Artikel getaggt mit Gemüse

Spitzkohl-Kartoffel-”Rahm”-Pfanne

Gestern im Bioladen hat mich der Spitzkohl so angelacht. Außerdem war er regional hier aus der Umgebung und dazu echt günstig. Also habe ich mir den leckersten rausgesucht, mitgenommen und abends dann gleich mal mit Kartoffeln, Zucchini, Möhren und Lauchzwiebeln zu einem super leckeren Essen verarbeitet, echt sehr yummy!

Im Gegensatz zu den meisten anderen Kohlsorten schmeckt Spitzkohl nur ganz leicht und fein nach Kohl und nicht so dumpf und stark wie zB Weißkohl, Rosenkohl oder Wirsing. Außerdem habe ich das Gefühl, dass er sich deutlich leichter verdauen lässt, was ich sehr angenehm finde. Und er ist relativ schnell gar (bei Wirsing oder Weißkohl dauert das bei mir oft eeewig…), wodurch er sich hervorragend zu einer Kartoffel-Gemüse-Pfanne eignet: alles braucht ziemlich genau gleicht lang, perfekt.

Ich habe das Gericht tatsächlich in einer einzigen Pfanne gemacht (wir haben eine sehr große beschichtete Pfanne mit hohem Rand, das ist ideal – am Besten mit Deckel), aber wer keine so große Pfanne hat, kann das Essen auch in einem Topf zubereiten, allerdings braucht man dann vielleicht etwas mehr Flüssigkeit (Gemüsebrühe) und muss auf jeden Fall viel häufiger Rühren, damit nichts anbrennt.

Da ich angebratenen zerbröselten Tomaten-Würz-Tofu liebe, kam der auch noch zum Einsatz – ich finde, das gibt dem ganzen Essen einfach einen sehr leckere Geschmack und den nötigen “Schliff”. Mich erinnert das immer ein bisschen an Hackfleisch und das habe ich früher sehr gemocht…der Tofu sollte auf jeden Fall in einer beschichteten Pfanne scharf angebraten werden, da er im Topf nicht knusprig wird und sofort anbackt – wer also das Essen in einem Topf kocht, sollte den Tofu separat anbraten und dann in den Topf geben, das sollte genau so lecker sein.

Für das perfekte “Mouthfeeling” habe ich die Spitzkohl-Kartoffel-Pfanne mit etwas Sojasahne abgerundet, lecker. Das perfekte Herbst-Essen: lecker, saisonal, regional, günstig, wärmend, sättigend, yummy.

Spitzkohl-Kartoffel-"Rahm"-Pfanne

Spitzkohl-Kartoffel-"Rahm"-Pfanne

Zutaten für 4 Personen:

  • 1 mittelgroßer Spitzkohl (ca. 750 g)
  • 2-3 mittelgroße Möhren
  • 1 mittelgroße Zucchini
  • 800 g Kartoffeln
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 200 g Tofu, natur
  • 2 El Tomatenmark, dreifach konzentriert
  • 2 El Paprikapulver, edelsüß
  • 2 El Sojasauce
  • 3 El Hefeflocken
  • 2-3 El Olivenöl
  • ca. 350 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • je 1 1/2 Tl Basilikum, Thymian und Majoran, getrocknet
  • 100 ml Soja- oder Hafersahne

Zubereitung:

Das Gemüse waschen, putzen und ggf. schälen, vom Spitzkohl den Strunk entfernen. Die Möhren und halbe Scheiben schneiden, die Zucchini grob würfeln, ebenso die Kartoffeln. Den Spitzkohl in schmale kurze Streifen schneiden, die Lauchzwiebeln in dünne Ringe.

Den Tofu in einer Schüssel zerbröseln. Je 1 El Tomatenmark, Paprikapulver und Sojasauce dazu geben, dann noch je 1/2 Tl Majoran, Thymian und Basilikum. Etwas Pfeffer und Salz dazu, dann alles mit den Händen oder einer Gabel vermengen.

In einer großen beschichteten Pfanne das Olivenöl erhitzen, dann zunächst den Würz-Brösel-Tofu darin einige Minuten unter gelegentlichem Rühren scharf anbraten. Dann Möhren, Zucchini und Kartoffeln zufügen und ebenfalls einige Minuten mit anbraten, ab und zu rühren.

Nun den Spitzkohl zusammen mit den Lauchzwiebeln in die Pfanne geben, Hitze etwas reduzieren und für fünf Minuten unter Rühren etwas anschwitzen – weder Spitzkohl noch Lauchzwiebeln sollten tatsächlich Farbe bekommen (dann werden sie bitter). Das restliche Tomatenmark und Paprikapulver ebenso wie die übrige Sojasauce und die verbliebenen Kräuter in die Pfanne geben und alles mit der Gemüsebrühe ablöschen. Mit Pfeffer und Salz kräftig abschmecken, dann die Hefeflocken einrühren.

Die Gemüse-Pfanne aufkochen lassen, dann bei geringer Hitze abgedeckt für ca. 20-30 Minuten köcheln lassen. Hierbei gelegentlich rühren. Nach 20 Minuten probieren, ob die Kartoffeln und das restliche Gemüse schon gar sind, bei Bedarf noch Flüssigkeit zufügen und nachwürzen. Zum Schluss die Sojasahne einrühren, abschmecken, servieren und genießen.

Et voilà!

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    Moussaka

    Im Gegensatz zu manch anderen finde ich es toll, dass das heiße Wetter nun vorbei ist (ja, ich weiß, wir hatten keinen “richtigen” Sommer, aber ich bin sooo froh um jeden Tag, an dem ich nicht zerfließe vor Hitze…) – wobei ich gegen einen “goldenen Herbst” auch nichts einzuwenden habe, ich mag´s halt nur nicht richtig warm. Jedenfalls bedeutet Herbst für mich auch: Zeit für wärmende Aufläufe, juchuh! Es gibt zwar auch leichte Gratins, aber ich mag lieber richtig schön deftig schwere und fettige Aufläufe, schön mit Hefeschmelz usw.

    Daher gab es jetzt Moussaka. Ich muss gestehen, dass ich noch nie echte Moussaka gegessen habe, die im Original völlig unvegan ist. An solche Sachen wage ich mich erst, seitdem ich vegan lebe, also habe ich klassische Rezepte veganisiert und diese vegane Variante von griechischer Moussaka finde ich großartig! Der Auflauf besteht aus Auberginen-, Zucchini – und Kartoffel-Schichten, dazwischen eine Tomaten-Soja-Hack-Sauce und eine cremige Béchamelsauce und oben drauf eine Schicht Hefeschmelz, lecker.

