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Fruchtige Apfel-Walnuss-Mandel-Schnecken

Immer, wenn ich irgendwohin eingeladen bin, “muss” ich was zum Essen mitbringen, egal, ob es eine richtige Party oder nur ein Tee-und-Quatschen-Abend ist. Irgendwie mag ich nirgendwo mit leeren Händen auftauchen…außerdem backe ich einfach viel zu gerne, um mir solche Gelegenheiten entgehen lassen zu wollen – denn wir zwei können gar nicht so viel essen wie ich backen möchte!

So war ich letztens mal wieder mit einer lieben Freundin zum DVD-Schauen verabredet und wollte dazu eine Kleinigkeit mitbringen – was Selbstgebackenes eben. Da ich aber nach einem langen und anstrengenden Arbeitstag nix Aufwendiges machen wollte und es zudem etwas sein sollte, was einfach jeder mag, fiel meine Wahl auf diese sensationellen Apfel-Nuss-Schnecken!

Auf den ersten Blick muten sie vielleicht etwas langweilig und uninspiriert an, aber erstens schmeckt ein frischer lockerer selbstgemachter Hefeteig grundsätzlich schon famos und zweitens ist der Clou der Schnecken die herrlich fruchtige Apfelfüllung, die (je nach Süße der Apfelsorte) zudem durch den Zitronensaft wunderbar frisch ist. Perfekt abgerundet wird die Füllung durch gemahlene Mandeln und gehackte Walnüsse.

Ich nehme immer eher säuerliche Bio-Äpfel meiner Lieblingssorte (Elise) und raspel sie samt Schale. Die Schnecken sind sehr fruchtig und nur leicht süß. Vervollkommnet werden die Schnecken durch eine leichte Glasur aus Aprikosenmarmelade, bestreut mit Mandeblättchen. Hach, watt herrlich…

Sie sind schön leicht und sommerlich im Geschmack, daher kann man einige davon wegmüpfeln und die, die übrig bleiben, lassen sich prima einfrieren und bei Bedarf auftauen – kurz im Backofen aufgebacken schmecken sie dann fast wie frisch aus dem Ofen. Die Freundin fand sie ganz vorzüglich.

Fruchtige Apfel-Walnuss-Mandel-Schnecken

Fruchtige Apfel-Walnuss-Mandel-Schnecken

Zutaten für ca. 15-18 Stück:

  • 400 g Weizenmehl Typ 550 (oder 405)
  • 50 g Rohrohrzucker
  • 1/2 Tl Salz
  • 1 gute Prise Vanille, gemahlen
  • 50 g Alsan, weich
  • 200 ml Hafermilch, Zimmertemperatur (oder andere Pflanzenmilch, je nach Geschmack)
  • 1/2 Würfel Frischhefe
  • 3 mittelgroße Äpfel (süß-säuerlich)
  • Saft einer halben Zitrone
  • 2-3 El gemahlene Mandeln
  • 100 g Walnüsse
  • 1/2 Tl Zimt, gemahlen (optional)
  • 1-2 El selbstgemachter Vanillezucker
  • 3-4 El Aprikosenmarmelade
  • evtl. 1 El Wasser
  • 50 g Mandelblättchen zum Bestreuen

Zubereitung:

Die Hafermilch mit einem Teelöffel Rohrohrzucker verrühren und die Hefe darin auflösen. Alles ca. 15 Minuten stehen lassen bis sich Bläschen bilden.

In einer großen Schüssel das Mehl mit dem restlichen Rohrohrzucker, Salz und Vanille mischen, die weiche Alsan in Flöckchen zugeben. Dann die Hafermilch-Hefe-Mischung dazu gießen und alles mit Hilfe der Küchenmaschine o.ä. zu einem weichen geschmeidigen Hefeteig verkneten (geht zur Not natürlich auch per Hand). Einige Minuten kneten bis er schön elastisch ist.

Den Teig abgedeckt ca. 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten: Hierfür die Äpfel am Besten mit Schale (aber ohne Kerngehäuse…)  grob raspeln und in eine Schüssel geben. Die Walnüsse grob hacken und zusammen mit den gemahlenen Mandeln, Zimt, Vanillezucker und Zitronensaft zu den Apfelraspeln geben. Mit einem Löffel gut vermengen und etwas ziehen lassen.

Den gegangenen Hefeteig mit den Händen gut durchkneten, dann auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck ausrollen (ca. 5mm dick). Die Apfel-Nuss-Füllung dünn und gleichmäßig darauf verteilen, hierbei ringsum einen kleinen Rand lassen (sonst quillt die Füllung beim Rollen raus).

Von einer der langen Seiten her aufrollen und in ca. 2 cm dicken Stücke schneiden. Die Stücke mit reichlich Abstand auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen.

Die Aprikosenmarmelade in einem keinen Topf vorsichtig erhitzen bis sie flüssig wird, falls sie auch warm noch zu fest ist, etwas Wasser zufügen (höchstens 1 El). Die Schnecken mit der flüssigen Marmelade bestreichen (mit einem Pinsel geht´s am Besten), dann die gehobelten Mandeln darüber verteilen und leicht andrücken.

Die Schnecken ca. 20 Minuten gehen lassen, dann im vorgeheizten Backofen im unteren Drittel bei ca. 200 °C etwa 15-20 Minuten backen lassen (ich mag meine sehr weich, daher nehme ich nur 15 Minuten!) bis die Schnecken goldbraun sind.

Herausnehmen, etwas abkühlen lassen und lauwarm oder kalt genießen. Wer mag, gibt noch etwas Puderzucker oben drauf.

Et voilà!

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Veganer Oreo-Cheesecake

Der eigentliche Grund, weswegen ich die Odyssee der Suche nach veganen Oreos gestartet und sie letztendlich in mühevoller Schwerstarbeit selber hergestellt habe, ist der, dass ich unbedingt einen veganen Oreo-Cheesekace, also Oreo-Käsekuchen, backen wollte.

Wie der eine oder die andere vielleicht schon mitbekommen hat, liiiiieeebe ich vegane Käsekuchen – in allen Variationen: mit Blaubeeren, mit Johannisbeeren und Streuseln, als Muffins, als Brownies, ohne Boden oder mit Knusperkruste und noch mehr…und nu´sollte also ein Oreo-Cheesecake in vegan her. Veganer Käsekuchen ist ja zum Glück überhaupt gar kein Problem und mittlerweile habe ich da mein persönliches perfektes Rezept entwickelt, was einfach nur yummy ist und sowohl von Omnis als auch Vegetarieren und Veganern geliebt wird. Aber ab und zu muss eben auch wieder mal eine neue Kreation her.

