Tomaten-Gemüse-Suppe mit weißen Bohnen und roten Linsen
Diese Suppe ist trotz (oder gerade wegen) der vielen Zutaten sehr fein. Sie enthält viel Gemüse, ist dadurch erstens schön anzusehen und zweitens sehr vitamin- und nährstoffreich. Durch die Zugabe von weißen Bohnen und roten Linsen wird sie schön gehaltvoll und eiweißreich und stellt eine vollwertige Mahlzeit dar. Die Konsistenz ist ein Zwischending aus Suppe und Eintopf, für mich weder zu dick noch zu dünn, einfach perfekt.
Durch die Gewürze und die Verwendung von Weißwein ist sie wunderbar aromatisch und fein im Geschmack. Ich für mich bin bei dieser Suppe sehr pingelig, was die Form des Gemüses angeht (für mich muss hier alles in feine Stifte, also Juliennes, geschnitten werden), weil dies die Optik erheblich beeinflusst und auch für eine kurze Garzeit sorgt. Durch die Fein-Schnibbelei ist das Rezept in der Vorbereitung wirklich aufwendig, die Zubereitung geht dann aber sehr schnell. Für mich lohnt sich die Mühe.
Die Suppe schmeckt am nächsten Tag aufgewärmt fast nochmal so gut und man kann sie auch hervorragendmit verschiedenen Beilagen kombinieren: frisches Baguette, Knoblauch-Kräuter-Brot, kleine Kartoffelwürfel, wenig Reis oder Suppennudeln usw. Ich koche immer einen großen Topf und esse drei Tage davon.

Tomaten-Gemüse-Suppe mit weißen Bohnen und roten Linsen
Zutaten für 4 Personen:
- je eine rote, gelbe und grüne Paprikaschote
- 3 Möhren
- 1 kleine Zucchini
- 1/8 Stück Knollensellerie
- 1 Zwiebel
- 1 kleine Stange Lauch
- 100-150 ml Weißwein (alternativ Gemüsebrühe und ein Schuss Zitronensaft)
- 500 ml passierte Tomaten
- 750 ml Gemüsebrühe
- 3 El Olivenöl
- 1 El Paprikapulver, edelsüß
- Salz, Pfeffer
- 3 El Hefeflocken
- je 1 Tl Basilikum und Thymian, getrocknet
- 1 El Rohrzucker
- 1 kleine Dose weiße Bohnen (Cannellini-Bohnen)
- 5 El rote Linsen (möglichst halbiert, da sie dann sehr viel schneller garen)
- etwas frische Petersilie, gehackt
Zubereitung:
Die Paprikaschoten mit einem Sparschäler schälen (ist besser bekömmlich, da die Haut nur schwer verdaut wird, außerdem schwimmen sonst so abgelöste Häutchen in der Suppe, das finde ich sehr unschön…ist aber natürlich Geschmackssache) und in feine Streifen schneiden.
Das übrige Gemüse waschen, putzen, ggf. schälen und in feine schmale Streifen schneiden, das Gemüse sollte einheitlich ziemlich dieselbe Größe und Dicke haben.
Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen (möglichst beschichtet, aber es geht auch in einem normalen Topf, da muss man dann einmal mehr rühren, damit nichts anbrennt) und zunächst Paprika, Möhren, Sellerie und Zucchini bei mittlerer Hitze einige Minuten unter Rühren dünsten. Dann die Zwiebel zufügen, zum Schluss den Lauch.
Nach einigen Minuten das Gemüse mit Paprikapulver bestäuben, ganz kurz mitdünsten, dann alles mit dem Weißwein ablöschen. Mit passierten Tomaten und Gemüsebrühe auffüllen. Kräftig würzen und alles aufkochen.
Die weißen Bohnen mit Wasser abspülen, dann zusammen mit den Linsen in die Suppe geben, gut umrühren und alles mit Deckel bei kleiner Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen. Ab und zu umrühren.
Zum Schluss nochmal abschmecken, mit frischer Petersilie garnieren, heiß servieren und genießen!
