Artikel getaggt mit Muffins

Mini-Zimtschnecken

Sooooo, ENDLICH komme ich wieder an meine mails und den blog ran – irgendwie hatte greatnet in den letzten Tagen arge Probleme und ich konnte daher nicht bloggen. Jetzt aber :-) .

Seit einigen Monaten gehe ich regelmäßig zum Kirtan bzw. Mantra-Singen bei backinheaven. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich mich überwunden habe, dort mal hinzugehen und zu singen, denn ich kann nicht wirklich singen und hatte dazu noch Angst, dass mir das Ganze zu abgehoben spirituell ist. Zum Glück bin ich im Sommer dann trotzdem mal hin und habe dem Kirtan eine Chance gegeben! Ich wurde nicht enttäuscht. Die Räumlichkeiten sind wundervoll und die Veranstalter ebenso, so dass ich mich sofort willkommen und aufgehoben gefühlt habe. Und nachdem ich die ersten Töne mitgesungen habe, wusste ich: das ist total meins!

Die Mantren haben mich total berührt – die Art des Singens geht so tief und ist so anders als alles, was ich bisher kannte und macht mir einfach Gänsehaut. Ich finde es wunderschön und empfinde die Termine seitdem als wahre Bereicherung und freue mich schon Tage vorher drauf. Außerdem finde ich so schön, dass sich jeder da das rausziehen kann, was für ihn wichtig und nötig ist, so muss man weder gläubig noch spirituell sein, um sich auf die Wirkung einzulassen und kann das Ganze auch völlig losgelöst von indischen Gottheiten genießen. Und wer aber genau das Spirituelle sucht und möchte, kommt ebenso auf seine Kosten!

Jedenfalls wird bei jedem Kirtan unter anderem etwas zu Essen besungen und “geopfert”, was aber direkt wieder zurückgeschenkt wird, so dass die Anwesenden das dann verzehren dürfen :-) . Für mich jedes Mal der perfekte Anlass, etwas zu backen und mitzubringen, denn ich liebe es, Leute zu bebacken und dann gemeinsam zu genießen! Das macht so viel mehr Spaß als nur für uns Kuchen und Kekse zu machen…

Da meist recht viele Leute da sind, denke ich mir immer Kleinigkeiten aus wie zB Kekse oder Mini-Muffins, die schön handlich und mit ein oder zwei Bissen zu essen sind. Letzten Freitag habe ich Mini-Zimtschnecken gebacken. Die sind toll geworden! Super fluffig und locker, schön süß, aber nicht überzuckert, und wunderbar zimtig. Zimtschnecken machen einfach glücklich. Und passen lustigerweise immer – egal, ob im Winter oder Sommer. Man sollte nur darauf achten, dass man sie erst an dem Tag, an dem sie gegessen werden, backt, denn richtig lecker sind sie nur wirklich frisch! Bereits am nächsten Tag hat der Geschmack und vor allem die Konsistenz schon erheblich gelitten…

Abgesehen von den Gehzeiten machen sie sehr wenig Arbeit und sind wirklich gelingsicher, außerdem kann man problemlos eine große Menge zubereiten und einige der Schnecken etwas kürzer backen, dann frisch einfrieren und später dann nach Bedarf fertig backen, so hat man nur einmal Arbeit und viele Schnecken auf Vorrat. Ich habe dieses Mal die Mini-Version gemacht und dafür ein Mini-Muffinblech (ich bin sehr verliebt in mein neues Mini-Muffinblech!!) mit Mini-Muffinförmchen ausgekleidet und da rein dann die Schnecken. Hierdurch haben sie eine tolle Form bekommen und sind nur in die Höhe und wenig in die Breite gegangen. Ich finde, sie sehen ein bisschen aus wie Rosen <3 .

Mini-Zimtschnecken

Mini-Zimtschnecken

Zutaten für 24 Mini-Schnecken (oder 12 normale):

  • 250 g Weizenmehl Typ 550 (oder 405)
  • 40 g Rohrohrzucker
  • Mark 1/2 Vanilleschote
  • 1/2 Tl Salz
  • 1 El Maisstärke
  • 35 g Alsan, weich
  • abgeriebene Schale 1/2 Zitrone
  • 125 ml Sojamilch, lauwarm
  • 10 g Frischhefe
  • 50 g Alsan
  • 50 g Rohrohrzucker
  • 1/2 Tl Vanille, gemahlen
  • 1 1/2 Tl Zimt, gemahlen

Zubereitung:

Die Hefe in einem hohen Gefäß in der lauwarmen Sojamilch mit 1 Tl Zucker auflösen und ca. 10 Minuten stehen lassen bis sich Bläschen bilden.

In einer großen Schüssel das Mehl mit dem restlichen Zucker, Salz, abgeriebener Zitronenschale, Vanillemark und Maisstärke vermischen, die Alsan in kleinen Flöckchen dazu geben.

Das Hefe-Sojamilch-Gemisch zufügen und alles mit den Knethaken der Küchenmaschine oder des Handmixers auf kleiner Stufe etwa 5 Minuten kneten bis ein glatter weicher Teig entstanden ist. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort ca. 30-45 Minuten gehen lassen bis er deutlich an Volumen gewonnen hat.

Den Teig aus der Schüssel nehmen und mit den Händen gut durchkneten, dann zu einem langen schmalen Rechteck ausrollen (für normalgroße Schnecken zu einem breiteren und kürzeren Rechteck…). Die Alsan vorsichtig in einem kleinen Topf schmelzen und dann die Teigplatte gleichmäßig großzügig damit einpinseln.

Zucker mit Zimt und gemahlener Vanille mischen und auch auf der Teigplatte verteilen bis alles gut bedeckt ist. Von der langen Seite her locker aufrollen und dann 24 gleichdicke Scheiben abschneiden.

Die Schnecken in ein mit Papierförmchen ausgekleidetes Muffinblech setzen und nochmals ca. 30-45 an einem warmen Ort gehen lassen bis sie richtig schön aufgegangen und luftig sind.

Im vorgeheizten Backofen bei knapp 200 °C Ober- und Unterhitze 20-30 Minuten backen lassen, je nach Größe und Ofen und so…sie sollten goldbraun sein, aber noch leicht auf Druck nachgeben.

Auskühlen lassen und bei Bedarf noch mit etwas Puderzucker bestäuben, dann genießen (schmecken aber auch warm…).

