Köstliche Nussecken

Pünktlich zum ersten Advent verrate ich euch heute eines meiner absoluten Lieblings-Rezepte! Und zwar das für Nussecken :-) . Nussecken sind so ziemlich das Beste und Köstlichste, was je im Bereich Gebäck erfunden wurde…zumindest meiner Meinung nach. Wobei ich hier nicht von den gekauften Ziegelstein-Imitaten spreche, sondern von selbstgebackenen Köstlichkeiten. Ich finde nämlich, die sind mit denen vom Bäcker nicht zu vergleichen…Es gibt mittlerweile auch vegane Nussecken vom Bäcker, aber die könnt ihr echt vergessen!

Denn hier ist das ultimative leckerschmecker Nussecken-Rezept. Auch geeignet für totale Backlegastheniker, ich verspreche es (mein Mann kann die backen 😮 Und das heißt was…sorry, Liebling!)! Diese Nussecken gibt es hier seit Jahren quasi ständig und zu sämtlichen Gelegenheiten. Sie sind richtig schnell gemacht, super einfach in der Herstellung, bestehen nur aus Supermarkt-Zutaten, kein fancy vegan-Schnick-Schnack und die meisten Sachen hat man eh ständig vorrätig. Und wandelbar sind sie auch noch. Und lange haltbar. Perfekt!

Dieses Rezept hat bisher alle überzeugt: Familienmitglieder, Freunde, Arbeitskollegen, Geburtstagskinder, Gebäckhasser, Nachbarn, einfach alle. Denn sie enthalten nur Dinge, die eigentlich jeder mag und sie enthalten KEINE Konfitüre! Denn das mag ich nicht. Natürlich könnt ihr aber problemlos Konfitüre einbauen zwischen den Schichten, wenn das für euch unbedingt zu Nussecken gehört…

Eigentlich sollte dieses Rezept Bestandteil eines neuen Updates zur „Veganen Weihnachtsbäckerei“ werden (mit einigen weiteren schönen Rezepten), aber ich komme momentan zeitlich einfach nicht dazu. Und da das Rezept viel zu schade ist, um in einer Schublade Staub anzusetzen, kommt ihr jetzt alle in den Genuss :-) . Dafür hätte ich aber gerne, dass ihr in den nächsten Wochen ganz ganz fleißig Nussecken backt, esst, genießt und schwelgt. Deal?

Ach ja, ich weiß gar nicht, warum Nussecken typischerweise mit der Weihnachtsbäckerei in Verbindung gebracht werden. Für mich sind sie einfach ein köstliches Ganzjahres-Gebäck…schmecken also definitiv auch im April oder September. Probiert es einfach mal aus 😉 .

Nussecken

Zutaten für eine 20×20 cm – Backform (ergibt 16 Nussecken):

  • 125 g Pflanzenmargarine
  • 100 g Rohrohrzucker
  • je eine Prise Salz und Vanille, gemahlen
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 250 g Weizenmehl, Typ 550 (Dinkelmehl 630 geht auch, Vollkornmehl auch)
  • 50 ml Wasser
  • 75 ml Wasser
  • 150 g Rohrohrzucker
  • 1 Tl Vanille, gemahlen
  • 40 g Pflanzenmargarine
  • 50 g Mandeln, gehackt (nicht zu fein!)
  • 50 g Walnüsse, gehackt (nicht zu fein!)
  • 150 g Haselnüsse, gehackt  (nicht zu fein!) (die Nussmischung ist völlig variabel, am Ende sollten es 250 g sein; ich hacke sie immer grob im Multizerkleinerer)
  • Schokolade/Kuvertüre zum Verzieren

Zubereitung:

Für den Boden die gemahlenen Mandeln mit dem Mehl, Rohrohrzucker, Vanille und Salz mischen, dann die Margarine zufügen und alles zu einem bröseligen Teig verkneten (mit den Händen oder Knethaken des Handmixers), dann das Wasser zufügen und alles zu einem homogenen (festen) Teig verarbeiten.

Den Teig in die mit Backpapier ausgelegte Form geben und mit den Händen sorgfältig sehr gleichmäßig flach drücken. (Wer Konfitüre möchte, bestricht den Boden jetzt mit zB Aprikosenkonfitüre)

Für die Nuss-Schicht das Wasser mit dem Rohrohrzucker und der Vanille in einen Topf geben. Aufkochen und 2-3 Minuten sprudelnd kochen lassen. Von der Herdplatte nehmen und die Margarine einrühren. Die gehackten Nüssen zugeben und alles gut vermengen. Die Nuss-Masse auf den Boden geben und sehr gleichmäßig verteilen.