    Die Auberginen werden vorher gesalzen (dadurch werden ihr die Bitterstoffe entzogen und die Scheiben saugen nicht so viel Fett auf) und ebenso wie die Zucchini scharf angebraten, die Tomatensauce gibt dem Ganzen den typischen Geschmack, da sie mit etwas Zimt und Kreuzkümmel gewürzt wird und dadurch sehr besonders und fein schmeckt.

    Die Zubereitung ist ziemlich aufwendig, lohnt sich aber sehr (ich mache zB immer das ganze Rezept und wir essen dann am nächsten Tag die Reste) und ist definitiv Besuchs- und auch Allesesser-geeignet. Außerdem lässt sich die Moussaka hervorragend vorbereiten und fertig schichten, man kann sie dann im Kühlschrank aufbewahren und einfach eine Stunde vor dem Essen in den heißen Ofen schieben. Und wenn man dazu dann noch einen frischen Salat serviert, wird der Auflauf auch noch etwas leichter. Lecker ist er so oder so :-) .

    Moussaka

    Moussaka

    Zutaten für eine große Auflaufform (4 Portionen):

    • 1 große Aubergine
    • 1 große Zucchini
    • ca. 800 g Kartoffeln
    • Salz
    • Olivenöl (Menge hängt von der Qualität der Pfanne ab…ich brauchte viel)
    • 2 Zwiebeln
    • 2 Knoblauchzehen
    • 100 g Sojaschnetzel, fein
    • 200 ml heiße, kräftige Gemüsebrühe zum Einweichen
    • 2 El Olivenöl
    • 1 kl. Dose geschälte Tomaten, 400 g
    • 4 El Tomatenmark, dreifach konzentriert
    • 400 ml Gemüsebrühe
    • Salz, Pfeffer
    • 2 Tl Rohrohrzucker
    • je 1 Tl Oregano, Basilikum, Thymian (getrocknet/gerebelt)
    • 1/2 Tl Kreuzkümmel, gemahlen
    • 1/2 Tl Zimt, gemahlen
    • 2 El Alsan
    • 4 El Weizenmehl Typ 405
    • 550 ml Sojadrink, natur (ohne Zucker und ohne Salz!)
    • Salz, Pfeffer
    • ordentlich frisch geriebene Muskatnuss
    • 3 El Hefeflocken
    • 1/2 Pckg. Trockenhefe
    • 3/4 Tl Salz
    • 1/2 Tl Knoblauchpulver
    • 1 Tl Senf, mittelscharf
    • 1 El Olivenöl
    • 1 El Alsan
    • ca. 200-300 ml Wasser

    Zubereitung:

    Als erstes die Aubergine in ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden, auf ein sauberes Küchenhandtuch einzeln nebeneinander legen und jede Scheibe mit ein wenig Salz bestreuen (wirklich nur wenig Salz nehmen, ansonsten wird das ganze Essen völlig versalzen – ist mir selber passiert, da ich großzügig Salz über die Auberginen gestreut habe…keine gute Idee). Für 10-15 Minuten liegen lassen bis das Salz Wasser gezogen hat. Dann die Scheiben umdrehen und von der anderen Seite leicht salzen und Wasser ziehen lassen. Dann so gut wie möglich trocken tupfen.

    Die Zucchini auch in 5 mm dicke Scheiben schneiden und einzeln im heißen Olivenöl in einer beschichteten Pfanne von jeder Seite scharf anbraten, dasselbe mit den Auberginenscheiben. Die fertigen Scheiben auf einem Teller “zwischenparken” bis alle fertig sind.

    Nun die Tomaten-Soja-Hack-Sauce zubereiten: hierfür die Sojaschnetzel für 10 Minuten in der heißen Gemüsebrühe einweichen, dann ausdrücken (Vorsicht: heiß). Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein würfeln. Olivenöl in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen und als erstes die Sojaschnetzel darin scharf anbraten bis sie leicht knusprig sind, dann die Zwiebelwürfel zufügen und glasig dünsten (evtl. Hitze etwas reduzieren), dann Knoblauch dazu geben und alles mit den zerkleinerten Dosentomaten und der Gemüse ablöschen. Tomatenmark, Salz, Pfeffer, Kräuter, Rohrohrzucker, Zimt und Kreuzkümmel zufügen und die Sauce 10 Minuten köcheln lassen (am Besten mit Deckel).

    In der Zwischenzeit die Béchamelsauce machen: hierfür die Margarine in einem Topf zerlassen, dann das Mehl mit einem Schneebesen einrühren und einige Sekunden “einbrennen” lassen. Alles unter ständigem Rühren mit der Sojamilch ablöschen und aufkochen lassen, dabei ständig rühren, da die Sauce leicht anbrennt. Falls die Sauce zu dick ist, einfach etwas Wasser zufügen, sie sollte aber eher sämig-dickflüssig sein. Mit reichlich Salz, Pfeffer und frischer Muskatnuss würzen und abschmecken. Vom Herd nehmen.

    Die Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben schneiden. Jetzt kommt das Schichten: in einer großen gefetteten Auflaufform etwas Tomaten-Soja-Hack-Sauce verteilen, darauf eine Schicht Kartoffelscheiben (möglichst nicht überlappend), darauf eine Schicht Auberginen- und Zucchini-Scheiben (auch möglichst nicht überlappend), dann einige Löffel Tomaten-Soja-Hack-Sauce und eine Kelle Béchamel, dann wieder Kartoffeln, Auberginen, Zucchini, Tomatensauce, Béchamel uws. bis alles aufgebraucht ist (die Reihenfolge ist völlig variabel, einfach so, wie´s passt).

    Für den Hefeschmelz die Hefeflocken mit der Trockenhefe, Salz, Knoblauchpulver, Senf, Mehl, Olivenöl, Alsan und Wasser in einen kleinen Topf geben und die Masse unter Rühren (mit einem Schneebesen) aufkochen lassen, dann als oberste Schicht gleichmäßig auf die Moussaka geben.

    Den Auflauf im vorgeheizten Backofen bei 200 °C Ober- und Unterhitze ca. 60 Minuten backen bis er schön goldbraun und knusprig überbacken ist und die Kartoffeln gar sind. Zur Probe einfach mit einem Messer in den Auflauf stechen, so kann man recht gut feststellen, ob die Kartoffeln gar sind. Sollte der Auflauf länger brauchen oder oben schnell zu dunkel werden, einfach mit etwas Alufolie oder Backpapier abdecken.

