Bärlauch-Pesto

Hier nun das versprochene Rezept für Bärlauch-Pesto wie ich es immer mache. Man könnte auch einfach nur Bärlauch mit Olivenöl pürieren, aber das wäre für mich dann eher eine Art Bärlauch-Würz-Paste, um zB Saucen zu verfeinern. Pesto aber ist für mich eine eigenständige Sauce/Paste mit unterschiedlichen Grundzutaten (Basilikum/Bärlauch/Tomaten/Paprika etc. und dazu eine oder mehrere Sorten Nüsse oder Kerne), die pur einfach nur mit Nudeln ein hervorragendes Essen ergibt.

So ist es auch bei dem Bärlauch-Pesto. Ich mag es am liebsten mit (ungerösteten und ungesalzenen) Cashewkernen und einigen Sonnenblumenkernen. Beide sorgen dafür, dass der Bärlauch-Eigengeschmack vordergründig bleibt und lediglich dezent durch die Nüsse/Kerne unterstützt wird. Ich find´s soooo lecker….und die knallegrüne Farbe ist einfach beeindruckend. Zu deren Erhalt gebe immer etwas Zitronensaft dazu, damit übersteht das Grün auch die Konservierung durch zB Einwecken der Gläser.

Bärlauch-Pesto

Bärlauch-Pesto

Zutaten für 3 mal 2 gute Portionen:

  • 150 g frischer Bärlauch (am Besten bio)
  • 65 g Cashewkerne, ungeröstet und ungesalzen (ich finde bereits geröstete Cashews hier zu dominant und intensiv)
  • 2 El Sonnenblumenkerne
  • 2 El Hefeflocken (optional)
  • Meersalz (je nach Geschmack ca. 1-2 Tl)
  • 1 El Zitronensaft
  • ca. 150 ml Olivenöl (mehr oder weniger nach Geschmack)

Zubereitung:

Die Cashewkerne zusammen mit den Sonnenblumenkernen in einer beschichteten Pfanne gaaaanz langsam und vorsichtig unter häufigem Wenden leicht anrösten (wirklich nur leicht, denn sonst wird der Geschmack zu dominant).

Den Bärlauch waschen und die trockenen Enden der Stiele abschneiden (den Rest der Stiele verwende ich mit…), grob zerkleinern und mit den übrigen Zutaten in eine ausreichend große Schüssel geben.

Alles einige Minuten mit dem Pürierstab fein pürieren oder je nach Geschmack noch „Stücke“ lassen. Einige Minuten durchziehen lassen, dann nochmals kräftig abschmecken und mit frischer Pasta servieren (und genießen…).

Übriges Pesto hält sich einige Tage im Kühlschrank. Wenn es länger aufbewahrt werden soll, kann man es hervorragend in Weckgläser einkochen.

Et voilá!

22 Kommentare

  1. Woher bekommst du denn dein frisches Bärlauch?Das gibt es soweit ich gelesen habe immer nur zu einer bestimmten Saison?!Oder werd ich da im Bioladen fündig?Liebe Grüße

    • Hallo Hanna,
      ja, Bärlauch gibt es frisch nur im April/Mai (die Saison geht bloß etwa 4-6 Wochen), das heißt, im Moment wirst Du wohl eher nicht mehr fündig – ich habe zumindest in den letzten zwei Wochen keinen mehr gesehen. Aber wenn es ihn gibt, bekommst Du ihn wirklich überall und für gar nicht teuer. Selber sammeln geht auch, aber nicht mit den giftigen Maiglöckchen verwechseln 😉

    • Die Bärlauchsaison hat begonnen. Juhuuuuuuuu
      Hab mir eben einen riesen Korb gesamme
      Und jetzt wird Pesto gemacht. Bärlauchspätzle, Bärlauchknödel, ….. ich liebe ihn!!! <3

  2. Hab den ersten Bärlauch im Garten gefunden! Und das Pesto ist wirklich super lecker, hab es mir aufs Brot getan! Richtig gut!
    Vielen Dank fürs Rezept.
    Liebe Grüße

  3. Hallo,
    ich warte leider noch darauf, dass der Bärlauch im Garten groß genug wird. Habe ich letzten Herbst frisch gesät, ich glaub deshalb ist er später. Ist er goß genug, werde ich dein Rezept auf alle Fälle ausprobieren. Ist in den Favoriten gespeichert.