Herausgekommen ist eine wirklich feine Kombination aus dem Keksboden, der richtig kräftig schokoladig schmeckt, und der leckeren Vanille-Käsekuchencreme, genau der richtige Kick! Schokolade, süß, Vanille, cremig, leicht säuerlich, fein…hach, lecker is´dieser Kuchen!

Der Käsekuchen lässt sich natürlich auch hervorragend mit jeder anderen Kekssorte backen, egal ob gekauft oder selber gemacht. Ich empfehle auf jeden Fall sehr kräftige Kekse, am Besten richtig schokoladig für die Harmonie. Wer ungefüllte Schokokekse verwendet, braucht für den Keksboden etwas mehr zerlassenes Fett – die genaue Menge einfach ausprobieren – der Rest ist aber gleich. Ach so, der Boden wird sehr weich (eher ein bisschen wie Kuchen), also bitte keinen Knusperboden erwarten.

Veganer Oreo-Cheesecake

Veganer Oreo-Cheesecake

Zutaten für eine 18cm-Springform (für eine normalgroße Form die Zutaten einfach verdoppeln):

  • 100 g vegane Oreos, zB diese hier (oder andere einfache Schokokekse)
  • 50 g Alsan (wer keine Schokokekse mit Cremefüllung verwendet, braucht ca. 60-65 g)
  • 250 g Sojajoghurt, Vanille
  • 250 g Sojajoghurt, natur (es geht auch 500 g Sojajoghurt natur, dann etwas mehr Zucker und Vanille verwenden)
  • 50 g Alsan
  • 25 g Kokosfett
  • 75 g Puderzucker
  • 1/2 Vanilleschote (alternativ 1/2 Tl gemahlene Vanille)
  • 35 g Maisstärke oder 1 Pckg Vanillepuddingpulver
  • 3 El Zitronensaft
  • 3 El Pflanzenmilch (ich hatte Hafer)

Zubereitung:

Die Kekse in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz zu kleinen Krümeln verarbeiten. Die Krümel in eine Schüssel geben. Alsan vorsichtig schmelzen (nicht heiß werden lassen) und über die Kekskrümel geben. Alles mit den Händen zu einem Krümel-Teig verkneten.

Die Springform leicht einfetten oder mit Backpapier auslegen. Den Kekskrümel-Teig in die Form geben und mit Hilfe eines feuchten Löffelrückens gleichmäßig fest andrücken, so dass ein halbwegs ebener Boden entsteht (es wird kein Rand hochgezogen.)

Für die Käsemasse die beiden Sojajoghurt-Sorten zusammen mit dem Puderzucker, dem Mark der Vanilleschote, Maisstärke, Zitronensaft und Hafermilch in eine Schüssel geben. Alsan und Kokosfett zusammen vorsichtig schmelzen (nicht heiß werden lassen) und ebenfalls in die Schüssel geben. Alles mit dem Pürierstab zu einer feinen homogenen Masse pürieren bis sie ganz glatt ist (wer keinen Pürierstab hat, kann die Creme auch mit dem Handmixer anrühren, dann aber die Zutaten nacheinander verquirlen und die Maisstärke vorher mit der Pflanzenmilch anrühren, ansonsten gibt es Klümpchen).

Die Käsemasse auf den Schokoboden geben und glatt streichen.

Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei ca. 170 °C Ober- und Unterhitze im unteren Drittel des Backofen etwa 60-70 Minuten goldbraun backen. Den Kuchen entweder herausnehmen und bei Zimmertemperatur abkühlen lassen oder im geöffneten ausgeschalteten Ofen.

Später in den Kühlschrank stellen und erst anschneiden, wenn er komplett durchgekühlt ist.

Et voilà!

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Dunkle Schoko-Doppel-Kekse mit Vanille-Füllung

Seit einigen Jahren gibt es ja die berühmten amerikanischen Oreo-Kekse auch in Deutschland. Und in fast allen blogs lese ich darüber einen Begeisterungssturm nach dem anderen – die Dinger müssen ja echt der Knaller sein! In den USA ist die klassische Sorte anscheinend vegan, in Deutschland hingegen wird eine veränderte Rezeptur verwendet, die Molke (oder ähnliches) beinhaltet, somit habe ich sie noch nie probiert.

An sich weiß ich, dass ich auf so eine Art Kekse gar nicht so abfahre und daher hat mich dieser ganze Hype nicht so wirklich beeindruckt. Die Dinger sind halt nicht vegan und ich werde wohl sterben müssen, ohne je Oreos gegessen zu haben. Gibt schlimmeres.

Aber: ich bin ein totales Werbungskind! Auch, wenn ich genau weiß, dass das alles viel toller dargestellt wird als es tatsächlich ist und dass ich die meisten Dinge gar nicht mag, so reagiere ich unglaublich gut auf die einfachsten Werbemaschen und will das Produkt dann unbedingt auch haben. So muss ich zB auch fast alles, was an neuen veganen Produkten auf den Markt kommt, mindestens ein Mal kaufen (öfter selten, denn auch wenn ich ein Werbe-Lemming bin, so kann ich doch schmecken und bin dann meist geheilt), nur deshalb, weil das Produkt als total lecker, innovativ, noch nie dagewesen und wirklich super toll angepriesen wird. Jaja, ich weiß…..aber ich kann nix dagegen tun!

Jedenfalls haben die gefühlten 3738 begeisterten Posts über die einzigartige Großartigkeit von Oreos dazu geführt, dass ich die endlich auch mal testen wollte. Da kam ein Eintrag von einer veganen Bloggerin über den Fund einer veganen Billigvariante genau richtig. Ich also los in den Supermarkt, in dem es die Dinger geben sollte. Natürlich gab es sie hier bei mir nicht. Aber in meinem Hirn hatte sich “Ich will vegane Oreos, ich will vegane Oreos, ich will…” als Mantra eingebrannt und wenn  es soweit ist, dann ist Hopfen und Malz verloren und die Stimme wird erst ruhig, wenn sie bekommen hat, wonach sie verlangt *seufz*.