    Aus dem Ofen nehmen und für 10 Minuten stehen lassen, dann anschneiden und einfach genießen.

    Et voilá!

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    Überbackener Blumenkohl

    Ich mag Blumenkohl nur in relativ wenigen Arten und Formen der Zubereitung – zB als Lasagne wie hier – und oft ist ein ganzer Blumenkohl etwas viel für zwei Personen. Wenn aber Blumenkohl der Hauptbestandteil des Essens ist, ist die Menge ok und wenn er dann noch wie hier in einer leichten, fein sämigen Sauce daher kommt, finde ich ihn einfach nur super lecker.

    Da Blumenkohl im Ofen ewig braucht, um gar zu werden, koche ich ihn immer ein paar Minuten vor, so dass er ganz leicht angegart ist, aber noch sehr knackig. Das Kochwasser wird dann zur Saucen-Herstellung genutzt und alles zusammen kommt dann in den Ofen und wird dort dann relativ schnell zu Ende gegart. Ganz klassisch habe ich ihm ein Topping aus Semmelbröseln verpasst – zusammen mit der cremigen Saucen und bissfestem Blumenkohl einfach nur yummy! Ein paar Kartoffeln gab´s zwar auch noch dazu (so ganz ohne Beilage mag ich´s dann doch nicht…), aber wir haben so fast den ganzen Blumenkohl geschafft. Und da die Menge zwar recht viel ist, aber die Zutaten eher leicht und fein, eignet sich das Ganze auch perfekt an einem etwas kühleren Sommertag.

    Überbackener Blumenkohl

    Überbackener Blumenkohl

    Zutaten für 2-4 Personen, je nachdem, was und wieviel es dazu gibt:

    • 1 mittelgroßer Blumenkohl
    • 600 ml Gemüsebrühe
    • Saft einer halben Zitrone
    • Salz, Pfeffer
    • 1 kleine Zwiebel
    • 1 El Alsan
    • 2 knappe El Weizen- oder Dinkelmehl, hell
    • 125 ml Hafersahne (oder Sojasahne)
    • einige Abrieben frische Muskatnuss
    • 1/2 Tl mittelscharfer Senf
    • 2 El Hefeflocken
    • 3 El frische Petersilie, gehackt
    • 3 El Semmelbrösel
    • 1 El Alsan in Flöckchen

    Zubereitung:

    Den Blumenkohl in mittelgroße Röschen teilen und in einen großen Topf geben. Gemüsebrühe, Zitronensaft, Salz und Pfeffer zufügen und zum Kochen bringen. Ca. 5-10 Minuten köcheln lassen (je nach Größe der Röschen), dann in ein Sieb abgießen und das Kochwasser auffangen (einfach das Sieb auf eine Schüssel stellen).

    Denselben Topf wieder auf die Herdplatte stellen und die Margarine darin schmelzen. Zwiebeln schälen und fein hacken zur Margarine zufügen und zwei Minuten ganz leicht glasig dünsten. Das Mehl einrühren und kurz mit rösten. Alles unter ständigem Rühren (mit dem Schneebesen) mit dem Blumenkohl-Kochwasser aufgießen und aufkochen lassen. Herdplatte ausschalten, Hafersahne einrühren, gut würzen mit Pfeffer, Salz, Muskatnuss, Hefeflocken und Senf und kräftig abschmecken. Die Petersilie einrühren.

    Die Blumenkohlröschen in eine leicht eingefettete Auflaufform geben und die Sauce darüber gießen. Die Semmelbrösel gleichmäßig über den Blumenkohl streuen und mit kleinen Alsanflöckchen garnieren.

    Im vorgeheizten Backofen bei ca. 200 °C Ober- und Unterhitze etwa 20 Minuten überbacken bis alles schön gebräunt ist. Mit Kartoffeln oder auch einfach nur so servieren und genießen.

    Et voilá!

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    Spitzpaprika mit Kartoffel-Gemüse-Füllung

    Paprikaschoten sind das einzige Gemüse, welches ich wirklich gerne in der gefüllten Version mag – Zucchini sind mir da zu labberig, Tomaten irgendwie auch und große Champignons kann ich nicht leiden (ich mag nur kleine…). Aber gefüllte Paprika….yummy! Ich finde, man muss nur aufpassen, dass sie gerade knapp gar und noch ein wenig knackig sind, dann finde ich sie perfekt.

    Drei meiner Paprikaschoten auf dem Balkon waren reif und daher musste ein leckeres und schnelles Rezept zum Füllen her. Ich habe einfach was aus den Kühlschrank- und Vorratsresten “gezaubert” und bin sehr begeistert. Im Gegensatz zu meinen sonstigen Füllungen, habe ich keine Füllung auf Getreidebasis gemacht, sondern habe Kartoffeln und Gemüse grob geraspelt, leicht angebraten mit ein wenig Räuchertofu, gewürzt, fertig.

    Die Füllung ist sehr leicht und etwas “grob” und nicht sonderlich kompakt, aber gerade das gefällt mir an diesem Rezept so gut. Außerdem finde ich die Kombination von leicht deftiger Füllung und dem feinen Spitzpaprika-Geschmack sehr gelungen.

    Dazu habe ich eine schnelle Paprika-Tomatensauce gemacht und die gefüllten Paprika darin gegart. Dazu habe ich etwas geräuchertes Paprikapulver genommen, das gibt einen tollen Geschmack. Wer das nicht hat, nimmt einfach mehr normales Paprikapulver. Bei mir gab´s als Beilage Reis, aber auch Kartoffeln oder Baguette passen hervorragend. Wer keine extra Beilage dazu kochen möchte, kann einfach ein bisschen mehr Füllung machen und diese zum Schluss ein paar Minuten in der Sauce garen lassen. Das ist sehr lecker und sättigt durch die Kartoffeln auch gut.