Et voilá!
Hirse-Gemüse-Bratlinge
Hirsebratlinge sind soooo lecker! Und gestern abend hatte ich mal wieder große Lust darauf, aber es sollte schnell gehen. Also habe ich Hirse-Gemüsebratlinge gemacht und da ich sie mal ohne Haferflocken und Paniermehl binden wollte, habe ich eine Mischung aus Sojamehl, Kartoffelmehl und Maisgrieß genommen. Und ich finde, sie sind hervorragend geschmeckt und sind schön saftig und außen knusprig. Außerdem brauchte ich viel weniger Fett als sonst, ich glaube, das hängt damit zusammen, dass ich nix mit Gluten genommen habe, aber vielleicht bilde ich mir das auch ein…

Hirse-Gemüse-Bratlinge
Zutaten für ca. 15 kleine Bratlinge:
- 100 g Goldhirse
- 200 ml Gemüsebrühe
- 1 Möhre
- 1/2 Zucchini
- 1/2 Zwiebel
- 2 El Hefeflocken
- 1 El Sojamehl
- 2 El Kartoffelmehl (oder Speisestärke)
- 4 El Maisgrieß (Polenta)
- Salz, Pfeffer
- 2 El Kräuter, gemischt (zB 8-Kräuter tiefgekühlt)
- Öl zum Braten
Zubereitung:
Die Hirse in der Gemüsebrühe aufkochen und ca. 15 Minuten ausquellen lassen. Die Zwiebel ganz fein hacken, Möhre und Zucchini fein raspeln. Das Gemüse zu der Hirse geben, Gewürze zufügen, ebenso wie die Hefeflocken, Sojamehl, Kartoffelmehl und Maisgrieß.
Alles richtig gut verkneten (am Besten mit den Händen, wenn es kalt genug ist) zu einer homogenen Masse.
Die Masse nochmals ca. zehn Minuten quellen lassen, dann mit feuchten Händen Bratlinge formen und im heißen Öl einige Minuten von jeder Seite knusprig braten. AUf etwas Küchenkrepp vom fett abtropfen lassen und warm oder kalt genießen!
Et voilá!

Bandnudeln mit Pfifferlingen und Champignons in Weißwein-Rahm
Es ist wieder Pilz-Zeit, juchuh!!! Ich finde Pfifferlinge soooo lecker. Am besten mit wenig Schnickschnack, da der Geschmack pur einfach schon gut ist. Da ich nicht genügend Pfifferlinge bekommen habe, habe ich noch braune Champignons zugefügt, auch sehr aromatisch. Die Sauce habe ich dieses Mal mit Reissahne gemacht, die ich neu entdeckt habe, aber sie hat mich nicht überzeugt, da ich sie sehr wässrig finde. Für die Zukunft würde ich entweder zur altbewährten Sojasahne greifen oder (wenn man gerade wie ich auf dem wenig-Soja-Trip ist) Hafersahne, dann wird´s rahmiger.

Bandnudeln mit Pfifferlingen und Champignons
Zutaten für zwei Personen:
- 250 – 300 g Vollkorn-Bandnudeln
- 200 g Pfifferlinge
- 200 g braune Champignons
- 1 Bund Frühlingszwiebeln
- 1 El Alsan
- 1 El Rapsöl oder Sonnenblumenöl
- 100 ml Weißwein
- 100 ml Gemüsebrühe
- 200 ml Reissahne
- Salz, Pfeffer
- 2 El Hefeflocken
- 1/2 Tl Senf
- 1 Tl Majoran, getrocknet
- 2 El frische Kräuter (Schnittlauch, Petersilie)
- 1 Tl Speisestärke + 1 El Wasser
Zubereitung:
Die Nudeln in Salzwasser bissfest garen.
Zwischenzeitlich die Pfifferlinge und Champignons putzen und in Scheiben bzw. Stücke schneiden. Lauchzwiebeln putzen und in Ringe schneiden, Kräuter hacken.