Da ich bekanntlich gerne backe und fast noch lieber rumexperimentiere, habe ich mich daran gemacht, ein Rezept zu finden, um die Kekse einfach selber zu machen. Also habe ich mich stundenlang durch das Web gelesen und letztendlich meine Variante zusammengebastelt, die der Recherche zufolge dem Original sehr nah kommen soll.

Ich habe normalen Backkakao genommen, der ist natürlich  nicht so schwarz wie der in den Oreos, geschmacklich sollte das aber keinen Unterschied machen. Sowohl im Teig als auch in der Füllung habe ich geschmacksneutrales Kokosfett verwendet, was die Verarbeitung sehr schwer und kraftintensiv macht, aber dafür sorgt, dass die Kekse richtig knusprig werden, was sie nicht werden, wenn man zB Margarine verwendet.

Die Verarbeitung des Teiges ist wirklich nicht leicht, man braucht Geduld und Kraft, aber dann wird´s. Außerdem muss der Teig unbedingt zwischen Folie ausgerollt werden, ansonsten lässt er sich nicht ausrollen und reißt ständig. Die Füllung darf man auf keinen Fall zubereiten, wenn man sie nicht sofort weiterverarbeitet, da das Kokosfett binnen weniger Minuten wieder fest wird und die Kekse damit dann nicht mehr zu füllen sind (ich habe es ausprobiert…wenn man versucht, die fest gewordene Füllung wieder zu verflüssigen, wird alles nur noch schlimmer! Also: Kekse backen und auskühlen lassen, dann die Füllung zubereiten und die Kekse sofort damit füllen).

Ich habe mich für eine eckige Form entschieden, um nicht so viele Teigreste zu haben, empfehle aber trotzdem, runde Ausstecher zu nehmen, da runde Kekse sich deutlich besser füllen lassen. Die Kekse sind super geworden, ich glaube, so, wie sie sein sollen…meins waren sie trotzdem nicht, ich finde die Kombi aus super bitter schokoladig und vanille-süß nicht so dolle, aber das ist meine ganz persönliche Geschmacksempfindung. Der Liebste fand sie geschmacklich ganz prima und war begeistert von der knusprig-knackigen Konsistenz.

Ich weiß jetzt jedenfalls, dass ich mich wieder einmal von Werbung und der Begeisterung anderer habe belatschern lassen und dachte, das müsse ich auch mögen. Tja…es wird sicher nicht das letzte Mal gewesen sein.

Dunkle Schoko-Doppel-Kekse mit Vanille-Füllung

Dunkle Schoko-Doppel-Kekse mit Vanille-Füllung

Zutaten für ca. 20-25 Doppelkekse:

  • 35 g dunkles Kakaopulver (Backkakao, ungesüßt)
  • 80 g Weizenmehl, Typ 405 oder 550
  • 40 g Kartoffelmehl oder Maisstärke
  • 60 g Kokosfett (geschmacksneutral)
  • 50 g Puderzucker
  • 50 ml Wasser
  • 1/2 Tl Weinsteinbackpulver
  • 100 g Puderzucker
  • 60 g Kokosfett (geschmacksneutral)
  • 1 Tl Vanille, gemahlen oder das Mark 1/2 Vanilleschote

Zubereitung:

Das Kakaopulver mit Mehl, Kartoffelmehl/Maisstärke, Puderzucker und Backpulver gut vermischen. Das Kokosfett vorsichtig schmelzen (nicht heiß werden lassen!) und zusammen mit dem Wasser zu den trockenen Zutaten geben.

Mit den Händen zu einem möglichst homogenen Teig verkneten (das ist richtig schwer und dauert lange, ist aber gut für die Armmuskulatur :-) ). Den Teig auf keinen Fall in den Kühlschrank legen und am Besten einfach sofort weiterverarbeiten.

Zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie oder Dauerbackfolie o.ä. etwa 2mm dünn ausrollen (möglichst gleichmäßig). Mit einem runden Ausstecher (oder einem eckigen…) der gewünschten Größe Kekse ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die Kekse können relativ dicht aneinander gelegt werden, da sie kaum breiter werden (also ein Zentimeter Platz zwischen den Keksen reicht).

Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C Ober- und Unterhitze ca. 10-12 Minuten backen. Die Kekse sollen auf keinen Fall bräunen (ok, sie sind eh braun, aber sie sollen nicht brauner backen) und sie sind auch noch relativ weich, werden aber binnen weniger Minuten knusprig fest.

Die Kekse komplett auskühlen lassen.

Für die Füllung das Kokosfett so schmelzen, dass es nicht flüssig ist, sondern lediglich weich (ich habe es bei ganz kleiner Temperatur angeschmolzen, dann durchgerührt, weiter geschmolzen, gerührt usw. bis es eine softe Konsistenz hatte). Das weiche Kokosfett in der Küchenmaschine oder mit dem Quirl des Handmixers kräftig aufschlagen, dann den Puderzucker und die Vanille zufügen. Alles ca. eine Minute auf hoher Stufe verquirlen bis eine schön weiße weiche fluffige Creme entstanden ist.

Mit dieser Creme sofort jeweils einen Keks dick bestreichen, einen zweiten oben drauf, leicht andrücken, Fertig. So alle Kekse mit der Creme füllen (bei mir war am Ende noch etwas übrig, damit kann man die Kekse noch verzieren o.ä.), nach einigen Minuten wird die Creme richtig fest.

Klassisch werden die Kekse mit einem Glas Soja-/Hafer-/Mandel-/Reis-Milch genossen.

Et voilà!

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Kirschkuchen mit Mandeln und Schokolade

Manchmal habe ich unbändige Lust auf einen lecker Kuchen, aber überhaupt nicht auf langwieriges Backen und Zubereiten. Dann muss ein Kuchen her, der super schnell zusammengerührt ist und trotzdem sowohl optisch als auch geschmacklich ordentlich was her macht. Am Liebsten mit Frucht UND Schokolade! Und da ich mich nie entscheiden kann, auch noch Nüsse bzw. Mandeln dazu, perfekt.

Genau wie dieser oberlecker Kirschkuchen, der gleichzeitig auch ein Schokokuchen ist, ebenso wie ein Mandelkuchen. Yeah, so mag ich´s!