    Spitzpaprika mit Kartoffel-Gemüse-Füllung

    Spitzpaprika mit Kartoffel-Gemüse-Füllung

    Zutaten für 4 sehr kleine Spitzpaprika oder 2 normale:

    • 4 kleine Spitzpaprika oder 2 normale Paprika
    • 2 El Olivenöl
    • 1 mittelgroße Möhre
    • 1 groooße Kartoffel
    • 1/3 mittelgroße Zucchini
    • 1 kleine Zwiebel
    • 2 Scheiben Räuchertofu á 3mm Dicke
    • 3 El Hafersahne
    • Kräutersalz
    • Pfeffer
    • einige Abriebe Muskatnuss
    • 1/2 Tl Majoran, getrocknet
    • optional: 1-1 1/2 El gemahlene Mandeln/Cashews/Grünkern(Haferflocken o.ä.) zum Binden
    • 1 El Hefeflocken
    • 1 Tl geräuchertes Paprikapulver
    • 1 Tl Paprikapulver, edelsüß
    • 1 El Tomatenmark, einfach konzentriert
    • 1 Tl Rohrohrzucker
    • 200-250 ml Gemüsebrühe
    • 1 Tl Basilikum, getrocknet oder 1 El frisches

    Zubereitung:

    Möhre, Zucchini und Kartoffel waschen, putzen, ggf schälen und grob raspeln. Die Zwiebel schälen und fein würfeln, die Hälfte zur Seite stellen für die Sauce später. Den Räuchertofu ebenfalls fein würfeln.

    In einer großen beschichteten Pfanne mit Deckel (in der später auch die gefüllten Paprika gegart werden können) 1 El Olivenöl erhitzen. Darin zunächst die Räuchertofu-Würfel für zwei Minuten scharf anbraten, dann die Kartoffel-Gemüse-Raspel und die hälfte der Zwiebelwürfel zufügen. Unter gelegentlichem Wenden für ca. fünf Minuten anbraten, mit Kräutersalz, Pfeffer, Muskatnuss und Majoran kräftig würzen und abschmecken. 1 El Hafersahne zufügen, hierdurch wird die Füllung ein wenig gebunden. Wer mehr Bindung möchte, fügt nun die gemahlenen Mandeln/Haferflocken/Grünkern o.ä. zu und vermengt alles gut.

    Die Paprikaschoten waschen, den Decken entfernen und so gut wie möglich das Kerngehäuse heraustrennen. Mit der Füllung befüllen, falls noch Füllung übrig ist, einfach beiseite stellen.

    Die Pfanne mit Küchenkrepp etwas auswischen, dann erneut erhitzen mit 1 El Olivenöl. Hierin die verbliebenen Zwiebelwürfel kurz anbraten, mit dem Paprikapulver bestäuben, Tomatenmark zufügen und beides für wenige Sekunden mit anrösten. Alles mit der Gemüsebrühe ablöschen, mit Kräutersalz, Pfeffer, Hefeflocken, Rohrohrzucker und Basilikum würzen und abschmecken.

    Die Sauce leicht köcheln lassen, die gefüllten Paprikaschoten in die Sauce setzen, Deckel drauf und für insgesamt ca. 15-20 Minuten garen lassen (je nach Dicke der Paprikaschoten), dabei nach der Hälfte der Zeit die Schoten einmal wenden, damit sie gleichmäßig garen. Falls noch Füllung übrig ist (oder extra mehr gemacht wurde), diese für die letzten fünf Minuten der Kochzeit in die Sauce geben und mit garen lassen.

    Ganz zum Schluss die restliche Hefersahne in die Sauce einrühren, alles nochmals abschmecken und die gefüllten Paprikaschoten mit der Sauce servieren.

    Et voilá!

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    Asia-Gemüse mit Tofu und Cashews

    Unspektakulär, aber super lecker: ganz viel Gemüse mit lecker mariniertem Tofu und Cashewnüssen, dazu ordentlich Knoblauch und Ingwer und eine leichte Asia-Sauce mit feiner Curry-Note. Dazu Reis und fertig ist ein fantastisches Essen.

    Enjoy :-) .

    Asia-Gemüse mit Tofu und Cashews

    Asia-Gemüse mit Tofu und Cashews

    Zutaten für 4 Portionen:

    • Reis, Menge und Sorte nach Hunger und Geschmack (ich mag sehr gerne eine Mischung aus Jasmin-Duftreis und Langkornreis)
    • 200 g Tofu, natur
    • 5 El Shoyu (Sojasauce, hell)
    • 1 El Zitronensaft
    • 2 große Möhren (oder 3 mittelgroße)
    • 1 mittelgroße Zucchini
    • 250 g Austernpilze (alternativ Champignons)
    • 1 Stange Lauch
    • 1 Zwiebel
    • 2 Knoblauchzehen (wenn möglich den ganz frischen jungen, der ist sooo aromatisch…)
    • 1 großes Stück Ingwer
    • 1 El Mirin (Reiswein), alternativ 1 El Limettensaft
    • 1 El Tomatenketchup
    • 1/2 El süß-scharfe Chilisauce
    • 100 ml Gemüsebrühe
    • 1 El Sesamöl
    • 2 El Rapsöl
    • 1/2 Tl Koriander, gemahlen (frischer ist natürlich noch toller…)
    • 1 Tl Currypulver
    • 75 g Cashews, egal, ob geröstet und gesalzen oder roh

    Zubereitung:

    Den Tofu würfeln, die Sojasauce mit dem Zitronensaft mischen und den Tofu darin ca. eine Stunde marinieren, länger geht natürlich auch.

    Die Möhren schälen, die Zucchini putzen und beides in feine Streifen schneiden. Austernpilze putzen (nicht waschen, da sie sich sonst mit Wasser vollsaugen) und mundgerecht würfeln. Lauch waschen und putzen, in halbe Ringe schneiden, Zwiebel putzen und würfeln.

    Knoblauch und Ingwer schälen und ganz fein würfeln.

    Den Reis am Besten mit der Quell-Methode kochen, also die doppelte Menge Wasser mit dem Reis aufsetzen, etwas Salz dazu, zum Kochen bringen und auf der abgeschalteten Herdplatte ausquellen lassen, bis der Reis das ganze Wasser aufgesogen hat. Hierdurch bleiben alle Vitamine erhalten und werden nicht ausgeschüttet.

    Einen Wok oder eine große beschichtete Pfanne erhitzen, die beiden Ölsorten zufügen und den Tofu ohne Marinade (Marinade aber aufheben!) scharf anbraten, dann die Pilze zufügen, ebenfalls unter großer Hitze rührbraten. Ebenso mit den Möhren und Zucchini verfahren, aufpassen, dass das Gemüse nicht verbrennt.

    Wenn ungeröstete Cashews verwendet werden, diese auch kurz mitbraten, um sie zu rösten. Zum Ende die Lauchringe und Zwiebelwürfel zufügen und mit rührbraten.

    Die Tofumarinade mit dem Reiswein, Ketchup, Chilisauce, Gemüsebrühe, Koriander und Curry verrühren. Ingwer und Knoblauch zu dem Gemüse in den Wok geben und 1-2 Minuten unter Rühren braten.

    Alles mit der Marinade ablöschen und kurz köcheln lassen, Herd ausschalten.