  4. Gerade gemacht. Beim Abschmecken war es mir viel zu scharf, zusammen mit Spagetti ist es eine nette Pestoabwechslung. Meine Mutter ist restlos begeistert, ich musste sie davon abhalten, nicht alles pur in sich hinein zu löffeln 😀

  5. unglaublich lecker, ich habe eine ganze zitrone gepresst und das pesto mit in agavensirup karamelisiertem tofu und ochsenherztomaten kombiniert. dazu ein urweizenbrot, du wirst bekloppt, so fein war das…..

  6. Vorher gemacht…hmmmm! Das Rezept hat mich schon lange angemacht. Also nichts wie raus und Bärlauch besorgen. Danke!

  7. Vielen herzlichen Dank für dieses tolle Pesto – das beste das ich bisher probiert habe.
    Leeeeeecker!!!!!!
    Danke auch für all die anderen super Rezepte
    Gruß Uschi

  8. Es ist schon wieder soweit! Der erste Bärlauch guckte in diesem Jahr bereits Ende Februar aus der Erde! der Winter war so mild, das wohl alles etwas früher kommt.

    ich mache mir meine Bärlauch Grund paste immer einfach nur mit Bärlauch, Salz und gutem Öl. das hält ziemlich lange wenn immer eine schicht Öl oben drauf ist. Allerdings, es stimmt schon, die Farbe verändert sich langsam. Ich werde es mal mit Zitronensaft probieren und hoffe, das die Haltbarkeit dadurch nicht beeinträchtigt wird.

    Im Moment habe ich ein Pesto einfach mit meiner Grundpaste und geriebenen Mandeln auf dem Brot, auch sehr lecker! Nun habe ich nach neuen Ideen gesucht und freue mich über deine Seiten!

    L.G. Nina

  9. Also bei mir hält die Farbe. Habe aktuell noch ein letztes kleines Glas von letzem Jahr im Kühlschrank auch nur mit Öl+Salz und das ist „kritzegrün“

  10. Hi, könntest du mir sagen, wie das „einkochen“ vonstatten geht? das würde mich sehr interessieren, mit 800 g frisch gepflückten bärlauch im Kühlschrank. Vielen Dank!!

    Lg anny

  11. Gestern hab ich den ersten Bärlauch des Jahres auf dem Wochenmarkt gekauft.
    Als Erstes gab es wieder dieses Pesto – so wie seit 3 Jahren jedes Jahr :-)

    LG
    Lotte

  12. Hallo , wie kann ich denn das Bärlauchpesto einwecken , bei welcher Temperatur wie lange ? Habe so viel im Garten, daß ich die Menge, die ich machen könnte nicht so schnell verzehren kann , deshalb einwecken und wie lange hält es sich dann ?

  13. Pingback: Saisonal: Bärlauch-Pesto | Herbs & Chocolate

  14. Dein Pesto ist super lecker! Ich habe allerdings das Olivenöl erst nach dem Pürieren zugefügt und dann nur noch verrührt, weil es manchmal beim pürieren aufgrund der Oxidation bitter wird. Vielen lieben Dank für deine Mühe und das Rezept!

  15. Vielen Dank für das Rezept! Es war das beste Pesto, dass ich je hatte. Habe mich genau an die Rezeptangaben gehalten inklusive der Hefeflocken und frisch gepflücktem Bärlauch. Ein paar Reste vom Basilikum habe ich noch zusätzlich darin verarbeitet. Mit Spaghetti, in Olivenöl kurz angebratene Cocktail-Tomaten und Brokkoli aus dem Dampfgarer ein super Gericht!

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.