Der Rührteig ist binnen einer Minute zusammengerührt und man brauch nur einen Löffel. Die Mandeln mahlt mein Pürierstab-Aufsatz in Sekunden, die Schokolade kaufe ich der Faulheit wegen manchmal einfach schon als Streusel oder Raspel und naja, das Kirschglas-Öffnen dauert auch nur einen “Klack”. Alles zusammen ergibt dann diesen wunderbaren Kuchen, dem ich noch ein Topping aus gehobelten Mandeln verpasst habe, die im Ofen ganz fein geröstet werden und einen hervorragenden Geschmack bekommen – perfekt zu den übrigen Geschmacksnuancen.

Der Kuchen ist schön fruchtig durch die Kirschen, schokoladig durch die Schokoraspel und fein nussig durch die Mandeln. Zudem ist er richtig schön saftig, hält wirklich lange frisch und lässt sich prima einfrieren oder auch mitnehmen. Und auch, wenn die Zutaten nicht so klingen, so ist er sehr angenehm nicht-mächtig, was ich sehr wichtig finde bei Kuchen – schließlich will ich keinen Klops im Bauch nach einem Stück Kuchen! Wer mag, serviert ihn mit einem Klecks veganer Sahne oder auch Vanille-Sauce. Ich mag ihn am allerliebsten pur…

Kirschkuchen mit Mandeln und Schokolade

Kirschkuchen mit Mandeln und Schokolade

Zutaten für eine Form 20×25 cm oder eine normalgroße Springform:

  • 120 g Mandeln, gemahlen
  • 100 g Zarbitter-Schokoraspel
  • 150 g Weizenmehl Typ 550
  • 50 g Maisstärke
  • 75 g Rohrohrzucker
  • 1  El Weinsteinbackpulver
  • 1/2 Tl Natron
  • 1/2 Tl Vanille, gemahlen
  • 1 Prise Salz
  • 1 1/2 El Zitronensaft
  • 150 ml Sojamilch
  • 100 g Alsan (oder andere Pflanzenmargarine; alternativ 80 ml neutrales Öl)
  • ca. 30 g gehobelte Mandeln
  • 1 Glas Schattenmorellen oder Sauerkirschen

Zubereitung:

Die gemahlenen Mandeln mit dem Mehl, Schokoraspeln, Rohrohrzucker, Backpulver, Vanille, Salz, Natron und Maisstärke in einer Rührschüssel mischen und mit einem Löffel etwas durchmengen.

Alsan vorsichtig schmelzen (nicht heiß werden lassen!) und mit der Sojamilch und Zitronensaft verquirlen. Zu den trockenen Zutaten geben und mit einem Löffel zu einem zähen Teig verrühren.

Die Backform einfetten und ggf. mit etwas Paniermehl ausstreuen, dann den Teig einfüllen und gleichmäßig glatt streichen.

Die Schattenmorellen abtropfen und gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Mit den Fingern etwas andrücken, dann die gehobelten Mandeln darüber streuen. Ebenfalls leicht auf den Teig drücken.

Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei ca. 200 °C Ober- und Unterhitze für etwa 40 Minuten backen bis der Kuchen aufgegangen und die Mandeln oben schön gold gebräunt sind (die genau Backzeit hängt wie immer vom Ofen und der Form ab, zur Sicherheit immer die Stäbchenprobe machen, dann geht nix schief).

Abkühlen lassen und genießen.

Et voilà!

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Stracciatella-Muffins

Die Blog-Sphäre braucht mehr Muffin-Rezepte! Finde ich jedenfalls…denn es kann gar nie genug Muffin-Rezepte geben, denn die Dinger sind sooooo lecker. Und soooo einfach und schnell vegan zu backen – ohne fancy Zeugs! Ich liebe sie (hatte ich das schon mal erwähnt?! Ich glaube nicht…). Ja, der eine oder die andere wird schon bemerkt haben, dass ich total auf Rührkuchen und Muffins stehe (und auf vegane Käsekuchen, aber das ist ja eh klar), damit kriegt man mich wirklich immer. Wohingegen süße Cupcakes oder fette Cremetorten ja eher nicht so mein Ding sind (von Fondant-Torten oder  Marzipan-Decken fange ich gar nicht erst an – das ist mein ganz persönlicher Kuchen-Alpbtraum!!!).

Dieses Mal musste ein Rezept her, was ich aus den vorhandenen Vorräten zaubern kann und da ich gerade vegane Schokostreusel da hatte, fiel die Wahl auf Stracciatella-Muffins. Super simpel und fix gemacht. Heller fluffiger Vanille-Muffin-Teig gespickt mit richtig vielen Schokostreuseln, yummy! Sie sind sehr saftig, aber trotzdem sehr locker und fluffig und halten einige Tage frisch. Und die Größe finde ich einfach perfekt; quasi Mini-Rührkuchen. Ich geb´s zu: ich habe fast alle alleine gegessen.

Stracciatella-Muffins

Stracciatella-Muffins

Zutaten für 6-8 Muffins (je nachdem, wie groß man sie mag…):

  • 150 g Weizenmehl Typ 405 oder 550
  • 1 1/2 El Maisstärke
  • 60-70 g Rohrohrzucker
  • 1 Tl Vanille, gemahlen
  • 1/2 Tl Natron
  • 1 1/2 Tl Weinsteinbackpulver
  • 1 Prise Salz
  • 2 El Zitronensaft
  • 50 ml neutrales Pflanzenöl
  • 120 ml Soja-Milch (oder jede andere Pflanzenmilch)
  • 60 g Zartbitter-Schokostreusel (auf die Zutaten achten, viele Schokostreusel sind nicht vegan)

Zubereitung:

Das Mehl mit Rohrohrzucker, Maisstärke, Vanille, Salz, Backpulver und Natron in einer Schüssel vermengen. In einer zweiten Schüssel die Sojamilch mit Öl und Zitronensaft verquirlen.

Die flüssigen Zutaten zu den trockenen Zutaten geben und mit einem Schneebesen (oder einfach einem Löffel) zügig zu einem zähen Teig verrühren. Zum Schluss die Schokostreusel unterrühren.

Ein Muffinblech mit Papierförmchen auskleiden (oder Silikonförmchen verwenden) und den Teig gleichmäßig darin verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei ca. 200 °C Ober- und Unterhitze etwa 25-30 Minuten backen (Stäbchenprobe machen!) bis die Muffins wunderbar aufgegangen und leicht gebräunt sind.

Auskühlen lassen und genießen.

Et voilà!