In einer beschichteten Pfanne das Öl zusammen mit der Alsan erhitzen, die Pilze zugeben und unter gelegentlichem Rühren bei starker Hitze einige Minuten anbraten. Hitze reduzieren und die Frühlingszwiebeln zufügen und einige Minuten mitbraten. Alles mit Weißwein ablöschen. Gemüsebrühe zufügen, ebenso die Kräuter und Gewürze. Einmal aufkochen, dann die Reissahne einrühren. Falls die Sauce zu dünnflüssig ist, etwas in Wasser angerührte Stärke einrühren und die Sauce nochmals kurz aufkochen lassen.
Abschmecken, über die Nudeln geben und servieren.
Et voilá!

Tomaten-Gemüse-Sugo mit Eiweiß-Kick
Dieses vegane Rezept ist wieder mal eher aus der Not und Resteverwertung heraus entstanden, dazu kam eine große Eiweiß-Lust. Herausgekommen ist ein einfaches Tomatensugo mit frischen Kräutern, Zucchini und Möhren. Für den Eiweiß-Kick sorgen sowohl Tofu als auch Wachtelbohnen, wobei ich mich von dem Bild auf der Bohnendose habe blenden lassen, denn danach sollten die Wachteblohnen richtig schön marmoriert sein und total dekorativ anzuschauen sein. Pustekuchen! Die Dinger sehen aus wie farblose Kidneybohnen und sind dazu null marmoriert, irgendwie sehen die kränklich aus…auch geschmacklich fand ich sie nicht außergewöhnlich, Kichererbsen oder Kidneybohnen empfinde ich als deutlich aromatischer. Tja, die Verbrauchertäuschung hat bei mir perfekt funktioniert (manchmal glaube ich, das Werbung extra für mich konzipiert wird, so gut wie ich darauf anspringe…;-)).
Lecker war´s trotzdem und gleichzeitig schnell, leicht und sättigend, super!

Tomaten-Gemüse-Sugo mit Eiweiß-Kick
Zutaten für 2 Personen:
- 250 g Vollkornspirelli
- 150 g Tofu, natur
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 2 kleine Zucchini (oder eine große…)
- 3-4 Möhren (je nach Größe)
- 1 kleine Dose Wachtelbohnen (oder Kichererbsen/Kidneybohnen/weiße Bohnen/Cannellini-Bohnen etc.)
- 1 kleine Dose geschälte Tomaten
- ca. 100 ml Gemüsebrühe oder Wasser
- 1 El Tomatenmark
- 2-3 El Olivenöl
- 2 El frischer Basilikum
- 2 Zweige frischer Thymian
- Salz, Pfeffer
- 1-2 Tl Rohrzucker
Zubereitung:
Die Nudeln in reichlich Salzwasser bissfest garen.
Zwischenzeitlich den Tofu in ca. 1 cm große Würfel schneiden, Zwiebel schälen und fein hacken, Zucchini putzen, Möhren schälen und beides in mundgerechte Stücke schneiden. Den Knoblauch fein hacken, ebenso wie die frischen Kräuter (die Thymiannadeln vorher von der Rispe streifen und den Stiel nicht hacken, nur die feinen Nadeln).
Das Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und den Tofu einige Minuten scharf anbraten, hierbei mehrfach wenden. Die Hitze etwas reduzieren und Zucchini und Möhren zufügen, einige Minuten unter Rühren mitbraten. Die Zwiebel zufügen und noch einige Minuten dünsten.
Die Dosentomaten vom Strunk befreien und etwas zerkleinern. Zuerst den gehackten Knoblauch zum Gemüse geben, dann die zerkleinerten Tomaten. Gemüsebrühe bzw. Wasser zufügen, ebenso wie die Kräuter und die abgetropften und abgespülten Bohnen.
Alles gut vermengen, salzen, pfeffern und mit Rohrzucker abschmecken und ca. fünf Minuten köcheln lassen.
Die Sauce mit dem Tomatenmark etwas andicken, nochmals abschmecken und evtl. nachwürzen. Auf den gekochten Nudeln servieren und genießen.
Et voilá!