    Zusammen mit dem reis servieren und genießen.

    Et voilá!

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    Kartoffel-Gemüse-Pizza mit veganem Kräuter-”Schmand”

    Das ist eines meiner Lieblings-Resteverwertungs-Rezepte: ein leckerer Pizzateig-Boden, bestrichen mit einer Art veganem Kräuter-Schmand aus Sojajoghurt, “Frischkäse”, Gewürzen und Kräutern und als Belag alles, was gefällt bzw. der Kühlschrank hergibt.

    Dieses Mal habe ich einen Teig mit frisch gemahlenem Vollkornmehl gemacht, da wir seit kurzen über eine großartige Mühle verfügen und ich jetzt immer tolles Mehl frisch selber mahlen kann. Ich liebe den Geruch von frisch gemahlenem Korn (total öko, ich weiß, aber ich mag den Öko-Geruch unserer Wohnung, wenn man rein kommt, sooo sehr…) und das Mehl ist warm und super fluffig und lässt sich wunderbar verarbeiten und schmeckt toll.

    Wer keinen Vollkornteig mag, nimmt einfach helles Mehl und einen Tick weniger Wasser. Der Belag bestand bei mir aus Kartoffeln, roh und gekocht gemischt (Resteverwertung…), Zucchini, Lauchzwiebeln und Zwiebeln. Das Gemüse wurde erst einige Zeit in einer Kräutermarinade mariniert und so auf den Teig gegeben, hierdurch ist es sehr schön würzig und braucht nicht lange, um gar zu werden. Man kann aber problemlos variieren mit Gemüse nach Geschmack und Resten, ich finde die Kombination mit Kartoffeln auf Pizzateig sehr gelungen und empfehlenswert. Tofustreifen stelle ich mir auch lecker dazu vor…

    Als Topping hatte ich auf einer Pizza Hefeschmelz und auf der anderen einige Kleckse des Macadamia-Streich-Käses. Der ist zwar nicht so schön geschmolzen und überbackt nicht ganz so toll wie Hefeschmelz, aber er wird weich und leicht knusprig und der Geschmack ist echt lecker. Also, probiert auch da ruhig aus, was da ist und schmeckt.

    Kartoffel-Gemüse-Pizza mit veganem Kräuter-"Schmand"

    Kartoffel-Gemüse-Pizza mit veganem Kräuter-"Schmand"

    Zutaten für 2 Bleche (4-6 Personen):

    • 350 g Dinkelvollkornmehl
    • 150 g Dinkelmehl Typ 630
    • 2 Tl Meersalz
    • 1 Tl Rohrohrzucker
    • 3/4 Pckg. Trockenhefe ohne Emulgator
    • 1 1/2 El Olivenöl
    • 265 ml lauwarmes Wasser
    • 5 mittelgroße Kartoffeln (roh oder gekocht oder gemischt)
    • 1 mittelgroße Zucchini
    • 1 Bund Lauchzwiebeln
    • 2 Zwiebeln
    • 1 El Olivenöl
    • je 1 Tl Basilikum, Thymian und Oregano, getrocknet
    • Salz, Pfeffer
    • 2 Tl Paprikapulver, edelsüß
    • 1 Tl Gemüsebrühpulver (optional) oder Kräutersalz
    • 4 El Sojajoghurt, natur
    • 1 El Zitronensaft
    • 1 El Sojasahne
    • 3 El “wie Frischkäse” (alternativ zB diesen Kräuter-Aufstrich)
    • 1 El Olivenöl
    • 2 El Basilikum, frisch gehackt
    • Salz, Pfeffer
    • einige Abriebe frische Muskatnuss
    • 3 El Hefeflocken
    • 1/2 Pckg. Trockenhefe
    • 3/4 Tl Salz
    • 1/2 Tl Knoblauchpulver
    • 1 geh. Tl Senf
    • 1 1/2 El Dinkelmehl Typ 630
    • 250-300 ml Wasser
    • 2 El Alsan

    Zubereitung:

    Für den Teig Wasser mit Rohrzucker mischen und Trockenhefe darin auflösen. Für 10 Minuten stehen lassen bis sich viele kleine Bläschen bilden. Mehle in einer ausreichend großen Schüssel mit dem Salz mischen, Olivenöl und das Hefewasser zufügen. Alles mit der Hand oder den Knethaken der Küchenmaschine etwa 10 Minuten kneten, so dass ein weicher elastischer und homogener Teig entsteht. Der Teig sollte nicht klebrig sein, auf keinen Fall aber trocken, daher lieber einen Esslöffel Wasser zu viel zufügen als zu wenig, denn dann geht der Teig nicht auf.

    Den Teig abdecken und an einem warmen Ort 30-60 Minuten gehen lassen.

    Für den Belag die Kartoffeln schälen und in ganz dünne Scheiben schneiden, die Zucchini putzen und in kurze schmale Streifen schneiden, die Frühlingszwiebeln in feine Ringe, die Zwiebeln in feine Viertelringe. Alles Gemüse in eine große Schüssel geben, Olivenöl, Kräuter, Paprikapulver, Pfeffer und Salz (optional auch Gemüsebrühpulver) zufügen und gründlich vermengen, so dass möglichst jede Kartoffelscheibe dünn mit Marinade überzogen ist. Ca eine Stunde marinieren lassen, zwischendrin mal wenden.

    Für den veganen Kräuter-”Schmand” den Sojajoghurt mit Zitronensaft, Sojasahne, “Frischkäse”, Olivenöl, Basilikum, Salz, Pfeffer und Muskatnuss verrühren und kräftig abschmecken.

    Wenn der Teig gut gegangen ist, nochmal gut durchkneten, halbieren und jede Teighälfte auf der bemehlten Arbeitsfläche auf Blechgröße ausrollen und auf zwei mit Backpapier ausgelegte Bleche auslegen. Jeden Teigboden mit der Hälfte des Kräuter-”Schmands” bestreichen. Jeweils die Hälfte des marinierten Gemüses auf einer Pizza gleichmäßig dünn verteilen.

    Für den Hefefschmelz die Hefeflocken zusammen mit der Trockenhefe, Mehl, Salz, Senf, Knoblauchpulver, Wasser und Alsan in einen Topf geben, mit dem Schneebesen glatt rühren und einmal aufkochen lassen. Den noch warmen Hefeschmelz klecksweise  auf den Pizzen verteilen und alles nochmals für ca. 10 Minuten stehen und gehen lassen.