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Mangold-Zucchini-Quiches mit Tomaten

Ich habe mir vor einiger Zeit endlich mal Mini-Quiche- bzw. Tartelette-Formen gekauft. Eigentlich hielt ich sowas bisher immer für überflüssigen Tinnef – schließlich kann man auch einfach eine große Quiche machen und die in Stücke schneiden! Schmeckt gleich, man muss nur einmal Teig ausrollen, macht weniger Arbeit usw. Tja, Pustekuchen. Mini-Quiche-Formen sind toll!!!

Erstens sind sie total niedlich (ok, gut, das ist jetzt kein wirklich gutes Argument für eine pragmatische Person wie mich, aber ab und zu kommt eben doch das Mädchen-Gen zum Vorschein und will eben niedliches Zeugs, nützt ja nix…), zweitens haben sie einen herausnehmbaren Boden, wodurch sie ganz prima aus der Form zu lösen sind, drittens mag ich es total, wenn jeder sein eigenes Portiönchen hat (bei uns hat eher jeder zwei Portiönchen, aber gut…), viertens isses gar nicht soooo viel mehr Arbeit, den Teig auszurollen und fünftens und das ist der beste Punkt: in Mini.Quiche-Förmchen herrscht ein für mich absolut perfektes Verhältnis von Teig/Boden zu Füllung! Ich mag nämlich nur mittelgerne Füllung. Aber mit Teig finde ich Füllung ganz prima, natürlich kein Mürbeteig – der ist mir einfach zu mächtig und ich mag so gerne viel essen und das geht dann nicht – , sondern ein ganz fein leckerer Hefeteig.

Tja, daher habe ich nun Mini-Quiche-Formen und liebe sie. Zur Einweihung gab es diese großartigen Mangold-Zucchini-Tomaten-Quiches, die wirklich oberlecker sind und richtig schön frühlingsmäßig. Als Füllung gibt es nämlich Mangold und Zucchini (wer hätte das gedacht…), eingebettet in einer feinen frischen Creme aus Sojajogurt und Tomaten-Pesto, verschönt mit Pinienkernen und als Haube noch eine Ladung Hefeschmelz. Na, wenn das man nicht lecker ist!

Ich fand die Quiches so lecker, dass ich sie innerhalb von drei Tagen gleich zwei Mal gemacht habe – natürlich immer vier Portionen, wir sind verfressen. Und ja, das alles ist ein bisschen aufwendig, ABER: man kann den Teig super vorbereiten und auch im Kühlschrank gehen lassen; die Füllung lässt sich auch gut vorher schnibbeln und anbrutzeln, die Creme ist eh schnell zusammengerührt und dann halt noch der Hefeschmelz, geht also doch – eigentlich. Ach, und wenn man zB Gäste zum Essen eingeladen hat und lieber mit denen rumsitzen und reden möchte, könnte man die Quiches sicher auch schon vorbacken, nur etwa zehn Minuten kürzer und dann abends nochmal ca. 15 Minuten fertig backen, sobald alle da sind. Dazu einen schicken Salat und schon hat man sehr beeindruckt. Und man kann natürlich auch eine große Quiche-Form nehmen oder so…

Mangold-Zucchini-Quiche mit Tomaten

Mangold-Zucchini-Quiche mit Tomaten

Und für alle Pacman-Liebhaber:

Pacman

Pacman

Zutaten für 4 prall gefüllte Mini-Quiche (12 cm?!):

  • 200 g Dinkelmehl Typ 630 (alternativ Weizenmehl Typ 550)
  • 50 g Hartweizengrieß
  • 125 ml lauwarmes Wasser
  • 1 Tl Meersalz
  • 1 Tl Rohrohrzucker
  • 2 El Olivenöl
  • 10 g Frischhefe (0der entsprechend Trockenhefe)
  • 1 mittelgroße Zucchini
  • 250 g Mangold
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 2 El Pinienkerne (oder Zedernüsse, sind auch sehr lecker)
  • 1-2 El Olivenöl zum Anbraten
  • Salz, Pfeffer
  • 1/2 Tl Gemüsebrühpulver
  • evtl eine kleine Knoblauchzehe
  • 1/2 Tl Majoran
  • einige Abriebe Muskatnuss
  • 3 Strauchtomaten
  • 100 g Sojajoghurt, natur (ohne Vanille, also keinen Alpro, sondern Provamel)
  • 3 El Hafersahne (alternativ Sojasahne)
  • 1 El Zitronensaft
  • Kräutersalz
  • Pfeffer
  • 2 gute Tl Pesto rosso (gekauftes geht natürlich auch, dabei aber darauf achten, dass kein Parmesan enthalten ist)
  • 2 El Hefeflocken
  • 1/2 Tl Trockenhefe
  • 1/2 Tl Salz
  • 1 gestr. Tl Senf, mittelscharf
  • 1 El Dinkel- oder Weizenmehl (Typ 630 oder 550)
  • 1 El Alsan oder Olivenöl
  • 100 ml Wasser

Zubereitung:

Für den Hefeteig die Hefe zusammen mit dem Rohrohrzucker in dem lauwarmen Wasser auflösen und für einige Minuten stehen lassen. Währenddessen das Mehl mit Hartweizengrieß und Salz mischen, dann die Hefe-Wasser-Mischung dazu geben, ebenso wie das Olivenöl. In der Küchenmaschine oder mit dem Handmixer oder auch den Händen einige minuten kräftig durchkneten bis ein glatter, elastischer Teig entstanden ist (der Teig sollte nicht zu trocken sein, aber auch nicht klebrig).

Abgedeckt für ca. 30 Minuten ruhen lassen, gerne mehr (wenn der Teig länger als 2-3 Stunden gehen soll, einfach in den Kühlschrank stellen).

In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten: hierfür die Zucchini würfeln, ebenso die Zwiebeln und den Knoblauch. Mangold gut waschen, dann die Stiele von den Blättern mit einem Messer abschneiden. Die Stiele würfeln und die Blätter in Streifen schneiden, beides aber separat, da sie zu unterschiedlichen Zeiten in die Pfanne kommen.

In einer großen beschichteten Pfanne das Olivenöl erhitzen und als erstes die Zucchini, Zwiebeln und die Mangoldstiele darin einige Minuten unter rühren kräftig anbraten. Nach wenigen Minuten die Pinienkerne dazu und ebenfalls mit anbraten bis sie leicht Farbe bekommen. Dann die Hitze stark reduzieren und den Knoblauch sowie die Mangoldblätter zugeben. Unter häufigem Rühren Wassre ziehen lassen, so dass das Gemüse im eigenen Saft schmort. Mit den Gewürzen sehr pikant abschmecken und auf der ausgeschalteten Herdplatte einige Minuten nachziehen lassen.

