für die glutenfreie Variante 50-75 g Maisgrieß)
  • Salz, Pfeffer
  • Muskatnuss, frisch gerieben
  • evtl. etwas Weizen- oder Dinkelmehl


  • 1 kleine zarte Stange Lauch
  • 1 kleine Zwiebel
  • 150 g Räuchertofu mit Sonnenblumenkernen und Kräutern (oder Mandel-Sesam, Mandel-Nuss, Räuchertofu pur oder Kräuter-Tofu oder oder oder…)
  • 1 1/2 El Sonnenblumen- oder Rapsöl (neutral)
  • 1 Tl Weizenmehl Typ 405 oder 550
  • 150-200 ml Gemüsebrühe
  • 150 ml Hafer- oder Sojasahne
  • Salz, Pfeffer, Kräutersalz
  • 2 Tl Zitronensaft
  • Muskatnuss, frisch gerieben
  • 2-3 El Hefeflocken
  • 2 El Schnittlauch
  • 2 El Petersilie

Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen, in kleine Stücke schneiden und in wenig Salzwasser weich garen.

Den Kürbis entkernen (die Schale bleibt dran!) und würfeln, dann in einem separaten Topf ebenfalls in Salzwasser weich garen.

Kartoffeln und Kürbis abgießen, den Kürbis mit dem Pürierstab pürieren, die Kartoffeln zerstampfen (nicht pürieren, sonst bekommt man Kleister…). Jetzt erst beides zusammen in eine Schüssel geben und komplett auskühlen lassen.

Pfeffer, Muskatnuss und Salz zufügen, ebenso wie Kartoffelmehl und Hartweizengrieß. Mit den Händen oder einer Gabel zu einem weichen Teig vermengen. Für ca. 10 Minuten quellen lassen. Abschmecken und ggf. nachwürzen. Falls der Teig viel zu klebrig ist, mehr Kartoffelmehl oder anderes Mehl zufügen. Ein bisschen klebrig ist ok, da man ansonsten später einen Mehlklumpen hat, also eher sparsam mit dem Mehl sein.

Die Arbeitsfläche leicht bemehlen (mit Kartoffelmehl), ebenso wie ein großes Brett. Den Teig portionsweise zu einer ca. 2-3 cm dicken Rolle formen und hiervon mit einem scharfen Messer 1cm dicke Gnocchi-Stücke abschneiden, nach Wunsch etwas formen und dann einzeln nebeneinander auf das Brett legen. So den ganzen Teig verbrauchen. Unbedingt darauf achten, dass sich die Gnocchi nicht berühren, da sie schnell zusammen kleben.

In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen.

In der Zwischenzeit die Sauce zubereiten: hierfür die Lauchstange waschen, putzen und in feine Halbringe schneiden, die Zwiebel putzen und fein würfeln. Den Räuchertofu in ca. 1cm große Würfel schneiden.

Das Öl in einem Topf oder einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Räuchertofuwürfel darin kurz anbraten, dann Zwiebeln und Lauch zufügen. Alles ca. 5 Minuten unter Rühren anbraten. Mit Mehl bestäuben und mit der Gemüsebrühe ablöschen.

Die Gewürze und den Zitronensaft zufügen und alles 5 Minuten köcheln lassen.

Die Gnocchi in das kochende Salzwasser geben und ca. 3 Minuten kochen lassen, sie sind fertig, sobald sie oben schwimmen. Dann zügig abgießen.

Die Hafersahne und die frischen Kräuter in die Sauce geben, kurz erhitzen und dann zusammen mit den Kürbis-Gnocchi servieren.

Et voilà!

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Mini-Pizza à la Margarita

Pizza ist toll – man kann sie mit nahezu allem belegen, was der Kühlschrank und die Fantasie hergeben, die Tomatensauce kann schlicht oder total aufwendig sein, genauso wie der Teig. Mit Vollkorn oder ohne, mit veganem Käse oder Hefeschmelz oder auch nur mit Olivenöl beträufelt: immer lecker. Ich liebe Pizza. Und durch den Einfluss meines Liebsten (der Pizza am Liebsten kalt zum Frühstück ist…) mag ich sie mittlerweile auch gerne kalt, daher mache ich für uns zwei immer zwei ganze Bleche, die NIE als werden…

Dieses Mal habe ich dem Teig etwas Hartweizengrieß zugefügt, hierdurch wird er etwas elastischer und hat mehr “Biss”. Als Belag wollte ich eine ganz schlichte Margarita, die ich zu unveganen Zeiten gerne mochte und die im Original nur aus Tomaten(sauce), Basilikum und Mozzarella besteht und sehr mild im Geschmack ist. Da ich letztens italienische Kirschtomaten in der Dose ergattert habe und die unbedingt ausprobieren wollte, habe ich aus ihnen die Sauce gemacht, die sehr aufwendig ist, da ich sie mit den Kräutern und Gewürzen aromatisiert, eingeköchelt und durch ein Sieb gestrichen habe. Sie war sehr fein und aromatisch mild im Geschmack, man kann aber problemlos eine schnelle und einfach klassische Tomatensauce aus Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Zucker und italienischen Kräutern machen.

