Knuspriges Weißbrot (No-Knead)

So, hier noch eine Variante des No-Knead-Bread. Diesmal ganz schrecklich ungesund mit Weißmehl. Ich weiß, ernährungsphysiologisch geht das gar nicht, aber manchmal muss es einfach Weißbrot sein. Und dann doch lieber so ein feines selbstgebackenes, wo ich weiß, was drin ist, als eines vom Bäcker, der möglicherweise einen Haufen Emulgatoren, Glyzeride, schlechte Fette etc. benutzt. Und geschmacklich ist das hier echt super, so richtig fluffig, aber auch chewy durch den geringen Anteil an Hartweizengrieß und da auch dieses Brot mit Deckel gebacken wird (im ofnfetsen Topf oder in einer Auflaufform mit Deckel) bekommt es eine wundervolle Kruste. Ich hoffe, dass man das auf dem Foto gut erkennen kann. Ich glaube, ich bin ein bisschen verliebt in dieses Brot….:-)

Knuspriges Weißbrot

Zutaten:

  • 300 g Weizenmehl (405er oder 550er, alternativ Dinkelmehl 630er)
  • 100  g Hartweizengrieß
  • 1 geh. Tl Meersalz
  • 1 El Olivenöl
  • 1/2 Tl Trockenhefe (ohne Emulgatoren!!)
  • 320 ml lauwarmes Wasser
  • ca. 50 g Mehl für die Arbeitsfläche

Zubereitung:

Das Mehl mit dem Hartweizengrieß, Salz und Trockenhefe mischen. Das Olivenöl und das lauwarme Wasser zufügen und alles zu einem zähen, sehr klebrigen Teig verarbeiten (nicht kneten, einfach mit einem Löffel verrühren, es muss nicht sonderlich sorgfältig sein). Die Schüssel am besten mit einem Deckel abdecken, sonst ein Stück Klarsichtfolie nehmen zum Abdecken, kein Handtuch, da der Teig sonst austrocknet.

Den Teig 12-18 Stunden (oder auch etwas länger, aber nicht mehr als 24 Stunden) gehen und ruhen lassen.

Den Teig mittels eines Teigschabers auf die gut gemehlte Arbeitsfläche geben. Er ist sehr weich und klebrig. Auch die Oberseite etwas mehlen, ebenso die Hände. Die Seiten des Teiges jeweils einmal ziehen und einschlagen, wie einen Briefumschlag. Einen runden Laib formen und diesen mit der Naht nach unten in den gefetteten feuerfesten Topf oder die Form geben, Deckel aufsetzen.

Den Backofen auf 250 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Das den Topf mit Deckel in den Backofen geben, nach fünf Minuten die Temperatur auf 230 °C reduzieren. Nach weiteren 20 Minuten den Deckel abnehmen (Vorsicht: heißer Dampf) und die Temperatur auf 180 – 200 °C reduzieren und das Brot fertig backen, bis es oben schön gebräunt ist und beim Draufklopfen hohl klingt (das dauert je nach Ofen ca. weitere 15-20 Minuten).

Auskühlen lassen und genießen!

Et voilá!

14 Kommentare

  1. Hey,
    super Brotrezept. Überhaupt sind deine Rezepte ziemlich lecker bzw. sehen so aus. Auch wenn ich meine Brote lieber mit Sauerteig backe, hier gibt es ein ziemlich cooles Video von „The Minimalist“ der New York Times zum Thema „No Knead Bread“: http://www.youtube.com/watch?v=13Ah9ES2yTU

    Schöne Grüße,
    lif

  2. Hallo Heldin,
    das sieht ja wirklich lecker aus! Werde es demnächst probieren – habe gerade den Teig für die Hörnchen angesetzt, vielleicht klappt es dieses mal. Beim letzten mal wurde es ein besonders guter Apfelkuchen mit Streusel und kein Hefeblätterteig.
    Schöne Grüße Strickliesl

    • Vielen Dank!

      Dann drück ich mal die Daumen für den Blätterteig :-)
      Das Weißbrot ist aber auch echt einfach und empfehlenswert, es ist nur zwingend in ´nem ofenfesten Topf oder einer anderen Form mit Deckel zu backen, Mit Alufolie abdecken funktioniert nicht, ich hab´s ausprobiert…

  3. Hallo Heldin,
    ich muß weiter üben. klappte aber schon besser. Ich hatte zuviel 815 Dinkelmehl gnommen,deshalb wurde er sehr fest. Vielleicht sollte ich mich einmal nach den Rezeptvorgaben halten und nicht immer nach „frei“ Schnauze vorgehen. Habe daraus eine Art „Flamme Kuchen“ gemacht. Ich mag ja gerne dünne Teige. War aber lecker und die Gäste mochten es. PS: trotz fasten: der Wein floß reichlich bei den anderen! Grüße aus dem alten Land Stickliesl

  4. Hallo Heldin!
    Dieses Brot möcht ich unbedingt ausprobieren, kannst Du mir sagen wie groß in etwa die Form sein muss (Durchmesser)damit auch der ganze Teig reinpaßt und das Brot genügend Platz zum Aufgehen hat?
    Danke und liebe Grüße

    • Hallo Orgonautin,
      also, mein Topf hat etwa 25 cm Durchmesser, da passt das Brot ganz gut rein. Bei mir ist das ein Topf, der, wenn man vier Herdplatten hat (zwei kleine, eine mittlere und eine große) auf die mittlere Herdplatte passt, vielleicht hilft DIr das bei der Einschätzung?! Ansonsten würde ich empfehlen, den Deckel einfach auch gut einzufetten, so dass es nichts macht, wenn der Teig zu hoch aufgeht (die Kruste wird dann nur nicht so schön, aber dem Geschmack tut´s nichts und beim nächsten Mal weiß man, dass man einen größeren Topf nehmen sollte).
      Viel Erfolg! Ich bin sicher, dass Dir diese Art Brot zu backen Spaß machen wird, weil´s so schön unkompliziert ist :-) .

  5. Liebe Heldin,
    bei welcher Temperatur lässt du das Brot die vielen Stunden gehen?
    Zimmertemperatur (also so 22-23 Grad) oder kühler?
    Liebe Grüße

    • Liebe Sarah,
      ich lasse den Teig bei Zimmertemperatur gehen. In meiner Küche isses aber tendenziell eher kühl…
      Du könntest ihn auch im Kühlschrank gehen lassen, er sollte aber dann vor dem Backen nochmal 1-2 Stunden bei Raumtemperatur stehen.
      Bei so langer Reifezeit ist kühl grundsätzlich besser als zu warm! Also, im Hochsommer zB ist Zimmertemperatur zu viel :-) Zumindest in unserer Dachgeschosswohnung.
      Viele Grüße*

  6. Liebe Heldin,
    Danke für die rasche Antwort – jetzt steht der Teig im Kühlschrank :)
    Morgen wird sich zeigen, was daraus wird 😉
    LG

  7. Hallo :-),

    da ich gerade anfange selber Brot zu backen, wäre meine Frage, ob man den Hartweizengrieß auch weg lassen kann.

    Danke und Liebe Grüße

    • Liebe Lina,
      der Hartweizengrieß macht das Brot besonders knusprig und aromatisch, daher würde ich Weglassen nicht unbedingt empfehlen…wenn du aber keinen benutzen möchtest, kannst Du die Menge auch durch die gleiche Menge etwas kräftigeres Mehl (Typ 1050) ersetzen oder ganz zur Not eben einfach mehr normales Mehl nehmen. Lecker wird´s trotzdem :-)
      Viele Grüße*

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