Für die Creme den Sojajoghurt mit der Hafersahne, Pesto rosso, Zitronensaft und den Gewürzen verrühren. Ebenfalls schön würzig abschmecken.

Den fertig gegangenen Hefeteig nochmals gut durchkneten, dann in vier gleich große Teile teilen und jedes Stück auf der bemehlten Arbeitsfläche rund ausrollen mit ca. 16 cm Durchmesser. Die Quiche-Formen ganz leicht einfetten (mit einigen Tropfen Öl) und mit dem Teig auskleiden, hierbei mit den Händen einen Rand hochdrücken.

Den Teigboden mit etwas Creme bestreichen, darauf dann einige Esslöffel der Zucchini-Mangold-Füllung geben und darüber wieder etwas Creme. So den ganzen Teig, die Füllung und die Creme aufbrauchen.

Die Strauchtomaten je nach Wunsch häuten (ich mache das immer, da ich Tomatenhäutchen nicht leiden kann), den Strunk entfernen und in Scheiben schneiden. Die Scheiben auf der Quiche-Füllung verteilen.

Für den Hefeschmelz alle Zutaten in einen kleinen Topf geben und unter Rühren (mit einem Schneebesen) aufkochen lassen, dann gleichmäßig über die Quiches träufeln, so dass alles leicht bedeckt ist.

Im vorgeheizten Backofen bei ca. 200 °C Ober- und Unterhitze ca. 35-40 Minuten backen bis die Quiches oben schön goldbraun sind. Herausnehmen, kurz abkühlen lassen, dann aus den Formen lösen, servieren und einfach nur genießen…

Et voilà!

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Schoko-Nuss-Cookies

Letztes Wochenende waren wir zu einer Party eingeladen und zu Parties “muss” ich immer was mitbringen. Das hat nichts mit dem Vegan-Sein zu tun, sondern irgendwie finde ich das schön; so ganz grundsätzlich. Meistens mache ich Kuchen oder Muffins, aber dieses Mal sollte das Mitbringsel eine mehrstündige Zugfahrt überstehen und auch nicht so viel Platz wegnehmen, außerdem mussten ein paar Reste verwertet werden.

Also habe ich mich für Kekse entschieden und da es sehr große sind und “Kekse” so schnöde klingt, wurden es eben Cookies – dasselbe in grün, aber das ist ja egal. Ich habe mich für eher dicke Soft-Cookies entschieden, wer sie knusprig und dünner mag, kann sie einfach flacher drücken und weniger Backpulver nehmen.

Die Kekse sind die idealen Resteverwerter und können nach jedem Geschmack angepasst werden: ich habe Cashews und Walnüsse genommen, prima sind auch Macadamianüsse oder Mandeln. Als Schokolade eignet sich fast alles, was rumliegt und weg muss! Bei mir wird tatsächlich die Schokolade alt (jaja, ich weiß, das ist nicht normal…) und daher lagen hier noch diverse Reste vom letzten Einkauf rum, als ich diverse Tafeln im Weltladen erstanden habe mit unterschiedlichsten Füllungen und Geschmäckern. Diese Tafeln habe ich einfach gehackt, das war eine Mischung aus Zartbitter und Reismilch mit Sesam-Nougat und Marc de Champagne, dazu gab es noch einen Rest weiße Schokolade. Eine tolle Kombi und in Keksen verbacken schmeckt einfach fast alles super.

Die Kekse sind schnell gemacht und halten sich in einer Dose eine ganze Weile. Letztendlich muss ich aber doch gestehen, dass sie zwar sehr lecker sind, ich aber einfach mehr auf Muffins und Kuchen stehe – von Keksen habe ich meist nach einem oder zweien genug für die nächsten Wochen. Zur nächsten Party mache ich also wieder was anderes.

Schoko-Nuss-Cookies

Schoko-Nuss-Cookies

Zutaten für ca. 24 große Kekse:

  • 160 g Alsan, weich
  • 90 g Rohrohrzucker
  • 1/2 Tl Vanille, gemahlen
  • eine gute Prise Salz
  • 1/2 Tl Natron (für knusprigere Kekse nur eine gute Prise nehmen)
  • 1 1/2 Tl Weinsteinbackpulver (für knusprigere Kekse nur 1/2 Tl nehmen)
  • 300 g Weizenmehl Typ 550
  • 1 geh. El Maisstärke
  • 75 ml Sojamilch
  • 180 g Schokolade, gemischt (Zartbitter, Reismilch, weiße Reismilch usw)
  • 40 g Cashews
  • 40 g Walnüsse
  • 1 El Ahornsirup oder Karamellsirup

Zubereitung:

Die weiche Alsan mit dem Rohrohrzucker und der Vanille mit dem Handmixer oder in der Küchenmaschine einige Minuten richtig schön schaumig aufschlagen bis die Masse leicht weißlich ist.

Die Maisstärke mit 2 El der Sojamilch zufügen und kräftig verquirlen. Weizenmehl, übrige Sojamilch, Salz, Weinsteinbackpulver und Natron zugeben und alles miteinander verkneten (am Besten mit den Händen oder einer Gabel). Der Teig ist relativ weich, so zwischen Rührteig und Knetteig.

Die Nüsse ebenso wie die Schokolade grob hacken und beides zusammen mit dem Ahornsirup oder Karamellsirup unter den Teig kneten.

Mit angefeuchteten Händen etwas Teig abstechen und jede Portion zu einer Kugel formen und platt drücken. Auf zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen, dabei etwas Abstand lassen.

Im vorgeheizten Backofen bei ca. 200 °C Ober- und Unterhitze etwa 15 Minuten backen, je nach gewünschtem Bräunungsgrad und Knusprigkeit.

Abkühlen lassen und genießen…

Et voilà!

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Apfel-Streusel-Muffins

Mmmmh, diese Muffins sind ein Gedicht! Sie vereinen alles, was ich mag: süß-säuerliche Äpfel, Vanille-Muffin-Teig, Mandeln und crunchy Streusel als Topping. Lecker. Und sooooo saftig!

