Polenta-Kräuter-Nocken mit Ratatouille-Gemüse

Seit einiger Zeit bin ich ja ein bisschen „in love“. Nein, kein anderer Mann, sondern: Polenta! Nachdem ich jahrelang dachte, dass die bestimmt nicht schmecken kann, wurde ich letztes Jahr eines besseren belehrt und seitdem sind wir zwei gaaaanz dicke. Es gibt sie bei uns meist entweder gebraten oder pur als Brei-Klops. Ich mag beides sehr.

Die Zubereitung ist denkbar simpel, außerdem kann man vortrefflich variieren, was Kräuter und Gewürze angeht. Einfach in gut gewürzte und gekräuterte Brühe einrühren, aufkochen, etwas ziehen lassen. Fertig. Dazu ist Polenta glutenfrei, ein gar vorzüglicher Magenschmeichler (besonders gut für Menschen wie mich, denen Stress oder Nervosität sofort auf den Magen schlägt; Polenta beruhigt ungemein), lässt sich prima löffeln (und ist damit quasi der neue Kartoffelbrei) und harmoniert mit fast allem an Gemüse und Sauce.

Dieses Mal habe ich sie mit vielen frischen Kräutern gewürzt und etwas weniger Flüssigkeit genommen, so dass man aus dem „Brei“ wunderbare Nocken formen konnte. Macht zwar ein bisschen Arbeit, sieht aber wirklich schick aus – man kann aber auch einfach Klöpschen mit einem Löffel abstechen und fertig. Schmeckt ja gleich.

Als Beilage gab es ein herrliches Ratatouille-Gemüse aus aromatischen Paprika, Zucchini und Auberginen, schön geschmort in Tomaten und feinen Kräutern. Schmeckt vorzüglich lecker und fein, macht wenig Arbeit (außer Schnibbeln, aber sonst kocht es sich fast von alleine) und passt außer zu Polenta auch gut zu Reis, Kartoffeln, Nudeln oder Baguette. Außerdem lässt es sich prima aufwärmen. Genauso wie die Polenta, deren Reste gab es bei uns am nächsten Tag in Bällchen geformt und angebraten – auch richtig fein!

Polenta-Kräuter-Nocken mit Ratatouille-Gemüse

Polenta-Kräuter-Nocken mit Ratatouille-Gemüse

Zutaten für 4 Personen:

  • 250 g Polenta
  • 900 ml Wasser
  • 1 Tl Kräutersalz
  • 1 Tl Meersalz
  • 1-2 Tl Gemüsebrühpulver
  • 2 El Hefeflocken
  • 20 g Alsan (oder Olivenöl)
  • Pfeffer
  • einige Abriebe frische Muskatnuss
  • 4 El gemischte frische Kräuter (Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, Bärlauch o.ä.)
  • 2 rote Paprika
  • 2 grüne Paprika
  • 2 Zucchini
  • 1 große Aubergine
  • 1-2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 El Olivenöl
  • 400 g Tomatenstücke (frisch oder aus der Dose)
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • 2 Tl Rohrohrzucker
  • je 1 1/2 Tl Basilikum, Thymian und Rosmarin (getrocknet bzw. je 1 1/2 El frisch)

Zubereitung:

Als erstes das Ratatouille-Gemüse zubereiten: hierfür die Paprika in Streifen, die Zucchini und die Aubergine in Würfel schneiden. Ebenso Zwiebel und Knoblauch.

In einer Pfanne mit Deckel (oder einem Topf) das Olivenöl erhitzen und zunächst Paprika, Zucchini und Aubergine einige Minuten unter gelegentlichem Rühren anbraten. Dann die Zwiebelwürfel zufügen und nach weiteren drei Minuten den gehackten Knoblauch.

Mit Gemüsebrühe und den Tomatenstücken ablöschen und die Hitze reduzieren. MIt Salz, Pfeffer, Rohrohrzucker und den Kräutern kräftig würzen und bei kleiner Hitze mit geschlossenem Deckel etwa 10-15 Minuten schmoren lassen. Gelegentlich umrühren.