Et voilà!

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Stracciatella-Muffins

Die Blog-Sphäre braucht mehr Muffin-Rezepte! Finde ich jedenfalls…denn es kann gar nie genug Muffin-Rezepte geben, denn die Dinger sind sooooo lecker. Und soooo einfach und schnell vegan zu backen – ohne fancy Zeugs! Ich liebe sie (hatte ich das schon mal erwähnt?! Ich glaube nicht…). Ja, der eine oder die andere wird schon bemerkt haben, dass ich total auf Rührkuchen und Muffins stehe (und auf vegane Käsekuchen, aber das ist ja eh klar), damit kriegt man mich wirklich immer. Wohingegen süße Cupcakes oder fette Cremetorten ja eher nicht so mein Ding sind (von Fondant-Torten oder  Marzipan-Decken fange ich gar nicht erst an – das ist mein ganz persönlicher Kuchen-Alpbtraum!!!).

Dieses Mal musste ein Rezept her, was ich aus den vorhandenen Vorräten zaubern kann und da ich gerade vegane Schokostreusel da hatte, fiel die Wahl auf Stracciatella-Muffins. Super simpel und fix gemacht. Heller fluffiger Vanille-Muffin-Teig gespickt mit richtig vielen Schokostreuseln, yummy! Sie sind sehr saftig, aber trotzdem sehr locker und fluffig und halten einige Tage frisch. Und die Größe finde ich einfach perfekt; quasi Mini-Rührkuchen. Ich geb´s zu: ich habe fast alle alleine gegessen.

Stracciatella-Muffins

Stracciatella-Muffins

Zutaten für 6-8 Muffins (je nachdem, wie groß man sie mag…):

  • 150 g Weizenmehl Typ 405 oder 550
  • 1 1/2 El Maisstärke
  • 60-70 g Rohrohrzucker
  • 1 Tl Vanille, gemahlen
  • 1/2 Tl Natron
  • 1 1/2 Tl Weinsteinbackpulver
  • 1 Prise Salz
  • 2 El Zitronensaft
  • 50 ml neutrales Pflanzenöl
  • 120 ml Soja-Milch (oder jede andere Pflanzenmilch)
  • 60 g Zartbitter-Schokostreusel (auf die Zutaten achten, viele Schokostreusel sind nicht vegan)

Zubereitung:

Das Mehl mit Rohrohrzucker, Maisstärke, Vanille, Salz, Backpulver und Natron in einer Schüssel vermengen. In einer zweiten Schüssel die Sojamilch mit Öl und Zitronensaft verquirlen.

Die flüssigen Zutaten zu den trockenen Zutaten geben und mit einem Schneebesen (oder einfach einem Löffel) zügig zu einem zähen Teig verrühren. Zum Schluss die Schokostreusel unterrühren.

Ein Muffinblech mit Papierförmchen auskleiden (oder Silikonförmchen verwenden) und den Teig gleichmäßig darin verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei ca. 200 °C Ober- und Unterhitze etwa 25-30 Minuten backen (Stäbchenprobe machen!) bis die Muffins wunderbar aufgegangen und leicht gebräunt sind.

Auskühlen lassen und genießen.

Et voilà!

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Apfel-Streusel-Muffins

Mmmmh, diese Muffins sind ein Gedicht! Sie vereinen alles, was ich mag: süß-säuerliche Äpfel, Vanille-Muffin-Teig, Mandeln und crunchy Streusel als Topping. Lecker. Und sooooo saftig!

Sie sind schnell zusammengerührt und eignen sich auch für Anfänger sehr gut. Die Zutaten habe ich fast immer vorrätig und das Ergebnis sind fruchtige Muffins, die an Apple-Crumble erinnern, dabei aber einen lockeren Teig als Grundlage haben. Sie halten sich einige Tage und schmecken dann immer noch wunderbar frisch.

Für mich einfach Wohlfühl-Muffins, die immer gehen und immer passen und wovon ich locker 3 Stück essen kann :-) . Köstlich.

Apfel-Streusel-Muffins

Apfel-Streusel-Muffins

Zutaten für ca. 12 Muffins:

  • 150 g Weizenmehl Typ 405
  • 1 geh. El Kartoffelmehl
  • 25 g gemahlene Mandeln
  • 50 g Rohrohrzucker
  • 1/2 Tl Vanille, gemahlen
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Tl Natron
  • 1 1/2 Tl Weinsteinbackpulver
  • 2 Tl Zitronensaft
  • 50 ml neutrales Öl
  • 150 ml Hafermilch (oder andere Pflanzenmilch)
  • 2 kleine Äpfel (zB Braeburn oder Boskoop)

Streusel

  • 4 geh. El Weizenmehl, Typ 405
  • 4 geh. El Rohrohzucker
  • etwas Vanille, gemahlen und Zimt
  • 2 El gemahlene Mandeln
  • 2 El gehackte Mandeln
  • 2 El Haferflocken, Kleinblatt
  • 50-55 g Alsan, sehr weich

Zubereitung:

Für die Muffins die trockenen Zutaten in einer Schüssel gut vermischen. In einem hohen Gefäß das Öl mit Zitronensaft und Hafermilch verquirlen und einen Moment stehen lassen.

In der Zwischenzeit die Äpfel waschen, Kerngehäuse entfernen und je nach Geschmack mit oder ohne Schale klein würfeln.

Das Hafermilch-Öl-Zitronensaft-Gemisch zu den trockenen Zutaten geben und mit einem Löffel grob untermischen, dann die Apfelwürfel zugeben und alles kurz vermengen (nicht viel rühren!).

Muffinformen mit Papierförmchen auskleiden und den Teig darauf verteilen (die Förmchen etwa zur Hälfte mit Teig füllen).

Für die Streusel die trockenen Zutaten vermischen, dann die weiche Alsan zufügen und mit den Händen einige Minuten gut verkneten bis sich alles zu einem Streusel-Teig verbunden hat. Die Streusel gleichmäßig auf den Muffins verteilen und ganz leicht andrücken.

Im vorgeheizten Backofen bei ca. 190 °C Ober- und Unterhitze etwa 25-30 Minuten backen, je nach Backofen. Zur Kontrolle die Stäbchenprobe machen: wenn kein Teig mehr am Holzstäbchen hängen bleibt, sind die Muffins fertig.

Herausnehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Et voilà!