Im vorgeheizten Backofen bei etwa 180°C Ober- und Unterhitze ca. 30-35 Minuten backen lassen bis die Oberfläche goldbraun und knusprig ist und alles ganz wunderbar nach gebrannten Mandeln duftet :-) .

Aus dem Ofen nehmen und in der Form komplett (!) auskühlen lassen. Dann mit einem scharfen Messer in Stücke schneiden und mit der geschmolzenen Schokolade verzieren (oder die Ecken eintunken).

Et voilà!

29 Kommentare

  1. Klingt vielversprechend das Rezept und wird auch heute ausprobiert, allerdings irritieren mich die Verhältnisse.
    Ist es zweifelsfrei eine 20×20 cm-Backform gewesen? Die ist doch winzig klein, oder hakt jetzt irgendwas bei mir?^^

    • Lieber Malte,
      nee, das mit den 20×20 cm stimmt schon :-) Klein finde ich sie nicht…die Grundfläche entspricht in etwa der einer normalgroßen Springform.
      Natürlich werden das keine riesigen Ecken, aber ganz normale, die man gut essen kann. Und zur Not halt noch ein zweites Stück 😉
      Für ein ganzes Backblech solltest Du die Menge verdoppeln bzw sogar die 2,5fache Menge nehmen…
      Viele Grüße*

      • Hallo , ich habe die Nussecken jetzt schon 2x gemacht. Die sind Super einfach zu machen uns SAU Lecker.
        Wirklich zu empfehlen !
        Vielen Dank

  2. Ich werde es probieren, aber ich backe ja nicht zum ersten Mal und dass der Grundteig schon über ein Kilogramm sein soll für ein normales Backblech, finde ich ungewöhnlich und glaub ich erst, wenn ich es seh.
    20×20 ist eine „normale“ Springformgrundfläche? Also entweder ist mein Maßband kaputt oder Du wohnst in Liliputanien 😛

    Ist nicht böse gemeint, ich fürchte nur, hier stimmt irgendetwas nicht und es geht schief. Das muss aber dringend klappen, weil ich jemanden überraschen möchte!

    Danke für die Antwort :)

    • Doch, hier stimmt alles 😉
      Mir scheint, Du hast es nur nicht so mit einfacher Mathematik – natürlich nicht bös gemeint.
      Fläche eckige Form: 20cmx20cm = 400 cm^2, die Fläche der Springform: pi mal r^2, also bei einer 24-cm-Form: 3,14 x 12cm x 12cm = 452,16 cm^2. Also ist eine normalgroße Springform 1/8 größer, entspricht also in etwa der quadratischen 20x20cm-Form.
      Und da du ja nicht zum ersten Mal backst, weißt du ja, dass ein normalgroßes Backblech 2-2,5 Springformen entspricht. Daher brauchst du also, je nach gewünschter Dicke der Nussecken bei einem ganzen Blech das 2-2,5fache des Rezeptes. Daran kann ich nichts ändern. Auch nicht daran, dass Du dir ein noch nie von dir gebackenes Rezept aussuchst, was uuuuunbedingt klappen muss…wobei ich aber tatsächlich niemanden kenne, bei dem es bisher misslungen ist :-)

      • Doch, ich war in Mathe immer sehr gut, keine Frage. Ich nutze aber als „normal“ einfach größere Behältnisse.

        Habe nun die Ecken fertig und schon beim Backen war es sehr lecker, daher habe ich da keine Zweifel, dass sie gut ankommen, ABER etwas zu hoch sind sie geworden auf einem „normalen“ Backblech bei doppelter Teigmenge. Ca. 4 cm. Also lieber nicht mit 2,5fach versuchen! ^^

        Das Rezept ist toll und danke dafür!