Während das Gemüse schmort die Polenta-Nocken zubereiten: hierfür das Wasser zusammen mit Salz, Kräutersalz, Gemüsebrühpulver, Pfeffer, Muskatnuss, Hefeflocken und Alsan bzw. Olivenöl zum Kochen bringen. Die frischen Kräuter hacken und ebenfalls in den Topf geben.

Sobald die gewürzte Brühe kocht, mit einem Schneebesen die Polenta einrühren, die Herdplatte ausschalten und die Polenta 2 Minuten unter Rühren kochen lassen (die Resthitze reicht hierfür mehr als aus!), dann den Topf von der Hitze nehmen, abdecken und ca. 10 Minuten stehen und quellen lassen.

Mit zwei angefeuchteten Esslöffeln aus der Polenta-Kräuter-Masse Nocken formen, diese auf Tellern verteilen und das fertige Ratatouille-Gemüse darüber geben.

Et voilà!

9 Kommentare

  1. Danke für den Hinweis, dass Polenta beruhigend für den Magen ist. Wusste ich nicht nicht, tut meinem gequälten Stressmagen sicherlich auch gut und kommt deswegen jetzt definitiv auf den Speiseplan! :)

    • Ja, ich finde, Polenta beruhigt ungemein und ist einfach super gut verträglich, belastet nicht und sättigt auf angenehme Art. Allerdings würde ich dann nicht die gebratene Variante empfehlen, sondern eher die Nocken oder einfach den „Brei“ ungeformt (ich finde, Brei klingt so doof nach Krankenkost und das ist Polenta wahrlich nicht bzw. wenn, dann eine seeeeeeehr leckere :-) )

  2. Verdammt, das sieht sooooo lecker aus!
    Seit ein paar Wochen hab ich schon Lust auf Polenta – aber irgendwie wollte mir keine besonders raffinierte Art der Zubereitung einfallen. Jetzt werd ich Dein Rezept die Tage un-be-dingt ausprobieren :)

  3. Polenta könnte ich immer essen! Ich mag auch beide Versionen. Di Kombination mit Ratatouille hört sich perfekt an!

  4. So, dank Dir landete gestern beim einkaufen eine Packung Polenta in meinem Einkaufsbeutel. :-) Wenn es wirklich so gut verträglich ist, wird mein Magen sich auch freuen. Heute Abend wird es zubereitet. Momentan tendiere ich auch zu den Nocken. Was es dazu gibt weiß ich aber noch nicht genau.

  5. Natürlich hab ich deine Polenta schon vor einiger zeit mal ausprobiert allerdings die gebratene Variante. Leider sind mir die Stückchen auseinandergefallen beim Braten, was hab ich falsch gemacht? *schnüff*.
    Geschmeckt hat es trotzdem, allerdings kann ich mich an den Hefeflockengeschmack nicht gewöhnen, beim nächsten Mal wird etwas anders gewürzt 😉

    • Hallo Susa,
      wenn die Polentaschnitten nicht gut zusammenhalten, dann nimm beim nächsten Mal einfach ca. 100 ml weniger Flüssigkeit, das macht das Ganze kompakter. Und unbedingt ganz auskühlen lassen, bevor Du die Polenta schneidest – so sollte es funktionieren :-)
      Ich hatte das auch letztens und ich glaube, das hängt irgendwie von der verwendeten Sorte ab – manche brauchen wohl mehr Flüssigkeit als andere…

  6. Huhu Heldin,

    ich glaube, ich gebe Polenta noch einmal eine Chance.
    Geschmacklich finde ich sie ja prima, aber die Konsistenz macht mir immer etwas „Kummer“. Da ich deine Polenta-Nocken aber so schön finde, werde ich es noch einmal „wagen“.
    Liebe Grüße
    die Kirschbiene

  7. Hey, habe das Rezept gerade nachgekocht, gelingt super, auch die Nocken! Schmeckt seeehr lecker, danke für`s Teilen!!

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