Sie sind schnell zusammengerührt und eignen sich auch für Anfänger sehr gut. Die Zutaten habe ich fast immer vorrätig und das Ergebnis sind fruchtige Muffins, die an Apple-Crumble erinnern, dabei aber einen lockeren Teig als Grundlage haben. Sie halten sich einige Tage und schmecken dann immer noch wunderbar frisch.

Für mich einfach Wohlfühl-Muffins, die immer gehen und immer passen und wovon ich locker 3 Stück essen kann :-) . Köstlich.

Apfel-Streusel-Muffins

Apfel-Streusel-Muffins

Zutaten für ca. 12 Muffins:

  • 150 g Weizenmehl Typ 405
  • 1 geh. El Kartoffelmehl
  • 25 g gemahlene Mandeln
  • 50 g Rohrohrzucker
  • 1/2 Tl Vanille, gemahlen
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Tl Natron
  • 1 1/2 Tl Weinsteinbackpulver
  • 2 Tl Zitronensaft
  • 50 ml neutrales Öl
  • 150 ml Hafermilch (oder andere Pflanzenmilch)
  • 2 kleine Äpfel (zB Braeburn oder Boskoop)

Streusel

  • 4 geh. El Weizenmehl, Typ 405
  • 4 geh. El Rohrohzucker
  • etwas Vanille, gemahlen und Zimt
  • 2 El gemahlene Mandeln
  • 2 El gehackte Mandeln
  • 2 El Haferflocken, Kleinblatt
  • 50-55 g Alsan, sehr weich

Zubereitung:

Für die Muffins die trockenen Zutaten in einer Schüssel gut vermischen. In einem hohen Gefäß das Öl mit Zitronensaft und Hafermilch verquirlen und einen Moment stehen lassen.

In der Zwischenzeit die Äpfel waschen, Kerngehäuse entfernen und je nach Geschmack mit oder ohne Schale klein würfeln.

Das Hafermilch-Öl-Zitronensaft-Gemisch zu den trockenen Zutaten geben und mit einem Löffel grob untermischen, dann die Apfelwürfel zugeben und alles kurz vermengen (nicht viel rühren!).

Muffinformen mit Papierförmchen auskleiden und den Teig darauf verteilen (die Förmchen etwa zur Hälfte mit Teig füllen).

Für die Streusel die trockenen Zutaten vermischen, dann die weiche Alsan zufügen und mit den Händen einige Minuten gut verkneten bis sich alles zu einem Streusel-Teig verbunden hat. Die Streusel gleichmäßig auf den Muffins verteilen und ganz leicht andrücken.

Im vorgeheizten Backofen bei ca. 190 °C Ober- und Unterhitze etwa 25-30 Minuten backen, je nach Backofen. Zur Kontrolle die Stäbchenprobe machen: wenn kein Teig mehr am Holzstäbchen hängen bleibt, sind die Muffins fertig.

Herausnehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Et voilà!

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Pistazien-Orangen-Cantuccini

Die letzte Woche haben wir unter anderem im Schwarzwald verbracht in einer traumhaft malerischen Winterlandschaft, sehr schön! Wenn auch kulinarisch ein ziemlicher Reinfall, da das Hotel trotz vorheriger Anfrage und Versicherung leider nicht in der Lage war, uns ein einfaches veganes Essen zu kredenzen (es war das “Vier Jahreszeiten” – also: vom Essen her für Veganer eher nicht empfehlenswert). Wir waren aber nicht zum Essen da, sondern zum Feiern. Und zwar den Geburtstag meines Schwiegervaters und es war wirklich schön, die gesamte Bagage mal wieder auf einem Haufen zu erleben. Und für mich als Flachland-Kind ist Schnee und Rodeln wirklich etwas Besonderes und davon gab´s reichlich :-) .

Anlässlich dieses Geburtstages habe ich mich in der Küche verlustiert und diverse Rezepte entwickelt, um meinem Schwiegervater eine Freude zu machen und da an Weihnachten die Plätzchen schon so gut ankamen und er eine Vorliebe für guten Wein und gutes Essen hat, habe ich Cantuccini gebacken. Sie sind nicht schwer herzustellen, gut zu transportieren, halten eine Weile und schmecken ganz hervorragend eigentlich immer.

Damit es nicht zu langweilig ist, habe ich Pistazien-Orangen-Cantuccini gemacht. Sie schmecken leicht orangig frisch und schön knackig durch die Pistazien – eine tolle Kombination. Auch optisch fand ich sie gut, da sie fast “bunt” aussahen durch den leichten Orange-Stich und die grünen Pistazien. Dazu sind sie herrlich knusprig und schmecken auch nach zwei Wochen noch wie frisch aus dem Ofen. Die Herstellung ist ganz einfach und unaufwendig, man braucht einzig ein wenig Fingerspitzengefühl beim Schneiden der Scheiben, bevor sie das zweite Mal in den Ofen kommen. Und warum in klassischen Rezepten Cantuccini mit Eiern hergestellt werden, ist mir ein Rätsel, aber gut – dass veganes Backen ohne Eier und Milch ganz einfach und unaufgeregt möglich ist und man nicht einmal Ersatz-Schrott braucht, muss ich euch als Lesern dieses blogs ja nicht erzählen, aber ich wünsche mir, dass das endlich auch der Rest der Welt kapiert. So.

Pistazien-Orangen-Cantuccini

Pistazien-Orangen-Cantuccini

Zutaten für ca. 20 Stück:

  • 170 g Weizenmehl, Typ 550 (oder 405)
  • 2 Tl abgeriebene Orangenschale
  • 1 El Orangensaft
  • 70 g Rohrohrzucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Tl Weinsteinbackpulver
  • 1 El Maisstärke
  • 30 ml neutrales Öl
  • 50 ml Hafermilch (oder andere Pflanzenmilch)
  • 75 g Pistazien, geschält und ungesalzen (falls ihr nur gesalzene bekommt, einfach gut abspülen und die Prise Salz weglassen, das geht auch)

Zubereitung:

Alle Zutaten bis auf die Pistazien in eine Rührschüssel geben und 2-3 Minuten mit dem Knethaken des Handmixers oder der Küchenmaschine auf mittlerer Stufe kneten bis ein weicher homogener Teig entstanden ist von der Konsistenz her ähnlich einem Hefeteig. Nun die Pistazien unterkneten und den Teig zu einem länglichen “Brot” formen (ca. 20 cm lang, 8 cm breit und 2-3 cm hoch), nach Wunsch einen kleinen Hügel hineindrücken.