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Schoko-Cupcakes mit Vanille-Frosting

Jepp, ihr habt richtig gelesen: es gibt doch tatsächlich auf diesem blog nun ein Rezept für Cupcakes. Und dass, obwohl ich ungern Torten oder Törtchen esse. Ich mag einfach viiiiieeel lieber trockene Muffins oder Kuchen oder Zeugs mit Obst (oder Käsekuchen natürlich, aber das ist ja eine ganz eigene Kategorie und kann durch nichts für mich getoppt werden…). Lange, lange, lange also habe ich mich gegen den unsäglich nervigen Cupcake-Trend gewehrt. Einmal probiert, für unlecker befunden, zu viel Creme, zu süß, zu…unlecker eben.

Bis jetzt. Denn optisch machen die kleinen Törtchen ja wirklich was her und da ich ein Mädchen bin, kann ich mich der Optik nicht gänzlich verwehren *seufz*. Vor kurzem hatte ich Geburtstag und liebe Freunde zum Brunchen eingeladen. Das war genau der richtige Anlass, diese Schoko-Cupcakes zu backen (neben einem veganen Käsekuchen, der – nebenbei bemerkt – ganz vorzüglich gemundet hat). Ja, ich muss mir meine Geburtstags-Kuchen selber backen. Das ist aber reiner Selbstschutz (die Geschichte vom Tofu-Kuchen erzähle ich ein andermal). Zudem backe ich einfach viel zu gerne und alsse mir solch eine Gelegenheit doch nicht nehmen!

Die Schoko-Cupcakes sind wunderbar schokoladig und saftig, der Clou ist geschmolzene Schokolade und etwas Karamell-Sirup (gibt´s neben dem Zuckerrüben-Sirup im Supermarkt), yummy. Das Frosting ist sehr einfach zu machen und gelingt immer. Es wird einfach etwas Sojamilch mit wenig Mehl vermischt, erhitzt, so dass es andickt, dann wird die Masse abgekühlt mit Alsan, Puderzucker und Vanille verrührt. Fertig und super lecker. Als Verzierung habe ich die Schoko-Knusper-Herzen von BioVegan genommen, einmal waren sie toll wegen der Optik, aber auch der Geschmack und der Crunch haben perfekt mit dem Schoko-Teig und der Vanille-Creme harmoniert. Einfach perfekt! Sowohl ich als auch meine Gäste waren begeistert von den Törtchen, die weder übersüßt noch mächtig waren.

Schoko-Cupcakes mit Vanille-Frosting

Schoko-Cupcakes mit Vanille-Frosting

Zutaten für 12 Stück:

Teig

  • 225 g Weizenmehl Typ 405
  • 75 g Rohrohrzucker
  • je eine Prise Salz und Vanille, gemahlen
  • 1 1/2 geh. El Kakaopulver, ungesüßt
  • 1 1/2 Tl Weinsteinbackpulver (eher nur 1 Tl!)
  • 2 Tl Zitronensaft
  • 1 Tl Natron (eher nur 1/2 Tl!)
  • 75 ml Sonnenblumenöl (oder anderes neutrales Öl), geschmacksneutral
  • 1 1/2 El Karamell-Sirup
  • 180 ml Sojamilch (oder andere Pflanzenmilch)
  • 50 g Zartbitter-Schokolade

Vanille-Frosting

  • 2 El Weizenmehl, Typ 405
  • 125 ml Sojamilch (oder andere Pflanzenmilch)
  • 50 g Puderzucker
  • 1/2 Tl Vanille, gemahlen
  • 70 g Alsan, weich
  • Schokoherzen zum Verzieren

Zubereitung:

Für den Schokoteig das Mehl mit Rohrohrzucker, Vanille, Salz, Kakaopulver, Weinsteinbackpulver und Natron mischen. Die Schokolade hacken und in einer kleinen Schale im Wasserbad vorsichtig schmelzen. Die Sojamilch mit dem Öl und Zitronensaft verrühren und zusammen mit dem Karamell-Sirup und der geschmolzenen Schokolade zu den trockenen Zutaten geben und alles mit einem Löffel vermischen (nur kurz rühren bis alles vermengt ist).

Den Teig auf 12 Muffinförmchen verteilen (am Besten ein Muffinblech mit Papierförmchen auskleiden), dabei die Förmchen weniger füllen als normalerweise bei Muffins, also nur etwa bis zur Hälfte.

Im vorgeheizten Backofen bei knapp 200 °C Ober- und Unterhitze ca. 25 Minuten backen. Zur Kontrolle die Stäbchenprobe machen und ggf. länger oder kürzer backen.

Herausnehmen und abkühlen lassen.

Währenddessen die Sojamilch in einen kleinen Topf geben, das Mehl dazu sieben und mit einem Schneebesen beides gut verrühren. Den Topf auf mittlerer Hitze erhitzen, dabei rühren und warten bis die Masse deutlich andickt. Sie sollte nicht kochen (ist aber auch nicht schlimm, wenn sie´s tut, aber dann sofort vom Herd nehmen, sonst wird die Creme zu pampig). Dann vom Herd nehmen und komplett abkühlen lassen, dabei gelegentlich rühren, damit sich keine “haut” bildet.

Die weiche Margarine mit dem Puderzucker und der Vanille richtig schön schaumig schlagen (am Besten in der Küchenmaschine oder mit dem Quirl des Handmixers). Dann die Sojamilch-Mehl-Mischung zufügen und einige Minuten kräftig verquirlen bis sich alles zu einer weißlichen luftigen Creme verbunden hat.

Die Creme mit einem Messer gleichmäßig auf die Schoko-Cupcakes streichen und nach Belieben verzieren. Sofort essen und einige Stunden durchziehen lassen, schmeckt beides prima.

Et voilà!

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Schokoladige Mini-Brownies, glutenfrei

Ich habe mal wieder ein neues “Experiment” im glutenfreien Backen versucht, diesmal sollten es Brownies werden und ich wollte, dass sie ohne ein Verdickungsmittel o.ä. auskommen. Herausgekommen sind mit die besten Brownies, die ich je gebacken und gegessen habe, soooooo gut!

