Franzbrötchen

Für alle, die es nicht kennen: Franzbrötchen sind ein typisch norddeutsches Gebäck. Es handelt sich hierbei um eine Art Zimtschnecke aus Hefe-Plunderteig und ist unglaublich lecker. Leider im Original mit Butter und Milch und völlig unvegan, aber ich habe ein original Hamburger Rezept veganisiert (was nicht weiter schwer war) und auch etwas weniger Zucker und eben Rohrzucker genommen, damit es nicht so pappesüß ist wie im Original. Den luftig und leicht blättrigen Teig bekommt man ähnlich wie bei den Dinkel-Vollkorn-Croissants hin, indem man die Margarine (am Besten mal wieder Alsan) in den Teig einarbeitet, indem man den Teig ausrollt, die Alsan-Stückchen auf dem Teig verteilt, den Hefeteig darüber schlägt und den Teig wieder ausrollt, so dass „Schichten“ entstehen. Die typische Form erreicht man, indem man den aufgerollten Teig in dicke Scheiben schneidet und diese in der Mitte mit einem Holzlöffel der Länge nach eindrückt, so dass der Teig an beiden Seiten rausquillt. Also, ran an die Buletten, Butter bei die Fische und los geit di dat:-)

Lecker zimtige Franzbrötchen

Lecker zimtige Franzbrötchen

Zutaten für ca. 10 eher kleine Franzbrötchen:

  • 250 g helles Dinkel- oder Weizenmehl
  • 1/3 Würfel frische Hefe
  • 2 El Rohrzucker
  • 2 El Alsan
  • 1 Prise Salz
  • 125 ml lauwarme Sojamilch
  • 50 g kalte Alsan
  • 3 El Rohrzucker
  • 1 Tl Zimt

Zubereitung:

Die Hefe in der lauwarmen Sojamilch mit einem Teelöffel Zucker auflösen und für zehn Minuten stehen lassen, so dass sie gehen kann und sich kleine Bläschen bilden. Mit Mehl, dem restlichen Zucker, Salz und Alsan zu einem geschmeidigen Teig verkneten und mit den Händen einige Minuten gut durchkneten, bis sich die Zutaten verbunden haben und der Teig schön elastisch ist. Eine halbe Stunde gehen lassen, bis der Teig sichtbar aufgegangen ist.

Den Teig erneut durchkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. einen halben Zentimeter dick ausrollen (möglichst rechteckig). Die kalte Alsan flöckchenweise in der Mitte der Teigplatte verteilen, die beiden anderen Seiten darüber einschlagen und den Teig erneut ausrollen. Wenden und wieder die beiden äußeren Seiten zur Mitte hin einschlagen, ausrollen, wenden und nochmals wiederholen. Den Teig ein letztes Mal ausrollen, den Zimt mit dem Rohrzucker vermischen und die Mischung gleichmäßig auf dem Teig verteilen und diesen von der breiten Seite her aufrollen. die Rolle in fünf Zentimeter große Stücke schneiden. Die Teigstücke auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, genügend Abstand lassen. Jetzt mit einem Holzkochlöffel die Teigstücke der Länge nach eindrücken, so dass der Teig an beiden Seiten herausquillt und die Franzbrötchen ihre typische Form erhalten.

An einem warmen Ort nochmals 15 Minuten gehen lassen. Zwischenzeitlich den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen und dann die Franzbrötchen ca. 10-15 Minuten goldbraun backen und das erste noch warm genießen.

Et voilá!

18 Kommentare

  1. Hallo Heldin,
    ich glaube es nicht – wie machst du das bloß?
    ich, mit meinen vielen Jahren Backerfahrung bekomme so etwas einfach nicht gebacken!
    Ich kann, glaube ich, nur unvegane Sahnekuchen! Ich übe weiter und gebe die Hoffnung nicht auf
    Grüße aus dem alten Land Strickliesl

    • Keine Ahnung, wie ich das mache, Hefeteig oder Blätterteig funktioniert bei mir einfach…dafür misslingt mir schonmal ein Rührkuchen (gerade letztens erst passiert *seufz*). Wir können uns ja einfach aufteilen, ich mache Blätterteig und Du den Apfelkuchen??!!
      Mit Sahnetorten kann ich nicht dienen, auch nicht in vegan, was ich schon ausprobiert habe und was hervorragend geworden ist. Ich mag sie einfach nicht. Und da isses mir egal, ob´s Sojasahne ist oder Kuhsahne (falls Du Dich mal in einer veganen Variante versuchen willst, Dom freut sich :-))

      Viele Grüße!

  2. Mache ich gerne,
    aber auch vegane Sahne-Torten lassen sich, trotz der kühlen Temperaturen,nicht mit der Post schicken. Es ist halt kein Ringel von der Besten.