    In der Zwischenzeit den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen, dann die Bleche nacheinander für ca. 25-30 Minuten in den Ofen schieben und die Pizzen knusprig braun backen, bei Bedarf zum Schluss für zwei Minuten den Obergrill anmachen.

    Heiß servieren und genießen (schmeckt aber auch super kalt zum Frühstück oder in der Mittagspause…).

    Et voilá!

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    Falsche Pasta Genovese

    Pasta á la Genovese ist ein Klassiker der italienischen Küche und wirklich wahnsinnig lecker. Es handelt sich hierbei um ein sehr einfaches schnelles Rezept aus Pasta (meist Linguine), Kartoffeln und grünen Bohnen, die zusammen gekocht und mit einer ordentlichen Portion Basilikum-Pesto vermengt werden. Sehr aromatisch und gut!

    Das hier ist eine stark modifizierte Variante und kommt aus der Resteverwertungs-Kühlschrank-aufräum-Ecke und ist dem Umstand geschuldet, dass wir einen Rest gekochte Nudeln hatten und dazu noch einige einsame Gemüse-Reste, was allesamt nicht mehr für zwei reichte. Also habe ich das Genovese-Rezept abgewandelt: Kartoffeln nicht gekocht, sondern kross gebraten mit Möhren, Zwiebeln und Schnibbel-Bohnen, zum Schluss die gekochten Nudeln und da ich noch leckeres Bärlauch-Pesto im Kühlschrank hatte, habe ich das genommen anstelle von Basilikum-Pesto.

    Alles in allem hat das Kochen eine gute halbe Stunde gedauert und man braucht nur eine ausreichend große Pfanne. Und das Essen war himmlisch! Es war wirklich so unglaublich gut, dass wir binnen Minuten die ganze Pfanne aufgegessen haben. Ich finde die Kombination von Nudeln und Kartoffeln wirklich toll, das gibt´s jetzt öfters. Und bald folgt dann auch mal ein Rezept für Original Pasta á Genovese…

    Falsche Pasta Genovese

    Falsche Pasta Genovese

    Zutaten für 2 hungrige Personen:

    • 600 g Kartoffeln
    • 400 g gekochte Vollkornnudeln (roh ca. 100 g)
    • 3 mittelgroße Möhren
    • 150 g grüne Schnittbohnen
    • 1 kleines Bund Frühlingszwiebeln
    • 1 kleine Zwiebel
    • 2-3 El Olivenöl
    • Kräutersalz
    • Pfeffer, Salz
    • 1 El Hefeflocken
    • 2-3 El Bärlauch-Pesto oder Basilkum-Pesto
    • 2-3 El Wasser

    Zubereitung:

    Als erstes die Kartoffeln schälen und in ca. 1cm große Würfel schneiden. Das Olivenöl in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen und die Kartoffelwürfel hineingeben. Unter gelegentlichem Wenden 10 Minuten kräftig anbraten, so dass ide Kartoffeln eine leichte Kruste bekommen.

    Während die Kartoffeln braten, das restliche Gemüse vorbereiten: Möhren schälen und in halbe Scheiben schneiden, Zwiebel und Frühlingszwiebel putzen und würfeln. Die Enden der Schnittbohnen abschneiden und die Bohnen in  schmale Streifen schneiden.

    Sobald die Kartoffeln etwas gebräunt sind, die Hitze ein wenig reduzieren und die Möhrenstücke zufügen. Für ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze mitbraten, häufig wenden.

    Die Hitze noch etwas runterschalten und die Bohnen und Zwiebeln/Frühlingszwiebeln zufügen. Für einige Minuten unter Rühren anbraten.

    Kräftig mit Salz, Pfeffer und Kräutersalz würzen. Die Nudeln zu dem Kartoffel-Gemüse geben, die Hitze wieder etwas erhöhen und alles für 5 Minuten kräftig anbraten. Herd ausschalten, das Pesto zufügen, ebenso wie das Wasser. Alles gut vermengen, die Hefeflocken ebenso.

    Möglichst heiß servieren und einfach nur genießen.

    Et voilá!

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    Kunterbunter Gemüse-Topf mit mariniertem Tofu und Hülsenfrüchten

    Im Moment ist meine Woche so voll gepackt, dass ich kaum zum bloggen komme, aber da ich auch kaum koche, hebt sich das wieder auf…

    Eigentlich sehr bescheuert, denn kochen entspannt mich und hilft mir oft, ein bisschen den Kopf frei zu bekommen. Außerdem sollte man (respektive ich) bei viel Stress, Anspannung, geistiger und körperlicher Aktivität  gerade möglichst viele gute, gesunde und vitaminreiche Sachen essen. Also schön frisch kochen mit Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen usw. Viel Vollkorn und frisch gemahlenes Getreide und zwischendurch lecker Obst und Sojajoghurt.

    Tja, und was mache ich?! Esse den Tag über ganz viel Brot (natürlich nicht selbst gebacken, da ich gerade keine Zeit und keinen Nerv habe…) mit gekauften Aufstrichen und abends gibt´s dann wahlweise Nudeln mit Pesto oder Nudeln mit Tomatensauce – an schlechten Tag fertige Sauce aus dem Glas, an guten Tagen frische Sauce mit einem Hauch Gemüse. Zwischendrin dann Kekse und Gummitiere, machmal Schokolade. Super, das gibt doch alles gleich mehr Energie…

    Naja, die meisten werden das kennen und Selbsterkenntnis und so weiter. Jedenfalls heißt es ja so schön: Wenn Du in Eile bist, mach´ eine Pause. Auf das Kochen übertragen also: Wenn Du keine Zeit und Lust zum Kochen hast, stell´Dich in die Küche und koch´was mit richtig viel Gemüse und Schnibbelei, alles möglichst bedächtig und lächel dabei :-) .

    Also bin ich diesem Grundsatz gefolgt. Wobei ich eigentlich nur ganz viel Zeugs im Kühlschrank hatte, was endlich mal verkocht werden musste, außerdem wollte ich ein Essen, was ich kalt mitnehmen und dazu noch die nächsten Abende mit verschiedenen Beilagen essen kann.

    Hier daher eine Clean-your-fridge-Variante von meinem geliebten Tofu-Gemüse-Chili. Dieses Mal unter anderem mit Fenchel, zwei Sorten Tofu, Kidney Bohnen und Kichererbsen. Da die Schnibbelei so lange gedauert hat, habe ich schlauerweise den Tofu endlich mal wieder mariniert. Lecker! Dazu gab es einmal Reis und einmal Kartoffeln und den Rest so. An Gemüse kann man alles nehmen, was der Kühlschrank hergibt, also bloß nicht sklavisch ans Rezept halten.