Bei dem veganen “Mozzarella” ging das Experimentieren weiter: ich nehme immer normalen Hefeschmelz, der ja recht würzig und dominant im Geschmack ist, aber wunderbar schmelzig. Den Schmelz und einen Teil des Geschmacks wollte ich beibehalten, aber alles etwas cremiger, milder und säuerlicher, daher wurde am Original geschraubt, verringert, verändert und zugefügt. Herausgekommen ist eine sehr feine milde Variation, die meine vegane Pizza Margarita für mich perfekt abrundet. Lecker!

Mini-Pizza à la Margarita

Mini-Pizza à la Margarita

Zutaten für ca. 14 Mini-Pizzen à 15 cm Durchmesser:

  • 425 g Weizenmehl, Typ 1050 (alternativ 405er, 550er oder helles Dinkelmehl)
  • 75 g Hartweizengrieß
  • 50 ml Olivenöl
  • 275 g Wasser, lauwarm
  • 1/2 Würfel Frischhefe
  • 1 Tl Rohrohrzucker
  • 2 Tl Salz
  • 1 Dose Kirschtomaten in Tomatensaft (400g) oder Schältomaten
  • 120 ml Wasser
  • knapp 1 Tl Salz
  • 1 geh. Tl Rohrohrzucker
  • 3 El Basilikum, frisch und gehackt
  • ca. 5 Zweige Thymian, frisch
  • 2 El Tomatenmark, dreifach konzentriert
  • Olivenöl zum Beträufeln
  • 25 g Hefeflocken
  • 25 g Weizenmehl Typ 1050 (oder 405er, 550er etc.)
  • 3/4 Tl Salz
  • 1/2 Tl Knoblauchpulver (optional)
  • 1 Tl Senf, mittelscharf
  • 65 g Sojajoghurt, natur
  • 65 ml Sojasahne (oder Hafersahne)
  • 150 ml Wasser
  • 50 g Alsan

Zubereitung:

Für den Teig die Hefe mit dem Rohrohrzucker in dem lauwarmen Wasser auflösen und ca. 10 Minuten stehen lassen bis sie zu schäumen beginnt.

In einer großen Schüssel das Mehl mit dem Hartweizengrieß und dem Salz mischen, das Hefewasser und das Olivenöl zufügen und alles am Besten mit der Küchenmaschine oder dem Handmixer zu einem geschmeidigen Teig verkneten (er ist relativ feucht). 5-10 Minuten kneten, dann abdecken und an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen.

Zwischenzeitlich die Tomatensauce zubereiten: Hierfür die Tomaten mit Wasser, Salz, Rohrohrzucker, Pfeffer, Thymian und Basilikum in einen Topf geben, aufkochen lassen und ca. 20 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen, zwischendurch rühren.

Die Tomatensauce durch ein Sieb streichen, so dass die Tomatenhäutchen und die Kräuter im Sieb bleiben. Die Tomatensauce abschmecken und mit dem Tomatenmark verrühren.

Den gegangenen Teig in ca. 14 gleichgroße Bällchen teilen, rund schleifen und zu Kreisen ausrollen mit etwa 15 cm Durchmesser. Die Teigkreise auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen und gleichmäßig dünn mit der Tomatensauce bestreichen.

Etwas Olivenöl über jede Pizza träufeln.

In einem kleinen Topf die Zutaten für den Mozzarella-Schmelz geben, mit dem Schneebesen verrühren und unter Rühren aufkochen lassen. Den Mozzarella-Schmelz mit einem Löffel möglichst gleichmäßig und dünn auf den Pizzen verteilen (wer lieber viel Schmelz mag, sollte die 1 1/2fache Menge des Rezeptes machen).

Im vorgeheizten Backofen bei 230 °C Ober- und Unterhitze die Bleche nacheinander im oben Drittel des Backofens für ca. 13 Minuten backen (je nach Ofen und persönlichem Geschmack…).

Servieren und genießen.

Et voilà!

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