Eis-Bombe mit „Sahne“-Joghurt-, Beeren- und Schokoschichten

Seit wir einen tollen kleinen (naja, 116 Liter…) Gefrierschrank haben, liebe ich Eis noch mehr als eh schon. Zum Glück gibt es mittlerweile eine große Auswahl an veganen Eissorten zu kaufen, was ich auch fleißig tue :-) . Da ich aber nicht immer Lust auf Hörnchen-Eis, „wie veganes Magnum“-Eis, Vanille-Eis und Schoko-Eis habe, sondern gerne auch mal Variationen esse, mache ich auch sehr gerne selber Eis. Meist eher so Erdbeer-Joghurt-Eis am Stil in zig Variationen…

Eine Eismaschine haben wir auch, aber bisher habe ich kein schnelles Rezept gefunden, welches mir cremiges veganes „Milch“-Eis garantiert…keine Ahnung, was ich falsch mache (wer erprobte gute Rezepte oder Links hat, immer her damit!!).

Jedenfalls habe ich diesmal aus der Not eine Tugend gemacht und mich an eine Eis-Bombe gewagt. Da das Eis hier in Schichten aufgetragen gefriert und eben von haus aus nicht gerührt wird, gehört es quasi zum Rezept einer Eis-Bombe, dass sie nicht total cremig, sondern eher fest ist. Ha!

Das Rezept beinhaltet keinerlei Schwierigkeiten, kann also wirklich von jedem gemacht werden, das Einzige, was man braucht, ist Geduld…ja, auch nicht so meine Stärke, aber man muss halt eine Schicht auftragen, gefrieren lassen, nächste Schicht, gefrieren lassen usw. Das dauert eben. Wobei es das Eis verzeiht, wenn man eine Schicht länger gefrieren lässt als die andere, also kann man ruhig zwischendrin auch mal das Haus verlassen.

Das Ergebnis und vor allem der Geschmack belohnen aber allemal für sämtlich Mühen, das Ding ist einfach nur lecker! Ich habe als Basis-Schicht ein Soja-Sahne-Joghurt-Eis gemacht und die Zwischenschichten bestehen aus Beeren-Püree-Grütze und Schokolade. Die Kombination ist sowohl geschmacklich als auch optisch sehr toll. Ich denke, beim nächsten Mal probiere ich mal eine Variante mit Schoko- und Vanille-Eis und geschmolzener Schokolade dazwischen, bestimmt auch lecker.

Hm, ja, das Bild ist leider nicht wirklich schön, aber ich konnte kein neues machen, da das Eis schon aufgefuttert ist, aber so könnt ihr euch wenigstens eine Vorstellung vom Aussehen machen. Ich habe eine kleine Kastenform genommen, das Rezept aber auf eine große hochgerechnet. Man kann die Eis-Bombe auch klassischer zubereiten, indem man eine runde Schüssel als Form nimmt, dann wird das Eis kuppelförmig und es können Tortenstücke daraus geschnitten werden.

Eis-Bombe mit "Sahne"-Joghurt-, Beeren- und Schokoschichten

Eis-Bombe mit "Sahne"-Joghurt-, Beeren- und Schokoschichten

Zutaten für eine normalgroße Kastenform:

  • 150 ml aufschlagbare Sojasahne (zB von GranoVita)
  • 200 g Sojajoghurt, natur
  • 1/2 Tl Johannisbrotkernmehl (alternativ ein Päckchen Sahnesteif)
  • Saft einer halben Zitrone
  • 50 ml Agavendicksaft (oder mehr, je nach Geschmack)
  • 1 El Vanillezucker (kein Vanillin…)
  • 250 g gemischte Beeren (Erdbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren…), frisch oder TK
  • 3 El Wasser
  • 2 Tl Vanillepuddingpulver oder Maisstärke
  • 2 El Agavendicksaft (oder mehr, je nach Geschmack)
  • 50 g vegane „Milch“schokolade
  • 50 g Zartbitterschokolade, nach Geschmack mit Mandeln o.ä.

Zubereitung:

Als erstes die Beeren in einem kleinen Kochtopf mit dem Agavensirup erhitzen und zum Kochen bringen. In einem separaten Schälchen das Puddingpulver oder die Maisstärke mit dem Wasser glatt rühren und zu den Beeren geben, gut rühren und alles kurz aufkochen lassen, so dass alles etwas andickt. Von der Herdplatte nehmen und mit dem Pürierstab schön fein pürieren. Das Püree auskühlen lassen.

Für das Sahne-Joghurt-Eis die Sojasahne mit dem Quirl der Küchenmashcine oder Handmixer 1-2 Minuten auf hoher Stufe kräftig aufschlagen. Langsam während der Schlagens das Johannisbrotkermehl einrieseln lassen, dann den Agavensirup dazu geben. Alles weiter kräftig verquirlen. Vanillezucker und Zitronensaft zufügen und unterrühren. Zum Schluss den Sojajoghurt dazu geben und auch kräftig verquirlen. Die Masse sollte jetzt schön cremig und leicht fluffig sein.

Eine Kastenform mit Frischhaltefolie auskleiden und ein par Löffel der Sahne-Joghurt-Mischung auf dem Boden gleichmäßig verteilen (nicht zu dick). In das Gefrierfach stellen und ca. 15 Minuten angefrieren lassen, so dass die Oberfläche leicht fest ist und man die nächste Schicht auftragen kann.

Dann ein paar Löffel des Beerenpürees auf der Eisschicht verteilen und gleichmäßig versreichen, wieder ins Gefrierfach für ca. 15 Minuten. Die nächste Schicht ist wieder Sahne-Joghurt, wieder ca. 15 Minuten angefrieren. Währenddessen im Wasserbad ganz vorsichtig die Schokolade schmelzen. Die Hälfte der Schokolade auf der Sahne-Joghurt-Eis-Schicht verteilen und glatt streichen, kurz ins Gefrierfach (die Schokolade braucht nur kurz, um fest zu werden), dann wieder Sahne-Joghurt-Creme, Gefrierfach, Beeren-Püree usw. bis alles aufgebraucht ist.

Wenn alle Schichten fertig sind, muss das Eis einige Stunden (ca. 4-5) ins Gefrierfach, um komplett durch zu frieren, dann ist die Eis-Bombe fertig. Zum Aufbewahren gut in Frischhaltefolie wickeln, damit sie keinen komischen Geschmack nach Gefrierfach bekommt, dann hält sie sich ´ne ganze Weile.

Vor dem Servieren entweder ein bisschen antauen lassen (ca. 10 Minuten) oder einfach ein scharfes großes Messer heiß abspülen, nicht abtrocknen und dann lassen sich die Scheiben gut abschneiden.

Et voilá!

2 Kommentare

  1. Kein „schönes“ Bild???
    Ich lieg grad sabbernd am Boden und *habenwill*

    Leider sind einige Zutaten ja nicht so leicht zu bekommen (zumindest hier in der Provinz)
    Kann man statt Agavendicksaft auch Zuckerrübensirup nehmen oder ist das was gaaanz anderes?

    Und ganz ganz großes Lob an deine/eure Seite. Ich kann mich gar nicht entscheiden, was ich als erstes zubereiten soll… 😀

    • Danke :-)
      Ja, du kannst den Agavensirup durch Puderzucker ersetzen – ich hatte den nur genommen, weil ich die Hoffnung hatte, dass durch den Sirup weniger Eiskristalle ausgebildet werden (hat auch ganz gut geklappt) als wenn man Kristallzucker nimmt…mit feinem Puderzucker sollte das auch funktionieren!
      Viele Grüße*

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