Hierzu passt hervorragend dieser einfache vegane “falsche Parmesan”:

veganer "falscher Parmesan"
Zutaten:
- 1 El Sesam, ungeschält
- 3 El Walnüsse (alternativ gehen auch Mandeln oder Cashewnüsse)
- 4 El Hefeflocken
- 1/2 Tl Meersalz (alternativ Miso verwenden)
Zubereitung:
Einfach alle Zutaten in den Mixer oder Zerkleiner-Aufsatz für den Pürierstab o.ä. geben und fein vermahlen. Hält sich in einem luftdichten Glas oder Döschen ewig im Kühlschrank und lässt sich wie Parmesan verwenden, einach über Nudeln, Aufläufe u.ä. streuen oder Gerichte damit würzen. Beim Überbacken darauf achten, den veganen Parmesan nicht länger als zehn Minuten mit zu überbacken, da er sonst verbrennt. Durch die Zugabe von Miso anstelle von Salz schmeckt er etwas “gereifter”.
Et voilá!
Ratatouille
Ich habe gerade das Buch “Das Limonenhaus” als Hörbuch gehört – super schön, ich bin traurig, dass es schon vorbei ist…es hat mich aber daran erinnert, wie sehr ich die mediterrane Küche mag und aus irgendeinem Grund bekam ich Lust auf ein richtig schönes Ratatouille.
Früher habe ich das gerne und oft gegessen, da es leckere Gemüsesorten vereint und sehr schnell zu machen ist. Seit einigen Jahren war ich aber davon überzeugt, keine Auberginen zu mögen und da das eines der Hauptgemüse des Ratatouille ist, hab ich dieses Essen ewig nicht gegessen.
Und ich muss sagen: ein Irrtum!!! Auberginen können verdammt lecker sein und einen hervorragenden Geschmack haben! Gerade diesem Gemüsegericht geben sie den richtigen Yummy-Faktor und obwohl es recht banal aussieht und klingt, hat es so unglaublich fein und aromatisch geschmeckt, der Hammer. Ich bin ganz begeistert und habe mal wieder zwei Tage nur dasselbe gegessen…
Der Clou waren die ganzen frischen Kräuter, die ich glücklicherweise gerade auf dem Balkon habe, zur Not gehen natürlich auch getrocknete. Bei mir gab es dazu Reis, was aber wohl eher untypisch ist, glaube ich. Es schmeckt auch hervorragend mit frischem Baguette oder kleinen Kartöffelchen.

Ratatouille
Zutaten für 2-3 Portionen:
- 1 mittelgroße Zucchini
- 1 mittelgroße Aubergine
- je 1 rote und 1 gelbe Paprika
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 3-4 El Olivenöl
- 1 kleine Dose geschälte Tomaten
- 1 El Tomatenmark
- Salz, Pfeffer
- 1 Tl Rohrzucker
- je ein Zweig frischer Thymian und Rosmarin
- eine Handvoll Basilikumblätter
Zubereitung:
Die Zucchini, Aubergine und Paprikaschoten waschen, putzen und in mittelgroße Würfel schneiden. Ebenso die Zwiebel hacken, den Knoblauch fein würfeln.
Von den Dosentomaten den Strunk entfernen und die Tomaten etwas zerkleinern. Die Rosmarinnadeln vom Zweig abzupfen, ebenso die Thymianblättchen, beides ganz fein hacken, die Basilkumblätter klein zupfen.
In einer großen beschichteten Pfanne das Olivenöl erhitzen und bei mittlerer Temperatur die Zucchini-, Auberginen- und Paprikawürfel zusammen anbraten, dabei häufig wenden. Nach ca. 10 Minuten die Zwiebelwürfel zufügen und mitdünsten. Sobald das Gemüse beginnt zu bräunen, den Knoblauch zugeben, dann alles mit den Tomaten ablöschen. Die Kräuter zufügen, alles kräftig salzen und pfeffern und mit dem Rohrzucker abschmecken.
Das Gemüse noch fünf Minuten köcheln lassen, mit dem Tomatenmark etwas abbinden und servieren.