Gekauftes glutenfreies Mehl finde ich irgendwie blöd, da die meisten Mischungen fast nur aus Stärke bestehen und meist noch diverse Zugaben, Emulgatoren, Verdickungsmittel, Stabilisatoren wasweißich haben. Außerdem waren meine bisherigen Erfahrungen damit irgendwie eher mäßig…ich habe die Erfahrung gemacht, dass es für mich sehr viel leichter ist, glutenfrei zu backen, indem ich mir den “Mehl”-Mix selber zusammenstelle. Hier kann ich dann einfach überlegen, welche Funktion welches Mehl in welchem Rezept hat und mir dann überlegen, welche glutenfreie Variante erfüllt einen ähnlichen Zweck. Außerdem hängt die Zusammenstellung des Mehl-Mix auch stark von den übrigen Zutaten und den dominierenden Gewürzen ab, so kann man zB in Schokoladengebäck gut kräftiges glutenfreies Mehl nehmen, für Vanille-, Zitrone- oder Weiß”mehl”-Gebäck sollte man dann eher auf neutralere Sorten zurückgreifen.

Jedenfalls wollte ich unbedingt ein Rezept mit selbst gemahlenem Hirsemehl ausprobieren und tadaaaa!! Hier ist es. Und ich bin ganz begeistert, wie toll es funktioniert hat. Die Brownies sind herrlich schokoladig, fein süß, aber nicht überzuckert, und haben die perfekte Konstistenz: oben eine dünne festere “Kruste” und innen schön saftig und chewy. Sie sind dabei weder bröselig noch muffig oder trocken oder zäh, sondern einfach nur lecker! Dazu ist so frisch gemahlenes Hirsevollkornmehl noch richtig gesund und durch die Zitrone kann man auch schön das Eisen daraus aufnehmen – und das durch Brownies!

Ach ja, in jeden perfekten Brownie gehören für mich noch Schokostückchen und Nussstückchen, ich hatte dieses Mal weiße Schoko-Drops und Walnüsse, aber es gehen natürlich auch alle anderen Schokoladen- und Nuss-Sorten. Anstelle von dem Hirsemehl kann man sicher auch anderes glutenfreies Mehl nehmen, ich kann aber nichts dazu sagen, ob das Rezept dann so wird, vielleicht muss dann auch die Flüssigkeitsmenge etwas variiert werden. Wer nicht auf glutenfrei achten muss/möchte, kann auch Dinkel- oder Weizenvollkornmehl nehmen, aber auch hier kann ich nichts zum Gelingen sagen. Maismehl könnte ich mir noch gut vorstellen anstelle von Hirse, das gibt es ja auch fertig zu kaufen…

Schokoladige Mini-Brownies, glutenfrei

Schokoladige Mini-Brownies, glutenfrei

Zutaten für ca. 24 Mini-Brownies à 2,5 cm:

  • 50 g Hirsevollkornmehl (frisch gemahlen aus normaler Hirse)
  • 30 g Kartoffelmehl (keine Kartoffelstärke)
  • 40 g Cashews, gemahlen (ungeröstet und ungesalzen), alternativ Mandeln
  • 2 Tl Maisstärke
  • 50 g Rohrohrzucker
  • 1 1/2 El Kakaopulver, schwach entölt
  • 2 Tl Weinsteinbackpulver
  • je eine Prise Salz und Vanille, gemahlen
  • 40 g Zartbitterschokolade (50-70 % Kakaoanteil finde ich optimal)
  • 40 ml Sonnenblumenöl
  • 2 Tl Zitronensaft
  • 120 ml Soja- oder Hafermilch
  • 30 g weiße Schoko-Drops
  • 30 g Walnüsse

Zubereitung:

Hirsemehl mit Kartoffelmehl, den gemahlenen Cashews und der Stärke in einer Schüssel vermengen. Rohrohrzucker, Kakaopulver, Salz, Vanille und Backpulver zufügen und untermengen.

Die Zartbitterschokolade hacken und vorsichtig über dem heißen Wasserbad schmelzen, dabei häufig rühren. In einer separaten Schüssel die Pflanzenmilch mit dem Öl und dem Zitronensaft vermengen, dann zu den trockenen Zutaten geben. Die geschmolzene Schokolade ebenfalls zufügen und alles mit einem Löffel zu einem dickflüssigen Teig vermengen.

Walnüsse grob hacken und zusammen mit den weißen Schoko-Drops zum Teig geben und unterheben. Den Teig in eine kleine rechteckige Backform (ca. 15×10 cm) oder eine Auflaufform geben, beides sollte vorher entweder gut gefettet oder mit Backpapier ausgelegt worden sein.

Im vorgeheizten Backofen bei ca. 200 °C etwa 20 Minuten backen. Die Brownies sind fertig, wenn die Oberfläche fest ist, sich der Teig auf leichten Druck aber noch weich anfühlt.

Auskühlen lassen und in kleine Würfel schneiden.

Et voilà!

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Marmor-Muffins mit leichter Schoko-Ganache

Nachdem in der letzten Zeit meine Muffin-Versuche eher missglückt sind, sind diese Marmor-Muffins einfach wunderbar geworden, ich bin begeistert. Der Teig ist locker und weich, dabei nicht bröselig und sowohl schokoladig als auch leicht vanillig und zitronig – so muss perfekter Marmorkuchen sein…

Marmor-Muffins mit perfekter Marmorierung

Marmor-Muffins mit perfekter Marmorierung

Dieses Mal also als Muffins und als “Sahne-Häubchen” habe ich dazu eine leichte Schoko-Ganache gemacht und darauf verstrichen. Die Ganache wird klassischerweise eigentlich mit Schokolade und Soja-Sahne gemacht, aber das war mir zu fettig und zu mächtig, daher habe ich einfach Soja-Reis-Drink genommen und sie ist ganz wunderbar geglückt – zwischen cremig und fest, leicht schmelzig und schön schokoladig. In Verbindung mit dem Marmor-Muffin schmeckt das Ganze traumhaft, mjamjamjam…

Der Muffin-Teig lässt sich auch hervorragend als Marmor-Kuchen backen, dafür das Rezept einfach verdreifachen und den Kuchen mit der Ganache überziehen.