  3. Hi,
    Ich bin heute auf deinen Blog hier gestoßen und habe direkt dein Rezept ausprobiert. Die Nussecken sind jetzt im Backoven und ich bin schon sehr gespannt. Ich hoffe nur, dass ich die Nüsse nicht zu fein gehackt habe, weil irgendwie wirkte die Zucker/Margarine/Nuss Mischung sehr trocken. Aber wir werden sehen, ich bin sehr auf das Ergebnis gespannt :)

  4. Der Geschmack ist wirklich super! Leider habe ich die Nüsse zu lange im Mixer gehabt, so dass sie wegbröckeln. Nächstes mal werde ich mehr Flüssigkeit nehmen, damit sie feuchter bleiben, so habe ich sie lieber. Aber danke für das tolle Rezept. Das war das erste mal, dass ich Nussecken selbst gebacken habe und meinem Mann schmecken sie auch!

    • Ach, super! Das freut mich, dass sie trotzdem halbwegs was geworden sind 😀
      Ich schreib gleich mal im Rezept dazu, dass die Nüsse nicht zu fein sein sollten – das ist ein guter Hinweis!
      Viele Grüße*

  5. Ich habe die Nussecken am Dienstag gebacken und sie sind super geworden. Und ich bin totaler Backanfänger.

  6. So lecker!!!

    (Habe mich das erste Mal an Nussecken „gewagt“. Hat zwar noch nicht ganz funktioniert (sind teils auseinander gebrochen beim Schneiden, aber entweder liegt das an a) zuviel Marmelade, b) der Schieflage des Ofens, der dafür sorgt, dass die Flüssigkeit wie Sirup nicht gleichmäßig verteilt bleibt oder c) der Versuch zu kleine Nussecken zu schneiden. Und den Teig würde ich beim nächsten Mal vermutlich weniger dick machen.)

    Aber: am Geschmack gibt es einfach nichts zu rütteln!
    Und einfach waren sie auch.
    Danke für’s Teilen!
    Und eine schöne Weihnachtszeit!

  7. Mmmh, extrem lecker, da hast du nicht zuviel versprochen. Leider ist der Belag bei mir etwas bröselig, aber dadurch kann ich ihn auch morgens zum Frühstück als eine Art Müsli essen 😉
    Außerdem habe ich anstatt des Getreidemehls eine Mischung aus 150 g Quinoa-, 50 g Goldleinsaat- und Kokosmehl genommen, da ich momentan kein herkömmliches Getreide esse. Schmeckt also auch als glutenfrei Variante megalecker :-)))

  8. Hallo Heldin, danke für das tolle Rezept. Kann ich den Rohrohrzucker auch gegen Xucker oder Agavendicksaft tauschen?
    Danke für eine Antwort.
    LG, Andrea

    • Liebe Andrea,
      mit Xucker habe ich keinerlei Erfahrung und weiß nicht, wie er sich beim Backen verhält. Im Teig ist das wahrscheinlich kein Problem, aber ob die Nuss-Schicht so schön damit karamellisiert, weiß ich nicht…
      Agave könnte gehen, habe ich aber auch noch nicht ausprobiert. Du brauchst davon auf jeden Fall weniger, da der Sirup stärker süßt als Rohrohrzucker und ggf musst Du die Flüssigkeitsmengen anpassen. Aber auch damit habe ich keine wirklichen Erfahrungen – zumindest nicht bei diesen Nussecken.
      Viele Grüße*

  9. Vielen Dank für das tolle Rezept! Habe für ein ganzes Backblech die doppelte Menge genommen, finde die Nussecken allerdings sehr süß und würde beim nächsten Mal etwas weniger Zucker nehmen. Meinst Du, man kann anstatt Margarine auch Öl oder Kokosfett nehmen?
    Viele Grüße

    • Liebe Judi,
      ja, die Nussecken sind ziemlich süß :-) Lustigerweise ist das eines der wenigen Rezepte, bei denen ich das mag…ansonsten hab ich´s ja auch eher gerne nicht so süß.
      Mit Öl funktioniert das Rezept nicht, mit Kokosfett aber schon. Dann aber nur 80% der angegebenen Menge nehmen, da Kokosfett reines Fett ist und Margarine auch noch Wasser enthält. Das heißt wiederum auch, dass du dann zumindest im Teig noch 1-2 El Wasser zufügen solltest, damit er gut zusammenhält.
      Viele Grüße*

  10. Ich habe die Nussecken heute morgen gebacken . Wenn Sie so schmeckern wie sie richten dann werden sie fantastisch. Waren wirklich ganz einfach herzustellen!
    Dankeschön !!!