Et voilá!
gratinierte Zucchini mit Kräuter-Knusper-Kruste auf Tomatenbett
Heute mal ein Chi-Chi-Titel (…im Dialog mit…)
Ich finde, optisch und geschmacklich macht dieses Essen recht viel her, ist aber super simpel und geht relativ schnell und mit wenig Zutaten.
Ich hatte noch so schöne Zucchini im Kühlschrank, dazu Tomaten, die weg mussten. Zu der Kräuter-Knusper-Kruste habe ich mich bei einer Kochsendung inspirieren lassen (ja, ich geb´s zu, manchmal bleibe ich bei sowas hängen…). Deren Kruste war völlig unvegan, aber die Idee fand ich super, also habe ich es abgewandelt und auf meine Art gemacht. Sehr lecker.
Das Essen lässt sich hervorragend vorbereiten und muss dann nur noch irgendwann in den Ofen. Eignet sich hervorragend als leichtes Sommeressen sowohl mittags als auch abends. Als Beilage bietet sich Reis an, aber auch frisches Baguette ist bestimmt toll. Für viele Leute einfach das Rezept entsprechend vervielfältigen.

gratinierte Zucchini auf Tomatenbett
Zutaten für 2 Personen:
- 1 eher große Zucchini
- 1 kleine Zwiebel
- 4-5 Flaschentomaten (oder Strauchtomaten)
- 1 El frischer Thymian
- 1 El frischer Rosmarin
- 1 El frischer Basilikum
- 1 kleine Knoblauchzehe
- Salz und Pfeffer
- 2 El Hefeflocken
- 3 El Paniermehl
- 1 El Olivenöl
- 5 El Sojasahne (+ evtl. 2 El Wasser)
- je 2 El Petersilie und Schnittlauch, frisch
- ein Spritzer Zitronensaft
- Salz und Pfeffer
Zubereitung:
Die Tomaten häuten (entweder mit kochendem Wasser übergießen, nach 30 Sek. mit kaltem Wasser abschrecken, dann Haut abziehen oder mit einem scharfen Messer abschälen) und kleinhacken (inkl. Fruchtfleisch). Die Zwiebel und den Knoblauch häuten und fein hacken.
Tomatenstücke mit Zwiebeln, Knoblauch, Salz, Pfeffer sowie gehacktem Thymian, Rosmarin und Basilikum vermengen. In eine kleine Auflaufform geben.
Die Zucchini waschen, die Enden abschneiden und einmal längs und einmal quer halbieren, so dass am Ende vier halbe Stücke entstehen. Je nach Geschmack das Innere der Zucchini etwas herausschneiden (wird weich beim Dünsten und manche – wie ich – mögen keinen “Wabbel”). Die Zucchini-Hälften mit der Hautseite nach unten auf das Tomatenbett legen.
In einer kleinen Schüssel Hefeflocken mit Paniermehl, Sojasahne, gehackten Kräutern, Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer verrühren und kräftig würzig abschmecken. Falls die Masse zu dick und pampig sein sollte, ein bis zwei Esslöffel Wasser zufügen.
Die Masse mit einem Teelöffel auf den Zucchinis verteilen, so dass alles bedeckt ist.
Bei 180-200 ° Umluft im Backofen ca. 20 Minuten goldbraun backen (zwischendurch kontrollieren) und mit Reis oder frischem Brot genießen.
Et voilá!
Schnelles Tofu-Pilz-Ragout
Heute mal was echt schnelles und trotzdem sehr lecker, eigentlich hatte ich gar nicht vor, das Rezept zu posten, aber das Essen sah sooo gut auf dem Teller aus, das kann ich der Welt ja nicht vorenthalten
Wichtig hierbei sind gute Pilze (am Besten braune Bio-Champignons, die sind am aromatischsten) und möglichst frische Kräuter aus dem Garten bzw. vom Balkon. Die runden das Ragout schön ab.