Marmor-Muffins mit leichter Schoko-Ganache

Marmor-Muffins mit leichter Schoko-Ganache

Zutaten für 6 Muffins:

  • 150 g Dinkelmehl Typ 630 (alternativ: Weizenmehl Typ 405 oder 550)
  • 1 1/2 El Maisstärke
  • 60 g Rohrohrzucker
  • 1/2 Tl Vanille, gemahlen
  • 1/2 Tl Natron
  • 1 1/2 Tl Weinsteinbackpulver
  • 1 Prise Salz
  • 2 El Zitronensaft
  • 40 ml Sonnenblumenöl
  • 100 ml Soja-Reis-Milch (oder jede andere Pflanzenmilch)
  • 1 1/2 El Kakaopullver (Backkakao ohne Zucker o.ä.)
  • 2 El Soja-Reis-Milch
  • 50 g Zartbitterschokolade (ich empfehle 50% Kakao-Anteil sonst wird die Ganache sehr bitter)
  • 50 ml Soja-Reis-Milch (oder andere Pflanzenmilch)
  • 5 g Kokosfett

Zubereitung:

Das Mehl mit dem Rohrohrzucker, Vanille, Natron, Salz und Backpulver mischen. In einer anderen Schüssel das Sonnenblumenöl mit dem Zitronensaft und der Pflanzenmilch verquirlen, dann zu den trockenen Zutaten geben und alles mit einem Löffel verrühren. Nicht lange oder stark rühren, nur gerade so, dass alles vermengt ist (kleine Klümpchen sind nicht schlimm).

Eine Muffinform mit Papierförmchen auskleiden oder Silikonförmchen verwenden. 2/3 des hellen Teiges gleichmäßig auf die 6 Förmchen verteilen, dann in den restlichen Teig das Kakaopulver und die zusätzliche Pflanzenmilch einrühren. Den dunklen Teig gleichmäßig in den Förmchen auf dem hellen Teig verteilen und mit einem kleinen Löffel, einer Gabel o.ä. den dunklen und den hellen Teig “verzwirbeln”, so dass das typische Marmor-Muster entsteht.

Im vorgeheizten Backofen bei 180-200 °C ca. 25-30 Minuten backen bis die Muffins gar, aber nicht zu dunkel sind (Stäbchenprobe machen). Aus dem Backofen und der Form nehmen und auskühlen lassen.

Wenn die Muffins komplett kalt sind, die Ganache zubereiten: hierfür die Pflanzenmilch mit der in grobe Stücke gehackten Schokolade und dem Kokosfett vorsichtig im Wasserbad erhitzen bis die Schokolade geschmolzen ist und sich mit den anderen Zutaten zu einer feinen Creme verbunden hat. Wer mag, kann auch noch etwas Rohrohrzucker zur Ganache geben, falls sie zu herb ist.

Die Ganache ca. 10 Minuten stehen und auskühlen lassen, damit sie etwas “anzieht”, dann mit einem Pinsel oder auch einfach einem Löffel auf den Muffins gleichmäßig verstreichen. Die überzogenen Muffins für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen, damit die Ganache etwas fester wird (sie bleibt aber cremig). Herausnehmen und genießen….

Et voilá!

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Zebra-Muffins

Es ist vollbracht :-) . Ich habe meinen Umzug endlich hinter mir, es war dieses Mal wirklich schlimm, einmal wahnsinnig anstrengend, da wir uns um drei Wohnungen an zwei Orten kümmern mussten und Berge an Kartons und Zeugs in den fünftem Stock schleppen mussten, aber auch psychisch einfach zu viel. Ich kann so viel Hin und Her nicht gut und brauche einfach ein “Zuhause” und nicht so viel Chaos und wochenlang aus Kartons leben…naja, wir haben jetzt alles soweit ausgepackt und aufgebaut, in stundenlanger Fleiß- und Schweißarbeit eine echt tolle schlicht-schöne Küche mit super schicker Vollholz-Arbeitsplatte und Keramikspüle aufgebaut und langsam sieht man die Wohnung hinter den Kartons :-) .

Auch wenn noch unendlich viel Kleinkram zu machen ist und es noch eine ganze Weile dauert, bis alle wohnlich ist und seinen Platz hat, so mag ich unsere Wohnung jetzt schon sehr, ebenso wie das Zusammenleben. Und der neue Stadtteil ist auch echt toll, ich habe gar nicht gemerkt, was ich die letzten zwei Jahre in meinem “Rentner-Stadtteil” vermisst habe.

Nun aber endlich wieder zum Kochen bzw. Backen, hierbei werde ich in den nächsten Wochen versuchen, meine Akkus wieder ein bisschen aufzuladen und kreativ zu sein, dabei kann ich fast am Besten entspannen und den Kopf frei kriegen.

Angefangen habe ich mit diesen super leckeren Schoko-Käsekuchen-Muffins. Die sind mal wieder aus meiner Gier gepaart mit Entscheidungsschwäche entstanden: ich wollte Muffins, ich wollte schön saftig Schokolade, und ich wollte Käsekuchen (eigentlich wollte ich auch noch Obst, aber das war dann zu viel des Guten, vielleicht beim nächsten Mal). Herausgekommen ist diese Kreation, an sich realtiv simpel, ich habe einfach einen Schokoladen-Muffin-Teig und eine cremige Käsekuchenmasse gemacht und beides abwechselnd in Muffinförmchen geschichtet. Hierdurch entsteht ein super Zebra-Look und beim Reinbeißen bekommt mann gleich zwei Schoko- und Käsekuchenschichten auf einmal in den Mund. Und diese Kombi ist einfach himmlisch…

Die Küchlein sind saftig schokoladig, cremig-vanillig mit einem Hauch Zitrone und trotz allem nicht mächtig oder schwer, sondern relativ “leicht”, einfach lecker.

Zebra-Muffins

Zebra-Muffins

Zutaten für 9 eher große Muffins:

  • 400 g Sojajoghurt, natur (abgetropft hatte er bei mir ein Gewicht von ca. 225 g)
  • 1 Tl Tapiokastärke (alternativ Maisstärke)
  • 50 g Rohrohrzucker
  • 1/2 Pckg. Vanillezucker (echte Vanille, kein Vanillin)
  • 1/2 Pckg Vanillepuddingpulver
  • 50 g Kokosfett
  • 1 1/2 EL Zitronensaft
  • 125 ml Dinkelmilch (oder andere Pflanzenmilch), wenn der Sojajoghurt weniger abgetropft ist, die Pflanzenmilch einfach entsprechend reduzieren, beides zusammen sollte ca. 350 g ergeben
  • 125 Dinkelmehl Typ 630 (alternativ Weizenmehl Typ 550)
  • 1 El Tapiokastärke
  • 1 El Kartoffelmehl
  • eine Prise Salz
  • 1/2 Pckg Vanillezucker (kein Vanillin)
  • 1 Tl Weinsteinbackpulver
  • eine gute Prise Natron
  • 1 1/2 El Backkakao, ohne Zucker
  • 1 El Zitronensaft
  • 50 g Rohrohrzucker
  • 50 ml neutrales Öl (zB Rapsöl oder Sonnenblumenöl)
  • 125-150 ml Dinkelmilch oder andere Pflanzenmilch
  • 30 g Zartbitterschokolade (70% Kakaogehalt)