  11. Vielen lieben Dank für das tolle Rezept!! Ich backe sie gerade schon zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen weil sie einfach sooo gut schmecken. Ich habe die Variante mit der Aprikosen Konfitüre gebacken – ein Traum :)

  12. Sagenhaftes Rezept! :) Immer von unwissenden Stimmen gesagt bekommen, dass Nussecken ohne Ei nichts werden, promt den Beweis gebacken, dass es ja sehr wohl geht. Hat allen sehr gut geschmeckt, vielen Dank für das super Rezept!!

    • Ha! Banausen!! Die haben ja keine Ahnung…
      Cool, dass Du zeigen konntest, dass vegane Nussecken sehr wohl nicht nur gehen, sondern dazu noch furchtbar lecker sind 😀
      Viele Grüße*

  13. Hey,

    ich habe eine Frage und zwar kommt in den Teig gar kein Backpulver oder ähnliches? Ich habe die bis jetzt immer mit Backpulver gebacken, wa jetzt allerdings auf der Suche nach einem guten Rezept ohne Ei-Ersatz. Und die Bewertungen sprechen ja für sich. 😉

    Viele Grüße

    • Liebe Kat,
      ja, das ist richtig – in den Teig kommt kein Backpulver, Natron oder ähnliches rein. Es ist ein reiner Mürbeteig. Ich finde ihn so perfekt und alle, die ich kenne, auch :-)
      Das Rezept ist wirklich sehr lecker.
      Viele Grüße*

  14. Als nur-Veggie habe ich bisher nur einen veganen Kuchen gebacken, der mich so gar nicht überzeugt hat. Gerade versorge ich meine Kollegen mit Plätzchen, nur ein Kollege, der Veganer ist, bekommt nie etwas ab. Und ich wollte dem vegan-backen noch eine Chance geben. „kein fancy vegan-Schnick-Schnack“, der Satz hat mich überzeugt. Okay, hatte keinen Rohrzucker, was daran liegen könnte, dass ich am 2.Advent 20 vor 8 in den Supermarkt bin….;)
    Auch hat mich die Größe des Backrahmens irritiert, aber die Diskussion gabs ja schon…
    Habe alle Nüsse von Hand gehackt, da ich keinen Zerkleinerer habe. Nicht zu fein, aber zu grob ist übrigens auch nichts ;).
    Die Platte ist recht hoch geworden, für mich hätte es etwas flacher sein dürfen, aber da kann ich ja das nächste mal den Backrahmen ein wenig weiter stellen.
    Es wird also ein nächstes mal geben.
    Den Kollegen hat es fantastisch geschmeckt, der Veganer freut sich, weil er zeigen konnte, dass vegan doch gut schmeckt.
    Mich persönlich hat die Vanille-Nuss-Kombi nicht 100% überzeugt, bin eher für Zimt oder vielleicht Zitronenabrieb.
    Fazit: Super Rezept um mal vegan auszuprobieren. Die Feinheiten sind persönliche Geschmackssache. Vegan backen kann doch lecker sein!
    Danke!

  15. hmmmmm es duftet schon so gut aus dem Ofen!!
    Mein Sohn 2.5 und ich haben sie gerade in den Ofen geschoben… musste erst den Teig vom Blech wieder runter machen und in eine Form geben, da ich nicht gelesen hatte, dass es für eine kleine Menge ist 😉 nicht schlimm!

    Freuen uns tierisch aufs schokoladen-verziehen…

  16. Ich habe die Nussecken jetzt schon Mehrmals gebacken und sie kamen immer super an und waren total schnell leer. Danke für dieses Wundervolle Rezept nächste Woche Backe ich sie wieder!

  17. Hallo, sehr leckeres Rezept. Ich mache immer kleine Weihnachtsplätzchen daraus (bis letztes Jahr nicht vegan). Leider ist die angegebene Backform zu klein, die Nussecken wurden fast doppelt so hoch wie bisher: 5 cm. Leider zu dick für Plätzchen.

  18. Hallo, ich habe dieses himmlische Rezept entdeckt und es nun schon zum 2.Mal gebacken…. Es ist einfach gelingsicher. Heute ist mir eine Panne passiert, aber man merkt es gar nicht- ich hab die Zeit im Ofen verpasst, und somit kamen die Nussecken erst 15 Minuten später aus dem Ofen…. Nicht verbrannt :) also danke. Das wird es öfters bei uns geben!

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