Im Moment bin ich völlig weg der der Alpro Soja-Cuisine, die schmeckt mir gar nicht mehr. Dafür verwende ich jetzt immer CreSoy von Natumi, die finde ich irgendwie neutraler, weniger nach Soja schmeckend. Außerdem dickt sie auch etwas an, die Soja-Cuisine finde ich sehr flüssig. Naja, ist ja aber wie immer Geschmacksache…nur stark kochen sollten weder die eine noch die andere Sojasahne, beide flocken sonst aus. Ach ja, Hafersahne (zB Oatly) geht natürlich auch sehr gut, davon würde ich nur etwas mehr nehmen, da die ein wenig wässrig und nicht ganz so sämig schmeckt.
Dieses Ragout ist eines der wenigen warmen Essen, die ich auch bei der Hitze mag, allerdings erst abends. Dazu gab es bei mir Dinkel-Muschelnudeln, die sind einfach nur yummi und dazu deutlich gesünder und bekömmlicher als Hartweizennudeln, wobei die Vollkornvariante ja auch lecker ist.

Schnelles Tofu-Pilz-Ragout
Zutaten für zwei Personen:
- 250 g Dinkelnudeln
- 150 g Tofu, natur
- 250 g braune Champignons, möglichst klein
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe, optional
- 2 El Rapsöl (oder anderes neutrales Öl wie zB Sonnenblumenöl)
- 150 ml Gemüsebrühe
- 100 ml Sojasahne (zB CreSoy)
- 1-2 El Zitronensaft
- 2 El Hefeflocken
- Salz, Pfeffer
- etwas Majoran, getrocknet
- 1/2 Tl Senf, mittelscharf
- je 2 El Petersilie und Schnittlauch, frisch
Zubereitung:
Die Nudeln in Salzwasser bissfest garen.
In der Zwischenzeit die Champignons putzen und vierteln, die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken. Den Tofu in ca. 1-cm-große Würfel schneiden.
Das Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und zunächst den Tofu unter gelegentlichem Rühren rundherum goldgelb und leicht knusprig braten. Nun die Champignons zufügen und scharf anbraten. Nach einigen Minuten die Hitze reduzieren und die Zwiebelwürfel zugeben. Unter Rühren etwas glasig werden lassen, ganz zum Schluss den Knoblauch zufügen.
Alles mit der Gemüsebrühe ablöschen, die Gewürze zugeben und alles ein paar Minuten köcheln lassen, ab und zu umrühren.
Die frischen Kräuter fein hacken.
Die Herdplatte ausschalten, jetzt die Sojasahne einrühren ebenso wie die frischen Kräuter.
Alles mit den abgetropften Nudeln vermengen, servieren und genießen.
Et voilá!
Linguine mit Zucchini, Kartoffeln, Tomaten und Basilikum
Was sich zunächst wie eine Art “Verunglückung” klingt, ist Absicht
Nudeln und Kartoffeln passen manchmal hervorragend zusammen, zumindest in diesem Fall. Sie fungieren einfach als Gemüse neben den Zucchini und werden möglichst kross angebraten (ich war dieses Mal etwas zu ungeduldig…).
Zudem ist die Mischung aus Nudeln und Kartoffeln eine hervorragende Restverwertung, da bei mir meist zu wenig Kartoffeln übrig bleiben, um sie ein zweites Mal als Hauptmahlzeit oder Hauptbeilage zu essen und angebrochene Nudelpackungen, die für einen uz viel und für zwei zu wenig sind, habe ich irgendwie auch zuhauf. Beides zusammen reicht dann aber für zwei und der Kühlschrank ist auch aufgeräumt.
Außerdem hat man ein frisches und fruchtiges leichtes Sommeressen, was hervorragend in den Abend passt und nicht belastet und “stopft”.

Linguine mit Zucchini, Kartoffeln, Tomaten und Basilikum
Zutaten für zwei Portionen:
- 150 g Linguine
- 3 gekochte Kartoffeln
- 1 Zucchini
- 4 reife Strauchtomaten
- 1 kleine Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 1 kleines Stück Chilischote, getrocknet
- 2 El frisches Basilikum, gehackt
- 2 El Olivenöl
- Salz und Pfeffer
Zubereitung:
Die Nudeln in reichlich Salzwasser bissfest garen.