Zubereitung:

Den Sojajoghurt in einem mit Filterpapier ausgelegten Kaffeefilter abtropfen lassen (für einige Stunden oder über Nacht), falls man nur Sojajoghurt bekommt, der nicht so gut abtropft (oder die Geduld nicht reicht, wie bei mir oft…), einfach die Zugabe der Pflanzenmilch für den Käsekuchenteil reduzieren. Sojajoghurt und Pflanzenmilch sollten zusammen ca. 350 g ergeben.

Das Kokosfett vorsichtig schmelzen (nicht heiß werden lassen, nur schmelzen), zusammen mit dem Sojajoghurt, Pflanzenmilch, Rohrohrzucker, Vanillezucker, Vanillepuddingpulver, Tapiokastärke und Zitronensaft in eine Schüssel geben und mit dem Pürierstab oder dem Handmixer richtig gut verquirlen bis eine homogene Masse entsteht.

In einer zweiten Schüssel die trockenen Zutaten für den Schokoteil gut mischen, die Zartbitterschokolade hacken und zu den trockenen Zutaten geben. In einem hohen Gefäß die Pflanzenmilch mit dem Öl und Zitronensaft gut verquirlen, zu den trockenen Zutaten geben und alles mit einem Löffel vermengen. Der Teig sollte etwas flüssiger als Kuchenteig sonst sein, aber nur etwas.

Ein Muffinblech mit Papierförmchen auskleiden (oder Silikonförmchen nehmen), in jedes Förmchen knapp einen Esslöffel, eher einen 3/4 Esslöffel, Schokoteig geben, darauf einen Esslöffel Käsekuchenmasse, darauf wieder Schokoteig und darauf Käsekuchenmasse.

Die Förmchen sind etwas mehr gefüllt als man es bei Muffins normalerweise tut, da sie nicht so stark aufgehen bzw. durch die Käsekuchenmasse wieder etwas zusammenfallen, also nicht wundern.

Im vorgeheizten Backofen bei ca. 180 °C Ober- und Unterhitze 45 Minuten backen (ja, sie brauchen tatsächlich sehr lange…), je nachdem wie dunkel man sie mag. Weniger als 40 Minuten würde ich aber nicht empfehlen, da sie sonst noch nicht durchgebacken sind.

Auskühlen lassen, wenn man soviel Geduld hat, am Besten einige Stunden und gut durchgezogen genießen.

Et voilá!

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Mini Schoko-Küchlein im Glas

Endlich!!! Endlich geht der Server, auf dem mein blog gehostet wird, wieder, hmpf. Seit Freitag morgen war die Seite, also der blog, nicht erreichbar, ich konnte weder Kommentare lesen noch freischalten (es konnten aber auch gar keine abgegeben werden, da man ja nicht auf die Seite kam…) und vor allem keine Beiträge verfassen. Voll fies.

Aber jetzt geht ja wieder alles und ich poste mal schnell mein neues Lieblingsrezept der letzten Wochen: kleine feine schokoladig-saftige Küchlein im Glas.

Schon lange wollte ich Kuchen im Glas ausprobieren, was jetzt ja nicht sooo wirklich neu ist, bisher gab´s aber keinen Anlass und vielleicht kennt ihr das ja auch, für manche Dinge braucht man einen Alibi-Anlass. Ich zumindest. Der Anlass war der Geburtstag einer Freundin, die einige hundert Kilometer weg wohnt. Also Päckchen packen. Und in ein Geburtstagspäckchen gehört für mich auch immer unbedingt ein Geburtstagskuchen, sonst isses kein richtiges Geburtstagspäckchen. Üblicherweise mache ich in diesen Fällen meist Muffins und packe sie sorgfältig ein, aber besagte Freundin hatte an einem Montag Geburtstag, das heißt, das Paket musste mindestens Freitag raus, damit es rechtzeitig ankommt, aber schon Donnerstag abend zur Post, damit es Freitag rausgeschickt wird. Das hieß wiederum, spätestens Donnerstag, eher Mittwoch Muffins backen, damit die ausgekühlt sind, wenn sie eingepackt werden.

Aber auch noch so gute oder saftige Muffins überleben geschmacklich nicht von Mittwoch bis Montag, also musste eine andere Idee her und – tadaaaaa, endlich hatte der Kuchen im Glas einen Sinn!!! Man macht einen mehr oder minder normalen Kuchen- oder Muffin-Teig, füllt ihn in kleine (oder auch große) Weckgläser (unbedingt Sturzgläser nehmen, nicht die bauchigen, denn aus denen kommt der Kuchen nie mehr raus, zumindest nicht am Stück…) oder Sturzgläser mit Twist-Off-Verschluss.

Dann werden die Küchlein in den Gläser OHNE Deckel ganz normal im Ofen gebacken, gehen dabei wunderbar fluffig lecker auf und nach Ende der Backzeit muss man lediglich sofort die Gläser mit den Deckeln verschließen (bei den Weckgläsern die Klemmen nicht vergessen, sonst funktioniert´s nicht). Der noch heiße Kuchen sorgt dafür, dass ein Vakuum (oder ein quasi Vakuum, ich glaube, es ist kein 100%iges…) entsteht und schließt dann wie bei heißer Marmelade den Deckel luftdicht ab.

Hierdurch wird der Kuchen quasi “eingemacht”, das heißt, er ist ´ne halbe Ewigkeit (einige Monate) haltbar und wenn man Kuchen essen möchte, nimmt man einfach ein Glas Kuchen, löst das Vakuum und den Deckel, stürzt den Kuchen heraus und genießt einen Kuchen, der wie frisch gebacken schmeckt. Sensationell. Ich liebe so Zeugs, auch wenn ich alle naselang frisch backe und es eigentlich gar keinen Grund gibt, Kuchen oder Küchlein zu konservieren. Aber alleine, dass man´s kann, finde ich grandios. Und es ist wirklich eine tolle Idee, um immer quasi frischen Kuchen zu haben, sei es große für mehrere Leute oder eben so ein kleines Glas mit einer Portion Kuchen für eine Person.