    Kunterbunter Gemüse-Topf mit mariniertem Tofu und Hülsenfrüchten

    Kunterbunter Gemüse-Topf mit mariniertem Tofu und Hülsenfrüchten

    Zutaten für 6 Personen:

    Tofu + Marinade:

    • 200 g Räuchertofu
    • 200 g Naturtofu
    • 1 El Tomatenmark, dreifach konzentriert
    • 50 ml Rotwein (alternativ einfach mehr Gemüsebrühe)
    • 100 ml kräftige heiße Gemüsebrühe (einfach 1 Tl Gemüsebrühpulver + kochendes Wasser)
    • 1 Tl Hefeextrakt
    • Salz, Pfeffer
    • 1 Tl Olivenöl
    • 1 Tl Paprikapulver, edelsüß
    • 1/2 Tl Thymian, getrocknet
    • 1/2 Tl Basilikum, getrocknet
    • 1/2 Tl Oregano, getrocknet
    • knapp 1 Tl Kreuzkümmel, gemahlen
    • 1/2 getrocknete Chilischote, fein gewürfelt (mit oder ohne Kerne, je nachdem, wie scharf man es mag)

    Gemüse-Topf:

    • 1 kleine Fenchelknolle
    • 2 Mairübchen oder 1 kl. Kohlrabi
    • 3 große Möhren
    • je 1 rote, grüne und gelbe Paprikaschote
    • 1 kleine Zucchini
    • 2 mittelgroße Zwiebeln
    • 1 Bund Lauchzwiebeln
    • 2 große Knoblauchzehen
    • 3 El Olivenöl
    • 500 ml passierte Tomaten
    • 1 kleine Dose Schältomaten (400 g)
    • 2-3 El Tomatenmark, dreifach konzentriert
    • 75 ml Rotwein (alternativ einfach die entsprechende Menge Gemüsebrühe mehr)
    • 1 El Paprikapulver, edelsüß
    • 250 ml Gemüsebrühe
    • Salz, Pfeffer
    • 2 El Thymian, frisch (alternativ 2 Tl getrocknet)
    • 3 El Basilikum, frisch (alternativ 2 Tl getrocknet)
    • 1 Tl Oregano, getrocknet
    • 1 kl. Dose Kichererbsen
    • 1 kl. Dose Kidneybohnen
    • 1 Dose Gemüsemais
    • 1 El Rohrohrzucker
    • 1 Tl Kreuzkümmel, gemahlen
    • 2 El Hefeflocken
    • 2 Tl Hefeextrakt
    • 1 El Sojasauce
    • 1 getrocknete Chilischote (oder mehr, je nach Schärfe-Geschmack…ich bin da ein Mimöschen)

    Zubereitung:

    Die beiden Tofusorten würfeln (ca. 1 cm groß). Die Zutaten für die Marinade in einer ausreichend großen Schüssel verrühren und die Tofuwürfel darin für etwas eine Stunde marinieren (gerne auch länger…).

    Das Gemüse waschen, schälen, putzen und in mundgerechte Würfel/Stücke schneiden (je nach Geschmack, ich finde, hier darf das Gemüse ruhig etwas “grober” sein). Den Knoblauch fein würfeln.

    Das Olivenöl in einem großen beschichteten Topf erhitzen und die marinierten Tofuwürfel darin scharf anbraten (die Marinade aufheben!). Wer keinen so großen beschichteten Topf hat, nimmt eine beschichtete Pfanne für den Tofu und brät ihn separat darin an und das Gemüse dann in einem großen nicht-beschichteten Topf und gibt den Tofu später einfach dazu.

    Das Gemüse zufügen und mitbraten (evtl. erst die Hälfte des Gemüses nehmen und nach ein paar Minuten den Rest, denn wenn man zu viel Gemüse auf einmal nimmt, zieht es sehr viel Wassre und brät nicht mehr).

    Alles einige Minuten richtig scharf anbraten, dann den Knoblauch zufügen und alles mit dem Rotwein ablöschen. Mit der Gemüsebrühe aufgießen, Tomaten (zerstückelt und ohne Strunk) und passierte Tomaten zufügen, ebenso wie die ganzen Gewürze und Kräuter (gehackt).

    Die Bohnen und Kichererbsen in einem Sieb unter kaltem Wassre abspülen und zusammen mit dem Mais zu dem Gemüse geben. Alles aufkochen und unter gelegentlichem Rühren ca. 30 Minuten köcheln lassen.

    Nochmals kräftig abschmecken, evtl. nachwürzen und mit Reis/Kartoffeln/Baguette servieren und genießen.

    Et voilá!

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    Bärlauch-Creme-Suppe

    Die Bärlauchzeit ist noch nicht vorbei :-) Zum Glück! Denn wie aus den letzten Posts ersichtlich ist, finde ich Bärlauch echt lecker. Wobei ich dieses Jahr das erste Mal so richtig verschiedene Gerichte damit ausprobiert habe und nicht nur Bärlauch-Pesto.

    Bärlauch

    Bärlauch

    Im Kühlschrank war also wieder eine Schale voll Bärlauch und um mein Repertoire zu erweitern, habe ich eine Bärlauch-Creme-Suppe gemacht. Die Idee stammte sogar von meinem Liebsten, der das einfach mal so in den Raum warf. Folgsam wie ich bin, habe ich mich also auf die Suche begeben und schnell eine für mich lecker klingende Variation entwickelt.

    Die Zutaten für die Suppe sind super simpel und bis auf den Bärlauch kann man eigentlich alles gut auf Vorrat bunkern. Ich war ob der wenigen und unspektakulären Zutaten erst etwas skeptisch, wurde aber eines Besseren belehrt. Die Suppe sieht nicht nur toll grün und cremig aus, sie schmeckt unglaublich gut! Der Bärlauch-Geschmack ist tonangebend, aber nicht erdrückend und harmoniert hervorragend mit den übrigen Komponenten. Geschmacklich hat mich die Suppe ein bisschen an eine Mischung aus Spargel-Creme-Suppe und Rahmspinat erinnert. Klingt komisch, ist aber köstlich.

    Das Rezept ist für zwei Personen, die die Suppe als Hauptspeise mit frischem Brot essen oder für vier Personen, die die Suppe als Vorspeise oder in Verbindung mit einem schönen Salat und Dessert essen. Fein cremig, wunderbar würzig, sehr leicht und trotzdem sättigend. Toll.

