Schoko-Nuss-Cookies

Letztes Wochenende waren wir zu einer Party eingeladen und zu Parties „muss“ ich immer was mitbringen. Das hat nichts mit dem Vegan-Sein zu tun, sondern irgendwie finde ich das schön; so ganz grundsätzlich. Meistens mache ich Kuchen oder Muffins, aber dieses Mal sollte das Mitbringsel eine mehrstündige Zugfahrt überstehen und auch nicht so viel Platz wegnehmen, außerdem mussten ein paar Reste verwertet werden.

Also habe ich mich für Kekse entschieden und da es sehr große sind und „Kekse“ so schnöde klingt, wurden es eben Cookies – dasselbe in grün, aber das ist ja egal. Ich habe mich für eher dicke Soft-Cookies entschieden, wer sie knusprig und dünner mag, kann sie einfach flacher drücken und weniger Backpulver nehmen.

Die Kekse sind die idealen Resteverwerter und können nach jedem Geschmack angepasst werden: ich habe Cashews und Walnüsse genommen, prima sind auch Macadamianüsse oder Mandeln. Als Schokolade eignet sich fast alles, was rumliegt und weg muss! Bei mir wird tatsächlich die Schokolade alt (jaja, ich weiß, das ist nicht normal…) und daher lagen hier noch diverse Reste vom letzten Einkauf rum, als ich diverse Tafeln im Weltladen erstanden habe mit unterschiedlichsten Füllungen und Geschmäckern. Diese Tafeln habe ich einfach gehackt, das war eine Mischung aus Zartbitter und Reismilch mit Sesam-Nougat und Marc de Champagne, dazu gab es noch einen Rest weiße Schokolade. Eine tolle Kombi und in Keksen verbacken schmeckt einfach fast alles super.

Die Kekse sind schnell gemacht und halten sich in einer Dose eine ganze Weile. Letztendlich muss ich aber doch gestehen, dass sie zwar sehr lecker sind, ich aber einfach mehr auf Muffins und Kuchen stehe – von Keksen habe ich meist nach einem oder zweien genug für die nächsten Wochen. Zur nächsten Party mache ich also wieder was anderes.

Schoko-Nuss-Cookies

Schoko-Nuss-Cookies

Zutaten für ca. 24 große Kekse:

  • 160 g Alsan, weich
  • 90 g Rohrohrzucker
  • 1/2 Tl Vanille, gemahlen
  • eine gute Prise Salz
  • 1/2 Tl Natron (für knusprigere Kekse nur eine gute Prise nehmen)
  • 1 1/2 Tl Weinsteinbackpulver (für knusprigere Kekse nur 1/2 Tl nehmen)
  • 300 g Weizenmehl Typ 550
  • 1 geh. El Maisstärke
  • 75 ml Sojamilch
  • 180 g Schokolade, gemischt (Zartbitter, Reismilch, weiße Reismilch usw)
  • 40 g Cashews
  • 40 g Walnüsse
  • 1 El Ahornsirup oder Karamellsirup

Zubereitung:

Die weiche Alsan mit dem Rohrohrzucker und der Vanille mit dem Handmixer oder in der Küchenmaschine einige Minuten richtig schön schaumig aufschlagen bis die Masse leicht weißlich ist.

Die Maisstärke mit 2 El der Sojamilch zufügen und kräftig verquirlen. Weizenmehl, übrige Sojamilch, Salz, Weinsteinbackpulver und Natron zugeben und alles miteinander verkneten (am Besten mit den Händen oder einer Gabel). Der Teig ist relativ weich, so zwischen Rührteig und Knetteig.

Die Nüsse ebenso wie die Schokolade grob hacken und beides zusammen mit dem Ahornsirup oder Karamellsirup unter den Teig kneten.

Mit angefeuchteten Händen etwas Teig abstechen und jede Portion zu einer Kugel formen und platt drücken. Auf zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen, dabei etwas Abstand lassen.

Im vorgeheizten Backofen bei ca. 200 °C Ober- und Unterhitze etwa 15 Minuten backen, je nach gewünschtem Bräunungsgrad und Knusprigkeit.

Abkühlen lassen und genießen…

Et voilà!

8 Kommentare

  1. Mmmh lecker! :) Die werd ich morgen backen, allerdings ohne Maisstärke. Für was ist die denn gut? Hab sowas noch nie beim Backen verwendet eigentlich. 😀

    • Die Maisstärke sorgt gleichzeitig für Bindung und Lockerung (wobei das eher bei Kuchen relevant ist), die Cookies werden durch die Zugabe von etwas Maisstärke (oder auch Kartoffelmehl) leicht mürbe und knusprig, macht sie also etwas „feiner“. Ist aber auch kein Drama, wenn Du keine reintust, lecker werden sie auch ohne :-)

  2. So, habe mich gestern an dieses feine Rezept gemacht und alles so umgesetzt, wie von Dir bereits vorab gestestet. Bis auf die Menge der Schokolade (habe Zartbitter-Tropfen verwendet), die ich reduziert habe. Meine Kekse wurden nicht soft, sonder knusprig und halten – gut verpackt – hoffentlich auch ein bisschen länger, da sie wieder mal eine kleine Reise antreten müssten. Natürlich habe ich auch genascht: alles, was meine Küche verlässt, wird schließlich einer Qualitätskontroller unterzogen :-) . Das Ergebnis: sehr, sehr lecker! Danke für das Rezept! Liebe Grüße, Brigitte

  3. Pingback: Schoko-Nuss-Cookies « vegan50plus

  4. Hallo, erst einmal vielen Dank für die tollen Rezepte in diesem Blog. Ich backe nun seit etwa einem Jahr nur noch vegan und habe hier schon viele tolle rezepte gefunden.
    Das einzigste Problem für mich ist jedoch, dass ich aus verschiedenen Gründen keine Magarine/ Alsan nutzen will. Aber ich würde so gerne mal wieder richtig schön Cookies backen…. ; )
    Hast du eine Idee, was man da machen könnte? Und hast du erfahrung, ob man auch in veganem Mürbeteig Magarine durch 2/3 Öl ersetzen kann?

    • Ich hab die Cookies mit Öl gebacken. 80% Öl der angegebenen Magarinenmenge und 20% Wasser (Magarine und Butter haben ja nur 80% Fett). Die Sojamilch dann natürlich ggf reduzieren. Menge kann ich nicht genau sagen, da ich getrocknete Feigen statt Zucker mit Wasser und Öl püriert hab und dann keine Milch mehr brauchte. Die Cookies sind jedenfalls sehr gut geworden. Hab Schokocookies (4 El Kakao und Dinkelvollkornmehl) draus gemacht und sie mit Ahornsirup bestrichen und geröstete Haferflocken drüber gestreut.:-) Sind sehr, sehr lecker.

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