Ich bin jedenfalls begeistert, habe es bisher nur mit diesem Schokoladenkuchen versucht, aber der ist sooo geschmackvoll, yummy. Der Teig lässt sich problemlos variieren mit Nüssen, gehackter Schokolade, etwas Rum oder oder oder, shcmekct aber auch pur einfach so.

Ach ja, da ich am Anfang den Fehler gemacht habe, die Gläser zu voll zu füllen, wodurch sie sich nicht mehr schließen lassen, was doof ist: macht die Gläser eher etwas zu wenig voll als zu viel, denn die Küchlein gehen gut auf und wölben sich nach oben, die Gläser also eher zu 1/3 füllen, das langt.

Mini Schoko-Küchlein im Glas

Mini Schoko-Küchlein im Glas

Zutaten für 6 kleine Weckgläser (Sturzgläser!!) á ca. 140 ml:

  • 120 g Dinkelmehl Typ 630
  • 60 g Rohrohrzucker
  • 1/2 Tl Vanille, gemahlen
  • 1/2 Tl Natron
  • 1 Tl Weinsteinbackpulver
  • 1 1/2 El Kartoffelmehl
  • 1 1/2 El Kakaopulver, schwach entölt (Backkakao)
  • 125 ml Sojamilch
  • 50 ml neutrales Öl (zB Sonnenblumenöl oder neutral schmeckendes Rapsöl)
  • 1 Tl Apfelessig oder Zitronensaft
  • etwas Alsan (oder anderes Pflanzenfett) für die Gläser

Zubereitung:

In einer mittelgroßen Schüssel das Mehl mit Rohrohrzucker, Vanille, Natron, Weinsteinbackpulver, Kartoffelmehl und Kakaopulver gut mischen (am Besten entweder alles durch ein Sieb sieben oder mit einem Schneebesen trocken “verquirlen”, so dass alles schön fein vermengt ist).

In einem anderen Gefäß die Sojamilch mit dem Öl und Zitronensaft verquirlen, zu den trockenen Zutaten geben und mit einem Löffel vermengen. Nicht lange rühren, nur so vermengen, dass alles vermischt ist.

Den Backofen vorheizen auf 200 °C Ober- und Unterhitze. Die Sturzgläser (ausgespült und trocken) gut einfetten und jedes Glas etwa zu 1/3 mit dem Schokokuchenteig füllen (einen kleinen Löffel nehmen, sonst geht viel daneben…).

Die Gläser auf ein Backblech stellen und damit auf der mittleren Schiene in den vorgeheizten Backofen schieben. Die Küchlein ca. 25 Minuten backen (große Gläser brauchen natürlich länger), die genaue Backzeit differiert wirklich sehr nach Ofentyp und -art, daher zum Ende hin ganz normal die Stäbchenprobe machen und Backzeit entsprechend anpassen.

Die Gläser noch ganz heiß aus dem Ofen nehmen (mit Topflappen) und sofort mit den Deckeln verschließen (auch hier Topflappen nehmen…). Auskühlen lassen bei Bedarf einfach als frischen Kuchen essen oder aufbewahren als Vorrat. oder verschicken, verschenken oder oder oder…

Et voilá!

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Schoko-Tupfen-Muffins

Muffins!!! Was gibt es Besseres…??!! Ok, einige werden jetzt sagen: Torte, Creme-Torte, Sahne-Kuchen, Cupcakes! Aber ich eben nicht. Ich liebe trockene Kuchen und Muffins, wobei trocken nicht trocken bedeutet, sie müssen schon schön saftig und fluffig sein, aber eben ohne Sahne-Creme-Zeugs, denn das mag ich gar nicht. Und zuckersüße Cupcakes…brrrr….damit kann man mich jagen, ebenso wie mit bunten Marzipantorten oder ähnlichem.

Für mich soll es am Besten Marmorkuchen, Nusskuchen, Apfelkuchen, Kirschkuchen, veganer Käsekuchen, Schokokuchen, Zitronenkuchen, Mandelkuchen usw. sein. Bei Muffins dasselbe. Und bleibt bloß mit dem Creme-Zeugs weg! Blöderweise mag mein Liebster gar nicht gerne trockene Kuchen (Obst- und Käsekuchen ist ok), sondern möchte am liebsten immer nur Torten oder Kuchen mit Creme oder zumindest einen ganzen Pott Sojasahne auf den trockenen Kuchen obendrauf, damit man den nicht mehr so schmeckt. Banause!

Glücklicherweise finde ich meist einen erträglichen Kompromiss bzw. er muss einfach den Kuchen und die Muffins essen, die ich mache, es sei denn, er backt selber welche, was er nie tut und was meine Geschmacksnerven auch nicht so wirklich wollen, aber es hindert ihn ja niemand daran, Soja-Sahne-Torten zu backen – ich backe und koche nur das, was ich selber auch mag.

Diese Schoko-Tupfen-Muffins sind für mich perfekt! Rührteig, schön saftig durch gemahlene Cashews, nur leicht süß und schön schokoladig durch ganz viel grob gehackte Lieblings-Schoki, yummy!!

Ich bitte besonders die perfekte Abstimmung der Muffinförmchen auf den Tupfen-Look der Muffins zu beachten! Ach ja, ich mag gerne richtig große Muffins, wer sie lieber etwas kleiner und weniger hoch mag, sollte den Teig auf acht Förmchen verteilen.

Schoko-Tupfen-Muffins

Schoko-Tupfen-Muffins

Zutaten für 6 große Muffins (oder 8 kleine):

  • 150 g Dinkelmehl Typ 1050 oder 630
  • 1 El Kartoffelmehl (alternativ: Speisestärke)
  • 25 g Cashews, ungeröstet und ungesalzen (alternativ: blanchierte/gehäutete Mandeln)
  • 50 g Rohrohrzucker
  • 1/2 Tl Vanille, gemahlen
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Tl Natron
  • 1 1/2 Tl Weinsteinbackpulver
  • 50 g Alsan
  • 150 ml Sojamilch
  • 1 El Zitronensaft
  • 75 g Schokolade (nach Geschmack Zartbitter, Halbbitter, Reismilch oder auch weiße Reismilch)

Zubereitung:

Die Cashews (oder Mandeln) fein mahlen und mit Mehl, Kartoffelmehl, Rohrohrzucker, Backpulver, Natron, Vanille und Salz in einer Schüssel gut vermengen.