Zwischenzeitlich die Zucchini in grobe Stücke schneiden, die Kartoffeln schälen und würfeln, ebenso die Zwiebel. Den Knoblauch fein hacken.
Tomaten mit kochendem Wasser überbrühen (für ca. 1 Minute, vorher kreuzweise einritzen), dann kalt abschrecken und die Haut abziehen. Die geschälten Tomaten dann mit Fruchtfleisch grob hacken.
In einer beschichteten Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Zucchini zusammen mit den Kartoffeln scharf anbraten bis beides eine leichte Kruste hat. Hitze reduzieren und die Zwiebeln zufügen. Einige Minuten unter Rühren mit dünsten. Direkt vor Schluss den Knoblauch einrühren, dann die Tomatenstücke zufügen ebenso wie die getrocknete Chilischote (wer mag, hackt sie vorher etwas, wer´s nicht so scharf mag, sollte sie im Ganzen lassen, dann nimmt man sie später einfach wieder raus, aber sie hat Aroma abgegeben).
Das Gemüse gut salzen und pfeffern (es braucht recht viel Salz) sowie das Basilikum einrühren. Alles kurz köcheln lassen, falls es zu wenig Flüssigkeit ist, einfach ein bis zwei Esslöffel Wasser zufügen. An sich ist es aber keine richtige Sauce, sondern eher ein Sugo, was die Nudeln lediglich leicht umhüllen soll…
Die abgegossenen Lingunie unter die Tomaten-Gemüsemischung heben, so dass sich alles schön verbindet. Servieren und genießen.
Et voilá!
Hirse-Möhren-Bratlinge
Ich hatte mal wieder zu viele Möhren im Kühlschrank und da die mit der Zeit ja bekanntlich nicht besser werden und ich dazu noch eine seit langem offene Packung Hirse gefunden habe, dachte ich mir, dass es doch nun wirklich mal wieder Zeit für yummi-Bratlinge ist.
Gesagt, getan und eine große Schüssel Bratlingsmasse gemacht und ´ne gefühlte Ewigkeit knusprig gebraten. Aber es hat sich wirklich gelohnt: die Kombination von Hirse und Möhren finde ich soooo gut! Die Bratlinge schmecken relativ “fein” und durch die Zitrone und das Zusammenspiel der Möhren mit der Hirse auch eher frisch und vor allem schön saftig innen und richtig knusprig außen. Ich kann die einfach so bergeweise wegessen bzw. mache oft Pellkartoffeln und Kräuter-Yofu dazu, himmlisch gut.

Hirse-Möhren-Bratlinge
Zutaten für viiieele Bratlinge (ca. 25-30, je nach Größe…)
- 1 Kaffeebecher Hirse (ca. 150-200 g denke ich, habe leider vergessen nachzuwiegen)
- 350-400 ml Gemüsebrühe (gut die doppelte Menge der Hirse)
- 4 mittelgroße Möhren
- 1 kleine Zwiebel
- Saft einer halben Zitrone
- 2 El gemischte Kräuter (frisch oder Tiefkühl-Kräutermischung: Schnittlauch, Dill, Petersilie usw.)
- Salz und Pfeffer
- 2 El Sojasahne (CreSoy)
- 5 El Haferflocken, Kleinblatt
- Rapsöl o.ä. zum Braten
Zubereitung:
Die Hirse zusammen mit der Gemüsebrühe in einem kleinen Topf aufkochen und auf der ausgeschalteten Herdplatte ca. 30 Minuten ausquellen lassen.
Die Möhren schälen und fein raspeln und in eine Schüssel geben. Zwiebel fein hacken und zusammen mit der Hirse und den übrigen Zutaten zu den Möhren geben. Alles mit einem Löffel, am Besten mit den Händen (Vorsicht: die Hirse kann noch sehr warm oder sogar heiß sein…) richtig gut vermengen.