Den Laib auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im vorgeheizten Backofen bei ca. 180 °C Ober- und Unterhitze etwa 30 Minuten backen bis der Teig leicht goldbraun und die Oberfläche fest ist, bei Druck aber nachgibt.

Herausnehmen und ca. 20 Minuten abkühlen lassen. Dann mit einem sehr scharfen Messer vorsichtig ca. 1 cm dicke Scheiben abschneiden und diese flach auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech legen. Den Ofen wieder auf 180 °C heizen und die Scheiben von jeder Seite nochmals 5-10 Minuten backen bis die Cantuccini schön knusprig und goldbraun sind. Vorsichtig sein, denn zum Ende hin werden sie schnell zu dunkel, daher öfters kontrollieren. Komplett auskühlen lassen und dann in einer Dose gut verschlossen aufbewahren, so bleiben sie lange knusprig.

Et voilà!

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Ratatouille-Schnecken

Ich steh total auf Hefe-Basis-Aufstriche – am allerliebsten Tartex, ansonsten die von Alnatura. Und ich esse seit 16 Jahren stets dieselben Sorten: Kräuter, Paprika, Ungarisch und zur Not mal Tomate, aber alles andere kommt mir nicht ins Haus – in der Hinsicht bin ich ganz schrecklich konservativ und probiere quasi nie was Neues aus (was der Bauer nicht kennt und so…). Aber weil das so langweilig und spießig ist und ich manchmal so gerne unkonventionell und total crazy wäre, überkommt es mich alle paar Monate und ich teste eine neue Sorte (da guckste!). Aber natürlich nichts abgefahrenes wie Saison-Pasteten oder irgendwas mit Senf oder Kürbis oder so, ich will´s ja nicht übertreiben. Eher nehme ich dann eine Sorte, die nah an meine Standard-Wahl heran kommt.

So geschah es also auch vor ca. 2 Wochen. Ich war total mutig und habe eine Dose Ratatouille-Aufstrich von Alnatura aus dem dm mitgenommen. Was war ich stolz auf mich. Nun gut, es kam, wie es kommen musste und wirklich JEDES Mal kommt, wenn ich so einen verrückten Einfall habe (und weshalb ich seit 16 Jahren dieselben Aufstriche esse…): Mag ich nicht, mimimimi, tu das weg usw. Und wenn ich was nicht gerne mag, mag ich es einfach nicht aufessen, selbst wenn es ok ist. Aber ich esse nur Sachen, die ich wirklich mag (und koche auch meist nur die) und meine Experimentier-Freude ist da schon sehr gut auf meinen Geschmack abgestimmt. Denn auch, wenn ich etwas nicht mag und daher nicht essen will, so hasse ich es auch, Sachen wegzuschmeißen. Was also tun mit einer Dose Ratatouille-Aufstrich, aus dem ein Teelöffelchen fehlt?? Richtig! Ich habe mich daran erinnert, dass fast alles tausendmal besser  schmeckt, wenn man es pizza-ähnlich zubereitet (ich bin so ein Fuchs!).

Gesagt, getan und den verschmähten Aufstrich mit Gewürzen und Gemüse gepimpt, in einen sehr leckeren, da mit Pizza-Kräutern versehenen, Hefeteig eingerollt, gebacken und für extrem lecker befunden! Geht doch. Also, für alle, die den Aufstrich mögen und die ihn nicht mögen, gibt es hier das richtig leckere Rezept für Schmackofatz-Pizza-Ratatouille-Schnecken. Ich mochte sie warm am Liebsten, aber auch kalt waren sie prima. Dazu schnell gemacht, perfektes Finger-Food und anstelle von dem Aufstrich kann man auch einfach einen Rest Tomaten-Gemüse-Sauce nehmen.

Ratatouille-Schnecken

Ratatouille-Schnecken

Zutaten für ca. 15 Schnecken:

Teig

  • 250 g Weizenmhel Typ 550
  • 50 g Hartweizengrieß
  • 1 Tl Rohrohrzucker
  • 1 Tl Salz
  • 1 Tl Trockenhefe
  • je 1 Tl Basilikum, Thymian und Oregano (alles getrocknet)
  • 2 El Olivenöl
  • 160 ml Wasser, lauwarm

Füllung

  • 100 g Ratatouille-Pastete-Aufstrich-Gedöns
  • 1 El Sojasahne
  • 2 El Hefeflocken
  • 1 Tomate
  • 1 El Olivenöl
  • 1/2 Zucchini
  • evtl. etwas Kräutersalz

Zubereitung:

Für den Teig alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und mit dem Handmixer, der Küchenmaschine oder den Händen mindestens 5 Minuten richtig gut durchkneten bis ein schön elastischer weicher Teig entstanden ist. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort für ca. 30 Minuten gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. Hierfür die Tomate häuten und fein würfeln (das Fruchtfleisch wird mit verwendet), die Zucchini auch fein würfeln.

Beides mit dem Aufstrich, der Sojasahne, Olivenöl, Hefeflocken und evtl. noch etwas Kräutersalz in eine Schüssel geben und alles mit einem Löffel glatt verrühren (glatt mit Gemüsewürfeln…).

Den Teig nach dem Gehen aus der Schüssel nehmen, nochmals kräftig durchkneten und dann zu einem großen Rechteck ausrollen (ca. 1/2 cm dick). Die Füllung gleichmäßig darauf verstreichen und den Teig locker zu einer Rolle aufrollen.

Mit einem scharfen Messer 2 cm dicke Scheiben von der Rolle abschneiden und flach auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen (eher zwei Bleche, denn die Schnecken sollten etwas Abstand haben, da sie noch aufgehen). Füllung die bei dem Prozedere rausgeschmoddert ist, einfach mit einem Messer oben drauf streichen.

Die Schnecken nochmals ca. 15 Minuten gehen lassen und dann im vorgeheizten Backofen bei ca. 200 °C Ober- und Unterhitze etwa 20 Minuten backen lassen (je nachdem wie dunkel und knusprig man den Teig mag).

Entweder warm gleich essen als Mittag- oder Abendessen mit etwas Salat (oder auch nicht…) oder abkühlen lassen und mitnehmen für unterwegs oder als Snack bei Parties oder wasweißich.

Et voilà!

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