Alsan vorsichtig schmelzen (immer dabei bleiben, denn sie fängt schnell an zu spritzen und sollte nicht zu heiß werden, da sich dann der Geschmack verändert) und mit Zitronensaft und Sojamilch verquirlen.

Die Schokolade grob hacken und zu den trockenen Zutaten in der Schüssel geben. Die Alsan-Zitronensaft-Sojamilch-Mischung zufügen und alles mit einem Löffel vermengen. Nicht zu viel rühren, es dürfen auch ruhig kleine Klümpchen bleiben. Die Muffinförmchen in ein Muffinblech stellen und die Förmchen entweder zur Hälfte (bei 8 Muffins) oder zu 2/3 (bei 6 Muffins) füllen.

Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C Ober- und Unterhitze ca. 20-25 Minuten backen bis die Muffins goldbraun sind (Stäbchenprobe machen, ob sie gar sind). Abkühlen lassen und genießen.

Et voilá!

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Apfel-Möhren-Walnuss-Muffins

Lange keine Muffins mehr gemacht. Beziehungsweise keine, die ich hier noch nicht verbreitet habe, denn tatsächlich mache ich sehr häufig welche…Jedenfalls habe ich mich doch wirklich noch NIE getraut, in einem süßen Kuchen/Muffin ein Gemüse wie zB Möhren zu verbacken. Und das, obwohl es ja den recht bekannten Rübli-Kuchen, also Möhren-Kuchen, gibt. Ich habe den aber noch nie gegessen (was der Bauer nicht kennt und so…). Keine Ahnung, warum, aber das hat mich nie gereizt. Möhren und Mandeln und Zimt in einem Kuchen??? Und das soll schmecken?!

Naja, der Rübli-Kuchen ist mir immer noch etwas suspekt, da ich keine Zimt-Freundin bin (außer bei Zimtschnecken!) und Angst habe, dass der durch die vielen Mandeln nach Marzipan schmeckt und ich kann Marzipan überhaupt gar nicht und in keiner Form ausstehen.

Außerdem wollte ich noch etwas Frisches mit im Teig haben und bin dann auf die Idee mit den Äpfeln gekommen. Um der Marzipan-Angst vorzubeugen, habe ich gemahlene Walnüsse genommen und für den “Biss” Cashews. Und keinen Zimt! Weihnachten ist (für mich zum Glück) vorbei.

Herausgekommen sind diese exorbitant leckeren veganen Apfel-Möhren-Walnuss-Muffins. Oh Mann, es haut mich echt um, wie gut die sind! Und wie verdammt lecker die Kombination von Möhren, Äpfeln und Nüssen ist! Manchmal bin ich echt dämlich verbohrt…15 Jahre veganes Leben und erst jetzt kommt auch bei mir an, dass das super lecker ist *seufz*. Aber besser spät als nie. Jedenfalls habe ich meine neuesten Lieblingsmuffins entdeckt – sie schmecken sehr saftig (durch die Möhren), schön fein nussig (durch die gemahlenen Walnüsse) und dabei fruchtig und leicht erfrischend (durch die Äpfel). Eine Wahnsinns-Kombi. Ich habe alle binnen zwei Tagen aufgegessen und hätte noch mehr verputzt, wenn noch mehr da gewesen wären. Und selbst mein Liebster mochte die Dinger, obwohl er anfangs ganz skeptisch geschaut hat und kein Apfel-Fan ist. Probiert diese Muffins unbedingt aus, es lohnt sich (und macht nicht denselben Fehler wie ich und wartet damit 15 Jahre…).

Apfel-Möhren-Walnuss-Muffins

Apfel-Möhren-Walnuss-Muffins

Zutaten für 6 große Muffins (oder 8 kleine):

  • 50 g Walnüsse
  • 1 große Möhre (ca. 100 g)
  • 100 g Weizenmehl Typ 1050 (alternativ: helles glutenfreies Mehl und 1/2 Tl mehr Backpulver)
  • 1 El Kartoffelmehl
  • 1 El Tapiokastärke
  • 50 g Rohrohrzucker
  • 2 El Cashewnüsse, geröstet und gesalzen
  • 1 Tl Weinsteinbackpulver
  • 1/2 Tl Natron
  • 1 Msp. Vanille, gemahlen
  • 1 El Zitronensaft
  • 50 ml Raps- oder Sonnenblumenöl (neutrales Öl!)
  • 100 ml Sojamilch
  • 1 eher großer Apfel (Boskopp oder Braeburn eignen sich gut)
  • optional: etwas Zimt (ich habe keinen verwendet)

Zubereitung:

Die Walnüsse in einer beschichteten Pfanne ohne Fett etwas anrösten bis sie anfangen zu duften (Vorsicht, das dauert nicht lange und sie werden schnell zu schwarz, daher unbedingt dabei bleiben und die Nüsse sofort aus der Pfanne nehmen, wenn sie fertig sind). Dann fein mahlen und in eine Rührschüssel geben. Die Möhre schälen und so fein wie möglich raspeln oder zerheckseln.

Die Cashewnüsse grob hacken und zusammen mit den übrigen trockenen Zutaten zu den gemahlenen Walnüssen in die Schüssel geben. Alles gut durchmischen, dann die geraspelten Möhren zugeben.

Die Sojamilch mit dem Öl und dem Zitronensaft verquirlen und auch in die Schüssel geben. Den Apfel schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Zu den anderen Zutaten geben und alles mit einem Löffel vermengen, so dass einschwer reißender Teig entsteht. Nicht zu lange oder zu kräftig rühren, es soll einfach nur alles vermengt sein, kleine Klümpchen machen gar nichts.

Papierförmchen in ein Muffinblech stellen (oder Silkonformen verwenden) und den Teig einfüllen – für große Muffins die Förmchen fast bis zum Rand füllen, für kleinere Muffins die Formen zu 2/3 füllen.

Im vorgeheizten Backofen bei 180-200 °C Ober- und Unterhitze ca. 20 Minuten backen bis die Muffins schön aufgegangen und goldbraun sind. Zur Sicherheit die Stäbchenprobe machen und ggf. die Backzeit anpassen.

Et voilá!

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