    Bärlauch-Creme-Suppe

    Bärlauch-Creme-Suppe

    Zutaten für 2 als Hauptgericht oder 4 als Vorspeise:

    • 1 kleine Zwiebel
    • 2 mittelgroße Kartoffeln
    • knapp 100 g Bärlauch (mit Stiel)
    • 1 El Rapsöl (oder anderes neutrales Öl)
    • 1 geh. Tl Dinkelmehl Typ 630 (alternativ Weizenmehl Typ 550 oder 405)
    • 600-650 ml Gemüsebrühe
    • Salz, Pfeffer
    • einige Abriebe frische Muskatnuss
    • 1 El Hefeflocken (optional)
    • 1 El Zitronensaft
    • 100 ml Hafersahne (alternativ Sojasahne, aber Hafersahne schmeckt mir hier eindeutig besser)

    Zubereitung:

    Die Zwiebel schälen und fein würfeln, die Kartoffeln ebenso schälen und in kleine Würfel schneiden.

    Das Rapsöl in einem Topf erhitzen und bei mittlerer Hitze zunächst die Zwiebelwürfel unter Rühren glasig dünsten, dann die Kartoffelwürfel zufügen und kurz mit anschwitzen. Das Dinkelmehl dünn über das Gemüse stäuben, unterrühren und einige Sekunden heiß werden lassen.

    Unter Rühren die Gemüsebrühe angießen, mit Pfeffer, Salz und Muskatnuss würzen. Aufkochen lassen und bei kleiner Hitze ca. 10 Minuten leicht köcheln lassen, dabei gelegentlich rühren.

    In der Zwischenzeit den Bärlauch waschen, verlesen und die trockenen Enden abschneiden (ansonsten die Stiele aber ruhig mit verwenden, da in ihnen viel Geschmack steckt). Die Blätter und Stiele grob hacken.

    Sobald die Kartoffeln gar sind, den Bärlauch zu dem Gemüse in den Topf geben, aufkochen lassen und zwei Minuten ziehen lassen (nicht kochen bzw. nur ganz leicht). Hefeflocken, Zitronensaft und Hafersahne zu der Suppe geben und erhitzen. Herd ausschalten und die Suppe mit dem Pürierstab fein cremig pürieren. Nochmals abschmecken mit Salz und Pfeffer und möglichst frishc und heiß genießen.

    Et voilá!

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    Frühlingsgrüne Bärlauch-Gemüse-Bratlinge

    Ich hatte mal wieder Lust auf Bratlinge, aber irgendwie keine Lust auf viel Arbeit. Dazu sollte es Gemüse sein und Getreide und was anderes als sonst. Na super. Manchmal sind meine Wünsche anstrengend. Nach ein wenig Inspiration in einigen Kochbüchern und einem Blick in den Kühlschrank stand fest: Möhren, Zucchini, Haferflocken als Grundzutaten, dazu eine gute Portion von dem Bärlauch-Pesto und als kleines Geschmacks-Highlight noch einige getrocknete Tomaten.

    Was sehr zufällig und zusammengewürfelt war, hat sich als unglaublich lecker herausgestellt! Schön würzig, geschmacklich mal eine Abwechslung zu den Bratlingen, die ich sonst mache und eine herrlich grüne Farbe. Dazu sind sie sehr schön kross geworden und einfach yummy.

    Ich habe eher kleine Bratlinge gemacht (Durchmesser ca. 4 cm) und sie schmecken sowohl frisch aus der Pfanne als auch kalt in der Mittagspause oder Snack in der Schule, auch als Burger kann ich sie mir hervorragend vorstellen, würde sie aber immer pur vorziehen, da sie einfach kleine Geschmacksbomben sind.

    Frühlingsgrüne Bärlauch-Gemüse-Bratlinge

    Frühlingsgrüne Bärlauch-Gemüse-Bratlinge

    Zutaten für ca. 20 kleine Bratlinge:

    • 1 El Bärlauch-Pesto
    • 2 mittelgroße Möhren
    • 1 mittelgroße Zucchini
    • 1 Zwiebel
    • 1 El Sonnenblumenkerne
    • 5-6 getrocknete Soft-Tomaten (oder welche in Öl; wenn man ganz trockene verwendet, sollte man die Tomaten kurz mit heißem Wasser überbrühen, dann ausdrücken und nach Rezept verwenden)
    • 5 geh. El Haferflocken, Kleinblatt
    • 2 geh. El Dinkel- oder Weizenmehl (hell oder Vollkorn, geht beides)
    • 3 geh. El Paniermehl/Semmelbrösel
    • 1/2 El Tapiokastärke (oder Maisstärke)
    • 1/2 Tl Basilikum, getrocknet (oder 1 El frisches Basilikum)
    • 2 El Hefeflocken
    • 1 Tl Gemüsebrühe (Pulver)
    • 2 El frische Petersilie, gehackt
    • Salz, Pfeffer
    • evtl. 50 ml Sojamilch (je nachdem, wieviel Feuchtigkeit das Gemüse hat und welches Mehl man nimmt)
    • Rapsöl oder Kokosfett zum Braten

    Zubereitung:

    Die Möhren und Zucchini waschen bzw. schälen und putzen, ebenso die Zwiebel. Zucchini und Möhren grob raspeln, die Zwiebel fein würfeln.

    Das Gemüse in eine ausreichend große Schüssel geben. Haferflocken, Mehl und Paniermehl zufügen, ebenso wie die Gewürze, Kräuter, Kerne und Tapiokastärke. Die getrockneten Tomaten ganz fein würfeln und auch in die Schüssel geben.

    Alles mit den Händen (oder einem Löffel) richtig gut vermengen. Die Masse sollte relativ feucht sein, da die Haferflocken und das Mehl noch quellen. Falls das Gemüse nicht ausreichend Feuchtigkeit liefert, einfach etwas Sojamilch zufügen und nochmals gut vermengen.

    Bratlingsmasse etwa 20 Minuten zum Quellen stehen lassen. Dann nochmals gut durchkneten und bei Bedarf noch Paniermehl der etwas Sojamilch zugeben. Die Masse sollte jetzt deutlich fester und formbarer sein. Kräftig abschmecken und ggf. nachwürzen.

    Mit feuchten Händen zu kleinen Bratlingen formen. In einer beschichteten Pfanne eine ordentliche Menge Öl oder Kokosfett erhitzen und bei mittlerer Hitze die Bratlinge darin knusprig brauch braten (auf jeder Seite einige Minuten), zwischendrin wenden.

    Die fertigen Bratlinge auf einigen Lagen Küchenkrepp entfetten und heiß oder kalt genießen.

    Et voilá!

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