    Liebe Grüße auch an Dom
    Strickliesl

  3. wenns mal schnell gehen soll, kauft man die einfach biem kamps. Dort sind diese nämlich vegan

    • Stimmt, nützt nur den Mittel- und Süddeutschen rein gar nix, denn hier gibt es die nicht bei Kamps, da es sich um ein regionales Produkt handelt:-) Also doch selber machen, schmeckt eh viiiiel besser!

  4. Wow, die waren lecker!! Gestern nachgebacken und wir sind begeistert! Ich muss nicht erwähnen, dass kaum noch Stücke übrig sind 😀
    Vielen Dank fürs Rezept teilen. Die gabs sicher nicht zum letzten mal.

    • Kann ich voll verstehen :-) , gerade die Mischung aus Zimt und Zucker und „buttrigem“ Geschmack, sehr geil und perfekt für den Herbst! Vielen Dank für´s Ausprobieren, hatte die Franzbrötchen schon fast wieder vergessen und bekomme jetzt echt Lust, die am Wochenende auch mal wieder zu machen…

  5. Suuperlecker! Habe sie huete morgen gebcken und sie sind schon fast weg :/ An der Form muss ich noch ein bisschen arbeiten aber köstlich! Ich habe beim Alsan einarbeiten jedesml auch ein bisschen Zimt-Zucker-Mischung drübergestreut.

    Danke für das schöne Rezept!

    • :-) Die Dinger sind echt lecker und Zimt macht irgendwie glücklich…die Idee mit Zimt und Zucker auch in den Zwischenlagen klingt toll, das merk ich mir und teste es beim nächsten Mal. Danke!

  6. Sind bei mir optisch nicht so ordentlich geworden und das mit dem Alsan einarbeiten muss ich noch üben (und plötzlich war die ganze Arbeitsfläche fettig), aber schmecken echt super lecker :). Die mach ich sicher noch mal. Und es war mein erster Hefeteig.

  7. Pingback: waskannstdudenndannnochessen

  8. 2 Probleme bei mir:
    1. Die Mischung aus Wasser (habe Wasser statt (Soya-)Milch genommen) und Mehl im Verhältnis 1:2 ist viel zu nass und klebrig, sodass ich auf ca. 400g Mehr steigern musste. Oder muss man einfach nur lange genug kneten, damit der Teig die richtige Klebrigkeit hat?

    2. Die Hefe ging nicht auf, lag vielleicht daran, dass das Quellwasser am Anfang sehr heiß war. Wisst ihr, ob das die Hefe beeinträchtigt? War obendrein Trockenhefe, die man ja eigentlich garnicht auflösen muss.

    Ich werde bald es nochmal probieren :-)

    • Du hast es geschafft, 125 ml Wasser mit 400 g Mehl zu einem Teig zu verkneten??? Respekt!! 😉 Nee, im Ernst: da hast Du Dich irgendwo verwogen oder vermessen, das ist faktisch unmöglich! Das Verhältnis 1:2 von Flüssigkeit zu Mehl ist bei Hefeteigen das erprobte Maß und Standard, teilweise wird sogar eher mehr Wasser verwendet. Mit weniger Wasser kommt garantiert kein Teig zustande…also, das stimmt schon von der den Angaben her.
      Zum Hefeproblem: heißes Wasser zerstört die Hefe komplett (also die Bakterien, die für den Trieb verantwortlich sind). Also, NIEMALS heißes Wasser für Hefeteig verwenden, egal, ob Du Trocken- oder Frischhefe verwendest, denn dann kannst Du das Gebäck eigentlich komplett vergessen bzw. es geht einfach nicht auf. Flüssigkeit für Hefeteige darf maximal handwarm sein, also ca. 37 °C, das ist die ideale Temperatur zur Vermehrung der Bakterien. Kaltes Wasser kannst Du auch nehmen, allerdings verdoppelt sich die Gehzeit dadurch locker – Hefebakterien haben es gerne kuschelig.
      Viele Grüße und viel Erfolg beim nächsten Mal*

  9. Moinmoin aus Leipzig,
    den Teig bekomme ich nun nach dreimal backen schon sehr ordentlich hin. Auch diesen 5 Mal mit Butter zu beflocken und umzuschlagen, darin bin ich jetzt Meister. Aber eine Frage, oder ein Problem, hab ich doch. Der Zucker will einfach nich karamellisieren – weder mit noch ohne Butter, weder bei 180°C noch bei 210 °C, weder Rohrohrzucker noch Standartzucker. Und ohne diese leichte Kruste aus lecker-fiesem-Zuckerüberzug, also nur mit Krümeln, ist es eben nicht so lecker. Habt ihr da einen Tipp?

  10. hello aus BW… ich würde die gerne morgen backen, allerdings habe ich Trockenhefe… gelingt das auch? lg

    • Ja, Trockenhefe funktioniert auch :-) Für das Rezept nimm am Besten ca. 2 Tl und rühre sie genauso an wie die Frischhefe wie im Rezept beschrieben.
      Viele Grüße*

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