Die Bratlingsmasse ca. 10 Minuten stehen lassen zum Quellen. Danach nochmals abschmecken, die Masse sollte sehr würzig und eher einen Tick zu salzig sein, beim Braten geht lustigerweise viel Würze verloren.
Mit feuchten Händen zu flachen runden Bratingen formen (falls sich die Masse auch mit feuchten Händen nicht halbwegs formen lässt, noch einen El Haferflocken zugeben, an sich ist die Masse aber sehr weich und klebrig, also einfach formen und direkt in die heiße Pfanne) und in einer beschichteten Pfanne in reichlich heißem Öl knusprig braten. Auf mehreren Lagen Küchenkrepp etwas “entfetten”, dann am Besten direkt genießen.
Et voilá!
Paprika-Gulasch mit Räuchertofu
Endlich mal wieder ein veganes Rezept für ein Hauptgericht
Nachdem ich mich seit Wochen von Pesto oder fertiger Bolognese-Sauce ernähre, hatte ich nun mal wieder Lust, “richtig” zu kochen. Wobei es kein aufwendiges oder schwieriges Gericht ist. Dafür aber sehr lecker!
Hauptbestandteil sind rote Paprikaschoten, dann noch Zwiebeln und Räuchertofu oder alternativ: geräucherte Seitanwurst. Ich hatte diesmal geräucherte Seitanwurst, die ich letztens im Veganladen in Köln am Stück gekauft habe. Pur fand ich die ziemlich widerlich und mochte sie nicht auf Brot essen, aber auf Grund der starken Räucherung hat sie sich hervorragend für dieses Gulasch geeignet.
Da ich momentan ja etwas kochfaul bin, finde ich an Gerichten wie diesem so toll, dass sich problemlos ein großer Topf machen lässt, von dem ich dann tagelang essen kann. Zu dem Gulasch passt Reis (mein Favourit), aber auch Spirelli-Nudeln oder Kartoffeln.

Paprika-Gulasch mit Räuchertofu
Zutaten für 4 Personen:
- 3 rote Paprikaschoten
- 2 Zwiebeln
- 2 Knoblauchzehen
- 300 g Räuchertofu oder geräucherte Seitanwurst
- 2 El Rapsöl
- 1 El Weizenmehl
- 2 El Paprikapulver, edelsüß
- 100 ml Weißwein (alternativ: Gemüsebrühe und ein Spritzer Zitrone)
- 400-500 ml Gemüsebrühe
- 3-4 El Tomatenmark, dreifach konzentriert
- 2 Tl Majoran, getrocknet
- 1 El Sojasauce
- 2 El Hefeflocken
- 2 Tl Rohrzucker
- Salz und Pfeffer
Zubereitung:
Paprika putzen und evtl. schälen (ich schäle die Haut immer mit einem Sparschäler ab, da ich das bekömmlicher finde und die Haut im Essen einfach nicht mag…), dann kleinschneiden, Zwiebeln schälen und in Viertel-Ringe schneiden, Knoblauch fein hacken und den Räuchertofu würfeln.
Das Öl in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen und zunächst die Paprikastücke zusammen mit dem Räuchertofu scharf anbraten, dann die Hitze etwas reduzieren und die Zwiebelringe zufügen. Einige Minuten glasig dünsten. Ganz zum Schluss den Knoblauch zugeben, alles mit dem Mehl und dem Paprikapulver bestäuben, umrühren und kurz anrösten (nicht zu heiß!!), dann alles erst mit dem Weißwein und dann mit der Gemüsebrühe ablöschen, dabei ständig rühren.
Die Wassermenge richtet sich danach, ob man lieber dickere oder dünnere Saucen mag, also evtl noch Wasser zufügen. Tomatenmark und die Gewürze einrühren, alles aufkochen, Hitze reduzieren und alles ganz leicht ca. 20 Minuten köcheln lassen. Ab und zu umrühren. Zum Schluss nochmals kräftig abschmecken und evtl. nachwürzen. Zu Reis, Nudeln oder Kartoffeln servieren.
Et voilá!